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BDSM-Forum

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»Gespiegelt« von poet

Bär

Förderer.

10.08.2026 um 23:54 Uhr

Hallo Valérian,

 

Dein 'Einklinken' musst Du nicht mit 'leider' bezeichnen, wie schon geschrieben finde ich diesen kontroversen Dialog hier sehr gut. Und auch ein Hinterfragen erkenne ich in diesem Dialog definitiv, wenn er nicht sogar durch das Hinterfragen der einzelnen Leser überhaupt am Leben gehalten wird.

 

Aber nichtsdestotrotz muss ich anmerken, dass ich bei Süchtigen nicht nur schwarz-weiß denke. Schwarz-weiß nur bei dem Punkt: Süchtig ja oder nein. Diese Unterscheidung hat absolut nichts mit den Gründen der Sucht zu tun oder wie diese entstanden sind. Da gibt es zum Beispiel schon mal die durch genetische Faktoren begünstigte Alkoholkrankheit, wodurch der Betroffene natürlich leichter in den Strudel der Sucht geraten kann.

 

Mancher will seinen grauen Alltag vergessen, mancher will seinen 'Kick' und wieder ein anderer will seinen Schmerz betäuben, und sei es auch 'nur' Liebeskummer. Ich weiß, dass Liebeskummer keine Einbildung ist, wie man es uns früher einzureden versucht hat. Die Quintessenz daraus ist für mich eine Zusammenfassung von nahezu unzähligen Grautönen bezüglich der Gründe, die eine wie auch immer geartete Sucht nach sich ziehen können.

 

Das jegliche Entzugs- oder Entgiftungstherapien nur dann Erfolg haben, wenn es der Süchtige auch wirklich aus seinem Innersten heraus will, ist mir schon klar.

 

Gruß vom Bär.

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»Gespiegelt« von poet

Bär

Förderer.

10.08.2026 um 23:28 Uhr

Hallo Thorsten,

 

Du bist mir nicht zu nahe gekommen, alles gut. Ich habe lediglich meine Ansicht geteilt und dafür ist das Forum doch letztendlich, neben einigen anderen Dingen natürlich, auch da.

 

Ich finde es aber sehr schön, dass sich hier ein kontroverser Dialog entwickelt hat. Schon das allein zeigt doch, dass man sich mit dem Schicksal dieses Protagonisten auseinandersetzt und nicht einfach darüber hinwegsieht. Was machen denn die meisten Leute draußen..? Die gucken einfach weg, wenn eine solche 'Randerscheinung' der Gesellschaft ins Blickfeld gerät. Und manch einer, der früher auch weggeschaut hat, sucht heute selbst Pfandflaschen im Papierkorb. Gerade in Bezug auf Alkohol kenne ich keinen, der einfach so aus einer Laune heraus mit dem Trinken angefangen hat. Ich meine jetzt nicht den 'partybedingten' Alkoholabusus, den wir im Kreise der damaligen Kumpel in der fernen Jugendzeit an manchem Wochenende betrieben haben. Solange man zwischen 'Dienst' und 'Schnaps' unterscheiden kann und mit dem Erwachsenwerden auch vernünftiger wird, ist meiner Ansicht nach alles im grünen, oder strenger betrachtet, im gelben Bereich.

 

Gruß vom Bär.

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»Als Sub Grenzen setzen« von Clu

10.08.2026 um 21:22 Uhr

Liebe Clu, 

ich hatte nur wenige, aber meist langjährige Beziehungen in denen BDSM mit der normalen Beziehung einhergingen.

Dabei ist es egal gwesen, ob sich aus einer "normalen" Beziehung eine mit BDSM entwickelt hat oder ob es anfänglich "nur" eine SM Gemeinschaft war, die sich zu einer (auch Liebes)Beziehung entwickelt hat.

Nach meinen ersten, nicht immer schönen/guten Erfahrungen als Sub habe ich dann schnell gelernt, daß sich auch der Dom das Vertrauen verdienen muß, d.h. ich habe dann im Vorfeld Grenzen gesetzt, die als (anfänglich) unbedingt einzuhalten galten. Hat sich die Dom darüber hinweggesetzt, bzw die angesagten Grenzen massiv überschritten habe ich abgebrochen.

Ich denke auch ein Dom muß sich einer gewissen Verantwortung bewußt sein und auch ein gewisses ... Einfühlungsvermögen haben, denn sonst (so meine Meinung) bleiben beide Seiten unbefriedigt oder gar gefrustet.

Und ja - habe ich eine Verabredung mit solange fremden Menschen gehabt habe ich immer einer Vertrauensperson gesagt wo ich bin und was nach einer gewissen Zeit ausbleibender Meldung von mir unternommen werden soll.

Es mag Übervorsichtig gewesen sein, habe auch nie diesen NOTFALL als solches erleben müssen, aber es hat mir doch eine Gewisse Sicherheit gegeben, was auch dazu führte, etwas entspannter zu sein.

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»Gespiegelt« von poet

Valérian Bourreau

Autor. Förderer.

10.08.2026 um 20:59 Uhr

Veröffentlichung zuvor nicht gelesen.

