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BDSM-Forum

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»Louisas Aufgabe (Teil 8)« von millamomud

25.06.2026 um 22:29 Uhr

Hallo millamomud,

 

das war eine spannende Folge, in der du eine handfeste Erniedrigungssituation auf die Spitze getrieben hast und auch gut beschrieben hast, wie sowas kicken kann... Am stärksten finde ich diese Stelle:

 

Nicht vor Angst. Sondern vor dieser seltsamen Form von Macht, die in der Wahl lag.

 

Die Macht der Wahl... Selbst im unterlegenen und beherrschten Moment hat man noch immer eine Wahl, und das ist Macht an der Stelle, wo man oberflächlich gesehen oder wenn einem das Thema unbekannt ist keine Macht vermutet. Das ist ein sooo wichtiger Punkt! 🙂

 

Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, danke für die Geschichte!

 

Viele Grüße

Braves Mädchen

Zum Thema.

»Louisas Aufgabe (Teil 5)« von millamomud

25.06.2026 um 16:52 Uhr

Hallo millamomud,

 

diesmal musste ich die Geschichte zweimal lesen. In Bezug auf das erotisches Prickeln gibt es die volle Punktzahl; für mich ist das in dieser Hinsicht der beste Teil bisher - eigentlich sogar besser als die anderen 4 Teile zusammen. Und obwohl man genau wusste, was kommen würde, hat die Spannung nicht nachgelassen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir Ben immer unsympathischer wird. Er geht einfach davon aus, dass es Louisa auf diese Art haben will. Da sie wie gesagt bisher keinerlei sexuelle Erfahrungen hat (Meine Standardfrage an der Stelle: Warum eigentlich nicht?) verfügt sie ja über keinerlei Vergleichsmöglichkeiten. Will ich das, weil ich es will, oder will ich das, weil ich nichts anderes kenne..? Irgendwie zieht keiner der Mitbewohner auch nur ansatzweise in Betracht, dass Louisa vielleicht auch etwas anderes wollen könnte.

 

Da eine D/s oder M/s – Beziehung nicht zwingend mit Polygamie einhergehen muss, finde ich das Verhalten von Jule ziemlich verantwortungslos; zudem kommt sie mir mittlerweile auch recht überheblich vor. Hier muss ich an die Kondomfrage denken, die Thorsten bezüglich des dritten Teils aufgeworfen hat. Im Bezug zur mündlichen Dienstleistung sehe ich das nicht ganz so eng, auch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es für die ausführende Person erregend ist, wenn der schönste Teil quasi eingesperrt wird. Zudem ist das reflexartige, aber eigentlich ungewollte Schlucken für mich ein inhaltlich wichtiger Bestandteil der Geschichte. Aber Sex mit zwei Männern, deren Vorgeschichte Louisa wahrscheinlich genauso wenig kennt wie der Leser, ist ohne Kondom schon sehr fraglich, da sich ja anscheinend auch niemand Gedanken über die Verhütung macht.

 

Dann der literarische Schlag in die Magengrube: „Hol mir ein Bier“. Das zerstört die erotische Stimmung wie der Schnitt durch ein Gemälde mit einem stumpfen Messer. Aua... Aber das musste wohl leider sein, um den besonderen Charakter der Szene herauszustellen. Obwohl ich noch recht neu in der Szene bin, weiß ich, dass zwischen Sub und Dom ein tiefes Vertrauensverhältnis herrschen muss. Etwas derartiges finde ich aber bei keinem WG-Bewohner. Lediglich Paul hat wohl ein wenig Mitleid mit Louisa; zumindest scheint er etwas eifersüchtig zu sein. Vielleicht entwickelt sich zwischen den Beiden ja noch eine Zweierbeziehung.

 

Obwohl es „nur“ eine Geschichte ist, dringt sie doch so tief ins Bewusstsein, dass man eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbaut. Also auch hier die volle Punktzahl :)

 

Und jetzt bin ich mal neugierig, was die anderen Leser so geschrieben haben.

 

Gruß vom Bär.

Zum Thema.

»Louisas Aufgabe (Teil 8)« von millamomud

25.06.2026 um 15:55 Uhr

Beim letzten Teil hatte ich noch Hoffnung für Lousia, dass sie mit Jules Hilfe hier zu einer Grenze kommt. Aber in diesem Teil finde ich den Abgrund nur um so stärker wieder. 

Mir geht es hier ähnlich wie Meister Y. Das ist nicht meine BDSM-Welt. Das ist jetzt kein Urteil über andere BDSM-Welten, aber ich finde das Verhalten aller Beteiligten insgesamt eher verstörend.

Die Geschichte finde ich bis jetzt gut zum Lesen, auch wenn der Inhalt mich nicht immer abholt, aber das ist sicher Geschmackssache. Ich bin auf die weitere Entwicklung oder auch die weitere (Selbst?)Aufgabe gespannt.

Zum Thema.

»Louisas Aufgabe (Teil 8)« von millamomud

Yuria

Autorin. Förderer.

