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BDSM-Forum

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»Im Bistro« von Ambiente

03.04.2026 um 05:55 Uhr

Es geht nichts über Körperpflege des Sub's und damit auch um einen gut riechenden Sub.

 

Jetzt hast Du mich zum grinsen gebracht liebe Ambi.

Zum Thema.

Hadern mit der Neigung und Verhalten in Beziehungen

Nachtasou

Autor. Korrektor.

02.04.2026 um 21:20 Uhr

geändert: 02.04.2026 um 21:29 Uhr

Beste,

Aus Deinen Zeilen lese ich gehörigen Kummer. Drei Dinge möchte ich dazu anmerken:

1.) Du kannst Dich nicht am Grünen Tisch erfinden:

Der Satz «Ich bin ... (dies und das)» klingt handlich, und meist geht dem Nachdenken über Erlebtes voraus. Zum Teil konstruieren wir uns tatsächlich so.

Die Gefahr dabei ist, sich dabei zu vertun. Dann läufst Du mit einem selbst erstellten Etikett umher und versucht Dich dementsprechend zu verhalten. Wie: «Ich bin selbstbewusst (also muss ich mich selbstbewusst geben)».

Wenn Dir bei der Selbstdefinition (oder dem, was andere Dir über Dich sagen) Fehler unterlaufen sind, rennst Du in eine Sackgasse. Verlierst schlimmstenfalls auch die Spontaneität, versäumst Möglichkeiten oder verhältst Dich an Deinem wirklichen Charakter vorbei. Das kann dann zu bösen Diskrepanzen führen.

Sag lieber: «Ich mag ... (dies oder das). Ich mag (dies oder das) nicht.»

Oder: «Das mag ich hier, und dort mag ich das nicht.» Oder: «Das tut mir (nicht) gut. Damit fühle ich mich wohl (unwohl).»

Das ist viel näher an Deiner Wirklichkeit dran als solche abstrakten Etiketten, die nach Charaktereigenschaften klingen, wie Deine aktuellen Selbstzuschreibungen.

 

2.) Vorsicht ist auch bei solchen Etiketten wie submissiv oder devot geboten.

Auch Stino-Menschen wünschen sich eine starke Schulter, und ich wage zu behaupten, bisweilen auch sexuell dominante Menschen.

Du gebrauchst das Wort «Neigung» und versuchst Deine Vorlieben einzuordnen. Mal schwach sein, Verantwortung abgeben wollen, passiv sein wollen, macht keine Neigung aus, sondern ist total normal im Gemisch.

Früher zog man hier die Grenze: Als «normal» galt, von allen Neigungen etwas zu haben. Als gesunde sexuelle Entwicklung galt, praktisch nichts auszuschließen (übertrieben gesagt). Nur wenn Du auf eines festgelegt bist, und nur daraus Genuss ziehen kannst, mochte man über Paraphilie nachdenken. Einen Fetisch zu benutzen macht noch keinen Fetischisten. Mal jemanden mit Genuss zu fesseln oder zu nehmen macht noch keinen SM-er.

Im Moment sind das nur "Worte", die Dir nichts nutzen.

Steck Dich also nicht vorschnell in Schubladen, die verdammt eng sind. Denn wenn Du sie zuschiebst, sitzt Du für Jahre in einer Falle, die vielleicht gar nicht nötig ist und suchst Konterparts in einem verengten Suchraum und verbaust Dir Erfahrungen, an die Du noch nicht dachtest.

Du bist nicht submissiv oder devot, nur weil Du gern jemandem anderen die Führung überlässt im Bett, oder Dich in jungen Jahren an Ältere orientiertest. Vielleicht bist Du sexuell submissiv, vielleicht nicht: Ich glaub, im Moment bringt Dich das nicht weiter.

Vor allem: pathologisiere Dich nicht vorschnell oder unnötigerweise. Probier Dich aus und nutze Spielräume. Nur so kannst Du Dich selbst überraschen und kennenlernen. In einer Schublade bleibst Du betriebsblind. Du fühlst ja beizeiten, was Dir bekommt und was nicht und kannst dann nachkorrigieren.

 

3.) Du scheinst viel mit Selbstdefinition beschäftigt zu sein. Dass das in einen solchen Kummer mündet, heißt, es ist etwas fehlgelaufen. Lass Dir raushelfen. Das heißt nicht, dass Du krank bist, aber eventuell hast Du Dich im Denken in Dir verirrt.

