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Autor der Woche vom 19.02.2024 bis zum 25.02.2024

Wenn schon die Geschichten, Gedichte und anderen Texte der Autorinnen und Autoren der Schattenzeilen interessant sind, um wie viel mehr müssen dann die Menschen faszinieren, die ihre Fantasien, Träume und Erlebnisse - ihr BDSM - so lebendig zu Papier bringen?

Söldner

Söldner

Wir stellen dir in dieser Woche Söldner vor. Mit Söldner haben wir ein Interview geführt. Im Anschluss findest du alle Veröffentlichungen von Söldner auf den Schattenzeilen.

Devana führte dieses Interview mit Söldner.

 

In welcher Stadt oder welchem Ort wohnst Du? Was gefällt Dir dort besonders?

 

Alle paar Jahrhunderte wird Magdeburg komplett zerstört. Ich hoffe, dass sich das nicht wiederholt. Aber Sicherheit gibt es nicht und unsere moralische Evolution hinkt der technischen Entwicklung in immer größer werdendem Abstand hinterher. Vernunft fehlt. Und ob Selbsterhaltungstrieb ausreicht, uns zu erhalten, glaube ich nicht. Oder anders gesagt: Wir alle sind Bewohner eines Zoos und Affen sind Hüter der Atombomben. Mir gefällt an Magdeburg die Beharrlichkeit im Wiederaufbau, die gelungenen Werke kreativen Geistes wie das Hundertwasserhaus, der Dom, umgebaute Speicher, die Bauhaussachen. Dazu kommt die Lage an der Elbe.

 

Hast du an deinem Wohnort Kontakt zu anderen BDSMlern? Besuchst du Stammtische oder Veranstaltungen?

 

Ich habe oft darüber nachgedacht, warum die Auffassung so weit verbreitet ist, dass sich Freunde des BDSM häufig treffen, austauschen, Kontakt suchen, Stammtische betreiben, Sessions beobachten. Ich drehe die Frage. Ohne meine Neigung zu BDSM würde ich auch keine Stammtische oder Veranstaltungen besuchen, bei denen es um Liebe und Sexualität geht oder mich in Swingerklubs herumtreiben. Es bedeutet aber nicht, dass ich keinen Austausch suche. Mein Interesse konzentriert sich auf BDSM-Literatur, auf Lesen, Schreiben, Textarbeit. Da bin ich gern dabei und hier sind die Schattenzeilen das beste Portal, das ich kenne.

 

Was machst Du am liebsten in Deiner Freizeit?

 

Der Relevanz nach: Mit meinem Lebensmenschen reden, schreiben, lesen, kochen, gärtnern, sportliche Bewegung, Kaffee trinken.

 

Teilt dein Lebensmensch deine Leidenschaft für das Schreiben und Lesen?

 

Sie liest und ich bin froh, dass sie auch meine Sachen liest. Häufig erst, nachdem sie irgendwo veröffentlicht sind, also wenn alles zu spät ist. Das bringt Stimmung und intensive Diskussion.

 

Seit wann weißt Du von Deiner Neigung? Kannst Du sie ausleben?

 

Mit etwa zehn Jahren sprang mein Kopfkino an. In selbigem Alter begann ich mit dem Aufschreiben. Erst zwanzig Jahre später begann ein Ausleben, das über die Missionarsstellung hinausging.

 

Fantasien in diesem Alter zu Papier zu bringen ist außergewöhnlich. Weißt du noch, welche Fantasien das waren? Existieren diese Schriftstücke noch?

 

Ich erinnere mich detailliert an alle Fantasien. Sie waren Galaxien von dem entfernt, was ich über Liebe und Sexualität las, hörte oder gelehrt bekam. Wahrscheinlich können viele Freunde des BDSM den folgenden Einblick in meine Kinderseele nachvollziehen. Mir war klar, ich gehörte nicht zur Gesellschaft, war krank, pervers, musste meine Abseitigkeiten unbedingt geheim halten, denn wenn meine Fantasien herauskämen, könnte ich nie ein Leben im Kreise normaler Menschen führen. Meine sexuellen Träume kamen mir wie Aussatz vor. Sie waren Pest, widerliches, krankes Zeug, keinesfalls mit einer Partnerschaft vereinbar, denn dort herrschten Liebe und Zärtlichkeit. Alles von mir Geschriebene habe ich nach dem Schreiben vernichtet.

 

Wie ging es dann weiter? Wann kam die Erkenntnis, dass du nicht alleine mit deinen Fantasien bist? Wann konntest du sie für dich selbst akzeptieren?

