BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Dies ist der erste Teil. Folgender Teil: Fieber (Teil 1).

Heimweg

BDSM-Geschichte von Devana

Endlich Feierabend. Mir macht es nichts aus, lange zu arbeiten, ich arbeite gerne nachts. Nur den Weg nach Hause würde ich mir gerne ersparen. Aber das bringt Schichtdienst nun mal mit sich. Ein Auto kann ich mir nicht leisten, also muss ich wie immer alleine durch das nächtliche Industriegebiet zur U-Bahn gehen. Andererseits mag ich es aber auch, durch die nächtlichen Straßen zu gehen. Ich war eben schon immer ein Geschöpf der Nacht.

 

So gehe ich auch diesmal durch die leeren, aber immerhin hell beleuchteten Straßen. Nur selten begegnen mir um diese Zeit noch Menschen. Aber als ich um eine Ecke biege, sehe ich in einiger Entfernung zwei Personen auf mich zukommen. Wie immer durchfährt mich erst einmal ein gewisser Schock. Fest nehme ich das Tränengas in meiner Tasche in die Hand. Der zweite Blick ist schon beruhigender. Offensichtlich ist es ein Paar. Beide sind dunkel gekleidet. Er trägt einen langen, schwarzen Ledermantel. Auch sie ist in ein Lederkleid gehüllt. Aber irgend etwas stört mich noch an der Erscheinung. Sie hält den Kopf leicht gesenkt und stöckelt irgendwie unbeholfen neben ihm her. Plötzlich wird es mir klar: Sie trägt eine Augenmaske und kann nichts sehen! Deshalb der unbeholfene Gang. Und da ist noch was: Von ihrem Hals hängt eine Leine, an der sie von ihm geführt wird.

 

Vor meinem inneren Auge überschlagen sich die Bilder. Dieser Anblick trifft mein Innerstes an einem ganz geheimen Ort. Einem Ort, der von dieser Welt, die ich nun ausschnittsweise vor mir sehe, fasziniert ist. Einem Ort, der sich insgeheim nach dieser Welt sehnt. An diesem Ort sind meine geheimsten Wünsche, Phantasien und Sehnsüchte abgespeichert. Aber meist verschließe ich diesen Ort, will ihn selbst nicht wahr haben, weiß nicht damit umzugehen. Und doch sauge ich insgeheim jedes Fitzelchen Information auf.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

31.07.2015 um 19:11 Uhr

Ein Outing, ein erstes Date und eine erste (Erfahrung) Session in einer Geschichte. Flüssig und glaubhaft dargestellt, detailreich geschrieben. Einfach toll. Ob es eine solche Situation wohl schon einmal gegeben hat? Hat man diese Geschichte gelesen, dann glaubt man, ab und an dabeigewesen zu sein. Beim ersten Erschrecken auf dem Nachhauseweg, bei den Peitschenhieben im Wohnzimmer, beim Fallenlassen im eigenen Bett.

Vielen Dank für diese wunderbaren Zeilen.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

01.06.2015 um 23:05 Uhr

Bin beeindruckt.Sehr gut geschrieben.

21.02.2014 um 01:32 Uhr

Sehr gut. Ganz mein Geschmack und ich hoffe, die Folgen sind genau so.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.02.2014 um 00:58 Uhr

sehr anregende Geschichte, sie hat mir  sehr gut gefallen.  

Vielen Dank

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

11.01.2014 um 00:24 Uhr

Sehr, sehr viele Erlebnisse und Erfahrungen in kürzester Zeit gesammelt,

aber schnell heißt ja nicht immer schlecht,

ich fand den Verlauf dieser Geschichte sehr intensiv

und vor allem nachvollziehbar,

es las und fühlte sich sehr gut an.

Danke 

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.12.2012 um 05:27 Uhr

Sehr schön, hat mir gefallen zu lesen.

09.12.2012 um 23:23 Uhr

Sehr schöne Geschichte, auch die Fortsetzung ist dir sehr gut gelungen.

Heute Nacht wird weiter gelesen

Signatur

Liebe Grüße Träumerin

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

29.03.2012 um 00:46 Uhr

Eine sehr schön erzählte Geschichte, und für den Start sogar extrem gelungen. Du hast ja selbst schon geschrieben, dass Du heute das Eine oder Andere anders schreiben würdest - was Du ja auch tust . Ich musste häufig lächeln, wie sehr Du auf den "korrekten" Umgang Wert legst, kommt wahrscheinlich von sehr vielen guten Ratgebern . Aber lächeln bedeutet ja eine positive Gefühlsregung - und Geschichten erzählen kannst Du also von Anfang an.