Hallo Bär,

 

jetzt muss ich mich leider einklinken, da mich dieses »Schwarz-Weiß« denken bei Süchtigen etwas triggert.

Ich habe schon viel mit solchen Menschen zu tun gehabt, habe welche gesehen, die ihre Abhängigkeit überwunden haben und auch andere, die daran gnadenlos eingegangen sind.

Entzug nutzt gar nichts, wenn sich die Lebenssituation der Betroffenen nicht ändert. Denk mal über die Aussage des dir bekannten Crystal Abhängigen nach. Was steckt da wohl dahinter? Oder warum, denkst du, greifen Menschen zu solch drastischen Suchtmitteln? Weil sie ein schönes, tolles Leben haben und alles bunt und großartig ist? 

Drogen betäuben Schmerzen, die von der Seele aus gehen. Und manchmal können verletzte Seelen stumm so unfassbar laut schreien, dass den meisten Menschen die Ohren abfallen würden.

 

Wir sollten alle mal weniger urteilen und viel mehr hinterfragen.

 

Viele Grüße,

V.

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Welches BDSM-Konzept sagt dir zu?

10.08.2026 um 20:49 Uhr

Ich denke, das müssen alle für sich alleine , bzw die Beteiligten miteinander entscheiden.

In einer sehr langen (nicht nur) SM Beziehung waren die Rollen auch außerhalb jeder Session klar meine Dom war Dom und ich Sub. Dennoch gab es eben auch Themen, und Gelegenheiten wo wir absolut gleichberechtigt waren, jeder von uns den anderen respektiert hat. Das Leben besteht oder bestand eben nicht nur aus irgendwelchen "Sessions", so daß sie durchaus in unterschiedlichen Dingen und Situationen auf meine Meinung eingegangen oder diese bevorzugt hat.

In den "Sessions" - wie sagte sie immer so schön "du hast ein sagenhaftes Talent um Strafe zu betteln" - haben wir uns im Lauf der Jahre gemeinsam immer weiter ... vorgearbeitet, gemeinsam neues oder anderes entdeckt haben, wobei das Vertrauen wohl mit eine der wichtigsten Eigenschaften dabei war - und das hatten wir. 

Was ich sagen will ist, daß BDSM  so unendlich viele Facetten hat, die man eben gemeinsam erkunden, kennen und lieben lernen kann, wenn eben gerade das Vertrauen vorhanden ist, wenngleich sicher auch jeder so eigene bevorzugte Dinge mag/liebt, die dann auch nicht auf der Strecke bleiben sollten.

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»Gespiegelt« von poet

Rote Blume

Förderer.

10.08.2026 um 18:36 Uhr

Lieber Poet,

 

jetzt bist Du meinem Kommentar zu vor gekommen.

Auch für mich war Deine Geschichte  schwer zu verdauende Kost, auch wenn menschliches Elend und Leid Dinge sind, die mir durchaus schon des Öfteren begegnet sind, sowohl im beruflichen, als auch privaten Kontext. 

Sicherlich hast Du die Situation dieses am Leben gescheiterten Mannes, der säuft und nebenher von einer Sklavin träumt, gut beschrieben. Ja so etwas zu lesen stimmt auch mich traurig, aber diese frauenverachtende  Haltung, die dieser Mann einnimmt, macht mich auch wütend. Gerade diese Haltung das alle anderen an seinem Leid Schuld sind, und Frauen eh nur verachtenswerte Schlampen sind, macht ihn ja, zumindest für mich, so unsympathisch. Da er selbst sich nur noch in seinem eigenen Elend „ suhlt“ und die Frauen ihn höchstens noch mit einem mitleidigen Seitenblick ansehen, passen seine Träumereien nach Sex mit Machtfantasien auch bestens in seine Charakterbeschreibung. Nur konnte ich dies nicht als seine Obsession im

BDSM Kontext betrachten, da der Bezug zum BDSM für mich hier wirkte wie ein Abziehbild ohne Inhalt, er will Frauen einfach tatsächlich nur benutzen, Respekt anderen gegenüber, der Aspekt der Augenhöhe und der Einvernehmlichkeit sind wohl eher Fremdwörter für ihn. Und dies ist leider traurige Realität in unserer Welt. 

 

Zur Bewertung als Mitglied der Jury habe ich wirklich einige Male darüber nachgedacht, bin aber letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass ich den Bezug zum Thema der Obsession nicht in seinem Sehnen nach einer “ willigen” Frau sehen konnte, sondern, so wie Natty, eher in seiner Alkoholsucht. 

Der Protagonist belügt sich ja im

Grunde selbst, dass er seine Alkoholsucht nur als Betäubung der ewigen Beschränkung auf autoerotischen Sex herunterspielt, falls Du das anders gemeint haben solltest, kam es für mich als Leserin nicht überzeugend genug rüber. 

 

Daher empfinde ich diese Geschichte von Dir zwar als gut und treffend geschrieben, nur für mich hatte sie das Wettbewerbsthema „Obsession“ im Kontext einer BDSM- Geschichte hier, nicht erfüllt, auch wenn mir das leid tut es so zu sagen, und es wurde ja durchaus auch anders betrachtet. 

