Das ist eigentlich gar keine BDSM-Geschichte. Es ist zunächst eine Geschichte über Angst, Scham und unerwiderte Offenbarung.
Was der Text sehr gut macht:
Er beginnt mit einem echten Problem. Bereits die ersten Zeilen funktionieren. Bei vielen BDSM-Geschichten beginnt die Handlung mit: "Ich hatte eine dominante Frau kennengelernt..." Hier beginnt sie mit einer Niederlage. Das erzeugt sofort Interesse.
Die BDSM-Neigung wird emotional erklärt. Der stärkste Abschnitt ist für mich nicht die eigentliche Fantasie, sondern diese Passage: "Du bist der einzige Mensch, dem ich blindlings vertraue." Das ist ein interessanter Gedanke. Man muss ihn nicht teilen, aber er erklärt die Dynamik psychologisch. Der Wunsch entsteht nicht primär aus Geilheit, sondern aus Vertrauen und Bewunderung. Dadurch wirkt das Ganze deutlich glaubwürdiger.
Farid ist eine gute Figur. Eigentlich hat Farid nur wenige Seiten, trotzdem bleibt er hängen. Die Tankstellenszenen lockern den Text enorm auf.
17.06.2026 um 11:19 Uhr
Lieber millamomud
Auch dieser Teil ist flüssig zu lesen, vielen Dank, dein Schreibstil ist wirklich toll.
Bei der Handlung kommt bei mir nun aber ein merkwürdiges Gefühl hoch, denn ich fühle beim Lesen ihre Scham. Diese wird ja aber nicht mal explizit beschrieben. Ihre Wangen werden rot, ihr Körper glüht, etc. , aber nicht das Wort selbst. Ich weiß also nicht einmal, inwiefern sie wirklich da ist, dennoch entsteht in mir dieses Gefühl und das fühle ich nicht gerne.
Dafür ziehe ich einen Stern ab, denn für vier Sterne möchte ich hinterher ein zufriedeneres Gefühl haben.
VG Natty
Zum Thema.