Hallo Poet,
spannend ist diese Geschichte geschrieben, detailreich wird eine mir fremde Welt beschrieben. Sprachlich hat mir besonders die Einlassung gefallen, in der aus einer anderen Meta-Erzählperspektive auf das Geschehen geblickt wurde. Zumindest habe ich dies so interpretiert.
…“Zweieinhalb Stunden sind eine lange und eine kurze Zeit, wie man es betrachtet. Objektiv gesehen lässt sich da einiges Perfides mit einer ›Sklavin‹ anstellen, die dabei – verrückte Welt! – auch noch Glücksgefühle empfindet. Aber um zu verstehen, wie solche Menschen ticken, müsste man ihre Obsession teilen. Da die aber angeboren scheint, bleibt dem staunenden Beobachter nur sein ungläubiges Kopfschütteln.„… Ich finde genau dieser kurze Abschnitt macht die Geschichte zu etwas besonderem. Aufgegriffen am Ende wieder durch den letzten Satz.
Auch ich wollte unbedingt wissen wie die Geschichte ausgeht.
Ich kann aber wenig Romantik in ihr erkennen, für mich wäre der Schluss eher der Auftakt zu einem fiesen Psychothriller, wirklich zu gruselig was der Ehemann am Ende liefert.
Da es von anderen aber ganz anders wahrgenommen wurde, würde mich sehr interessieren, wie es tatsächlich von Dir gemeint war? (Ich finde auf jeden Fall der Ehemann wirkt wie ein von rasender Eifersucht und Rachegefühlen getriebener Irrer. Und auch wenn er das Fremdgehen seiner Frau und ihre Neigung entdeckt hat, gibt ihm das meiner Meinung nach nicht das Recht sie ungefragt zu „seiner Sklavin“ zu machen. Aber wie schon erwähnt, glaube ich nicht an eine wohlwollend gemeinte Überraschung. Ja wirklich sehr gruselig…, brrrrr).
4 Sterne für Spannung (und Interpretationsspielraum?) schöne Grüße, Rote Blume

14.09.2026 um 22:12 Uhr
Rote Blume,
so sadistisch wollen wir doch nicht gleich sein! Der Mann ist kein Monster, sondern erkennt, was seine Frau braucht - na gut, er vielleicht auch? Der letzte Satz meines Textes klingt doch gar nicht so pervers, oder?
Danke, dass du dich mit meiner Story so intensiv auseinander gesetzt hast!
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