Profil erstellen Login

Social Bondage: Textnummer 2146 | Facebook | Twitter

Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Sizilia Luber erfolgen! Mehr dazu ...

Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Vorheriger Teil: Die Geschichte vom Zauberhandschuh.

Wasser und Brot

Eine BDSM-Geschichte von Sizilia Luber

»Ich muss sagen, dass mich dieser Zauberhandschuh beeindruckt hat. Welch wunderbare Idee!« Ambiente lehnt sich zurück. »Ich schlage vor, dass nicht nur eine Auswertung der Stärken und Schwächen des Geräts möglich ist, sondern ebenso eine Auswertung - vor allem der Schwächen - des jeweiligen Probanden.«

Gregor lächelt. »Wie gesagt, mit Technologie lassen sich Wünsche erfüllen.«

»Nicht nur mit Technologie«, wirft Sizilia ein. »Es gibt so viele Träume, die durch kleine Gesten wahr werden können.« Sie lehnt sich zurück. »Das haben wir doch in manchen Geschichten, die heute Nacht erzählt wurden, gehört.«

Um den Dachgiebel faucht ein Windstoß, das Feuer im Kamin flackert. Das wirkt fast wie ein Zeichen erwachenden Lebens draußen. Und tatsächlich, das Schwarz hinter der Fensterscheibe gibt die Konturen von Baumwipfeln frei.

»Ich will es euch beweisen, bevor die Nacht zuende geht«, fährt Sizilia unbeeindruckt fort. »Der Protagonist meiner Geschichte heißt Mark, und er persönlich erzählt euch von ...«

 

 

 

Wasser und Brot

 

Ich, Mark, war enttäuscht. Bitter enttäuscht. Das Gefühl breitete sich von meinem Magen langsam nach oben zu meinem Hals aus, der sich anspannte, sodass ich glaubte, keine Luft mehr zu bekommen. Ich starrte die Frau vor mir an, die meine Domina werden sollte. Dunkle, fast schwarze Haare umrahmten ihr Gesicht, das sie dezent geschminkt hatte. Sie trug ein knielanges Kleid in A-Form, das ihre Rundungen betonte und sich eng an ihren Körper schmiegte. Doch ihre Kleidung konnte nicht verbergen, wie jung sie aussah. Ich war Mitte dreißig und sie hatte in ihrem Profil angegeben, fünf Jahre jünger zu sein. Allerdings sah sie nicht aus wie dreißig, sondern wie zwanzig.

Da kann ich mich auch auf dem lokalen Abiball umsehen, dachte ich.

»Guten Tag, Mark.« Ihre Stimme klang genauso angenehm wie am Telefon; sie war warm, aber mit einem dunklen Timbre, das mich sofort in den Bann geschlagen hatte. Ich starrte sie einen langen Augenblick an und überlegte, was ich tun sollte. Es wäre unhöflich, wortlos aufzustehen und zu gehen, aber momentan fühlte ich mich zu kaum mehr in der Lage. Meine Zunge klebte an meinem Gaumen fest und ich bekam kein Wort heraus. So ging es mir immer, wenn ich wütend oder enttäuscht war, meine Hoffnungen kühn und hoch gewesen und gnadenlos in sich zusammengefallen waren. Als sie die Stirn runzelte, rang ich mich zu einem Nicken durch.

Sie lächelte, hängte ihre Handtasche über die Stuhllehne und setzte sich mir gegenüber. »Hattest du eine gute Fahrt?«, wollte sie in einem freundlichen Tonfall wissen.

Wir hatten entschieden, uns auf halber Wegstrecke in diesem Café-Restaurant zu treffen. Ich hatte fünfzig Kilometer geradeaus über die Autobahn fahren können und da ich nicht einmal auf die Bremse treten musste, war es eine entspannte Fahrt gewesen. Wieder nickte ich, woraufhin sie mich einige Sekunden prüfend betrachtete. Ich spürte ihren Blick mehr, als ich ihn sah, denn ich wich ihrer Musterung aus und begutachtete die Dekoration auf dem Tisch vor mir.

»Wie geht es dir?«, fragte sie und mein Blick schnellte nach oben. Das war keine Frage, die man mit einer Kopfbewegung beantworten konnte.

