Wie schön sie doch war. So, wie er es sich immer vorgestellt hatte. Seine Traumfrau. Und nun, nun kniete sie vor ihm in diesem tristen Hotelzimmer, das für ihn nun doch wie das Paradies war. Sie sah zu Boden, die Handflächen auf ihren Schenkeln.
Er schaute sie an. Wie schön sie doch war. So, wie er es sich immer vorgestellt hatte. Seine Traumfrau. Und nun, nun kniete sie vor ihm in diesem tristen Hotelzimmer, das für ihn nun doch wie das Paradies war. Sie sah zu Boden, ihre Schenkel waren gespreizt und ihre Handflächen lagen darauf. Man konnte ihre Aufregung erkennen. Die lederne Korsage verdeckte ihre kleinen, straffen Brüste nicht, und sie bewegten sich bei jedem Atemzug auf und ab. Er sah zu ihr hinab.
»Bist du sicher, dass du es willst?«
Schweigen.
»Antworte mir!«, wiederholte er bestimmt.
Sie nickte.
»Ja, mein Meister. Ich will eure Sklavin sein! Ich will euch dienen. Will alles für euch sein, wirklich alles!«
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Ein hübsches, kleines Geschichtchen und wie eine kleine Achterbahn.
Der stimmungvolle Anfang im Hotel ... Und dann - peng - voll ins Klischee - echt, ich hätte spätestens nach "du kleine Hure" einen üblen Lachflash bekommen, aber die Kellnerin ist ja rechtzeitig gekommen, der großen Mutter sei's gedankt.
Die Kellnerin finde ich überhaupt sehr gelungen an dieser Stelle, weil sie, zumindestens bei mir, für leise Verwirrung gesorgt hat, weil ich dachte irgendwas wie häh, zählt man die jetzt schon mit Nachkommastellen Naja, wenn schon Klischee, dann richtig, dacht ich mir.
Ich mag solche Miniaturen, die mit wenigen Worten so viel einfangen.
Eine sehr schöne Kurzgeschichte - ich kenne das, oft sitzt du mit jemandem zusammen und denkst dabei was wäre wenn? Da kann einem die Fantasie schon mal durchgehen.
Das Thema „vor lauter Phantasie die Realität verpassen“ gäbe genug Stoff für Romanlänge.
Ich schätze ebenfalls die von Dir gewählte kurze Form, aber sie birgt eine Schwierigkeit: wenn der Zeitpunkt, der beschrieben wird, nicht außergewöhnlich gut erwischt wird, schrumpft das Thema auch auf Taschenformat.
Was hast Du eingefangen als Szene:
Ein Date im Cafe (wie im frz. Programmkino mit drei Zuschauern), die Phantasie (wie im ZDF), eine Kellnerin als Gegenstück (störende Kellnerinnen sind von Natur aus pummelig?), Pias Begründung für den Rückzug (die Frau ist zu faul sich eine anständige Ausrede einfallen zu lassen).
Der Abschiedssatz von Pia deckt vielleicht auf, warum er ins Phantasieland abdriften musste, um dieses Date ohne Hirnschaden zu überstehen. Oder er ist genauso lahm wie Pia. Er kann sich glücklich schätzen, dieses Stück Brot nicht auch noch herumkommandieren zu müssen
Haggard, ich hab andere Texte von Dir gelesen, die deutlich besser sind; es liegt also nicht an Dir. Es ist m.E. die ganz kurze Form, bei der jedes Fehlerchen so arg ins Gewicht fällt.
Ich trau mich so kritisch zu sein, weil ich mich selbst seit langem mit Kurzformen abmühe, und die zu >9/10 aus obigen Gründen daneben gehen.
Eine gute Übung ist es trotzdem, weil auch längere Geschichten aus einer Ansammlung von Kurzszenen bestehen. Wenn dann mal einzelne schwächeln, kann der Leser Atem schöpfen für die gelungenen Szenen.
Ich habe übrigens auf Deinem Profil eine Reihe netter Zitate gefunden, über die ich ins surfen gekommen bin. Sehr interessant. Und ich könnte mir vorstellen, dass Dein Thema in dieser Geschichte vielleicht doch ein anderes war als ich anfangs herauslas: Du hältst ja große Stücke auf die Phantasie, der gegenüber die Realität ja fad erscheinen m_u_s_s.
(p.s. ich übe auch noch mich in postings kürzer zu fassen )
So sind sie manchmal, die Tagträume. So schön wie sie sind, so hart ist es, auf den Boden der Realität geholt zu werden. Sei es durch eine Kellnerin, sei es durch jemanden Anderen. Eines frage ich mich dennoch, hätte er die Zeit mit ihr nicht besser anders verbringen sollen? Nun ja, sei es wie es sei...
Es ist schade das es nur bei einer Fantasie geblieben ist. ich hätte den beiden ein schöneren Ausgang gegeben. Aus Träumereien wie hier kann auch Realität werden.
06.03.2026 um 06:40 Uhr
Ach verflixt
Dumm gelaufen, sagt man da wohl. Versetzte ich mich in Pias Situation, könnte es vielleicht folgender Maßen abgelaufen sein.
"Erzähl, erzähl, erzähl..... Hallo? Hörst du mir überhaupt zu?"
Keine Reaktion, nur verklärtes Starren.
"Äh, okay. Es war nett mit dir zu plaudern, aber ich geh dann mal jetzt. ..... Ich möchte zahlen!"
Zahlt ihren Kaffee, noch immer keine Reaktion.
Dann: Auftritt Kellnerin
Danke für's Schmunzeln
VG Natty
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