Hallo millamomud!
Das war nun also das Finale einer sehr lesenswerten und spannenden Geschichte, die mich in jedem Kapitel mitgenommen und häufig noch in mir nachgearbeitet hat. Vielen Dank dafür!
Dass es keine BDSM-Geschichte war, würde ich so nicht unterschreiben. Es war für mich durchaus Kernthema, geschickt umwoben mit der Frage, wie denn der entsprechende Umgang damit aussehen sollte. Hier durften/mussten wir lesen, was passiert, wenn etwas dramatisch aus dem Ruder läuft. Abgründig, wuchtig und manchmal nahezu schmerzhaft mit keinerlei Zuckerwatte. Deine Geschichte veranschaulicht, wie wichtig Hinterfragen, Verantwortung und (Selbst-)Reflektion sind und wie hart der Aufprall sein kann, wenn praktisch nichts davon vorhanden ist. Insofern und trotz allem kann ich dieses letzte Kapitel für mich fast schon als versöhnliches Ende werten.
Das ungute Gefühl, das sich schon sehr früh bei mir einstellte und das mir sagte, dass in dieser Geschichte nichts so richtig gesund war, hat mich tatsächlich nicht getäuscht. Geirrt habe ich mich allerdings in der Annahme, dass es hier nur eine devote/masochistische Person gibt. Spätestens nach diesem letzten Teil, hat sich Helena für mich mit eingereiht. 
Seit Tagen/Wochen tut sie nichts anderes, als den total mitgenommenen Traumakloß auf ihrer heimischen Couch zu päppeln. Aufopfernd, bedingungs- und selbstlos. Sie behütet, sie betüdelt, sie urteilt nicht und fragt nicht. Selbst in der Uni beweist sie Haltung und gibt Louisa Rückhalt und Support. Das ist nicht selbstverständlich, auch und gerade dafür, dass Louisa sie ja eigentlich in nichts einweiht und auch über ihre Gefühlswelt kein Wort verliert. Im Grunde schweigt sie ja die ganze Zeit nur. Kurz musste ich mir dann eine Szene vorstellen, wie Helena zum Schluss unten vorm Haus steht und wartet, bis die geschundene Lousia ein letztes Mal aus der WG kommt, dem Ort, an dem das ganze Unheil begann. Die Tür öffnet sich und Lou kommt plötzlich freudestrahlend herausgehüpft (ja, vermutlich unwahrscheinlich, aber es passte einfach so gut). Aufgeregt zupft sie an ihrem frisch angelegten Halsband: „Ach, Helena! Das ist aber nett, dass du noch gewartet hast. Du, alles ist wieder voll okay. Ich hab jetzt einfach beschlossen, meine Neigungen so zu akzeptieren, wie sie sind. Und guck mal, was Ben mir geschenkt hat! Ist das nicht wunderwunderschön?“
Klar, ist das natürlich etwas (ähem) überspitzt, aber tatsächlich hätte mich Helenas Reaktion auf das Ende ehrlich interessiert. Ich an ihrer Stelle wäre wahrscheinlich kopfschüttelnd vom Glauben abgefallen. Aber wie so oft ist eben nicht alles nur schwarz und weiß…
Ganz vielen Dank fürs Lesenlassen!
Grüßchen
Yuria
07.07.2026 um 17:36 Uhr
Sehr schön die Geschichte aus beiden Blickwinkeln. Mich hat vor allem der "Sklave" interessiert, da ich auch den Wandel vom Dom zum Sub mitgemacht habe.
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