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Social Bondage: Textnummer 1944 | Facebook | Twitter

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Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Vorheriger Teil: Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 2). Dies ist der letzte bislang veröffentlichte Teil.

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 3)

Eine Bondage-Geschichte von Tek Wolf.

Bebend, schwitzend, keuchend hockte ich nun da, unendlich fest eingeschnürt und zu keiner Regung mehr fähig. Ich konnte dieser Enge und den grausam schönen Sinneseindrücken ebenso wenig entrinnen wie den aufgepeitschten Emotionen in meinem Inneren. Ich war auf mich selbst zurückgeworfen, rettungslos und vollständig.

Noch einmal schluckte ich schwer, um den Mut für das Unvermeidliche aufzubringen. Dann schloss ich die Augen und übergab mich dem tosenden Gefühlschaos meiner Seele. Seine wilde Intensität verwirrte und ängstigte mich zutiefst. Instinktiv versuchte ich, dem zu begegnen, wie ich es immer tat, wenn etwas Unfassbares auf mich eindrang. Ich bemühte mich, das große Unbekannte zu ordnen und erfassen, um rational mit der Situation umzugehen, so wie es mir vernünftig erschien. Doch hier, das musste ich schnell feststellen, war dieses Vorgehen vergebens.

Die Elementarteilchen meines Selbst wirbelten viel zu aufgeregt umher, als dass ich in der Lage gewesen wäre, meine Verfassung auch nur ansatzweise zu verstehen, geschweige denn in den Griff zu bekommen. Es war mir nicht einmal möglich, zu bestimmen, ob sich dieser Zustand unerträglich anfühlte und damit Panik die folgerichtige Reaktion war, oder es sich, im Gegenteil, um die Erfüllung meiner heftigsten und feuchtesten Masochistenträume handelte.

In meiner Not griff ich nach dem ersten, was mir in den Sinn kam. So fielen mir alte Erinnerungen in die Hände, die teils derartig oft beschworen worden waren, dass sie schon abgenutzt wirkten. Sie führten mich zurück, an den Ort, an dem alles begann.

Als Kind hatte ich mir sehnsüchtigst gewünscht, umarmt und festgehalten zu werden. Doch vergebens, Kuscheln wurde mir stets verwehrt. Dabei verlangte es mich so sehr danach, von einem warmen, weichen Körper mit aller Kraft umfangen zu werden. Ich wollte mich am liebsten gar nicht mehr bewegen können, sondern einfach nur der liebevollen menschlichen Fessel ausliefern.

Warum durfte mir das nicht vergönnt sein? Ich war ein so bemühtes Kind gewesen, allen zu gefallen zu sein. Haftete mir etwa eine grundsätzliche Schlechtigkeit an, die ich nicht mit Fleiß und gutem Benehmen wettmachen konnte? Ich fand keinen anderen Grund, warum mich niemand liebkosen oder zumindest ein wenig streicheln wollte.

Mit diesem schmerzhaften Defizit wuchs ich heran und da mir auch weiterhin körperliche Nähe versagt blieb, begann meine Phantasie, um sich zu greifen und nach Auswegen zu suchen. Ich fand sie in einer rätselhaften, aber nichtsdestotrotz starken Faszination für Gefangennahmen. Mit großem Eifer begann ich, jeden Fernsehfilm, jede Comicgeschichte und jedes Buch, in dem es auch nur ansatzweise um den strammen Griff von Leder, Stahl oder Hanf ging, zu studieren. Egal, ob im Krimi ein Entführungsopfer mit Knebel und Seilen ruhiggestellt wurde, eine Squaw an den Marterpfahl gebunden war oder ein Burgfräulein von Schurken in Ketten gelegt wurde, ich beäugte es mit glänzenden Augen.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

23.05.2019 um 07:54 Uhr

Hallo Tek Wolf,

vielen Dank für diesen wundervollen dritten Teil der Geschichte. Meisterlich beschreibst Du darin die Gefühlswelt der Henrietta, ihren innerlichen Kampf, aber auch die schrecklichen und herrlichen Gefühle, die in ihrem Inneren toben. Und auch Lilith, die Herrin wird in Deiner Geschichte lebendig, so gut beschreibst Du ihre Aktionen und ihre Gefühle, auch von "außen".

Deine Geschichte handelt von BDSM, wie es sein sollte: Zwei Menschen schenken einander ihre Lust, spornen einander durch ihre Reaktionen und Gefühle an, haben die Lust von einander in der Hand.

