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BDSM-Forum

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»Der lange Weg nach Hause« von Valérian Bourreau

Natty

Autorin. Förderer.

17.05.2026 um 20:39 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erstlingswerk

 

Ich finde, im Gegensatz zu vielen anderen, nicht, dass dein Protagonist ein Lappen ist, sondern ein Mensch mit verdammten Ängsten. Wir können doch hier nicht alle frisch von der Elite-Uni kommen und im wahren Leben nichts mit  einer anderen Welt, außer der eleganten , frei von Anglizismen gesprochen Sprache und toughen Menschen ohne Ängsten zu tun zu haben?(Oh, ein Anglizismus)

Vielleicht hänge ich mich hier jetzt ein bisschen auf, da mir in letzter Zeit ein paar Kommentare dahin gehend aufgefallen sind und ich mich nun frage, wann wir hier nichts mehr mit Umfangssprache, Kraftausdrücken, expliziter Sexualität, Alkohol oder traumatischen Erlebnissen schreiben dürfen. Ich liebe dieses Forum, aber gehen wir gerade in eine Richtung, in der wir bestimmte BDSMer an den Rand schieben? 

Ja, natürlich gibt es Menschen, die ohne Ängste und Alkohol durchs Leben gehen, die nie ein Trauma erlebt haben und sich immer adäquat ausdrücken , aber, und das obwohl ich studiert habe, kenne ich davon nicht viele. Angst, das seine beste Freundin ihn ablehnt, wegen seiner Beichte? Mut antrinken? Nicht zu wissen, wohin mit seiner Energie? Dinge schmeißen , ohne nachzudenken? All das gibt es doch. Meine Meinung! 

Ich finde, du hast ihn toll beschrieben und am Ende überlistet er sich selbst. 

Und schön flüssig geschrieben auch noch :Tschakka:

Von mir 4 Sterne 

VG Natty

Zum Thema.

»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

17.05.2026 um 12:33 Uhr

Hallo Clu,

 

was für ein tolles und wichtiges Statement pro Eigenverantwortung von Sub! Bam! 👊🏻

 

Ich fand das schon immer strange, als Sub den Kopf auszuschalten, weil man ja kein Mitspracherecht hat, was immer der Dom auch mit einem macht.

 

Es gibt diese Textsammlung "Wichtiges für Neulinge", da sollte der Beitrag reingenommen werden, finde ich. hexlein, du kannst das? 🙄

 

Grüße

lizzy lu

Zum Thema.

Hast du jemals mit deinem Kink gehadert?

Hedonist

Neues Mitglied.

17.05.2026 um 11:45 Uhr

Es hat länger gedauert als gedacht, bis ich mich mit meinen(m) Kink(s) arrangieren konnte. Mittlerweile ist es mit ziemlich egal, was andere denken, solange sie mich in Ruhe lassen. Aber es war ein langer Weg

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»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

Katika

Autorin. Förderer.

16.05.2026 um 21:44 Uhr

Ein wirklich toller Beitrag, vielen Dank, Clu.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Anfängerzeit.

 

Das Problem ist meines Erachtens vor allem, dass zumindest ich als sub überhaupt nicht wusste, was mich kickt, wo meine Grenzen sind und wie weit ich gehen kann und möchte.

Ob ich überhaupt devot bin und was das für mich bedeutet.

Diese ersten Schritte und das Eingestehen der Neigung stellen das gesamte Leben und nicht nur das sexuelle völlig auf den Kopf.

 

Es bedarf dabei eines riesigen Vertrauensvorschusses an den dominanten Part. Das war für mich der größte, schwierigste aber auch wichtigste Schritt.

Denn ohne dieses Vertrauen ist nichts möglich.

Da bin ich damals einfach ganz nach meinem Bauchgefühl gegangen und war mit mir ganz lange im Zweifel, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich hatte jedoch enorme Sehnsüchte.

Da war ich als sub am verletzlichsten.

Ich kann jetzt im Nachhinein sagen, dass ich mehr als Glück hatte, einen solch wunderbaren Meister zu finden. Mein Vertrauen ist niemals enttäuscht worden und ich kann mich voll und ganz auf ihn verlassen.

 

Das miteinander sprechen oder schreiben und sich öffnen ist natürlich mehr als wichtig und Grundvoraussetzung.

Das Kopfkino ist riesig und mein Verstand sagt mir durchaus, dass alles, was sich im Kopfkino abspielt und mich erregt, nicht unbedingt ausgelebt werden muss/sollte.

Doch, wie weit ich gehen kann und will, ist manchmal sehr schwer festzustellen während des „Spiels“.

 

Gefallen wollen und Gehorsam sein ist ja genau das, womit es mir als sub gut geht, was ich mir wünsche.