Ich rate das gleiche wie rote Blume: Eine Fachfrau, die Dich nicht bewertet oder definiert (in diesem Wort steckt die Bedeutung Grenzen-ziehen!). Ihre Tätigkeit bestünde darin, Dich auf Irrtümer hinzuweisen, kritisch nachzufragen, Dich zu ermutigen. Also wie die Leitplanken bei einer Schleuderfahrt in enger Allee. Aber das Lenkrad bleibt Deines.

Auch wichtig: Lass Dir eine Liste von Deiner Krankenkasse geben (also nicht Coaches oder Heilpraktiker). Keine Angst, die stecken Dich nicht in eine neue Schublade, sondern achten darauf, dass Du nicht in einer neuerlich falsch gefalteten verkümmerst.

Warum ich diesen Umweg wählte? Weil ich den Eindruck bekam, dass Du weniger mit Deiner Erotik als vielmehr außerhalb dieser Kummer hast.

Ich wünsche Dir alles Gute

Zum Thema.

»Trio« von Beatrice Adore

Cid

Förderer.

02.04.2026 um 19:08 Uhr

Liebe Beatrice Adore,

danke für eine nette Geschichte, die eine Konstellation aufgreift, die mich selbst zwar nicht anspricht, aber gleichzeitig in einem Ambiente spielt, das ich sehr ansprechend finde. Auch den Aufbau (Morgen danach - Rückblick- Morgen danach) finde ich sehr gelungen, weil er nachvollziehbar und somit authentisch ist. Den Hauptteil, in dem es nach kurzer klärender Einleitung um die eigentliche Session geht, finde ich zwar in den reinen Handlungen gut und teilweise bildhaft beschrieben, wobei da noch deutlich Luft nach oben in den Details ist. Aber es fehlt mir vor allem die Gefühlsebene der Protagonisten, sowohl die ihre, als auch die der Doms und darüber hinaus auch Reaktionsbeschreibungen des Publikums, die wiederum auf die Gefühle der Protagonisten wirken könnten. Der Bereich Kopfkino bei den Charakteren kommt mir also deutlich zu kurz, weshalb auch mein Kopfkino nicht auf Hochtouren kam.

 

Ich finde also, dass es eine schön angelegte Geschichte ist, die deutlich mehr Potential hat.

 

LG Cid

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»Im Bistro« von Ambiente

Ambiente

Autorin. Förderer.

02.04.2026 um 18:13 Uhr

Hallo Herzenswunsch, 

hallo  Sklave Thorsten,

 

ich muss grinsen, ob Eurer Gedanken. 

Dabei waren die Badekugeln noch harmlos.

 

Eine Woche später hatte er sich eine Strafe der besonderen Art eingehandelt.

 

Er musste sich nackend auf unsere Kunststoffplane legen. Er lag auf der Seite und schüttete hinter seinem Rücken ein Glas mit Fichtennadelbadesalz aus und verteilte es. Dann rollte ich ihn ein und lies ihn darin schmoren.

 

Es war eine böse Strafe.  Denn - ich hatte fast ein schlechtes Gewissen - seine Studentenbude roch nach dem Badesalz zum Gotterbatmen noch für gut zwei Wochen.

 

Nun gut, ich war sehr experimentierfreudig.

 

wir lesen uns

Ambi

Zum Thema.

»Im Bistro« von Ambiente

02.04.2026 um 17:26 Uhr

Oh liebe Ambiente , dank Herzenswunsch wurde mir gerade deine Geschichte angezeigt und fand es aufregend was Du geschrieben hast. 

 

Ich mag dieses Spiel zwischen der subtilen dominanz und diese Nähe die zwischen Dir und deinen Partners deutlich wurde. 

 

Vorallem die Idee mit den Badekugeln. 

 

Da kann ich es gut verstehen das subbilein sich etwas steif bewegte. 

 

Danke schön für die wohlduftende Feierabend Party.

 

Liebe Grüße Thorsten

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»Im Bistro« von Ambiente

Herzenswunsch

Autor. Förderer.

02.04.2026 um 16:43 Uhr

Liebe Ambiente,

 

eine interessante Idee, anregend geschrieben. Ich kann mir gut vorstellen was in Sub alles vorgegangen sein muss während des Aufenthalts im Bistro. Hoffentlich war es Bio Badeöl 

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»Kopfkino« von Ambiente

Herzenswunsch

Autor. Förderer.