 

In Aufklärungsbüchern wurden Sadismus und Masochismus als sexuelle Abarten gezeigt. Sie waren gefährlich, Zeichen psychischer Auffälligkeit. Durch das Lesen von Aufklärungsbüchern war mir schon klar, dass andere Menschen ähnliche Fantasien haben. Das hat aber nichts zur eigenen Akzeptanz in Form einer Suche nach solchen Menschen und damit einhergehendem Versuch des Erlebens zu tun. Die anderen Perversen haben ja ähnlich gedacht und ihre Neigungen versteckt. Die Sache blieb somit in meinem Kopf. Für mich akzeptiert hatte ich die Neigung in dem Moment, in dem sie auftrat. Ich schrieb mein Kopfkino ja auf, konnte es sofort erotisieren.

 

Die Neigung war von deiner Seite also nie schambehaftet? Wie sah dann viele Jahre später der erste Schritt in die Realität aus?

 

Akzeptanz hat nichts mit Scham zu tun. Ich schämte mich, als Kind perverse Sachen aufzuschreiben. Ich akzeptierte meine Gedanken, mehr nicht. Es ist doch so, dass alles, was von der Norm abweicht, im besten Fall argwöhnisch beobachtet, im normalen Fall ausgegrenzt und im üblen Fall ausgestoßen wird. Das zieht sich durch alle Zeiten und gesellschaftliche Ordnungen. In Sicht auf BDSM haben wir, dank Internet, einen Zustand erreicht, der über das argwöhnische Betrachten nicht hinausgeht. Das ist ein riesiger Fortschritt. Dennoch halte ich Zurückhaltung für angemessen. Man sollte seine Präferenz leben, sie jedoch nicht wie etwas Besonderes vor sich hertragen oder anderen Menschen aufdrängen. Ein Beispiel? Bei einem reizvollen Hundespiel führe ich meine Partnerin auch nicht Gassi. Da bekomme ich eine Anzeige. Die bekomme ich aber auch bei Geschlechtsverkehr auf dem Gehweg. Sex ist für mich etwas Privates. Voyeurismus und Exhibitionismus sind nicht meine Sache.

Schritte in die Realität waren für mich ein Entwicklungsprozess. BDSM in der Praxis begann bei mir mit Fesselspielen.

 

Wie sieht das Ausleben deiner Neigung bei dir im Alltag aus?

 

So wie in jeder anderen liebevollen Beziehung, ob mit oder ohne BDSM.

 

War in deiner Partnerschaft von vornherein klar, dass du BDSMler bist oder kam das erst später hinzu?

 

Es gab meinerseits verschämte und klägliche Versuche in der ersten Ehe, größere Offenheit, aber auch Alltagsüberlagerung in der zweiten Ehe. Zwischen der zweiten und dritten Ehe habe ich gesucht, war unterwegs im Internet, habe mich mit Gleichgesinnten getroffen, aber das war Ausdruck meiner Suche, kein Markenzeichen eines Menschen mit sexueller Präferenz zum BDSM.

 

Es gibt so viele Suchende in der BDSM-Welt. Hast du hier irgendwelche schlauen Erkenntnisse, die bei der Suche weiterhelfen können?

 

Ich habe keine schlauen Erkenntnisse, nur eine persönliche Meinung. Die Suche im Internet führt weiter, wenn man beharrlich ist. Wer im Internet sucht, ist mit seiner sexuellen Situation nicht zufrieden, sonst würde er nicht suchen. Aber es gibt sie nicht, die wunderbar passenden, perfekten Partner, die im Netz warten. Es gibt den Kompromiss, nie das komplett passende Gegenstück zur eigenen sexuellen Präferenz.

Ich habe in der Zeit meiner Suche oft folgende Konstellation erlebt. Viele Suchende mit sadomasochistischer Präferenz leben in einer Beziehung, haben sich nie geoutet, dachten, das wird schon. Der normale Sex schlief ein, die besonderen Wünsche wurden stärker, überlagerten die Beziehung. An diesem Punkt begannen die Leute eine Suche, die durch das Internet möglich war. Vielleicht sollte man besser seiner Beziehung eine Chance geben, bevor sie ausläuft. Nicht mit dem Holzhammer, sondern mit Ehrlichkeit und Diplomatie. Es gibt keine Garantie auf Erfolg, aber die Chance auf langfristige Erfüllung ist größer als im Internet.

