Liebe Clu,
vielen Dank für diesen weiteren informativen Beitrag. Obwohl es auf weibliche Subs bezogen ist, ist es sicher auch ein Thema, für die submissiven Herren. Da wir BDSM in unserer Beziehung leben, betrifft es mich zum Glück nicht direkt.
Was wir allerdings von Beginn an beherzigen ist das Stoppwort. Da wir gerade diese Welt neu entdecken, ist es für beide Seiten gut Stop sagen zu können. Das hilft beim ausloten der Grenzen von Dom und Sub. Es gibt auf jeden Fall auch Sicherheit für das Handeln des dominanten Partners, wenn er/sie weiß, daß Sub sich beim überschreiten einer Grenze meldet.
Eine Tabu-Liste.oder eher eine Vorlieben-Liste hatten wir anfangs auch. Und auch das war absolut sinnvoll um überhaupt erst einmal eine gemeinsame Basis zu finden und dem Gegenüber seine Neigung in ihren Facetten näher zu bringen.
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16.05.2026 um 21:44 Uhr
Ein wirklich toller Beitrag, vielen Dank, Clu.
Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Anfängerzeit.
Das Problem ist meines Erachtens vor allem, dass zumindest ich als sub überhaupt nicht wusste, was mich kickt, wo meine Grenzen sind und wie weit ich gehen kann und möchte.
Ob ich überhaupt devot bin und was das für mich bedeutet.
Diese ersten Schritte und das Eingestehen der Neigung stellen das gesamte Leben und nicht nur das sexuelle völlig auf den Kopf.
Es bedarf dabei eines riesigen Vertrauensvorschusses an den dominanten Part. Das war für mich der größte, schwierigste aber auch wichtigste Schritt.
Denn ohne dieses Vertrauen ist nichts möglich.
Da bin ich damals einfach ganz nach meinem Bauchgefühl gegangen und war mit mir ganz lange im Zweifel, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich hatte jedoch enorme Sehnsüchte.
Da war ich als sub am verletzlichsten.
Ich kann jetzt im Nachhinein sagen, dass ich mehr als Glück hatte, einen solch wunderbaren Meister zu finden. Mein Vertrauen ist niemals enttäuscht worden und ich kann mich voll und ganz auf ihn verlassen.
Das miteinander sprechen oder schreiben und sich öffnen ist natürlich mehr als wichtig und Grundvoraussetzung.
Das Kopfkino ist riesig und mein Verstand sagt mir durchaus, dass alles, was sich im Kopfkino abspielt und mich erregt, nicht unbedingt ausgelebt werden muss/sollte.
Doch, wie weit ich gehen kann und will, ist manchmal sehr schwer festzustellen während des „Spiels“.
Gefallen wollen und Gehorsam sein ist ja genau das, womit es mir als sub gut geht, was ich mir wünsche.
Es ist für mich eine große Befriedigung, meinen Meister glücklich zu machen. Jedoch auf keinen Fall so, dass ich meinen Verstand dabei völlig ausschalte.
Da muss auch er sich voll und ganz auf mich verlassen können.
Es gibt jedoch auch eine Grenze, an der Schmerz in Lust übergeht. Ob und wann das passiert, kann ich ja nicht im Voraus wissen.
Das ist auch sehr tagesformabhängig.
Da ist in meinen Augen der dominante Partner sehr gefordert, seine sub genau zu beobachten und die Grenzen an ihren Reaktionen zu erkennen.
Ganz besonders, wenn sie keine Erfahrung hat.
Ich hoffe, meine Gedanken waren jetzt nicht allzu wirr und ihr könnt sie nachvollziehen.
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