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Podcast: Rollenverständnis versus BDSM

Ein Blogbeitrag von Jona Mondlicht und Devana.

Als Hörtext verfügbar.

Die Wahrnehmung geschlechterspezifischer Rollen in der Gesellschaft passt nicht immer zu den Rollen in BDSM-Beziehungen. Die positive Veränderung des Rollenverständnisses in den letzten Jahrzehnten hat die Diskrepanz zu mancher BDSM-Rolle nicht kleiner werden lassen. Im Gegenteil – wer Werbung aus den 50er Jahren kennt, fühlt sich seltsam erinnert an manche BDSM-geprägte Beziehung. Mus man das rechtfertigen und wenn ja, wie?

 

Jona und Devana sprechen über Konflikte, die aus gelebten BDSM-Rollen und dem gesellschaftlichen Rollenverständnis entstehen können.

 

Im Anschluss gibt es noch ein Extra – einen ganz persönlichen Rückblick auf die »Boundcon 2024« in München. Am Tag danach gab es viel zu Gesehenem und Erlebtem zu reflektieren.

 

Mit einem telefonklingelbedingten Schnitt, den wir unkommentiert lassen.

Mit heiseren Stimmen im Extra, das wir spontan und in recht unprofessioneller Umgebung aufgenommen haben.

Und natürlich mit zwei Glückskeksen.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

08.06.2024 um 02:15 Uhr

Hallo Devana und Jona,

 

ich habe da bislang wirklich nie nachgedacht, ob die Rollen in BDSM in einem Konflikt versus alte Rollenbilder stehen könnten... Das Thema und die Schlussfolgerungen, die ihr zieht, fand ich interessant, obwohl ich in der Rolle, die ich lebe, und mein Herr in seiner, nicht gegen althergebrachte Rollenbilder "verstoße". Im Gegenteil, und wenn ich den Geschmack meines Herrn sehe, käme ihm der 50er-Stil eher noch entgegen. 

 

Ganz wichtig fand ich euren Hinweis, dass es bei BDSM-Beziehungen freiwillig ist und nicht wie früher eine gesellschaftliche Norm!

 

Der "Boundcon"-Teil war für mich aber viel spannender, ich wäre zu gern dabei gewesen. Ein paar der Namen, die ihr erwähnt habt, kenne ich. Ein Würge-Halsband würde ich auch gern mal testen, könnt ihr dazu vielleicht noch im Nachgang bitte Näheres erzählen, wenn ihr es ausprobiert habt (Devana)? Viel gelacht habe ich über das fehlende-Augenbinden-Problem, also das hätte ich auch nicht erwartet!

 

Danke für diese weitere tolle Podcast-Folge!

 

Grüße

Naira

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Christina Saphir

Förderer.

03.06.2024 um 16:49 Uhr

Hallo Ihr beiden!

 

Es gelingt Euch immer wieder, die Themen super sympatisch und mit viel Einfühlungsvermögen zu vermitteln.

 

Besonders das gesellschaftliche Rollenverständnis im Bezug zu Bdsm ist natürlich etwas, was sehr vielschichtig ist. Aus heutigem Verständnis von Mann zu Frau / von Partner zu Partner, gibt es sicherlich wieder andere Blickpunkte als in den 50er Jahren. Das wurde ja auch bei dem Artikel aus der klassisch feministischen Sicht deutlich.

 

Mich persönlich habt Ihr wieder an den alten Knigge erinnert. 

Ich habe seinerzeit begonnen, ihn mit Interesse zu lesen - und als er in den Umgang mit Frauen schwenkte, das Buch wild schimpfend in den Schrank verbannt.

Nun musste ich ihn wieder vorkramen. Mal sehen, vielleicht lese ich sein Buch doch zu Ende. 

 

Die Boundcom habt Ihr schön und anschaulich beschrieben. Da bekommt man richtig Lust drauf.

 

Liebe Grüße

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Queeny

Förderer.

02.06.2024 um 12:08 Uhr

Liebe Devana, lieber Jona!

Dankeschön für diesen interessanten und informativen Podcast. 

Interessant wegen dem Thema und Informativ wegen der der Bound Con.

Ich habe es wie jedesmal genossen euch zuzuhören, und mit euch zu lachen. 

Ich finde es ist ganz egal in welcher Zeit wir leben, ob im hier oder in der Vergangenheit. Was wirklich zählt, ist doch der gegenseitige Respekt füreinander und auch die erwähnte Freiwilligkeit.

Zum Bound Con, ich selbst war noch nie auf so einer Messe, es war sehr interessant von euren Eindrücken zu hören.  Dankeschön, macht weiter so!

 

Herzliche Grüße Queeny 

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Lil

01.06.2024 um 14:03 Uhr

geändert am 01.06.2024 um 14:05 Uhr

Ich höre euch gerne. 

Tolles Thema ist das, da kann man sicher Stundenlang kontrovers diskutieren.

 

Ich musste n bisschen grinsen, die Frau in den 50-gern beschäftigt zwei Fragen,was trage ich,was koche ich.

