Deine Nachricht verfehlt ihre Wirkung nicht. Mein Meeting war gerade erst zu Ende. Ich konnte auf ganzer Linie überzeugen, schlagartig wird das nebensächlich. Neugier durchflutet meinen Körper. Was hast du vor? Was hast du mit mir vor? Ich liebe es, wenn du aus dem Nichts heraus über mich verfügst. Aber hattest du nicht gesagt, du wolltest heute Abend etwas mit deinen Freunden unternehmen? Egal, ich kann es nicht erwarten, dir zu dienen. Meinen Erfolg kann ich auch später noch genießen.
Eigentlich ist es ja deiner. Du bist es, der an mich glaubt, und der mich an mich glauben lässt. Niemals wäre ich früher so aufgetreten. Niemals wäre ich so für mein Projekt eingestanden. Aber seit ich dir gehöre, bin ich eine andere, und das müssen auch die Kollegen schmerzhaft erfahren. Eilig nehme ich meine Tasche, und während ich auf den Fahrstuhl zur Tiefgarage warte, antworte ich dir.
»Sehr gerne, mein Meister. Gib mir eine Stunde. Ich fahre kurz nach Hause, dusche, und komme dann zu dir.«
Die Fahrstuhltür öffnet sich, zeitgleich kommt deine Antwort.
»Nein. Ich will dich jetzt. Sofort.«
Sofort? Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung. Ich betrachte mich im Spiegel, sehe meine geröteten Wangen und genieße das beginnende Kribbeln im Unterleib. Kurz überlege ich, dir ein Foto zu machen, eines von dem ich weiß, dass es dir gefällt, da kündigt die Fahrstuhlglocke einen Halt an. Erst jetzt bemerke ich, dass ich gar nicht nach unten gefahren bin. Zu allem Überfluss steigt jetzt Lars, der Leiter der Produktentwicklung ein und beginnt mit einem seiner unendlichen Monologe darüber, was für ein toller Kerl er doch ist. Also kein Foto. Nur eine Nachricht.
»Ja, mein Meister. Ich eile.«
Der Fahrstuhl fährt in Zeitlupe nach unten. Noch elf Stockwerke. Lars redet ohne Unterbrechung, ich frage mich, wie das geht, und nicke ab und zu. Endlich öffnet sich die Tür. Ich verabschiede mich und gehe, so schnell wie meine hohen Absätze es zulassen, zu meinem Wagen.
Sofort? Schaust du auf die Uhr? Willst du mich testen? Was, wenn ich zu lange brauche? Hast du dir schon eine Strafe zurechtgelegt? Zählst du die Minuten, um sie mich später spüren zu lassen? Erregung durchflutet meinen Körper. Die Verlockung ist groß, mir Zeit zu lassen. Zeit, die mich später an meine Grenzen bringen wird …
Ich drücke aufs Gaspedal. Sofort heißt sofort. Ich schaffe es einfach nicht, mich dir zu widersetzen, selbst wenn ich mir manchmal wünsche, es zu können.
Der Straßenverkehr bestärkt mich in meinem Entschluss. Es ist ungewöhnlich leer, und auch Ampeln stellen sich mir nicht in den Weg. In Rekordzeit erreiche ich deine Straße und parke vor dem Haus. Auf dem Weg zum Eingang löse ich meinen Zopf, sodass mein Haar in Locken über meine Schultern fällt.
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Liebe Leo Me, das berührt mich. In letzter Zeit habe ich viel über Grenzen nachgedacht und finde die Entwicklung Deiner Protagonistin sehr spannend. Zu Beginn ist sie sich in allem unsicher und schwankt (ob sie ihren Erfolg feiern soll oder nicht, sich beeilen oder nicht, die Person auf dem Sofa ansehen oder nicht) und am Ende weiß sie ganz genau, was sie möchte. Das verleiht der Person auf dem Sofa auch Sicherheit und stärkt damit beide. Du schreibst sehr flüssig und das ist ein Genuss!
21.02.2026 um 01:02 Uhr
Ha! Erste
Liebe Leo Me, das berührt mich. In letzter Zeit habe ich viel über Grenzen nachgedacht und finde die Entwicklung Deiner Protagonistin sehr spannend. Zu Beginn ist sie sich in allem unsicher und schwankt (ob sie ihren Erfolg feiern soll oder nicht, sich beeilen oder nicht, die Person auf dem Sofa ansehen oder nicht) und am Ende weiß sie ganz genau, was sie möchte. Das verleiht der Person auf dem Sofa auch Sicherheit und stärkt damit beide. Du schreibst sehr flüssig und das ist ein Genuss!
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