 

Wie entstehen Deine Geschichten? Schreibst Du eher spontan oder planst Du jeden Geschichtenverlauf im Voraus?

 

Geschichten entstehen bei mir immer geplant und folgen einem Ablauf. Ist eine Geschichte erdacht oder inhaltlich notiert, schreibe ich sie. Und dann beginnt eine Eigendynamik. Das bedeutet, Handlungen entwickeln sich anders als geplant, Figuren bewegen sich in unerwartete Richtungen. Das macht mein Schreiben für mich interessant. Es verliert den technischen Ablauf, wird kreativ, lebendig, eine zweite Realität.

BDSM ist der Bereich meines Schreibens, der mir die größte Freude bereitet. Ich schreibe nicht auf eine Rolle festgelegt, benutze geschlossene Pseudonyme für meine Geschichten, habe das Glück, einige Sachen in Verlagen unterbringen zu dürfen.

 

Was macht für dich eine gute BDSM-Geschichte aus? Was liest du selbst am liebsten?

 

Ich mag Geschichten mit Saft und Kraft, Texte, die kontrovers diskutiert werden. Eine rein sexuelle Vorgangsbeschreibung im Deckmantel einer Geschichte langweilt mich. Es muss eine Handlung geben, die mich interessiert. Ich möchte teilnehmen, eintauchen. Und ich möchte die Protagonisten verstehen. Wenn ich während der Handlung neben ihnen stehe, erlebe ich die Geschichte. Dann ist sie aus meiner Sicht gelungen.

 

Liest du auch Bücher zu dem Thema? Welches Buch hat dich hier am meisten beeindruckt?

 

Ich lese viel, auch BDSM. In der BDSM-Literatur bevorzuge ich die Kurzgeschichte. Vielleicht liegt es daran, dass reiner BDSM einen Roman nicht trägt. Er kann ihn würzen, reicht aber nicht aus, auch nicht, wenn eine Rahmenhandlung darum gebaut ist. Es gibt Bücher, die mir gefallen, in denen gut geschriebene emotionale Entwicklungswege gezeigt werden. Aber viele BDSM-Romane kommen mir vor wie verlängerte Kurzgeschichten. Ich freue mich über Literaturempfehlungen, die mich hier weiterführen.

 

Du bist auch als Lektor für die Schattenzeilen tätig. Kannst du aus dieser Arbeit auch für dich selbst einen Nutzen herausziehen?

 

Natürlich, dahinter steckt viel Eigennutzen. Ich ändere meine Perspektive. Andere Geschichten zu lektorieren sensibilisiert mich für mein eigenes Schreiben.

 

Welche Tipps würdest du Autoren geben, die ihre erste Geschichte für die Schattenzeilen schreiben möchten?

 

Sie könnten den dafür vorhandenen Bereich in den Schattenzeilen nutzen. Dort finden sie Rat und immer eine Antwort.

Sie sollten sich fragen, ob sie selbst die Geschichte lesen würden, die sie schreiben. Ist die Geschichte interessant? Ist etwas in der Geschichte, das über ein sexuelles Erlebnis oder eine Fantasie hinausgeht?

 

Zum Schluss noch die Frage: Wenn du einen Wunsch für die Schattenzeilen frei hättest, welcher wäre das?

 

Die Schattenzeilen sind ein Geschenk für kreative Menschen mit besonderer sexueller Präferenz, ein Beispiel für Toleranz und möglichen niveauvollen Austausch im Internet. Die Schattenzeilen fördern die Kreativität von Schreibenden. Wer hier eine Geschichte veröffentlichen darf, ist nahe am Niveau, das Verlage erwarten. Ich wünsche den Schattenzeilen, dass sie sich weiter entwickeln, in den nächsten zwanzig Jahren das aufgebaute Potential nutzen, vielleicht mehr werden als eine Basis und Hilfestellung für Autoren auf dem Weg zu Verlagen. Ich wünsche den Schattenzeilen, dass sie ein uneigennütziges Kulturprojekt mit hohem Anspruch bleiben.

Die Urheberrechte dieses Interviews liegen bei $weeklyauthor_name. Eine weitere Veröffentlichung oder Verwendung darf nur nach persönlicher Zustimmung und unter Nennung der Veröffentlichung des Interviews auf den Schattenzeilen erfolgen.

 

Alle Veröffentlichungen von Söldner:

Das Nachtcafé

von Söldner

Ein tiefes, erotisches Geheimnis umgibt eines der teuersten Bilder unserer Zeit. Nein, es geht nicht um einen Kunstbetrug, sondern um einen besonderen Liebesdienst, der sich um die Weihnachtszeit des Jahres 1888 zutrug.

