Hallo an alle, die meine erste Geschichte hier gelesen und kommentiert haben.
Ich freue mich sehr über Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge.
Ich möchte hier nur ein paar Worte verlieren, um manche Sachen vielleicht etwas verständlicher zu machen.
Für mich stand bei dieser Geschichte in erster Linie die Authenzität im Vordergrund.
Hat nicht jeder von uns schonmal am Boden einer Alkoholflasche nach Antworten gesucht?
Und das Thema Sprache, mir persönlich liegt eine elegante und »schöne« Ausdrucksweise auch mehr.
Aber in Momenten tief empfundenen Haderns und Selbsthasses drückt sich die eigene, innere Stimme doch nicht gehoben aus? Also bei mir zumindest nicht.
Und wer Nachts an eine Tankstelle in einem eher sozial schwachem Viertel geht, wird dort kaum mit »guten Abend werte/r Dame/Herr« empfangen.
@sklave thorsten:
zu deinem Kommentar möchte ich sehr gerne den Punkt mit der eigentlich vorhandenen Intimität hervorheben.
Für mich persönlich ist das Sprechen über Sex etwas sehr Triviales und Oberflächliches.
BDSM wiederum ist ein sehr intimes Thema, da man seinem Gegenüber damit einen sehr tiefen Einblick in die eigene Seele gewährt.
Insbesonders als Sub legt man eine tiefe Verletzlichkeit dar und wenn man diesbezüglich schon auf Ablehnung und Zurückweisung gestoßen ist, möglicherweise in Kombination mit Spott, macht es dies nicht unbedingt leichter, sich zu öffnen.
Vielleicht wird es dadurch ein wenig verständlicher, warum es dem Protagonisten so schwer fällt, über seine tiefsten Gefühle zu sprechen.
Möglicherweise hätte ich das innerhalb der Geschichte etwas besser herausarbeiten können.
Man lernt nie aus.
Und es freut mich sehr, dass du der Meinung bist, ich könne sehr gut schreiben.
Ich gebe mein Bestes und stecke sehr viel Herzblut in jede meiner Geschichten.
Ihr werdet definitiv nicht das letzte Mal von mir gelesen haben.
Abschließend möchte ich mich bei euch allen für eure ehrlichen Worte bedanken, ich verstehe sie als Ansporn und Anregung.
Liebe Grüße,
V.
10.05.2026 um 15:06 Uhr
Liebe Natty,
ich habe heute deine Geschichte von Victor und Tilda gelesen. Normalerweise versuche ich Mehrteiler in ihrer Gesamtheit auf mich wirken zu lassen, aber ich muss sagen, das fällt mir diesmal schwer. Mir gefällt dein Spiel mit den Farben und ihren Gefühlen gut. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Aber ich nehme einen Bruch in der Beziehung zwischen Victor und Tilda wahr. Anfangs wird die Geschichte davon getragen, dass Victor ihr Zeit gibt, nach und nach Vertrauen zu entwickeln, um ihre schrecklichen Erlebnisse ein Stück weit hinter sich zu lassen. Dieses Vertrauen, seine sanfte Führung gehen für mich im weiteren Verlauf aber mehr und mehr verloren. Was bleibt ist die Aneinanderreihung sexueller Handlungen. Fast habe ich das Gefühl, das ihre Beziehung keine dauerhafte Basis finden kann.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es mir einbilde, aber auch sprachlich nimmt die Geschichte für mich zum Ende hin ab. Nichts desto trotz mag ich deine, sehr authentische Art zu schreiben und freue mich auf mehr.
Liebe Grüße
Leo
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