Deine Geschichte könnte ich mir sehr gut als Auftakt zu einem sehr guten Buch vorstellen, in dem die weitere Entwicklung von Lilith und Henrietta erzählt wird. Die Beiden werden bestimmt noch viele lustvolle Stunden miteinander verbringen.

Und ich finde, Deine Geschichte ist eine sehr gute Inspiration für interessierte Menschen, die wissen wollen, was BDSM ausmacht.

Liebe Grüße

von Spätzle

17.05.2019 um 05:45 Uhr

geändert am 17.05.2019 um 05:48 Uhr

Der Autor begründet Henriettas sexuelle Präferenz. Ich fragte in einem Thread danach, hier las ich eine verständliche Variante. Der dritte Teil rundet die Geschichte, zeigt umfassende Erfüllung und thematisiert, dass BDSM so gar nichts mit tatsächlicher Gewalt gemein hat. Gewalt ist liebevoll, zotiges Vokabular, reiner Trigger. Die Ambivalenz zwischen Gewalt und Gewalt ist im Fall von Henriette und Lilith aufgelöst. Letztlich habe ich ein Märchen für Erwachsene gelesen, in dem das Böse nur vorsichtig um die Ecke schaute. Ohne Märchen wird niemand groß. Diese Liebhabergeschichte hätte ich gern in einer Anthologie besonderer BDSM-Geschichten im Regal.

Meister Y

Autor. Fördermitglied.

09.05.2019 um 19:40 Uhr

Lieber Tek Wolf:, ich habe das ja schon bei den ersten beiden Teilen gesagt, das ist große Kunst. Im dritten Teil lässt Du uns nicht nur ein wahres Feuerwerk der Lust miterleben, Nein, Du erlaubst uns auch tiefe Blicke in die Seele von Henrietta. Zeigst uns wie sie an sich zweifelt, wie sei leidet. Wie sie sich überwindet, wächst, sich entwickelt, vieles über sich selbst lernt. Bis, ja bis sie Dank Lilith in die tiefsten Tiefen der Lust eintauchen darf.

Auch diesmal kann man als stiller Beobachter der Spieles des Beiden jedes Wort, jeden Satz, jeden Absatz nur geniessen, meint dabei zu sein.

Vielen Dank für dieses außergewöhnliche Lesevergnügen, gerne hätte ich fünf Sterne vergeben!

06.05.2019 um 15:20 Uhr

Wieder einmal eine längere Geschichte, das freut mich. Ich begnüge mich trotzdem damit, meine schriftliche Bewertung unter den letzten Teil zu setzen, sie gilt für die ganze Veröffentlichung.

Daß ein Autor auf Resonanz hofft, diese hier auf der Seite sogar erwarten darf, kann ich nachvollziehen. Viel Arbeit des Autors und anderer Helfer der Schattenzeilen steckt in so einer Geschichte. Aber gerade deswegen sollte eine Bewertung nicht hingehudelt sein.

Voranschicken muß ich, asiatische Künste sind nicht gerade eben mein Steckenpferd. Daher ist der Blick über den Tellerrand sehr aufschlußreich und interessant. Ob die Beschreibungen immer die Zustimmung eines asiatischen Seilkünstlers finden würden kann ich nicht beurteilen, ist mir letztendlich aber nicht so wichtig, denn es liest sich gut.

Beide Frauen werden den ihnen zugewiesenen Rollen gerecht. Eine schüchterne, fast scheue Sub, trifft auf eine perfekte Seilkünstlerin und Herrin, die schon mal mit gröberen Ausdrücken ihre Position klarmacht, ein deutliches Gefälle.  

Ich grübele allerdings immer bei diesen Geschichten, ist es möglich, als Mann die Beziehung zweier Frauen zu beschreiben. Es gilt auch bei ähnlich gearteten Texten. Kann ein Dom aus der Sicht einer Sub schreiben? Männlein; Weiblein beliebig austauschbar. Beim Lesen der Geschichte schwanden jedoch meine Bedenken.

Alles in allem spricht mich die Geschichte an und ich kann ruhigen Gewissens sagen, sie gefällt mir sehr gut!

Noch eine Anmerkung. Rehe sind keine Herdentiere, das widerspricht ihrer Biologie. Es gibt zwar Beschreibungen von großen Ansammlungen von Rehen, das ist allerdings dann besonderen Umständen geschuldet, keineswegs die hauptsächlich in der Natur vorkommende Lebensform.