Veröffentlicht am 24.12.2021 in der Rubrik BDSM.

69 Aufrufe, 12 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.500

Autoreninterview

von Söldner

Söldner redet in seiner Freizeit am liebsten mit seinem Lebensmenschen, er schreibt, liest, kocht, gärtnert, treibt Sport und trinkt Kaffee. Und was ihn darüber hinaus bewegt, hat er in einem Autoreninterview verraten.

Veröffentlicht am 04.04.2021 in der Rubrik Gefragt.

58 Aufrufe, 7 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.000

Unspektakulär

von Söldner

Mario lebt seit vielen Jahren am Meer. Er mag es, in die Ferne zu schauen, liebt Wanderungen am Strand und das ewige Rauschen aus Wind und Wasser. Manchmal denkt er zurück, an Annett, ein intensives Leben, erfüllende Spiele und die große Liebe.

Veröffentlicht am 20.03.2021 in der Rubrik BDSM.

213 Aufrufe, 31 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.258

Boxen

von Söldner

Ich war völlig pervers. Für solche Spiele fand ich keine Frau. Doch suchte ich Kontakte zu Frauen, die in mein Beuteschema passten, schrieb mich sogar in Fanclubs ein. Es gelang es mir, einige Beziehungen zu Sportlerinnen aufzubauen. Die ein oder andere bekam ich sogar ins Bett, masochistische Tendenzen hatten sie jedoch nicht.

Veröffentlicht am 23.02.2019 in der Rubrik BDSM.

226 Aufrufe, 26 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.384

Pervers

von Söldner

Volker sagt, ich muss an meine Wurzeln gehen, um mich zu verstehen. Nichts verstehe ich. Als junger Teenager träumte ich davon, von zwei Männern entführt zu werden. Ich stellte mir vor, bei ihnen als Haussklavin dienen zu müssen. Sie würden mich gemeinsam vergewaltigen, auf vielfältige Weise bestrafen. Für mich war klar, dass ich pervers war.

Veröffentlicht am 16.02.2019 in der Rubrik BDSM.

382 Aufrufe, 48 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.354

Hans im Glück

von Söldner

Sexuell dominant ist der Mann, den Frau Berthold als Hausmeister beschäftigt, und der sich gegenüber seiner Souterrainwohnung drei Räume eingerichtet hat, die er - verborgen vor den Augen seiner Chefin und anderer Personen - nutzt, um seine Neigung auszuleben. Hier bespielt er Frauen und Traumfrauen und schätzt sich glücklich.

Veröffentlicht am 23.03.2018 in der Rubrik BDSM.

264 Aufrufe, 42 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.404

Rezension: „Episoden weiblicher Dominanz“ von Gregor Dunajew

von Söldner

Wäre ich Verleger, hätte ich nicht gewagt, diese fünf Geschichten zu veröffentlichen. Der Verlag aber zeigt sich mutig. Was er mit Femdom-Geschichten bewirbt, sind eindeutige und ziemlich heftige SM-Geschichten.

Veröffentlicht am 17.03.2018 in der Rubrik Gelesen.

179 Aufrufe, 7 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.142

Der Weihnachtsmann im Chat

von Söldner

Eine kurze vorweihnachtliche Chatbegegnung mit dem Wunscherfüller schlechthin. Wird die feinfühlige Sub Rose diesen Dom aus der virtuellen Welt locken und zu einem realen Treffen bewegen können?

Veröffentlicht am 24.12.2017 in der Rubrik BDSM.

67 Aufrufe, 10 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.600

Poenas Weihnachtsangebot

von Söldner

Mein Gesichtsausdruck ist wissend, fordernd, streng. Ich lege meinen Mantel ab. Der Mann starrt mich an. Ich wirke sofort auf ihn. Meine kniehohen Schaftstiefel machen ihn scharf. Aber noch schärfer ist mein Arbeitsdress. Er kann seinen Blick nicht von meinem Badeanzug aus blauschwarzem Leder lösen. Ich bin Poena, eine Verkäuferin.

Veröffentlicht am 24.12.2017 in der Rubrik BDSM.

110 Aufrufe, 20 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.500

Ein Dienstag im Advent

von Söldner

Während seine Frau Geschichten aus der Kita und vom Bioladen erzählt, schweifen Walters Gedanken ab. Vom morgendlichen Verkehr auf den Straßen zu ganz anderem Verkehr, vom Gemüse im Allgemeinen zu Gurken im Speziellen. Vom Alttag zu den Auszeiten.