02.04.2026 um 16:21 Uhr

Liebe Ambiente,

 

das war eine schöne Vorstellung im Kopfkino. Sehr erotisch diese Spielart und auch sehr schön und anregend beschrieben wie beide auf ihre Kosten kommen. Danke fürs lesen lassen!

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Hadern mit der Neigung und Verhalten in Beziehungen

Natty

Autorin. Förderer.

02.04.2026 um 11:29 Uhr

Liebe Ratsuchende, 

 

deine anfänglichen Worte hätten zu einer bestimmten Zeit auch von mir kommen können, denn ich habe in meiner Jugend ganz genauso agiert. Habe mir immer wieder Typen ausgesucht, die mich nicht nur sexuell dominiert haben und da ich ja aber selbstbewusst und stark war und dazu noch im Geist der Emanzipation erzogen wurde, musste ich diese Beziehungen immer ganz schnell wieder beenden. Das ging so lange, bis ich dachte, völlig beziehungsunfähig zu sein. Dann habe ich es mit dem kompletten Gegensatz probiert und mir einen Mann ausgesucht, der überhaupt nicht dominant war. Das war dann allerdings mehr eine Freundschaft mit dem einzigen gemeinsamen Hobby Kinder. 

Erst viele Jahre des darauf herum Denkens und der Zufall, der mir die BDSM Welt zumindest ansatzweise gezeigt hat,  haben dazu geführt, dass ich begreifen konnte, dass ich sexuell submissiv bin. Was genau ich alles bin, finde ich immer noch erst heraus und das wird wahrscheinlich auch den Rest meines Lebens noch so weiter gehen. 

Damit will ich andeuten, dass auch für dich die Reise vielleicht niemals zu ende sein wird, denn, wir Menschen verändern uns, werden reifer, erleben Dinge, verschieben Grenzen. Vielleicht finden wir einen Partner, mit dem wir diese Veränderungen gemeinsam erleben und da gibt es hier im Forum ja einige tolle Paare als Beispiel. Vielleicht  wird aber auch weiterhin für jede Veränderung ein neuer Partner benötigt. Das eine oder das andere ist nicht besser oder schlechter, es ist einfach nur anders, denn wir sind alle anders. Monogam, Polygam, zu neugierig auf Neues, flatterhaft, stabil, gemütlich, wild, etc., etc. ...

Und jetzt kommt der Punkt an dem auch ich sage, "wie meine Vorredner schon geschrieben haben" , wenn du dir bewusst werden kannst, dass deine Sexualität und dein Alltag getrennt werden kann, wenn du dass möchtest oder brauchst, dann kannst du vielleicht auch anders damit innerhalb der Kommunikation mit einem Partner umgehen. So bin ich mir z.B.  bewusst geworden, dass ich "woanders" suchen und gefunden werden muss, als in meiner Jugend. Und so wirst Du  heraus finden müssen, was es für dich bedeutet

VG Natty

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»Entfesselung der Macht« von Herzenswunsch

Cid

Förderer.

02.04.2026 um 08:35 Uhr

geändert: 02.04.2026 um 09:18 Uhr

Lieber Herzenswunsch,

danke für eine schön geschriebene Geschichte, die zwar nicht meiner Neigung entspricht, aber durch den flüssigen Stil und den nachvollziehbaren Aufbau ein schöner Zeitvertreib war. Die Kombination von Alltag, Sehnsüchten, verstecktem Spiel, Vorfreude und Erfüllung ist wirklich gelungen und nimmt mich von Anfang bis Ende mit. Außerdem kann ich mich gut in die Intention der Herrin hineinversetzen, die es genießt, die Kontrolle zu haben, ihr "Spielzeug" zu benutzen und mehr und mehr Gefallen daran findet, die masochistische Neigung ihres Subs zu erfüllen, obwohl Sadismus nicht ihre Grundmotivation ist, aber die dadurch hervorgerufene Kontrolle des Erregungszustandes.

 

Danke für diese Perspektive. 

 

LG Cid

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»Private Secretary VII: Selbstläufer (Teil 2)« von Sisa

01.04.2026 um 22:38 Uhr

Was für eine harte Prüfung. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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