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Social Bondage: Textnummer 1943 | Facebook | Twitter

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Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Vorheriger Teil: Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 1). Folgender Teil: Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 3).

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 2)

Eine Bondage-Geschichte von Tek Wolf

Mit wild pochendem Herzen, bange in der Brust und doch voll Spannung und Vorfreude eilte ich voraus. Ich humpelte noch leicht, denn ich musste fürchten, ein paar Haare meiner Intimzone auf dem klebrigen Frotteeüberzug zurückgelassen zu haben. Meine Herrin folgte mir etwas bedächtiger und als sie mich ungeduldiges Geschöpf endlich erreichte, trug sie wieder ihre alte, überlegene Ruhe zur Schau.

Andächtig und, wie ich fand, mit grausamer Langsamkeit, führte sie ihr Einstiegsritual durch. Sie schloss sorgfältig die Vorhänge und widmete sich dann ruhig und konzentriert jeder Einzelnen der vielen Kerzen im Raum. Schließlich - für mich waren inzwischen subjektive Stunden vergangen - kam sie zum letzten Punkt auf ihrer Liste, der leisen Hintergrundmusik. Die Wahl fiel heute nicht auf etwas Klassisches, sondern ein japanisches Saiteninstrument hüllte uns mit seinen ungewohnt wehmütigen Klängen ein.

Sie waren wunderschön, komplettierten die Atmosphäre auf besondere Weise und berührten mich tief. Ich glaubte fast, den Regen zu hören, der jenseits von papierenen Wänden in den Teich unter einer elegant geschwungenen Bogenbrücke plätscherte. In meiner Vorstellung war sein Ufer gesäumt von Rot-Ahorn und moosbewachsenen Steinlaternen. Für einen Moment schien ich, fortgetragen von diesem Bild, aus der Zeit gefallen zu sein, denn als ich den Blick wieder in die Gegenwart lenkte, wartete meine Herrin geduldig auf mich. Sie warf mir ein kleines, feines und andeutungsweise gemeines Lächeln zu, als wollte sie sich meiner ganzen Aufmerksamkeit versichern.

Die hatte sie natürlich sofort und wandte sich, verfolgt von meinen Blicken, einem mit asiatischen Schnitzereien versehenen Kästchen zu. Gespannt reckte ich den Hals, als sie es öffnete. Es enthielt Seile in verschiedenen Längen und Stärken, sorgsam zu kleinen, kunstvollen Bündeln verschnürt.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

11.06.2021 um 00:17 Uhr

ich bin einfach nur neidisch und würde gerne auch so gefesselt werden... so schön und "gefühlsecht" beschrieben... dankeschön

famulus severus

Förderer.

27.02.2021 um 22:23 Uhr

Durch die "fesselnde" Darstellung wurde ich förmlich in den Strudel dieser sinnlichen Erfahrung mitgerissen.

17.05.2020 um 04:42 Uhr

Ich hätte niemals gedacht, das man die Fesselung eines Menschen und die daraus entstehende Lust auf eine so wortgewaltige Art und Weise zu Papier bringen kann. Und das dann auch noch mit einem solchen Gefühl der Spannung. Bisher wäre ich bei dieser Handlung von langweilig ausgegangen, doch ich habe mich mit freudiger mitgerissenheit gerne eines besseren belehren lassen. Hut ab! Respekt!

24.04.2020 um 23:38 Uhr

Faszinierend detailliert formuliert, ebenso ein Kunstwerk wie die beschriebene Szenerie. Mein Kompliment dafür.

hanne lotte

Autorin. Lektorin. Förderer.

09.07.2019 um 22:13 Uhr

Freiheit durch Beschränkung.

Die kleine schüchterne Henriette lernt in der Beschränkung mehr über sich kennen als vorher und, lieber Tek Wolf, du zeigst sehr schön, dass die Fesseln der Konventionen, die sie gerade abwirft, viel hinderlicher waren, als es jede japanische Folter sein könnte.

Danke für genussvoll gemein

hanne

Gelöscht.

19.05.2019 um 14:33 Uhr

Hallo Tek Wolf,

ich mag Deinen Schreibstil sehr! Unglaublich dicht und gut beschreibst Du, wie die Sub sich in den Seilen fühlt, wie diese auf ihren Körper wirken und wie die Herrin mit diesen Gefühlen und Auswirkungen spielt.

Vor meinem inneren Auge sind die beiden zum Leben erwacht und ich konnte sie bei ihrem "Spiel" beobachten, dafür danke ich Dir sehr.

Es ist diese Mischung aus boshafter Freude und sanftem Mitgefühl, die für mich den Reiz am Spiel mit einem Sadisten ausmacht. Man schaudert bei dem Gedanken, was ihm noch alles einfallen könnte, aber man weiß sich sicher geborgen, dass er einem nicht wirklich böses will.

Vielen Dank für die schöne Geschichte!

Liebe Grüße

von Spätzle

Hekate

Autorin.

17.05.2019 um 04:55 Uhr

Der Autor nimmt sich alle Zeit. Er umgeht den Stil technischer Gebrauchsanweisungen, zeigt eine Mischung aus kenntnisreichem Sachverstand und emotionalem Erleben der Henrietta. Er würzt mit Finsternis, Poe, Folter, zeigt die ruchvolle Nähe von Gewalt und Gewalt, den Reiz, den Genuss einer Auslieferung. Die Geschichte erreicht die Ebene, bei der sexuelle Erfüllung durch Schmerz ausgelöst werden kann.

Meister Y

Autor. Förderer.

21.04.2019 um 15:38 Uhr

Lieber Tek Wolf:, wieder bin ich total begeistert. Ich wiederhole es gern, Du hast wahrhaft ein Kunstwerk erschaffen. In doppelter Hinsicht, denn nicht nur das Lesen an sich ist pure Freude, nein, auch in Teil 2 ist man geniessender, stiller Beobachter eines wundervollen erotischen Spieles. Eines Spiels, dass so mitreißend in Worte gefasst ist, dass man es regelrecht verschlingen mag, sich selbst aber zwingt, aufmerksam zu lesen, um kein Wort zu verpassen. Eines Spiels, das in keinem Augenblick den Hauch von Pornographie verbreitet und dennoch purer Sex ist!

Ganz große Klasse, danke, dass ich es lesen durfte!

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Alle veröffentlichten Teile dieses Textes

Blackwater & Toy: Die Mouse in der Falle

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Jetzt wird es eng für Henrietta: Lady Lilith ist eine Meisterin der japanischen Fesselfolter und wendet diese Kunst lustvoll an ihrer neuen Sklavin an. Doch Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen für sie bereit und als Höhepunkt eine besonders hinterhältige Überraschung, an der sie ganz schön zu schlucken haben wird.

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