Veröffentlicht am 24.12.2016 in der Rubrik BDSM.

50 Aufrufe, 12 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.416

Modelleisenbahn

von Söldner

Jens wünschte sich zu Weihnachten eine Modelleisenbahn, wollte aber nicht, dass ich sie ihm schenke, sondern plante, in den kommenden Wochen daran zu werkeln. In unserem Spielkeller! Traurig und enttäuscht sah ich einer einsamen Adventszeit und einem wenig prickelnden Fest der Liebe entgegen.

Veröffentlicht am 24.12.2016 in der Rubrik BDSM.

56 Aufrufe, 14 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.714

Geplantes Vorgehen

von Söldner

Mir fiel eine Frau auf, die wie ich in den frühen Abendstunden joggte. Beim Überhole grüßte ich sie, lief eine Weile plaudernd neben ihr her und betrachtete dabei aus den Augenwinkeln ihre großen, unter dem Laufshirt gut gespannten Brüste. Sie wohnte im selben Haus wie ich und sie war die Frau, die ich wollte. Systematisch begann ich daran zu arbeiten, dass ich sie bekomme.

Veröffentlicht am 17.09.2016 in der Rubrik BDSM.

314 Aufrufe, 42 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.500

Spuren im Schnee

von Söldner

Ein schneebedecktes Feld im Mondlicht. Mein Dom nimmt mir die Mütze ab und zieht die lederne Kopfmaske aus seiner Tasche. Ich mag das Ding nicht, kann darunter weder sehen noch hören. Muss mich ganz seiner Steuerung hingeben und seinen richtungsweisenden Impulsen folgen.

Veröffentlicht am 24.12.2015 in der Rubrik BDSM.

327 Aufrufe, 15 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.133

Zu wenig Weihnachten

von Söldner

Es klingelt. Petra eilt auf ihren Pumps zur Wohnungstür und öffnet. Da steht er, der Weihnachtsmann, groß und stark im roten Mantel. Er sieht sie an, betrachtet ihr festliches Kleid, schiebt sie wortlos in den Korridor und schließt die Tür. Was dann folgt, kann immer wieder passieren.

Veröffentlicht am 24.12.2015 in der Rubrik BDSM.

313 Aufrufe, 11 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.454

Geheimnisvolle Welt

von Söldner

Damals, als ich mich auf die Suche nach einer Frau machte, steckte ich voller Drang, endlich die perfekte Partnerschaft zu führen. Ich musste jedoch erleben, dass Dominanz und Submission, das Spielen im Sadismus und Masochismus unglaublich befriedigend und supergeil ist, wenn es unverkrampft und ohne Erwartungshaltung gelebt wird. Aber in einer Partnerschaft, im Alltag? Wie soll das funktionieren mit diesem 24/7? Ich war auf der Suche nach einer Antwort.

Veröffentlicht am 12.09.2015 in der Rubrik Gedacht.

1490 Aufrufe, 60 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.133

Hoppers Bar

von Söldner

Ein Restaurant in New York als Inspiration für ein Gemälde. Das Gemälde als Inspiration für eine Bar in Mecklenburg-Vorpommern. Alles stimmt auf den ersten Blick, sogar eine Frau im roten Kostüm sitzt am Tresen. Doch irgendetwas stimmt mit ihr nicht in dieser Winternacht, in der draußen der Schnee wirbelt und der Barkeeper direkt aus einem Film zu kommen scheint.

Veröffentlicht am 24.12.2014 in der Rubrik BDSM.

697 Aufrufe, 15 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.333

Censura

von Söldner

Schnell bin ich an der Tür und höre sie die Treppe mit ihren Stiefeln hinaufsteigen. Klack, klack. Natürlich wird sie nicht bei mir klingeln. Klack, klack. Mein absolutes Lieblingsgeräusch, dazu das Bild dieser Frau, wie sie aus dem Auto gestiegen ist und das Haus betreten hat, und ich bin für ein paar Sekunden der Held einer ganz besonderen Geschichte. Bis es klingelt.

Veröffentlicht am 21.03.2014 in der Rubrik BDSM.

2093 Aufrufe, 45 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.711

Schrottwichteln

von Söldner

Fridtjof Köllner trat verärgert über die Granitstufen vor seinem Amt auf die Straße. Er grämte sich über das Wetter, die Jahreszeit und vor allem über dieses blöde Schrottwichteln im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeier des Sachgebietes. So einen Unfug hatte nur Berger ausbrüten können, dynamisch und zielorientiert im Sinne des Geschenkaustauschs und befriedigender Weihnachtsstimmung.