25.06.2026 um 15:49 Uhr

Lieber millamomud,

 

auch wenn es insgesamt natürlich Meckern auf hohem Niveau ist, ließ sich dieser Abschnitt für mich nicht ganz so flüssig lesen wie der bisherige Teil. Dieses "nicht so, sondern so"-Stilmittel war für meinen Geschmack hier etwas überstrapaziert. Das Schlimme ist (aber da kann natürlich keiner was dafür), wenn man einmal angefangen hat, darauf zu achten, fällt es einem überall auf: "Kein dies. Nur das", "Nicht sowas, sondern was anderes",...

Dieses Muster wiederholt sich hier gefühlt alle paar Sätze und irgendwann im Verlauf des Lesens fängt ein immer lauter werdendes Stimmchen in meinem Kopf an zu rufen: Sag doch bitte einmal gleich beim ersten Anlauf, was du eigentlich sagen willst!!

Auch was die Szenerie im Wohnzimmer angeht, habe ich etwas den Überblick verloren. Wer sitzt, hockt, kniet wo und in welche Richtung und auf welcher Höhe? Einmal soll Lou sich setzen, dann kniet sie aber doch irgendwie, dann liegt sie auf dem Bauch, ist aber dann später im Vierfüßler oder oder oder...?

Vielleicht ist heute angesichts der sommerlichen Hitze aber mein Hirn auch in der Kernschmelze und ich habe es schlicht und einfach nicht kapiert. Vier Sternchen gibt es trotzdem.

 

Inhaltlich finde ich es streckenweise beruhigend, dass sich Jule mittlerweile doch etwas mehr um Lou kümmert und für meine Begriffe die meiste Verantwortung für die Situation zeigt. Dennoch staune ich einfach über den Verlauf der Geschichte und darüber, was Lou so zugemutet wird. Es ist einfach alles so viel, so heftig und so schnell und es ist (denke ich zumindest) eine noch so junge Frau. Wenn die alle in dem Tempo und dieser Intensität weitermachen, dann hat Lou in zwei Jahren schon alles gesehen. Irgendwo stand in diesem Teil doch willenlos auf ihrem Körper, oder? Diesen Eindruck hab ich echt. Vielleicht muss sich das bei mir aber auch erst noch manifestieren, dass das alles wirklich genau das ist, was sie will. Sie wirkt einfach nach wie vor an keiner Stelle glücklich auf mich. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mir unter Louisas "Aufgabe" am Anfang irgendwie was Falsches vorgestellt habe...

 

Vielen Dank fürs Lesenlassen!

Grüßchen

Yuria

Zum Thema.

»Louisas Aufgabe (Teil 8)« von millamomud

Meister Y

Autor. Förderer.

25.06.2026 um 15:12 Uhr

geändert: 25.06.2026 um 15:13 Uhr

Der Inhalt dieses Beitrags ist aus Gründen des Jugendschutzes nicht frei einsehbar.

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Zum Thema.

»Ankommen« von Tiro

millamomud

Autor.

25.06.2026 um 11:49 Uhr

Ich finde die Perspektive sehr interessant, nennen wir sie einmal Second Person POV mit stark kommentierendem Erzähler. Sie erzeugt einerseits Immersion, schafft andererseits aber auch eine gewisse Distanz, weil der Erzähler die emotionale Einordnung permanent mitliefert.

 

Dadurch entsteht für mich ein leicht therapeutischer oder meditativer Ton.

 

Insgesamt liest sich der Text durch seinen ruhigen und kontrollierten Grundton angenehm. Auch gefällt mir, dass BDSM hier als Beziehungs- und Vertrauensprozess dargestellt wird und nicht bloß als Aneinanderreihung sexueller Praktiken.

Allerdings hat der Text meines Erachtens auch einige literarische Schwächen.

 

Er interpretiert seine Szenen sehr häufig selbst, etwa durch Formulierungen wie „Nicht Unterordnung, sondern Aufmerksamkeit“, „Genau das macht sie verbindlich“ oder „Wo der Slip war, ist jetzt Offenheit.“ Gerade letzteres zeigt für mich eine Tendenz, alltägliche Vorgänge unnötig zu überhöhen. Ich hätte mir hier mehr Vertrauen in die Wirkung der eigentlichen Szene gewünscht.

 

Das andere Extrem bedient der Text allerdings ebenfalls. Nachdem die Sprache über weite Strecken fast sakral überhöht wirkt, folgen plötzlich Formulierungen wie „süßer, dichter Schleim“, der aus ihr „quillt“, oder dass ihre Lust bis zum Bund ihrer Strümpfe läuft und diesen durchnässt. Das wirkt sprachlich deutlich gröber und teilweise auch anatomisch etwas unplausibel, selbst wenn es nicht völlig unmöglich ist.

 

Etwas störend empfand ich außerdem die Vielzahl abstrakter Begriffe. Wörter wie Präsenz, Klarheit, Ordnung, Offenheit oder Vertrauen tauchen immer wieder auf. Mir hätten an diesen Stellen konkretere Beobachtungen und weniger abstrakte Einordnungen besser gefallen.