»Du bist zu jung, Soraya.« Meine Stimme klang heiser und anklagend und ich biss mir auf die Zunge. Das hatte ich nicht sagen wollen und ich rechnete mit einer unfreundlichen Erwiderung, doch ich wurde überrascht. Sie begann herzhaft zu lachen.

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde dich in deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Melde dich bitte vor dem Lesen am System an. Wenn du noch nicht Teil unserer BDSM-Community bist, kannst du kostenlos beitreten oder dir zunächst deine Vorteile ansehen.

Du möchtest nicht beitreten? Dann stehen dir die öffentlich lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn du sie voll einsehen kannst.

Wenn du keine Meinung zu dieser Veröffentlichung hast, finden wir das ausgesprochen schade. Du entziehst den Autorinnen und Autoren damit Dankeschön und Feedback - sowie möglicherweise auch die Lust am weiteren Schreiben. Wenn du das in Kauf nimmst, kannst du die Veröffentlichung trotzdem unbewertet als gelesen markieren.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

01.02.2023 um 13:54 Uhr

Diese Geschichte ist wunderbar geschrieben und macht Lust auf mehr! Freue mich schon den folgenden Teil zu lesen!

Robert S

Autor.

23.01.2023 um 15:44 Uhr

Es geht doch. Die beiden machen sich klar. Wobei die dominante Frau bei seinem Verhalten auf mich wohlwollend, tolerant, sanft erzieherisch wirkt. Neigungsbedingt wünsche ich mir, dass sie zukünftig die Schrauben anzieht. Aber vielleicht steckt auch hinter ihrer freundlichen Art ein ganz besonderes dominantes System. Ich muss das durchdenken. Gern gelesen.

Treue Tomate

Förderer.

19.01.2023 um 07:52 Uhr

Ich kann mich Christina nur anschließen, als Leser möchte man auch gern in eine spätere Episode zwischen Herrin Soraya und Mark eintauchen...

Die Geschichte ist sehr ansprechend geschrieben auch in Bezug auf Wortwahl, Textfluß, Grammatik.

16.01.2023 um 22:51 Uhr

Die kleinen Dinge sind entscheidend, nicht die großen. Doch wer schaut heutzutage schon noch richtig hin? Die Wenigsten. Vorschnelle Urteile sind der Normalfall. Ich beobachte gern. Ein Hobby, wenn man so will. Aber vor allem auch Erfahrungen, die mein Leben bestimmten. In diesem kleinen unscheinbaren Text steckt viel mehr als in manchem Roman, mit dem man ganze Büffelherden erschlagen könnte.

15.01.2023 um 23:00 Uhr

Wow gut geschrieben

14.01.2023 um 22:57 Uhr

Ich bin neu und dies ist die erste Geschichte, die ich zu lesen bekam.

Ganz kurz habe ich zum Vergleich einen Blick in Geschichten aus dem Zufallsgenerator geworfen.

Und ich muss sagen: " Jaaaa - absolut mein Geschmack, pure Weiblichkeit

Gern hätte ich den beiden noch weiter gelauscht.

14.01.2023 um 14:49 Uhr

Diese Geschichte ist sehr gut geschrieben. Beim Lesen hat sichauch bei mir etwas geregt.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 
 

Alle veröffentlichten Teile dieses Textes

Damit hatte niemand gerechnet

Ein besonderes Treffen sollte es werden, mit befreundeten Autorinnen und Autoren. Ein wenig Entspannung und Ablenkung kurz vor dem Weihnachtsfest. Nach einem ganzen Jahr Schreibkram. Mit dem, was dann geschah, hatte niemand gerechnet.

noch nicht bewertet

Urlaub in den Bergen

Susanne und Ben fahren in den Urlaub. Er ist Sub, sie dominant, aber er wirkt zu provokant, zu abgehoben. Susanne plant eine besondere Lektion, um ihn wieder auf den Boden zu führen. Und die hat es in sich.

noch nicht bewertet

Die Erewan-Ritter

Die Erewan-Ritter lebten auf einer Insel im Nordmeer. Ihre Paläste funkelten in goldenem Glanze. Ihre Frauen dagegen hatten Mühe. Mit Schmuck behängt zog es sie nach unten. Sie liebten Strenge, sehnten sich nach Gegensatz. Anstelle goldener Ketten wünschten sie feste, geflochtene Seile.