09.01.2012 um 01:12 Uhr

Wenn es doch immer so laufen würde..

Phantastisch

Signatur

... stille Wasser sind tief... ... manchmal Abgrundtief

Lucia

Autorin.

08.01.2012 um 21:04 Uhr

Tolle, faszinierende und für mich gut nachvollziehbare Geschichte über einen traumhaften Anfang...

Signatur

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Heimweg

Begegnungen auf nächtlichen Strassen sind zumeist flüchtiger Art. Um so faszinierender erscheint es, wenn man sich plötzlich seinen geheimsten Wünschen, seinen ebenso tiefen wie versteckten Träumen gegenüber sieht und sich die Tür öffnet zu einer Welt, die man eigentlich längst schon betreten hat.

Fieber (Teil 1)

Ich frage mich, ob der Ring wirklich das einzige Erkennungszeichen ist, durch das sich Gleichgesinnte erkennen können. Natürlich gibt es die Möglichkeit, sich gezielt an Orte zu begeben, die von Leuten mit gleicher Gesinnung besucht werden. Aber wie ist es im Alltag? Gibt es geheime Signale, die eine dominant oder submissiv veranlagte Person ausstrahlt?

Fieber (Teil 2)

Irgendwie hatte ich eine zweite Mitteilung an mich erhofft, aber dem ist nicht so. Auch ein wenig mehr Kleidung hatte ich mir erhofft. Kann ich wirklich mit dieser spärlichen Bekleidung quer durch die Stadt und hinaus aufs Land fahren? Was ist, wenn ein Windstoß mir den Mantel hoch weht? Ich werde mir unwahrscheinlich angreifbar in dieser Kleidung vorkommen, das weiß ich schon jetzt. Und dieser Plug! Wie er sich wohl anfühlen mag?

Fieber (Teil 3)

In meinen Gedanken herrscht Chaos. Ich will weinen, weglaufen, bin erregt, stolz, gedemütigt, fühle mich verrückt und will gefallen. Alles auf einmal. Es ist, als zieht es mich ganz tief in ein Loch, in dem ich mich zu Hause fühle. Tief unten und doch geborgen. Ist dies der Ort meiner devoten Sehnsüchte? Ich lasse mich in dieses Loch hinein saugen, sinke tief hinab und schwebe doch irgendwie. Ich bin stolz auf mich. Darf ich das sein?

Fieber (Teil 4)

Es ist nicht so, dass ich meine Haare sonderlich schön finden würde. Es ist sind einfach Haare, aber dennoch wäre ich ohne sie gezeichnet. Eine totale Typveränderung. Erklärungen wären nötig. Ich würde Blicke auf mich ziehen. Ein kahler Schädel wäre zwar nicht unbedingt für jeden ein klares Sklavinnenzeichen, aber doch so viel sichtbarer als ein kleiner Ring. Obwohl mir Henry versichert hat, nichts ohne mein Einverständnis zu tun, habe ich das Bedürfnis, mich zu erklären und zu argumentieren.

Fieber (Teil 5)

Henry löst die Ketten, die mich an die Badewanne fixiert haben. Das Halsband belässt er mir. Ich wage es nicht, ihm in die Augen zu sehen. Ich bin ihm so dankbar, dass er mich bisher so behutsam in diese neue Welt eingeführt hat. Ich fühle mich im Moment jedoch unglücklich, da ich das Gefühl habe, ihn enttäuscht zu haben. Ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen.

Fieber (Teil 6)

Die Haare abschneiden? Ich fühle eine Mischung aus Wut, dass Henry so etwas von mir wünscht, und Enttäuschung über mich selbst. Ich war wohl von mir selbst sehr eingenommen, wenn ich mich für eine gute Sklavin hielt. Und dann kneife ich, sobald es wirklich schwierig wird? Tauge ich überhaupt zur Sklavin? Bin ich es wert? Oder darf Henry nur so weit gehen, wie es meine eigenen Grenzen zulassen? Als ich erneut mein Spiegelbild erblicke, ist es, als würde in mir ein Schalter umgelegt werden. Ich greife mir die Maschine, schalte sie ein und setze sie am Haaransatz zwischen Nacken und Ohr an.

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