 

Ich habe da neulich mit meiner Freundin drüber gesprochen,was wir als Frau heute eigentlich alles zu erfüllen,zu leisten,zu tun haben.... Auch ohne den Bezug zum BDSM.

Und ich sagte ihr wortwörtlich: “manchmal möchte ich in die 50-ger und da leben.

Erstens liebe ich die Mode und zweitens hätte ich so unfassbar viel weniger Sorgen."

 

In Wirklichkeit hat's halt auch einfach Schläge gegeben,nicht nur in der Erziehung der Kinder, sondern auch gegen die Frau,wenn der Braten zu trocken,die Soße zu flüssig und der Nachtisch nicht nach dem Geschmack des Mannes war.

Sicher nicht überall und in jeder Familie, aber deutlich selbstverständlicher als heute.

 

Das waren sicherlich nicht die Schläge,die die Frau sich im hier und jetzt und in der selbstgewählten Beziehung wünscht.

 

Von daher ist es schon gut so wie es jetzt ist.

Ein Hoch auf die Selbstbestimmtheit .

 

Ich habe eine Betty Boop als Tattoo in ihrem typischen roten Kleid,in ihrer Pose,die man so kennt....

Die wurde 1930 das erste Mal als Zeichentrick zu Papier gebracht.

 

Dann ,in den 40-gern und 50-gern wurde sie reglementiert, durfte so nicht mehr auf den Bildschirm,nicht einmal als Comic.

Sie bekam eine Bluse an,einen längeren Rock und eine Schürze. Ein Baby und ein Hund und Hausarbeit. 

Bitte dem derzeitigen Frauenbild entsprechend, damit die Weibchen bloß nicht auf dumme Gedanken kommen.

 

Boa regt mich das auf 😅

 

Sie war die erste Frau im Fernsehen, die sich so sexy zeigte, wohl nach dem Vorbild einer Broadway Sängerin 1929.

Ich wäre doch auch lieber die Betty gewesen, als die Frau, die zwischen den Fragen nach der Kleidung und dem Essen das sie heute auf den Tisch bringt entscheiden muß.

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Katika

Autorin. Förderer.

01.06.2024 um 12:21 Uhr

Liebe Devana, lieber Jona,

Ein toller Podcast und ich hatte endlich einmal in Ruhe Zeit und Muße ihn sehr zeitnah zu hören.

Im Zug sitzend mit Kaffee und leckerem Frühstück vor mir.

Dass ich zwischendurch nicht nur leise gelächelt, sondern etwas lauter gelacht habe sei mir verziehen von meinen Mitreisenden.

 

Das Weltbild, das ihr aus den 50er Jahren beschreibt wurde tatsächlich so gelebt. Jedoch gab es auch schon zu der Zeit schon Frauen, die ihren „Mann“ standen. Auch im Westen.

 

Euer Bericht über die Boundcon war einfach klasse. Den „Würger“ würde ich ja zu gerne mal in Natura sehen. Vielleicht in zwei Wochen?

Ihr habt die Vielseitigkeit wundervoll in Worte gefasst. Danke.

Da muss ich wirklich mal drüber nachdenken, dafür als Nordlicht in den tiefen Süden zu fahren.

Im November ist auf alle Fälle die Passion in Hamburg. Sie ist bestimmt nicht annähernd so groß und umfangreich wie die Boundcon.  Der Termin ist bei mir schon fest eingetragen.

Habt ein wunderschönes Wochenende.

Katika

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Meister Y

Autor. Förderer.

01.06.2024 um 10:07 Uhr

geändert am 01.06.2024 um 10:11 Uhr

Liebe Devana, lieber Jona, es hat wieder großen Spaß gemacht Euch zuzuhören!

Zugegebenermaßen musste ich an der einen oder anderen Stelle wirklich schmunzeln, vor allem, als es um Knigge & Co. ging und darum, ob das eine oder andere wirklich noch zeitgemäß ist. Ich denke ja immer, dass Achtung und Höflichkeit Dinge sind, die eigentlich normal sein sollten. Ich habe da immer das Bild vor Augen, dass junge Leute in der S-Bahn sitzen, ältere stehen müssen und es bei den Jungen niemandem einfällt, mal aufzustehen. Okay, das hat nichts mit Rollenverständnissen zu tun, mit Anstand aber schon.

 

Eine kleine Kritik sei mir gestattet. Natürlich war das westdeutsche Rollenverständnis für diese Folge genau der richtige Aufhänger, natürlich war der Hinweis darauf, was Frauen in den 50´igern in Westdeutschland durften und was eben nicht der perfekte Einstieg in diese Folge. Man muss aber der Fairness halber sagen, dass das beileibe nicht überall im heutigen Deutschland so war und das die Generation meiner Eltern eben nicht mit diesem  Rollenbild aufgewachsen ist und es deswegen auch mir und meiner Generation so nicht vermittelt hat.

 

Danke für einen tollen Podcast und vor allem auch danke für das Resümee zur Bound Con, das wirklich Lust darauf macht, sich das mal anzuschauen!

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