 

Mein Fazit:

Der Text ist erzählerisch solide, sprachlich überdurchschnittlich flüssig und psychologisch durchaus interessant. Stilistisch wirkt er auf mich allerdings stellenweise etwas formelhaft, weil er seine Wirkung häufig erklärt, anstatt sie aus den beschriebenen Szenen entstehen zu lassen.

Zum Thema.

»Fünfzehn Kilo zu viel« von Noras Marie

Rote Blume

Förderer.

25.06.2026 um 11:31 Uhr

geändert: 25.06.2026 um 11:32 Uhr

Hallo Noras Marie,  

 

was für eine tolle Geschichte! Ich mag sie sehr. Authentisch und sympathisch wird die Lebensrealität deProtagonistinnenbeschrieben, Berliner WG Leben, Punk, der Corona-Lockdown und nur „die Impf- Schwurbler“, die „frei herumlaufen, “ durften… ( das fand ich so witzig und treffend ausgedrückt, hoffe das ist ok das ich das hier schreibe). 

Dazu das Dilemma der jungen Frau nach gesellschaftlichen Normen zu dick zu sein, Selbstabwertungen bis hin zu Depressionen, und die Befreiung daraus, erfüllte, liebevolle BDSM Beziehungen und die wunderschöne Botschaft das (wahre) Liebe ( zu sich selbst und zu anderen) alles kann. Toll geschrieben, vielen Dank für die Geschichte!

Zum Thema.

»Im Keller« von Campanula

Rote Blume

Förderer.

25.06.2026 um 10:50 Uhr

geändert: 25.06.2026 um 10:56 Uhr

Hallo Campanula,

 

Deine Geschichte, die wunderschön geschrieben ist, mit Worten zaubert, wie hier schon geschrieben wurde, hat auch mich bewegt. Ich verstehe das Ende leider nicht ganz. Ich verstehe nicht, ob sie sich nun völlig fügen möchte, oder ob sie vorhat heimlich aus dem Keller zu fliehen, (weil sie nur ein Ersatz für die verstorbene Frau ist, und so benutzt wird?), weil sie es nicht anders schafft zu gehen.

Der Mann erinnert mich in seiner Art an den Vampir Louis aus Interview mit einem Vampir. Er verachtet sich selbst und trauert über das was er ist, kann dem aber nicht entkommen.

Ich verstehe auch nicht, ob sie auch Gefallen daran findet unterworfen und gequält zu werden, oder ob sie es nur aus „ Liebe“ oder Abhängigkeit zu ihm tut. Weiterhin vermisse ich in den beschriebenen Handlungen im Keller etwas von seiner Fürsorge und Zärtlichkeit ihr gegenüber, die doch vormals ein Teil von ihm war.

All das lässt die Geschichte auf mich eher unwirklich wirken, das passt zu einem Leben mit einer Neigung die als Fluch gesehen, und dennoch sehr konsequent bzw „ hart“ ausgelebt wird. Die Protagonistin wird von ihm als Retterin benutzt, die sie aber nicht sein kann, seine Frau Verbündete der Abgründe. Und gleichzeitig wird die klassische Geschichte von Ausreden erzählt, die Menschen finden um ihre „Affäre“ oder Geliebte bei der Stange zu halten und sich nicht von den Ehepartnern trennen. Ja er wirkt sehr unreif auf mich in seinen Handlungen, und sie abhängig, je länger ich darüber nachdenke.

Erst beim erneuten Lesen habe ich diesen Satz begriffen, das sie ihr nicht das Wasser reichen könne: „Ließe er ihr diese Wahl, dann würde sie betteln. Ihn anflehen, ihr nicht mehr weh zu tun. Aber er ist umsichtig genug, sie jeder Sprache zu berauben. Er hat längst begriffen, dass sie ihr nicht das Wasser reichen kann.“

Das macht die ganze Sache für mich doppelt bitter. Anfangs dachte ich das auch sie Gefallen an Kontrolle, Demütigung und Schmerz finden würde und er ihr zuliebe ihr die Sprache nimmt. Aber zu guter Letzt erscheint es mir eher so, das es ihm nur darum geht seine verstorbene Frau zu ersetzen. Daher gibt es nun auch kaum noch sprachliche Kommunikation zwischen den beiden, weil sie nun eben nicht mehr seine Retterin ist, sondern nun den Platz der Frau eingenommen hat. 

 

Was ist das bei ihr das sie meint ihn so sehr zu lieben, dass sie sich selbst komplett aufgibt? 

Natürlich würde ich ihr und ihm eine andere Form des Miteinanders wünschen.

 

Als Geschichte habe ich diese Zeilen, die bannen und zum Nachdenken anregen gerne gelesen. Gerne hätte ich noch mehr den ganzen Zusammenhang verstehen können. Aber manche Erzählungen hinterlassen ja absichtlich Fragezeichen. 

Vielen Dank dafür.

Zum Thema.

»Wer ist diese Frau?« von Noras Marie

25.06.2026 um 05:08 Uhr

Eine schöne einfühlsame Geschichte.

Zum Thema.

»Fünfzehn Kilo zu viel« von Noras Marie

25.06.2026 um 04:56 Uhr

Einfach schön

Zum Thema.

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