 

In letzter Zeit wurden hier einige Fragen der Art aufgeworfen, was sind eigentlich „ BDSM Geschichten“ ? Müssen sie nur romantische Liebe beinhalten oder wie Du fragst nur Wohlfühlcharakter haben? Wieviel Einvernehmlichkeit braucht so eine BDSM Geschichte? Aus meiner Sicht: Sehr viel, zumindest als Basis zwischen den Beteiligten, ansonsten wäre es ja kein BDSM mehr ( so wie ich es kennen und lieben gelernt habe)? Dazu gibt es ja auch Richtlinien hier. Aber manchmal sind die Grenzen fließend, und es gibt nicht nur schwarz und weiß, und ja, Kunst und Literatur werden langweilig und inhaltslos, wenn sie nur banale Wohlfühloberflächlichkeiten beschreiben, wobei ich es auch toll finde, wenn es gelingt schönen Dingen Tiefe zu geben, und nicht nur dem Leid. 

 

Die Schattenzeilen leben von den vielen so unterschiedlichen Geschichten und ich habe den größten Respekt vor der Arbeit, Phantasie und dem Mut die dahinter stecken und die ihr Autor*innen mit uns „ nur Lesenden“ und bewertenden teilt, und auch wenn es keinen „ Wohlfühleffekt“ hat, so regt es doch zumindest zum Nachdenken und zu Diskussionen an. 

 

Schöne Grüße, Rote Blume

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»Gespiegelt« von poet

10.08.2026 um 18:13 Uhr

Hallo Bär !

 

Ich wollte dir nicht zu nahe kommen mit meiner Nachricht. 

Nein das wirklich nicht. 

 

Auch ich kenne Dich nur von hier und schätze Dich als ruhigen und nachdenklichen Menschen ein. Der auch gefühlvoll ist.

 

Ich verstehe das auch, dass Du mein Lachen als unpassend empfunden hast aus der Situation heraus. 

Weil dich diese Geschichte getriggert hat. 

Das lässt mich nicht kalt und macht mich nachdenkliche . 

 

Aber ist es nicht so mit solchen Geschichten wie diese oder auch einigen mehr, das diese so hart an die Grenzen geht, Grenzen überschreiten und dadurch polarisiert.

Wie sagte es poet selber? Eine hässliche Geschichte oder so ähnlich. 

Aber so nah am Leben dran wie keine andere. 

 

Liebe Grüße Thorsten

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»Gespiegelt« von poet

Bär

Förderer.

10.08.2026 um 17:08 Uhr

Hallo Natty,

 

du hast schon Recht, die meisten Menschen, von ihren Süchten gesteuert werden, wollen tatsächlich keine Hilfe. Da gibt es einen jungen Mann, der schon mehrmals zum Crystal-Entzug war. Auf meine Frage, warum er dann immer wieder damit anfängt, kam von ihm: "Crystal macht einen glücklich". Solchen Leuten ist dann wirklich nicht mehr zu helfen...

 

Lieben Gruß vom Bär.

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»Gespiegelt« von poet

Bär

Förderer.

10.08.2026 um 16:46 Uhr

Hallo Thorsten,

 

wir verstehen uns schon richtig; ich weiß, was Du hier mit 'Kunst' meinst. Ich kenne Dich zwar nur von deinem Profil her und Deinen Kommentaren bezüglich der Geschichten, aber ich traue Dir nicht zu, über diesen Mann oder auch andere Dinge überhaupt abwertend zu reagieren. Ich schätze Dich sehr tolerant ein, und nach dem Motto 'Leben und Leben lassen' tolerierst Du sicher auch Ansichten oder Neigungen, die Du selbst vielleicht nicht hast - so lange sie natürlich ethisch, moralisch und juristisch vertretbar sind.

 

Ich habe mich halt nur an der Begrifflichkeit 'Lachen' gestört.

 

Über 'echte Gewalt' oder 'Sklaverei' brauchen wir nicht zu reden; es versteht sich doch von selbst, dass sowas tabu ist, unter welchem Namen es auch immer bemäntelt wird.

 

Gruß vom Bär. 🙂

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»Die Hexenprobe« von Natty

Rote Blume

Förderer.

10.08.2026 um 15:27 Uhr

Hallo Natty 🤗, 

es ging mir gar nicht so sehr um die richtige Versorgung und Desinfektion, mehr wirklich um die Frage, ob piercen mit abgebundenen Brüsten gut gehen könnte, oder eher nicht, für mich ist das etwas, dem ich immer noch mit Respekt begegne, und dann Nadeln bzw. gleich Piercings dazu, das ist aber wsh wenn alles sicher und steril abläuft könnte es gehen…, es interessiert mich einfach nur, und eben um die beschriebenen Handlungen nach dem piercen. Auf mich hat der Protagonist in der Geschichte auch so gewirkt, als wisse er gut was er tue 😊, ich denke auch bei so etwas braucht es keine Anleitung 😎

Schöne Grüße , Rote Blume

Zum Thema.

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