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Nur um zu sehen

Sie wollten nur ein Experiment: Sex ohne Liebe, intensiv, frei und furchtlos. Doch was als Arrangement unter Erwachsenen beginnt, wird zu einem gefährlichen Spiel.

Eine BDSM-Geschichte von Harrach.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Ambiente

Autorin. Förderer.

03.08.2026 um 22:11 Uhr

Hallo Harrach,

 

erst einmal einen herzlichen Gruß an "die Person" die Dich zu den Schattenzeilen gebracht hat.

 

Ich habe heute Nachmittag Deine Geschichte gelesen. Ich finde Deinen Schreibstil hervorragend.

 

Zu der Geschichte selbst kann ich nur schreiben, dass auch ich die Unterteilung in die drei Bereiche empfunden habe.

 

Was mir aufgefallen ist:

 

War "Er" aus dem ersten Teil, der Starke, der Führende war, so verblasste er mehr und mehr um dann am Schluss mit einem Paukenschlag die Protagonistin aus de Ringe nahm. Stark - aber abrupt.

 

Auch wenn ich erst geschimpft und gewettert habe: Das kann der Schreiberling  doch nicht machen....

nein, es war ganz und gar richtig so, denn wohin hätte es sonst führen sollen?

 

Ich danke für diese Geschichte und würde mich freuen, ml wieder etwas von Dir zu lesen.

 

wir lesen uns

Ambi

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02.08.2026 um 23:43 Uhr

Gefällt mir!

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27.01.2026 um 05:18 Uhr

Uff. Überraschendes Ende einer langen und intensiven Geschichte. Einer guten Geschichte!

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19.01.2026 um 02:43 Uhr

An sich ganz gut geschrieben. 

Allerdings ist das überhaupt nicht meins.

Inhaltlich ist das,für meinen Geschmack ziemlich harter Tobak. 

Aber davon lebt die Geschichte ja...

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poet

Autor. Förderer.

23.12.2025 um 22:55 Uhr

Sorry, nichts für mich. Nach langwieriger Einführung durch den auktorialen Erzähler kriegt die Story langsam Fahrt, bricht ab, beginnt erneut. Das sind allerdings nur formale Kriterien. Der Inhalt der Geschichte ist eine sich steigernde Beschreibung von Praktiken, die nicht mein Geschmack sind, da sie jegliche menschliche Emotionalität vermissen lassen. Aber zugegeben, de gustibus ...

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Harrach

Autor.

06.12.2025 um 09:55 Uhr

geändert: 06.12.2025 um 10:04 Uhr

Liebe Yuria,

 

danke für dein sehr interessantes Feedback. Und gleich vorweg, in den allermeisten Punkten gebe ich dir vollinhaltlich recht.

 

Die Auflösung der verschiedenen Kritikpunkte ist allerdings sehr unkompliziert. Die Geschichte war tatsächlich mein erster Versuch, überhaupt etwas zu schreiben. Ich hatte zwar zuvor schon einen anderen Text begonnen, aber das war lediglich eine Zusammenfassung kurzer Episoden, die ich einer bestimmten Person als eine Art ungewöhnlicher Liebesbriefe geschrieben habe. Für die Zeiten zwischen zwei Treffen, wenn du verstehst.

 

Diese Person hat mich dann ermutigt, einmal zu versuchen, ein gemeinsames Treffen niederzuschreiben. Und daraus entstand der Text aus dem Café und dem Restaurant, abzüglich Victor. Das war vorerst die ganze und wahre Geschichte. Damit erklärt sich auch das Spiel mit den Pronomen, denn die beiden einzigen Leser wussten genau, wer gemeint war.

 

Ich habe das völlig vorhersehbare Ende, also die Szene nach dem Restaurant, gar nicht mehr geschrieben, weil der weitere Verlauf bereits so eindeutig angedeutet war, dass es kaum noch spannend gewesen wäre, ihn auszuerzählen. (Für die, die dabei waren, natürlich noch weniger.)

 

Dieselbe Person hat dann übrigens die Schattenzeilen entdeckt und mich sanft überzeugt, dass der Text vielleicht auch für andere lesenswert sein könnte. Dass das Korrektorat diese Einschätzung bestätigt hat, hat mich, ehrlich gesagt, ein wenig überrascht (die vorerwähnte Zusammenfassung wurde übrigens sofort abgelehnt).

 

Was die restliche Geschichte betrifft, lässt sich das in einer Kurzfassung erzählen. Es war ein Experiment.

 

Tja, dann nochmals meinen herzlichen Dank für Deine Meinung und ich hoffe, meine Antwort klärt einige Punkte.

 

Liebe Grüße aus Wien!

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Yuria

Autorin. Förderer.

04.12.2025 um 19:06 Uhr

Lieber Harrach,

 

mit diesem bzw. deinem ersten hier veröffentlichten Text hast du gleich eine ordentliche Duftmarke gesetzt. Der Stil gefiel mir bereits nach dem Lesen der ersten Absätze, feine Formulierungen und auf den Punkt geschrieben. Da brauche ich auch gar nicht viel zu sagen, allein das ist mir in diesem Fall mit gutem Gewissen die volle Sternchenreihe wert.

 

Inhaltlich musste ich das Ganze erst mal einen Moment sacken lassen, was für mich eigentlich grundsätzlich für eine Geschichte und deren Intensität spricht. Bei einigen Aspekten bin ich mir allerdings noch immer nicht ganz sicher, wie ich sie finden soll. Ich hoffe, ich kann/darf hier ein paar davon formulieren, ohne dass es zu ausschweifend wird.

