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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 2017 | Facebook | Twitter

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Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

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Eine Bondage-Geschichte von Knurrwolf

Die Sonne schien mit der ungehemmten Stärke eines Spätsommertages auf das kleine Küstenstädtchen hinab und tauchte dessen schmale Gassen sowie den weiten Strand in ihren Schein. Anwohner wie Urlauber gleichermaßen genossen die warmen Strahlen, um sich im kühlen Wasser zu tummeln oder an der Uferpromenade zu flanieren. Kleine Läden lockten mit ihren Waren, während überdachte Stände den Spaziergängern exotische Köstlichkeiten darboten, und immer wieder blieben Interessierte stehen, wenn sie von dem Angebot angelockt wurden.

Genau wie die hübsche Brünette, die gerade überlegte, ob sie der Versuchung durch die dargebotenen Köstlichkeiten nachgeben sollte oder nicht. Ein breiter Sonnenhut spendete ihr dabei wohltuenden Schatten, während sie der Hitze mit luftiger Kleidung aus hellgrünen Shorts und fahlgelbem Top begegnete. Dadurch enthüllte sie genug Haut, um erkennen zu lassen, dass sie von ihrem Aufenthalt eine gesunde Bräune mit nach Hause nehmen würde. Doch das war nicht das Einzige, was einem zufälligen Beobachter ins Auge fallen konnte.

Ihre unverhüllten Beine und Oberarme wurden von einem verwobenen Muster aus hellen Streifen bedeckt, welches den Eindruck nahtlos gebräunter Haut zunichtemachte. Man hätte an ein Missgeschick beim Sonnenbaden denken können, hätten die Zeichnungen nicht eine ganz eigene Symmetrie aufgewiesen. Als sie sich schließlich vorbeugte, offenbarte sich zudem, dass sich diese verräterischen Spuren auch unter dem verrutschten Stoff ihres Tops verbargen.

Eine Entdeckung, die zwei ältere Damen schließlich dazu nötigte, ihren Spaziergang an der Promenade kurzfristig zu unterbrechen. In luftige Sommerkleider gehüllt waren auch sie mit Hüten gegen die ungnädige Sonne gewappnet und das wenige Haar, das darunter hervorquoll, zeigte sich in einem fahlen Silbergrau. Mit dem passenden Lächeln hätte man ihnen die wohlgesonnenen Großmütter abnehmen können, doch trugen sie im Moment einen Ausdruck missmutiger Abscheu zur Schau.

»Wie kann man sich nur so zeigen«, echauffierte sich eine der Beiden, nur um sich an ihre Begleiterin zu wenden. »Selbst in einem Badeanzug würde sie mehr verbergen. Und dann stellt sie sich auch noch so zur Schau, dass jeder diese Spuren sieht.«

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

08.03.2022 um 18:42 Uhr

Sowas ähnliches ist uns auch schon passiert, allerdings wars der Pfarrer aus unseren Dorf

Der Gesichtsausdruck sprach Bände

23.11.2021 um 11:03 Uhr

Genau so sollte man tatsächlich antworten, perfekt gelöst und ja, ein Hotelzimmer mit Küche wäre eine interessante Location für eine Fortsetzung …

Queeny

Förderer.

22.11.2021 um 18:45 Uhr

Eine super lustige Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. 

Dankeschön!

Queeny

22.11.2021 um 16:25 Uhr

Worte und Waffen haben viel gemeinsam - man kann beides zielsicher und 'nur' haarscharf einsetzten.

Tolle Geschichte

03.05.2021 um 23:17 Uhr

Humorvoll :) Doch solche Schlagfertigkeit gibts nicht immer. Ja.. woher wissen denn diese Damen so genau Bescheid ? Vielleicht sind es verkappte Dominas - die sich auch einen Scherz erlaubt haben, aber nicht mit der Schlagfertigkeit des Tops gerechnet haben ?

16.04.2021 um 17:19 Uhr

Nette Geschichte. Ich frage mich nur woher die beiden Damen so genau wussten wie die Streifen entstanden sind - haben die da etwa selbst Erfahrungen?

17.03.2021 um 10:20 Uhr

Ja, ja, ich verstehe sehr gut, was der Autor damit sagen will. Durch die Übertreibung wird die Situation noch pikanter. Kenne allerdings in der "Realen Welt" niemanden mit solchem Schneid. Aber das ist ja auch kein Tatsachenbericht, oder? Dank dem Autor

03.03.2021 um 00:37 Uhr

Eine mutige Frau und ein stolzer Herr!

Eine sehr schöne Geschichte, danke dafür.

hanne lotte

Autorin. Lektorin. Förderer.

19.12.2020 um 22:34 Uhr

Die Geschichte kommt locker daher, fängt mich ein mit Strand-Promenaden-Flair. Die Wärme, die Sonne, die gelöste Stimmung, ich schlendere von Eis zu Crêpes zu kühler Limonade.

Doch dann bin ich zwiegestalten. Einerseits gefällt mir der offene Umgang und Moralapostel mochte ich noch nie.

Andererseits gebe ich Robert recht. Wer sind wir, dass wir uns über zwei alte Damen lustig machen dürfen.

Und gerade ist mir eingefallen, was mir bei deiner Geschichte fehlt. Ich erinnere mich, dass du im Blitzlicht von einem speziellen BDSM Resort geschrieben hattest und vermute, dass sich auch diese Geschichte darauf bezieht. Diesen Rahmen zu kennen würde auch die Reaktionen der beiden Damen plausibler machen.

Ich finde es spannend, dass ein Text so widersprüchliche Gedanken hervorruft.

Danke für verführerisch stolziert

hanne

Nachtasou

Autor. Lektor.

29.11.2020 um 23:28 Uhr

geändert am 29.11.2020 um 23:33 Uhr

Das geschilderte Standbild gefällt mir. Sonnenflut, flirrende Luft und Spuren einer intimen Beziehung. Das Stilleben ist wie von Monet gemalt.

Was mir weniger gefällt in diesem Text ist die BDSM-Pädagogik den alten Damen gegenüber. Das Paar verliert für mich dadurch an Souveränität. Ich weiß, ich weiß, die beiden Matronen haben »angefangen«. Das sind aber Ansichtssachen, die nichts mit dem Text zu tun haben.

Das Stilleben selbst berührt meine tief verborgene romantische Ader, die niemand kennt. Wirklich niemand. Jetzt ja *g.

Warum gefallen mir Deine Standbilder einerseits so, passe aber andererseits nicht durch die Maschen des Netzes hindurch? Zu viele Adjektive. Ich bin kein Sub, der sich einem Text hingibt, zuschaut, wie ein Maler den Pinsel führt. Die zahllosen Adjektive schreiben mir vor, wie ich penibelst zu phantasieren habe. Ist es möglich, dass Du für Subs schreibst? Das ist okay.

Ich fühle mich zum Beispiel auch von Wagner dominiert. Seine Musik zupft direkt am limbischen System, und da regt sich in mir Widerstand. Diese Hingabe fehlt mir. Ich bin nicht gern gefesselt und brauch die Bewegungsfreiheit beim Wahrnehmen (und lesen).

Das täte mich auch mal von anderen interessieren, wie das bei Euch ist. Aber ich möchte nicht diesen schönen Text für meine Befindlichkeiten missbrauchen. Er malt nämlich wirklich schöne Bilder.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.