Es ist für mich eine große Befriedigung, meinen Meister glücklich zu machen. Jedoch auf keinen Fall so, dass ich meinen Verstand dabei völlig ausschalte.

Da muss auch er sich voll und ganz auf mich verlassen können.

 

Es gibt jedoch auch eine Grenze, an der Schmerz in Lust übergeht. Ob und wann das passiert, kann ich ja nicht im Voraus wissen.

Das ist auch sehr tagesformabhängig.

Da ist in meinen Augen der dominante Partner sehr gefordert, seine sub genau zu beobachten und die Grenzen an ihren Reaktionen zu erkennen.

Ganz besonders, wenn sie keine Erfahrung hat.

Ich hoffe, meine Gedanken waren jetzt nicht allzu wirr und ihr könnt sie nachvollziehen.

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»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

Herzenswunsch

Autor. Förderer.

16.05.2026 um 17:32 Uhr

Liebe Clu,

 

vielen Dank für diesen weiteren informativen Beitrag. Obwohl es auf weibliche Subs bezogen ist, ist es sicher auch ein Thema, für die submissiven Herren. Da wir BDSM in unserer Beziehung leben, betrifft es mich zum Glück nicht direkt.

Was wir allerdings von Beginn an beherzigen ist das Stoppwort. Da wir gerade diese Welt neu entdecken, ist es für beide Seiten gut Stop sagen zu können. Das hilft beim ausloten der Grenzen von Dom und Sub. Es gibt auf jeden Fall auch Sicherheit für das Handeln des dominanten Partners, wenn er/sie weiß, daß Sub sich beim überschreiten einer Grenze meldet.

Eine Tabu-Liste.oder eher eine Vorlieben-Liste hatten wir anfangs auch. Und auch das war absolut sinnvoll um überhaupt erst einmal eine gemeinsame Basis zu finden und dem Gegenüber seine Neigung in ihren Facetten näher zu bringen.

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»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

Natty

Autorin. Förderer.

16.05.2026 um 16:08 Uhr

Liebe Clu, 

deine Worte sind wahr und wichtig und auch ich hoffe, dass sie der ein oder anderen Einsteigerin den Mut bescheren, "Nein" zu sagen. 

Gerade die Kultur in manchen Internetforen mag zu vorschnellen Entscheidungen führen. Doms auf Reisen, bieten an, einer willigen Dame "mal eben" zu zeigen, was "wahre Führung" bedeutet. 

Mir persönlich wird da inzwischen ganz anders und nach ein, zwei gezielten Fragen meinerseits, scheinen solche Männer dann auf einmal kein Interesse mehr zu haben. Sowas? 

Aber nun gut, sie suchen wohlmöglich explizit nach unerfahrenen Frauen, egal ob nun im BDSM Bereich oder im realen Leben, denn sind wir nicht alle oft Träumer, die nach der großen Liebe suchen? Schon im Vanilla Bereich ist die Partnersuche eine verzwickte Angelegenheit und kommt dann noch die Kompatibilität der Kinks dazu, mag es sinnvoll erscheinen, so schnell wie möglich den nächsten Frosch zu küssen, um gleich zu wissen, woran man ist. Doch ist die Gefahr groß, nach schlechten Erlebnissen auch schlechte Erinnerungen anzuhäufen und dann den Mut zu verlieren. Und hier spreche ich aus eigener leidvoller Erfahrung. Erst danach gelernte Achtsamkeit hat mich wieder mutig gemacht, mir selbst gegenüber meine Wünsche einzugestehen und das Selbstbewusstsein zu haben, diese auch zu kommunizieren. 

Mögen andere schneller sein, als ich.

VG Natty

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»Medelsabend« von Mirador

Meister Y

Autor. Förderer.

16.05.2026 um 15:30 Uhr

Hallo Mirador, wenn eine Geschichte so gar nicht meine Welt ist, ich aber nach dem Lesen, das Gefühl habe, köstlich unterhalten worden zu sein, dann kann der Autor nichts falsch gemacht haben!

Ich kann beileibe nicht einschätzen, ob es so etwas wie Du hier beschreibst tatsächlich gibt, aber allein die Vorstellung fand ich toll. Dazu muss ich tatsächlich Deine Wortwahl loben!

 

Deidelwitz in der Prignitz. Achtzehn Häuser, Modell Kriegsruine, vier Häuser mit leidlich intakten Fenstern, eine aufgegebene Kneipe, eine entweihte Kirche neben überwuchertem Friedhof. Altersdurchschnitt: kurz vor Scheintod.

Präziser und knapper kann man das Sterben der Dörfer nicht beschreiben.

 

Spätestens an der Stelle hattest Du mich wirklich:

 

Ehe ich es aussprechen kann, brechen Peggys Absätze durch den Waldboden und annähernd hundert Kilo Transe kippen in Panik schreiend nach hinten.

Das Bild vor Augen kann ich nur sagen - großartig!