 

Zum einen erkannte ich hier deutlich den Stolperstein der anonymen Figuren. Einerseits ist es reizvoll, den Protagonisten keine Namen zu geben. Es vermittelt ein Gefühl davon, dass es sich um niemanden und jeden handeln könnte, man steigt automatisch mehr auf das ein, was sie sagen, oder wie sie handeln. Andererseits fängt es an, holprig zu werden, wenn mehrere Figuren dazu kommen. „Sie“ war hier nicht das Problem, von ihr gab es ja nur die eine. Aber irgendwann waren es auf einmal so viele „Er’s“, dass ich stellenweise nochmal nachlesen musste, um auch sicher sein zu können, dass ich den richtigen „Er“ im Kopf habe. Wenn man dann einzelne Er’s immer mehr umschreiben muss mit der richtige Mann, der andere Mann, der Mann ihr gegenüber, der Mann an ihrer Seite usw. wirkt es auf mich irgendwann unnötig gestelzt.

 

Ein weiterer Punkt, mit dem ich noch ein bisschen kämpfe, ist diese Aufspaltung in drei Teile bzw. drei Szenen, die du gewählt hast. Unabhängig davon, dass sie gut geschrieben sind, fällt für mich vor allem der erste Restaurant-Teil etwas aus der Reihe. Die Protagonisten werden vorgestellt, man lernt sie gut kennen, kann in ihre Dynamik einsteigen. Vermutet zunächst ein aufkommendes Beziehungsdrama hinsichtlich der eigentlichen Partner. Können die beiden sich widerstehen, ist das ihr letztes Treffen, ja oder nein und so weiter und so fort. Es mag natürlich durchaus sein, dass es beabsichtigt war, den Leser erst mal auf eine falsche Fährte zu locken. Ich empfand den Bruch aber dann doch recht heftig, dass ab dem Punkt, an dem die Sprache auf die Erfüllung der Fantasien kam, eigentlich kein vorangegangenes Thema mehr relevant war. Fortan drehte sich alles nur noch darum. Letzten Endes frage ich mich, ob der Restaurant-Teil in dieser Form eigentlich zum Glücklichsein notwendig war oder ob er nicht sogar Potential für eine eigene Geschichte gehabt hätte.

 

Abschließend kurz zum letzten Teil: dafür, dass bis dahin alles sehr ernst, zwischendurch fast ein bisschen gefährlich rüberkam, hatten Victor (der kurioserweise als einziger zum Schluss noch einen Namen bekommen hat) und seine wilde Idee und das darauffolgende erstarrte Schweigen fast etwas Komödiantisches an sich, was ich irgendwie so abrupt nicht recht einordnen konnte. So richtig werde ich das Gefühl nicht los, dass das Ende der vorausgegangenen Geschichte nicht ganz gerecht wird.

 

Aber wie so oft: nur mein rein persönliches Empfinden ohne jegliche allgemeine Gültigkeit. Sehr viel Meckern auf hohem Niveau, aber ich finde immer, so ein langer Text, in dem mutmaßlich viel Arbeit steckt, verdient auch ein ausführliches Feedback…

 

Freue mich immer über neuen Lesestoff. Danke fürs Lesenlassen!

 

Grüßchen

Yuria

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Sesemie

Autorin. Förderer.

04.12.2025 um 01:53 Uhr

Ich bin ehrlich sprachlos. 

Du wechselst zwischen sachlicher Text - Schreibweise, gefühlvollen Dialogen, und Andeutungen, die mit nur wenigen Worten einen Kopfkinofilm in Überlänge auslösen hin und her, dass es ein Traum ist. 

Die Charaktere sind gut durchdacht und lassen trotzdem so viel offen, dass wahrscheinlich genug Luft für die ergänzende Phantasie der Leserschaft bleibt und enthalten trotzdem keine offenen Fragen. Die Protagonistin ist eine Frau mittleren Alters, die wohl gerade merkt, dass ihr Lebenswandel noch Wünsche offen lässt und sie handeln muss, bevor es für sie zu spät ist. Können viele wohl nachvollziehen, denke ich. Ihr Partner ist anfangs recht deutlich, wird zwischendurch zum Statisten, indem er zulässt und ihren Traum unterstützt, tritt dann aber in den Vordergrund und bleibt der Figur in der Restaurant - Szene treu. Gleichzeitig machen die Figuren eine Entwicklung durch. Die Spannung bleibt gleichmäßig erhalten und löst sich durch dieses NoGo so abrupt auf, dass man den Bogen richtig zerspringen hört. Ich bin fasziniert und hingerissen, danke!

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04.12.2025 um 00:10 Uhr

Die Geschichte ist eine der besten, die hier zu finden Ist. Klar, ruhig und präzise geschrieben. Und genau deshalb trifft sie ins Mark.

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Jacek Rogala

Gelöscht.

01.12.2025 um 00:27 Uhr

geändert: 01.12.2025 um 00:30 Uhr

Hallo Harrach,

Dein Text ist in erschreckender Sachlichkeit geschrieben und gerade deshalb gut.

Eigentlich mag ich eher einen sinnlichen Stil mit griffigen Metaphern, aber ein solcher Stil hätte angesichts der Härte, die hier mitschwingt, vermutlich nicht funktioniert. Erinnert mich vom Stil her so ein bißchen an eine Novel Noir, in der Art wie Raymond Chandler sie geschrieben hat.

Inhaltlich ist das - für meinen Geschmack - ziemlich starker Tobak. Aber davon lebt die Geschichte ja.

 

Viele Grüße

Jacek

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