Ein verabredeter Tag beginnt harmlos: Shopping, ein gemeinsamer Nachmittag, leichte Stimmung. Doch als die Tür aufgeht, steht sie da - selbstbewusst, unverhüllt, in schwarzem Latex und Netz, bereit, eine andere Ordnung zu eröffnen.
Ich stehe unten im Treppenhaus, ziehe die Jacke zurecht und höre meine Schritte auf dem Stein widerhallen. Du hast geschrieben, ich soll dich abholen. Shopping, gemeinsam, ein leichter Plan für einen Tag, der sich offen anfühlt. Als ich die Stufen hochgehe, wird es stiller. Vor deiner Tür bleibe ich stehen, atme einmal durch und hebe die Hand.
Du öffnest.
Für einen Moment vergesse ich, was ich sagen wollte. Dein Blick ist ruhig, fast spielerisch, als wüsstest du genau, was du tust. Was bei dir sonst nur anklingt, dieses dunkle Versprechen, ist heute ganz da. Schwarze, blickdichte Strümpfe an deinen Beinen, der Latexslip glänzt wie eine klare Entscheidung, knapp und ohne Entschuldigung. Der Netz-BH zeigt mehr, als er verbirgt, und du liebst ihn so, das sieht man. Nichts daran ist zufällig. Alles daran ist du.
Ich blinzle, lächle ein wenig schief und trete näher. »Hey«, sage ich, vielleicht einen Hauch zu nüchtern für das, was vor mir steht. Ich küsse dich auf die Wange, kurz, vertraut. In mir sortiert sich etwas. Deine Freizügigkeit kenne ich, sie überrascht mich nicht wirklich. Ich denke, du machst dich bestimmt noch fertig, ziehst noch etwas darüber, nimmst dir Zeit. So ist es sonst auch.
Doch während ich noch diesen Gedanken zu Ende denke, stehst du da, völlig entspannt, als wäre genau das dein fertiger Zustand. Dein Blick bleibt an meinem hängen, offen, ohne Erklärung. Ich spüre, wie mir warm wird, nicht peinlich, eher aufmerksam. Ich sehe dich. Ich sehe, wie sehr du das heute zelebrierst, nicht für mich allein, sondern für dich.
»Bist du bereit?«, frage ich schließlich, und meine Stimme klingt ruhiger, als ich mich fühle. In meinem Kopf verschiebt sich der Tag. Shopping, ja. Gemeinsam, ganz sicher. Aber ich ahne, dass es weniger um Läden geht und mehr um dieses stille Einverständnis zwischen uns, dass du dich zeigst, wie du gesehen werden willst, und ich gehe neben dir, ohne dich zu bremsen, ohne dich zu erklären.
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