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Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Dies ist der erste Teil. Folgender Teil: Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 2).

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 1)

Eine Bondage-Geschichte von Tek Wolf.

Ich betrachtete mich im Spiegel. Das kam nicht besonders häufig vor, da mir nie gefiel, was ich sah. Außerdem fürchtete ich, so verrückt das klingen mag, für eitel gehalten zu werden, obwohl es hier, in der Privatsphäre meines Heims, natürlich keine Zuschauer gab, die über mich urteilten. Meist blickte ich dann schamvoll zur Seite.

Allerdings, wenn ich das nun tat, konnte ich mir vorstellen, dass meine Herrin zugegen war und mich dazu zwang, mich selbst anzusehen. Allein der Gedanke an Lady Lilith genügte, um aus der Abscheu vor mir selbst diese spezielle, paradox sinnliche Art der Demütigung zu machen, die meinen Atem beschleunigte und ein besonderes Kribbeln in meiner Brust emporsteigen ließ.

Während ich noch darüber nachdachte und mit zwiespältigen Gefühlen die Henrietta im Spiegel musterte, hob diese lächelnd ihre Hand und öffnete mit einer verspielten Geste den ersten und dann auch den zweiten Knopf ihrer Bluse. Meine Augen weiteten sich. Schon blitzte der blütenweiße Stoff ihres BHs hervor und wölbte sich andeutungsweise um die Rundung ihrer ...

Ich blinzelte erschrocken und mit peinlich berührtem Blick verhüllte ich schnell wieder meine Unterwäsche. Gleichzeitig versuchte ich, den hektischen Puls und das um sich greifende Kitzeln in meinem Unterleib unter Kontrolle zu bringen.

Schockiert über meinen Ausbruch lasziver Gefühle wurde mir einmal mehr bewusst, wie sehr mein Denken und Handeln bereits von der dunklen Lust bestimmt wurde. Ich war zu einer Süchtigen geworden, die mehr und mehr die Kontrolle über ihr Leben verlor.

Man stelle sich vor, heute hatte ich die alte Frau im Teeladen, die mir seit Jahren zu wenig Wechselgeld herausgab, zurechtgewiesen. Regelrecht angefahren hatte ich sie, als ich in aller Form um eine korrekte Abrechnung bat. Diese Aufwallung von Wut konnte nur vom sinistren Einflusses meiner Herrin Lilith herrühren.

Andererseits, wie stolz war ich doch, als ich ihre grausamen Prüfungen bestand, am Ende meiner Kräfte, aber dafür voll nie gekanntem Selbstvertrauen. Und hatte meine Herrin nicht immer darauf geachtet, dass ich weder innerlich noch äußerlich Schaden nahm, bei all der heftigen Behandlung, die sie mir angedeihen ließ? Schließlich hatte sie mir die große Ehre erwiesen und mich feierlich zu ihrer Sklavin erklärt.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

18.05.2019 um 18:02 Uhr

Hallo Tek Wolf,

vielen Dank für diese eindringliche Geschichte. Du beschreibst meisterhaft, wie sich die Protagonistin fühlt. Wie sie sich unter der Führung ihrer Herrin wandelt und weiterentwickelt, ja ganz neue Seiten an sich erkennt und das alles mit einer sehr lustvollen Komponente.

Erschreckend, als die Protagonistin von Paranoia bedroht wird, aber selbst diesen Moment löst Du gekonnt wieder auf, indem die Herrin schützend eingreift.

Ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte der beiden Frauen weitergehen wird. Ich habe mit Freuden gelesen, dass es noch einen zweiten und sogar schon einen dritten Teil gibt.

17.05.2019 um 04:18 Uhr

geändert am 17.05.2019 um 04:24 Uhr

Ich denke an den Stil englischer Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Fast erschrak ich beim Auftauchen des Mobiltelefons. In dieser Geschichte berichtet eine junge Frau von sich, intim, gleich einer geheimen Tagebuchaufzeichnung. Der Autor schaut nicht aus seiner Henietta hervor, er hat sich in sie hineinversetzt, versucht, ihre Identität zu leben und es gelingt ihm.

Lady Lilith, erhoben, erhaben, Höchste der Hohen in großer Gegensätzlichkeit zu Henrietta lebt als andere Figur. Yin und Yang, der Autor schreibt es, sind für mich Synonym des BDSM, entgegengesetzt, zueinander gewandt, verbunden auf emotional entgegengesetzt-zugewandter Ebene.

† Frieda

Gelöscht.

01.05.2019 um 23:14 Uhr

Sehr schön geschrieben. Und Fesseln mit Seilen mag ich auch!

Treibholz

Autor.

25.04.2019 um 01:19 Uhr

Viele gute Geschichten sind so spannend, wie den Akrobaten auf dem Skaterplatz dabei zuzusehen, wie sie kunstvolle Pirouetten mit ihren Skateboards, Inlinern oder Kunstfahrrädern drehen und oft zeigen sie beeindruckende Talente, manch einem gelingt sogar ein Salto.

Beim dem Text kam ich mir vor wie im Cirque de Soleil, alles war perfekt abgestimmt und die Metaphern so kunstvoll eingesetzt, dass man sich beim Kopfkino einfach zurücklehnen und das Schauspiel genießen konnte.

Dass es bei guter erotischer Literatur um die Kunst des Erzählens geht und nicht nur um einfache Erotik, bestätigt sich ganz besonders bei dieser so feinsinnig erzählten Geschichte.

Jetzt muss ich noch Teil 2 und 3 lesen und bin schon gespannt darauf 

† Scherenschleifer

Gelöscht.

25.04.2019 um 00:07 Uhr

Schöne Geschichte. :)

Meister Y

Autor. Fördermitglied.

18.04.2019 um 19:55 Uhr

Wow ist das schön!

Lieber Tek Wolf:, ganz ehrlich, das ist für mich große Kunst! Das ist wunderschön erzählt, das ist keine BDSM-Phantasie, keine Sessionbeschreibung sondern hat Erzählungspotential.  Du beschreibst nicht was wir lesen dürfen, Du schreibst so, dass wir als geniessende, stille Beobachter einfach nur dabei sind.

Ich bin wirklich begeistert und freue mich auf Teil 2 und 3. Danke für diese wunderbaren Zeilen.

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Alle veröffentlichten Teile dieses Textes

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 1)

Jetzt wird es eng für Henrietta: Lady Lilith ist eine Meisterin der japanischen Fesselfolter und wendet diese Kunst lustvoll an ihrer neuen Sklavin an. Doch Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen für sie bereit und als Höhepunkt eine besonders hinterhältige Überraschung, an der sie ganz schön zu schlucken haben wird.

Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 2)

Jetzt wird es eng für Henrietta: Lady Lilith ist eine Meisterin der japanischen Fesselfolter und wendet diese Kunst lustvoll an ihrer neuen Sklavin an. Doch Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen für sie bereit und als Höhepunkt eine besonders hinterhältige Überraschung, an der sie ganz schön zu schlucken haben wird.

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Blackwater & Toy: Die japanische Folter (Teil 3)

Jetzt wird es eng für Henrietta: Lady Lilith ist eine Meisterin der japanischen Fesselfolter und wendet diese Kunst lustvoll an ihrer neuen Sklavin an. Doch Henrietta steht keine gemütliche Bondage-Session bevor, in der sie sich nur einzuwickeln lassen braucht. Im Gegenteil, ihre Herrin hält einige Herausforderungen für sie bereit und als Höhepunkt eine besonders hinterhältige Überraschung, an der sie ganz schön zu schlucken haben wird.

noch nicht bewertet

 

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