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»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

Cid

Förderer.

16.05.2026 um 11:51 Uhr

Liebe Clu,

danke für einne sehr interessantes Essay, bei dem ich mir auf den ersten Blick dachte:"Ja klar, ist doch logisch. Warum muss man das überhaupt sagen."

Auf den zweiten Blick ist mir dann aber klar geworden, woher mein erster Gedanke rührt und warum es natürlich Sinn macht hier explizit zu werden.

Bei mir selbst war zuerst die Partnerschaft da, die sich dann entsprechend entwickelt hat und so war/ist das natürlich auch mit dem Vertrauen, dass absolut nötig ist. Hinzukommt, dass ich meinen Kick zwar aus der Kontrolle, dem Ausgeliefertsein meiner Sub und ihrer Benutzung ziehe, er aber sehr eng an ihrer lustvollen Reaktion darauf gekoppelt ist. Daher versuche ich, dies immer im Blick und "unter Kontrolle zu haben". Seitdem wir offen darüber sprechen, ist es noch besser geworden, Grenzen zu erkennen, an die Grenzen zu gehen und sie auch gemeinsam zu verschieben. Entsprechend bei all dem Genannten ist wohl das Gemeinsame.

Nun ist es wohl so und heutzutage umso mehr, dass eben nicht zuerst das echte Kennenlernen im Fokus steht und vielleicht auch gar nicht gewünscht ist und es demnach häufiger zum reinen Umsetzen des Kopfkinos geht, was durchaus, wenn nicht explizit besprochen, in der Realität sehr weit auseinanderklaffen kann; sowohl in einem selbst, als auch mit dem Gegenüber.

 

Von daher, ein sehr gelungenes Essay.

 

LG Cid

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»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

Meister Y

Autor. Förderer.

16.05.2026 um 11:32 Uhr

Hallo Clu, Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht und ich kann wirklich nur hoffen, dass viele Frauen und Männer, die sich mit dem Gedanken tragen, erste Schritte in unserer Welt zu wagen, lesen und verinnerlichen, was Du geschrieben hast. Leider, ich durfte das auch schon erleben, schalten manche ja wirklich schon beim, oder gar vor dem ersten Mal den Verstand aus. Ich wurde mal ungläubig gefragt, ob ich das ernst meine, als ich verlangt habe, dass sie sich covern lässt .

Danke für einen Beitrag, den ich wirklich sehr gern gelesen habe!

Zum Thema.

»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

16.05.2026 um 05:29 Uhr

Liebe Clu !

 

Ich danke Dir für diesen tollen Beitrag - der gerade für BDSM Einsteiger:innen geeignet ist. 

Du sprichst mir so unfassbar aus der Seele, auch wenn Du jetzt nur von FemSub geschrieben hast. 

 

Ja das liebe Kopfkino kann einen schon gehörig durcheinander wirbeln.  

Verstärkt an diesen Punkt ist es wichtig sich genau zu hinterfragen wie weit möchte ich gehen und wo ist die Linie überschritten. 

 

Weil es ist so wie Du geschrieben hast. Ein Verantwortungsvoller Dom aber auch die Veantwortungsvolle Domme lassen gerade bei Neulingen aber auch zu Beginn einer jeden Beziehung (und da ist es egal ob man erfahren oder unerfahren ist) ein Safeword zu. 

Ich möchte so weit gehen - zu sagen das man niemals ohne Safeword, BDSM bestreiten sollte. Jeder ist Menschlich und perse möchte ich einem Menschen keine Bösen Absichten absprechen - schnell ist im Spiel auch Dom/me so erregt oder auch vom Kopfkino überwältigt das schnell mal die Zeichen des Subs übersehen werden

 

Was mir vermehrt auffällt ist der Punkt den Du ansprichst über das einhalten vom sofortigen Machtgefälle. 

War mir nicht so bewusst das es den weiblichen Subs auch so ergeht aber mir gehen die Fußnägel hoch wenn ich schon sehe das Damen sofort von einem vor Schleim triefende Demut erwarten. 

Das finde ich auch, macht es so schwer jemanden kennenzulernen.  

Mittlerweile denke ich - nicht jede Domme hat meine Demut verdient, nicht jede Domme hat mein Vertrauen verdient. 

Schon garnicht Rede ich von meinem Herzen. 

Was mir aber wichtig ist zu sagen: "respektvolles Verhalten hat jeder Mensch verdient und da ist es egal wer, was und wie jemand ist!" 

 

Danke schön liebe Clu für deinen Beitrag. Ich finde es toll wie Du ihn geschrieben hast und trotz des Themas, sachlich geblieben bist. 

Das Thema ist heute leider immer wichtiger geworden und kann nicht oft genug erwähnt werden. 

 

Viele Liebe Grüße Thorsten

Zum Thema.

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