† Frieda

Gelöscht.

03.05.2019 um 23:35 Uhr

Klammeraffe: Was bitte ist daran "schwer lesbar"?

Ich fand die gesamte Geschichte gelungen. Vor allem gefiel mir, dass es um mehr ging als nur um eine BDSM-Session an sich. Da war eine richtig umspannende Handlung.

Viele Grüße

Frieda

03.05.2019 um 00:39 Uhr

schwer lesbar

Gregor

Autor.

23.04.2019 um 09:07 Uhr

Lieber Tek, die Schattenzeilen sind nicht vergessen.

Ich bin in meiner knappen Freizeit nicht faul, wollte vorrangig noch ein Buch mit Femdom-Geschichten machen. Der Vertrag ist gemacht. Im Sommer kommt ein zweiter Geschichtenband mit 15 Texten auf über 200 Seiten gepflegter weiblicher Dominanz der handfesten Machart.

Das war jetzt keine Schleichwerbung. Ich würde nie für mein Buch, das im Sommer im "Schwarze Zeilen Verlag" mit dem Autorennamen "Gregor Dunajew" erscheint, werben.

Das mache ich ja auch nicht für mein Buch "Episoden weiblicher Dominanz".

Nein, Ich werbe nicht.

Noch mal zu den "Schattenzeilen". Du hast ganz Recht. Ich habe mehrere Ideen, melde mich demnächst wieder mit einer Geschichte.

Und Du machst mir bitte im Sommer eine Rezension zu meinem neuen Buch ...

Keine Werbung.

Tek Wolf

Autor.

19.04.2019 um 22:41 Uhr

Lieber Gregor, schön gesagt, danke. Du hast recht, man schreibt für sich allein. Jedoch veröffentlichen tut man schon ein wenig für Glanz und Gloria. (zwinker, zwinker) Aber um so schöner, dass es einem Connoisseur der erotischen Literatur, wie dir gefallen hat. Das ist in jedem Fall ein bisschen warten wert. Apropos schöne Ferse, wann gibt es von dir wieder was zu lesen? Nach Griebnitzsee war nichts mehr gesichtet. Leider. Viele Grüße Tek

Gregor

Autor.

18.04.2019 um 16:56 Uhr

geändert am 18.04.2019 um 17:00 Uhr

Himmel, was soll das Klagen und Barmen? Ich denke, Wertungen kommen noch.

Deine Geschichte, lieber Tek Wolf, schürft viel tiefer als oberflächliche Beschreibungen einer Session. Das ist  Kultur, was Du schreibst. Wer liest im Internet Erotik höherer Machart? Da gibt es die geilen Filmchen, die schauen sich schneller. Auf einen Text muss man sich einlassen. In Zeiten schneller Kommentare, in denen sogar Präsidenten twittern, beklage ich den Verfall jeglicher alter Schule. Wer liest? Wer schreibt? Wer kann das noch?

Tek Wolf, Deine Geschichte hast Du für Dich geschrieben. Es gibt keinen Grund, sie über Wertungen Dritter zu spiegeln.

Dein Thema ist stark, Deine Frauen sind es, Dein Stil ist beschreibend und erklärend ohne zu beschreiben und zu erklären. Dein Text lebt, hat Kraft, sprüht.

Und denk mal an den ollen Vincent. Kein Bild hat der verkauft, als er lebte. Du solltest eine Zusammenstellung Deiner Frauen einem Verlag anbieten. Das gibt was.

Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

18.04.2019 um 14:18 Uhr

Tek Wolf

Darauf warte ich schon die ganze Woche!

Kann ich verstehen!

Viele Grüße

Jona

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 
 

Alle veröffentlichten Teile dieses Textes

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 1)

Jetzt wird es eng für Henrietta: Lady Lilith ist eine Meisterin der japanischen Fesselfolter und wendet diese Kunst lustvoll an ihrer neuen Sklavin an. Doch Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen für sie bereit und als Höhepunkt eine besonders hinterhältige Überraschung, an der sie ganz schön zu schlucken haben wird.

noch nicht bewertet

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 2)

Jetzt wird es eng für Henrietta: Lady Lilith ist eine Meisterin der japanischen Fesselfolter und wendet diese Kunst lustvoll an ihrer neuen Sklavin an. Doch Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen für sie bereit und als Höhepunkt eine besonders hinterhältige Überraschung, an der sie ganz schön zu schlucken haben wird.

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