Hallo Thorsten,
Du bist mir nicht zu nahe gekommen, alles gut. Ich habe lediglich meine Ansicht geteilt und dafür ist das Forum doch letztendlich, neben einigen anderen Dingen natürlich, auch da.
Ich finde es aber sehr schön, dass sich hier ein kontroverser Dialog entwickelt hat. Schon das allein zeigt doch, dass man sich mit dem Schicksal dieses Protagonisten auseinandersetzt und nicht einfach darüber hinwegsieht. Was machen denn die meisten Leute draußen..? Die gucken einfach weg, wenn eine solche 'Randerscheinung' der Gesellschaft ins Blickfeld gerät. Und manch einer, der früher auch weggeschaut hat, sucht heute selbst Pfandflaschen im Papierkorb. Gerade in Bezug auf Alkohol kenne ich keinen, der einfach so aus einer Laune heraus mit dem Trinken angefangen hat. Ich meine jetzt nicht den 'partybedingten' Alkoholabusus, den wir im Kreise der damaligen Kumpel in der fernen Jugendzeit an manchem Wochenende betrieben haben. Solange man zwischen 'Dienst' und 'Schnaps' unterscheiden kann und mit dem Erwachsenwerden auch vernünftiger wird, ist meiner Ansicht nach alles im grünen, oder strenger betrachtet, im gelben Bereich.
Gruß vom Bär.
10.08.2026 um 23:54 Uhr
Hallo Valérian,
Dein 'Einklinken' musst Du nicht mit 'leider' bezeichnen, wie schon geschrieben finde ich diesen kontroversen Dialog hier sehr gut. Und auch ein Hinterfragen erkenne ich in diesem Dialog definitiv, wenn er nicht sogar durch das Hinterfragen der einzelnen Leser überhaupt am Leben gehalten wird.
Aber nichtsdestotrotz muss ich anmerken, dass ich bei Süchtigen nicht nur schwarz-weiß denke. Schwarz-weiß nur bei dem Punkt: Süchtig ja oder nein. Diese Unterscheidung hat absolut nichts mit den Gründen der Sucht zu tun oder wie diese entstanden sind. Da gibt es zum Beispiel schon mal die durch genetische Faktoren begünstigte Alkoholkrankheit, wodurch der Betroffene natürlich leichter in den Strudel der Sucht geraten kann.
Mancher will seinen grauen Alltag vergessen, mancher will seinen 'Kick' und wieder ein anderer will seinen Schmerz betäuben, und sei es auch 'nur' Liebeskummer. Ich weiß, dass Liebeskummer keine Einbildung ist, wie man es uns früher einzureden versucht hat. Die Quintessenz daraus ist für mich eine Zusammenfassung von nahezu unzähligen Grautönen bezüglich der Gründe, die eine wie auch immer geartete Sucht nach sich ziehen können.
Das jegliche Entzugs- oder Entgiftungstherapien nur dann Erfolg haben, wenn es der Süchtige auch wirklich aus seinem Innersten heraus will, ist mir schon klar.
Gruß vom Bär.
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