noch nicht bewertet

Schnee, Schnee, Schnee

Wenn es seit Tagen schneit, versinkt das Gebirge im Schnee. Straßen werden unpassierbar und es wird schwer, abgelegene Orte zu erreichen. Verspricht man, Schnee zu schippen, und vergisst es dann wegen anderer Dinge, ist Ärger vorprogrammiert.

noch nicht bewertet

Liebeserklärung

Ich habe eben aus den Augenwinkeln die Plejaden gesehen. Rollt nicht mit den Augen! Der Winterhimmel legt es offen. Weil er mich an jemanden erinnert, die mir sehr, sehr wichtig ist. Wichtiger als alle Liebschaften, die ich in meinem Leben hatte.

noch nicht bewertet

Escort

Anja war ein halbes Jahr für eine Escort-Agentur tätig. Theater, Essengehen, Repräsentieren meist. Was dann folgte, ging auf eigene Rechnung. Meistens geschah gar nichts. Aber einmal auch etwas, mit dem sie nicht gerechnet hatte.

noch nicht bewertet

Einladung zum Abendessen

Lars ist zum Abendessen eingeladen. Bei Lisa. Die jedoch ganz andere Pläne hegt als lediglich ein harmloses Essen zu zweit. Lars merkt das recht schnell, aber da ist es schon zu spät.

noch nicht bewertet

Erinnerungen

Die größte Verwandlung hatte unser Bekannter vollzogen. Er hatte sich umgezogen. Trug eine schwarze Hose und ein schwarzes Hemd. Ein Dominus durch und durch. Wahnsinn, dachte ich. Und ahnte nicht, was wir gleich zu sehen bekamen.

noch nicht bewertet

Offline

Er nimmt sich nicht nur Urlaub, sondern eine Auszeit von der digitalen Welt. Landet dann während seiner Wanderung auf einem Hof, welcher einer dominanten Frau gehört. Am Ende muss er sich entscheiden, ob er in sein altes Leben zurück möchte oder einen Neuanfang riskiert.

noch nicht bewertet

Unterwegs

Wenn ich bei Madame Lara war, haben wir uns manchmal unterhalten. Auch darüber, dass einige Leute reich geboren werden. Andere Menschen sind klug, machen Ausbildung oder Studium und kommen damit über die Runden. Und dann gibt es noch Leute mit besonderen Talenten. Madame Lara war so eine und ich habe mich damals gefragt, warum die es geschafft hat im Leben und ich nicht.

noch nicht bewertet

Wenn Pferde sprechen könnten, würden sie schweigen

Über die Initiation einer Tochter durch ihren Vater, in einer Kultur, in der Mädchen eigentlich keinen Stellenwert haben. Pferde aber schon. In dieser Geschichte sind sie die Gesprächigsten untereinander.

noch nicht bewertet

Die Geschichte vom Zauberhandschuh

Madame Sadoria gelang ein großer Wurf mit einem noch nie dagewesenen Projekterfolg auf dem Gebiet des Sadomasochismus. Ihrem ambitionierten Team aus Wissenschaftlern, IT-Spezialisten, Mechanikern und Psychologen gelang es, einen Zauberhandschuh für masochistische Damen und Herren zu entwickeln, der alle Wünsche, auch außergewöhnliche, eines jeden Kunden und jeder Kundin befriedigend erfüllen konnte.

noch nicht bewertet

Wasser und Brot

Mark trifft zum ersten Mal auf seine Domina und ist enttäuscht. Sie ist viel zu jung, glaubt er. Doch sie überzeugt ihn mit Wasser und Brot, dass es darauf nicht ankommt - und dass der Schein manchmal trügt.

Damit hatte wirklich niemand gerechnet

Manchmal sollten Wunder auch einfach das sein können, was sie sind, eben wundersam. Lässt sich denn in Geschichten immer alles erklären? Geschehen nicht auch dort immer wieder kleine Wunder? Wenn das nicht so wäre, sollten wir aufhören, zu erzählen. Dann gäbe es keine Geschichten mehr, keine Bücher, keine Bibliotheken.

noch nicht bewertet