Hallo millamomud,
diesmal musste ich die Geschichte zweimal lesen. In Bezug auf das erotisches Prickeln gibt es die volle Punktzahl; für mich ist das in dieser Hinsicht der beste Teil bisher - eigentlich sogar besser als die anderen 4 Teile zusammen. Und obwohl man genau wusste, was kommen würde, hat die Spannung nicht nachgelassen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir Ben immer unsympathischer wird. Er geht einfach davon aus, dass es Louisa auf diese Art haben will. Da sie wie gesagt bisher keinerlei sexuelle Erfahrungen hat (Meine Standardfrage an der Stelle: Warum eigentlich nicht?) verfügt sie ja über keinerlei Vergleichsmöglichkeiten. Will ich das, weil ich es will, oder will ich das, weil ich nichts anderes kenne..? Irgendwie zieht keiner der Mitbewohner auch nur ansatzweise in Betracht, dass Louisa vielleicht auch etwas anderes wollen könnte.
Da eine D/s oder M/s – Beziehung nicht zwingend mit Polygamie einhergehen muss, finde ich das Verhalten von Jule ziemlich verantwortungslos; zudem kommt sie mir mittlerweile auch recht überheblich vor. Hier muss ich an die Kondomfrage denken, die Thorsten bezüglich des dritten Teils aufgeworfen hat. Im Bezug zur mündlichen Dienstleistung sehe ich das nicht ganz so eng, auch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es für die ausführende Person erregend ist, wenn der schönste Teil quasi eingesperrt wird. Zudem ist das reflexartige, aber eigentlich ungewollte Schlucken für mich ein inhaltlich wichtiger Bestandteil der Geschichte. Aber Sex mit zwei Männern, deren Vorgeschichte Louisa wahrscheinlich genauso wenig kennt wie der Leser, ist ohne Kondom schon sehr fraglich, da sich ja anscheinend auch niemand Gedanken über die Verhütung macht.
Dann der literarische Schlag in die Magengrube: „Hol mir ein Bier“. Das zerstört die erotische Stimmung wie der Schnitt durch ein Gemälde mit einem stumpfen Messer. Aua... Aber das musste wohl leider sein, um den besonderen Charakter der Szene herauszustellen. Obwohl ich noch recht neu in der Szene bin, weiß ich, dass zwischen Sub und Dom ein tiefes Vertrauensverhältnis herrschen muss. Etwas derartiges finde ich aber bei keinem WG-Bewohner. Lediglich Paul hat wohl ein wenig Mitleid mit Louisa; zumindest scheint er etwas eifersüchtig zu sein. Vielleicht entwickelt sich zwischen den Beiden ja noch eine Zweierbeziehung.
Obwohl es „nur“ eine Geschichte ist, dringt sie doch so tief ins Bewusstsein, dass man eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbaut. Also auch hier die volle Punktzahl :)
Und jetzt bin ich mal neugierig, was die anderen Leser so geschrieben haben.
Gruß vom Bär.

25.06.2026 um 22:29 Uhr
Hallo millamomud,
das war eine spannende Folge, in der du eine handfeste Erniedrigungssituation auf die Spitze getrieben hast und auch gut beschrieben hast, wie sowas kicken kann... Am stärksten finde ich diese Stelle:
Nicht vor Angst. Sondern vor dieser seltsamen Form von Macht, die in der Wahl lag.
Die Macht der Wahl... Selbst im unterlegenen und beherrschten Moment hat man noch immer eine Wahl, und das ist Macht an der Stelle, wo man oberflächlich gesehen oder wenn einem das Thema unbekannt ist keine Macht vermutet. Das ist ein sooo wichtiger Punkt! 🙂
Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, danke für die Geschichte!
Viele Grüße
Braves Mädchen
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