BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Vorheriger Teil: Heimweg. Folgender Teil: Fieber (Teil 2).

Fieber (Teil 1)

BDSM-Geschichte von Devana

„Und an dem Ring erkennt man das?“

„Ja, je nachdem, an welcher Hand man ihn trägt, kann man auch noch erkennen, ob jemand Sklave oder Herr ist.“

Diesen Gesprächsfetzen schnappe ich auf, als ich gerade im Zwischengeschoss zwischen U-Bahn und Oberfläche auf einen Ausgang zusteuern will, um ein wenig in der Innenstadt einzukaufen. Neugierig folge ich unbemerkt der Gruppe junger Erwachsener, auch wenn es einen kleinen Umweg für mich bedeutet. Sie erzählen sich von einer Freundin, die ihnen erzählt hatte, dass sie auf SM steht und auch gerne in Fetischklamotten herum läuft. „Find ich stark“ meint eine der Gruppe. „Ja, ist cool.“

Ich muss lächeln und freue mich auch ein wenig über diese Reaktion. Mittlerweile stehe ich hinter ihnen auf einer Rolltreppe. Unwillkürlich muss ich auf meine Hand blicken, die auf dem Treppengeländer liegt. Auf die Stelle, an der sich auch ein Ring, dieser Ring der O, befinden könnte. An meiner rechten Hand, die Seite, die anzeigt, dass ich die passive, die submissive Seite bevorzuge. Aber ich trage keinen Ring, habe es bisher nicht für nötig befunden. Ich will ja gar nicht erkannt werden, brauche kein Zeichen. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

rauenstein

Autor. Fördermitglied.

30.01.2015 um 16:56 Uhr

Die Geschichte ist wunderbar geschrieben. Baut Spannung auf und fordert es gerdezu heraus, die Fortsetzung zu lesen. Vielen Dank dafür

rauenstein

Signatur

Lustvoller Schmerz ist wie guter Whisky. Auch wenn er im ersten Moment brennt breitet sich danach ein unglaubliches Gefühl des Wohlbefindens aus.

29.01.2015 um 00:26 Uhr

Bitte weiter so.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

16.01.2014 um 13:50 Uhr

Niveauvoll geschrieben, macht Lust auf mehr.

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

11.01.2014 um 10:13 Uhr

Ich mag Deine Geschichte,

sie ist gut geschrieben,

hat einen guten Spannungsbogen

und macht Spaß zu lesen.

Ich freue mich auf den nächsten Teil, Danke!

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

13.12.2012 um 03:46 Uhr

Spannender Auftakt...sehr schön...

dienerin

Autorin.

26.03.2012 um 23:13 Uhr

Ich bin froh, das es eine Fortsetzung gibt

Danke für den Text

Signatur

"Ich denke in Lösungen, es lohnt sich!"

Lucia

Autorin.

08.01.2012 um 20:15 Uhr

Spannend und schön geschrieben! Ich schau mir auch hin und wieder Leute an und frage mich ob und was sie wohl für Obsessionen haben...

Signatur

Erfülle deine Träume, damit du Platz für neue hast!

08.01.2012 um 18:58 Uhr

Sehr schon geschrieben. Und ich kann mich gut in die Protagonistin hineinverstetzen, da mein Anfänge auch noch nichr so lange her sind.

Signatur

... stille Wasser sind tief... ... manchmal Abgrundtief

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

09.11.2010 um 12:20 Uhr

ich freu mich aufs weiterlesen

Jae

Autorin.

23.08.2009 um 17:12 Uhr

stimmt.. da schließ ich mich den Vorrednern an.. das macht neugierig, weiter zu lesen

Signatur

..nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint...

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Heimweg

Begegnungen auf nächtlichen Strassen sind zumeist flüchtiger Art. Um so faszinierender erscheint es, wenn man sich plötzlich seinen geheimsten Wünschen, seinen ebenso tiefen wie versteckten Träumen gegenüber sieht und sich die Tür öffnet zu einer Welt, die man eigentlich längst schon betreten hat.

Fieber (Teil 1)

Ich frage mich, ob der Ring wirklich das einzige Erkennungszeichen ist, durch das sich Gleichgesinnte erkennen können. Natürlich gibt es die Möglichkeit, sich gezielt an Orte zu begeben, die von Leuten mit gleicher Gesinnung besucht werden. Aber wie ist es im Alltag? Gibt es geheime Signale, die eine dominant oder submissiv veranlagte Person ausstrahlt?

Fieber (Teil 2)

Irgendwie hatte ich eine zweite Mitteilung an mich erhofft, aber dem ist nicht so. Auch ein wenig mehr Kleidung hatte ich mir erhofft. Kann ich wirklich mit dieser spärlichen Bekleidung quer durch die Stadt und hinaus aufs Land fahren? Was ist, wenn ein Windstoß mir den Mantel hoch weht? Ich werde mir unwahrscheinlich angreifbar in dieser Kleidung vorkommen, das weiß ich schon jetzt. Und dieser Plug! Wie er sich wohl anfühlen mag?

Fieber (Teil 3)

In meinen Gedanken herrscht Chaos. Ich will weinen, weglaufen, bin erregt, stolz, gedemütigt, fühle mich verrückt und will gefallen. Alles auf einmal. Es ist, als zieht es mich ganz tief in ein Loch, in dem ich mich zu Hause fühle. Tief unten und doch geborgen. Ist dies der Ort meiner devoten Sehnsüchte? Ich lasse mich in dieses Loch hinein saugen, sinke tief hinab und schwebe doch irgendwie. Ich bin stolz auf mich. Darf ich das sein?

Fieber (Teil 4)

Es ist nicht so, dass ich meine Haare sonderlich schön finden würde. Es ist sind einfach Haare, aber dennoch wäre ich ohne sie gezeichnet. Eine totale Typveränderung. Erklärungen wären nötig. Ich würde Blicke auf mich ziehen. Ein kahler Schädel wäre zwar nicht unbedingt für jeden ein klares Sklavinnenzeichen, aber doch so viel sichtbarer als ein kleiner Ring. Obwohl mir Henry versichert hat, nichts ohne mein Einverständnis zu tun, habe ich das Bedürfnis, mich zu erklären und zu argumentieren.

Fieber (Teil 5)

Henry löst die Ketten, die mich an die Badewanne fixiert haben. Das Halsband belässt er mir. Ich wage es nicht, ihm in die Augen zu sehen. Ich bin ihm so dankbar, dass er mich bisher so behutsam in diese neue Welt eingeführt hat. Ich fühle mich im Moment jedoch unglücklich, da ich das Gefühl habe, ihn enttäuscht zu haben. Ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen.

Fieber (Teil 6)

Die Haare abschneiden? Ich fühle eine Mischung aus Wut, dass Henry so etwas von mir wünscht, und Enttäuschung über mich selbst. Ich war wohl von mir selbst sehr eingenommen, wenn ich mich für eine gute Sklavin hielt. Und dann kneife ich, sobald es wirklich schwierig wird? Tauge ich überhaupt zur Sklavin? Bin ich es wert? Oder darf Henry nur so weit gehen, wie es meine eigenen Grenzen zulassen? Als ich erneut mein Spiegelbild erblicke, ist es, als würde in mir ein Schalter umgelegt werden. Ich greife mir die Maschine, schalte sie ein und setze sie am Haaransatz zwischen Nacken und Ohr an.

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