Veröffentlicht am 24.12.2013 in der Rubrik Satire.

862 Aufrufe, 20 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.550

Schneewege

von Söldner

Arno geht weiter auf dem ausgetretenen Pfad und denkt darüber nach, seine Zeit noch erfüllender zu nutzen, sie mit einer Partnerin zu teilen. Mit ihr durch die Winterdämmerung zu spazieren. Sie würde einen Mantel tragen und nichts darunter. Später würde sie neben dem Kaminfeuer knien und eine Gerte bereitliegen.

Veröffentlicht am 24.12.2013 in der Rubrik BDSM.

952 Aufrufe, 17 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.235

Winter

von Söldner

Keine Sekunde dachte er daran, irgendetwas von den gemeinsamen Dingen an Fremde zu verkaufen. Erinnerungen werden nicht verscherbelt. Auch den letzten Haken hat er demontiert, jedes Einrichtungsstück zerkleinert, jedes Gitter zerlegt, alles zur Deponie gefahren. Lederzeug, Bänder, Spielkram, Kleidung, alles ohne hinzusehen in den Restmüll. Alles weg, nur weg.

Veröffentlicht am 12.02.2013 in der Rubrik BDSM.

1630 Aufrufe, 43 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.186

Adventskuchen

von Söldner

Von meinem letzten Termin genervt betrat ich die Küche unseres Hauses, um einen Frusthappen zu essen und mir einen Tee zu kochen. Ich bemühte mich, meinen Blutdruck zu senken, sah zum Küchentisch und fuhr zusammen. Statt meines selbst gebackenen Kuchens lag dort ein Zettel. Zitternd stützte ich mich auf die Tischkante und versuchte, klar zu denken. Der Kuchen war weg!

Veröffentlicht am 24.12.2012 in der Rubrik Satire.

969 Aufrufe, 25 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.400

Reise

von Söldner

Die Leute vorn im Bus dämmern vor sich hin. Es gibt keine Interaktion, auch nicht mit dir da, du freches Ding, drei Reihen vor mir. Ich empfinde es schon als anregend, wie du so dasitzt mit den übereinander geschlagenen Beinen. Du stehst auf und kommst den Gang entlang. Deine Absätze klappern, weil das dazu gehört und weil ich das so will. Ich fasse dich einfach am Handgelenk und drücke dich auf den Platz neben mir am Fenster.

Veröffentlicht am 29.11.2012 in der Rubrik BDSM.

2381 Aufrufe, 44 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.363

Die Verabredung

von Söldner

Sie hatte so gut vorgearbeitet, den passenden Dom gefunden, den Ablauf der Session geplant, alles gut organisiert. Eigentlich konnte nichts daneben gehen. Und doch verlief der Abend ganz anders, als sie es sich gedacht hatte.

Veröffentlicht am 21.03.2012 in der Rubrik BDSM.

2259 Aufrufe, 62 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.629

Das Angebot

von Söldner

Dort vorn ist das Haus. Noch drei Minuten, das ist eine gute Zeit, ein wenig zu früh, aber nur ganz wenig. Es zeigt Interesse und Initiative. Ich drücke auf die Klingel. Kurze Zeit später summt die Pforte. Ich betrete den Vorgarten, die Haustür wird geöffnet, eine große, langhaarige Frau öffnet, lächelt sehr freundlich, reicht mir die Hand zur Begrüßung, bittet mich herein.

Veröffentlicht am 11.02.2012 in der Rubrik BDSM.

8370 Aufrufe, 59 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.491

Ertüchtigung

von Söldner

Ich dachte, ich bin im falschen Film. Sie hat mir ihre Wahrheiten direkt ins Gesicht gesagt. Ich sei ein unnützer Mensch. Eine Besserung meines Körpers und Geistes müsse von einer konsequenten Person unterstützt werden. Ich habe mir das bildlich vorgestellt, Liegestütze, bei denen mein Mund ihre Stiefel berührt. Da sagte sie, dass sie mich zu einem persönlichen Betreuer schickt.

Veröffentlicht am 07.01.2012 in der Rubrik BDSM.

2198 Aufrufe, 48 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.895

 

Die Schattenzeilen bedanken sich bei Söldner für 25 Veröffentlichungen !

Weitere Informationen und Autorenseite von Söldner.

 

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