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Die Tage danach

Eine BDSM-Geschichte von Nippelzug.

 

Am Tag danach musste ich früh aufstehen und zur Uni. Ich war müde und fühlte mich schlapp und gerädert. Wie nach einem Zehn-Kilometer-Lauf, der aber nur zum Warmwerden für eine anberaumte SM-Session einer etwas zu ehrgeizigen Masochistin gedient hatte. Kein Wunder, dass ich ausgelaugt war. Ich wurde das Bild meines verschwitzten nackten Körpers nicht los, wie ich an ihm in sitzender Position hinabblickte und staunend die glitzernde Haut zwischen Bauchnabel und Venushügel betrachtete. Ohne einen Zehn-Kilometer-Lauf gemacht zu haben. Sogar die Innenseiten der Oberschenkel sahen von Schweiß befeuchtet aus.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Diedie Nerin

Autorin.

13.06.2024 um 23:24 Uhr

hm, ich bin hin- und hergerissen. die einblicke dieser (tor)tour de force sind spannend, aber lesen sich gleichzeitig wie der analyse einer wissenschaftlichen mitarbeiterin. die heldin scheint immer bei klarem verstand und driftet nie in den wahnsinn der lust, der keine worte mehr kennt. da fehlt mir etwas die seele. und ab- und an wörtliche rede.

 

ps: das wort f…tzchen, das geschätzt 30mal verwendung, findet passt so gar nicht zum ansonsten sehr „akademischen“ stil, wie ich finde. ich kenne auch keine erwachsene frau, die diesen begriff benutzt.

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Devana

Autorin. Korrektorin. Teammitglied.

11.06.2024 um 20:12 Uhr

Hallo Nippelzug,

 

deine Geschichte ist keine, die man mal eben nebenbei lesen kann. So habe ich sie nach dem ersten Anlesen nach kurzer Zeit auf später verschoben.

 

Du hast sehr wort- und sprachgewaltig vordergründig eine Session und die Tage danach beschrieben. Doch das ist im Grunde nur der Rahmen für die wohl ausführlichsten Innenansichten einer Masochistin, die ich je lesen durfte.

 

Ich habe aber ein paar Kritikpunkte. Es ist jedoch Kritik auf sehr hohen Niveau, möchte und muss ich dazu sagen.

Streng genommen ist deine Geschichte keine Geschichte. Die Handlung beschränkt sich auf ein Minimum, die Gedankenwelt strebt hingegen dem Maximum entgegen. Kreide ich vielen anderen Geschichten oft an, dass sie sich nur auf die Handlung reduzieren und kaum auf die Gefühlsebene eingehen, ist bei deiner Geschichte das Gegenteil der Fall. Das ist tendenziell gut, aber bei dir wurde die Tendenz überschritten. Die Waage neigt sich zu sehr auf die eine Seite und macht dadurch die Geschichte sehr schwer lesbar. Zum Ende zieht sie sich ins gefühlt Unendliche und endet letztendlich im Nichts.

 

Dabei kannst du wahnsinnig gut schreiben. Einige deiner Formulierungen haben mich weggerissen. Anerkennung von meiner Seite auch, dass du dich glaubhaft auf die weibliche Seite begeben hast. Deine Geschichte passt wunderbar auf die Schattenzeilen und ich freue mich, dass du sie hier veröffentlicht hast.

 

Ich würde mich sehr über eine Geschichte von dir freuen, in der sich Handlung und Innenwelt die Waage halten.

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Meister Y

Autor. Förderer.

09.06.2024 um 16:18 Uhr

Hallo Nippelzug,

ich muss gestehen, dass ich beim Lesen recht schnell an dem Punkt war, an dem ich eigentlich aufhören wollte. Eine Sessionbeschreibung, noch dazu eine wirklich harte, ist nicht wirklich das, was mich inspiriert oder abholt.

Dann kam aber der Punkt, an dem die Innenansichten der Masochistin überwiegten, ich miterleben durfte, wie ihre Gedanken um alles was passierte und in Zukunft passieren könnte kreisten. Das war der Moment, an dem für mich klar war, dass es sich lohnen könnte, zu Ende zu lesen. Es hat sich gelohnt, weil Du zeigst, wie tief sich das Erlebte, selbst in einer Spielbeziehung, in das innerste Ich brennt, wie es nachwirkt, verarbeitet wird. Wie der Moment kommt, an dem das Verlangen wieder steigt, die Bereitschaft sich hinzugeben, ja sich auszuliefern, überwiegt. Zweifel weggewischt werden, sie beginnt, sich im Kopf selbst die Szenarien, die sie eigentlich nicht will, schön zu reden.

 

Danke für Innenansichten, die mich nicht so schnell loslassen werden. Danke für Denkanstösse und ein Stück BDSM, das nicht meine, doch wohl aber ihre Welt ist!

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09.06.2024 um 12:30 Uhr

Das was Du beschreibst, ist ein Spiel, eine Session, die deutlich über die Grenzen hinausgeht. Das Problem, dass ich hier sehe, ist die Frage, ob auch dann noch die Behandlung - oder vielleicht doch Folter - eines Spielpartners erlaubt ist, wenn dieser aus Ehrgeiz durchhält. Diese Frage finde ich spannend.

 

Die genaue Sessionbeschreibung liest sich gut runter ohne Stolperstellen, hat mich aber eher erschreckt oder gelangweilt. Erschreckt - weil es zu hart war, gelangweilt - weil ich weder Genaues sehen, noch lesen will. Das sagt also nichts über den Text aus.

 

Genauso bedenkenswert ist, wie Du aufzeigst, wie tief eine Spielbeziehung in den Alltag hineinreichen kann und wie sehr sie einen beschäftigen kann. Es stecken viele genaue Beobachtungen darin.

 

Danke für einen spannenden Text.

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