Ich habe lange überlegt, ob und was ich kommentieren soll. Immerhin ist Deine Geschichte durch die Qualitätskontrolle gekommen und veröffentlicht. Das ist mir noch nicht gelungen bzw. ich habe es nach dem ersten Versuch gesteckt. Also liegt es nicht an der Geschichte, sondern an meiner Erwartung. Oder an dem, was mich anspricht und was nicht. Über die schon in anderen Post angesprochene Sprache des Menschen an der Tanke - ja, geschenkt, finde ich doof, aber es gibt Leute, die so reden, glaub ich zumindest. Aber dafür bin ich zu alt, um das cool zu finden.
Und da liegt dann vielleicht auch mein Problem mit der Geschichte. Mag sein, dass ich vor mehr als 30 Jahren mit meinem "Kink" und der Suche nach dem geliebten Gegenstück auch so gehadert habe wie Dein Protagonist. Gut, Alk war noch nie mein Problemlöser, was mich der Storyline auch nicht näher bringt. Als weis(s)er alter Mann kann ich mir diese Gedankenwelt so gar nicht mehr vorstellen - Ich bin da angekommen, wo ich hin wollte und vielleicht sollte. Und wenn ich hier Geschichten lesen und mich angesprochen fühle, sind es deshalb (?) eher Geschichten, die diese Situationen behandeln.
Vielleicht erklärt das auch die ein oder andere zurückhaltendere Besprechung der Geschichte. Aber lass Dich davon nicht entmutigen. Man kann und muss es nicht allen recht machen...


19.05.2026 um 14:23 Uhr
Liebe Natty,
vielen Dank für deine Geschichte. Zwar war jeder Teil in sich und auf seine Art unterhaltsam, bei der Story bin aber auch ich ab dem Teil mit der Wette verloren gegangen.
Die Idee mit den Farben finde ich wunderbar. Alles war am Anfang so feinsinnig, durchdacht und auf den Punkt. Dass du super schreiben kannst, steht völlig außer Frage.
Zum Ende hin verlor die Geschichte aber für mich irgendwie an Substanz. Der Fokus verschob sich zu stark auf die Geschehnisse rund um Ivy und ihren aus dem Ruder laufenden Begleiter, obwohl ich ja in erster Linie wissen wollte, wie es mit Tilda und Victor weitergeht. Diese sektenartige Zusammenkunft mit anschließendem Rudelbumsen war mir zu klischeehaft und leider ein bisschen zu viel. Eventuell oute ich mich jetzt aber auch als ahnungsloses Geschöpf, vermutlich (oder eher ganz sicher) gibt es solche Treffen wirklich. Die Damen nackt und die Herren in Anzug, heldenhaftem Cape mit Kapuze und silbrig glänzender Maske. Standesgemäß gewittert es dann in mystischer Ferne rund um das Schloss, auf dessen pompöser Eingangstreppe ein von Fackeln umgebener, roter Teppich ausgerollt ist… Sorry für das Abschweifen. Settings dieser Art kann ich oft nicht ganz ernst nehmen. Sicher gehen andere darin völlig auf, daher hat es auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.
Kurzum: dafür, dass sich der Beginn der ganzen Geschichte so real anfühlte, wurde es mir zum Schluss einfach zu sehr BDSM im Märchenland.
Trotzdem ganz lieben Dank fürs Lesenlassen! Ich freue mich auf mehr!
Grüßchen
Yuria
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