Meine Wohnung soll ich aufgeben, eine To-do-Liste abarbeiten, mich neu orientieren, ohne Versicherung, Rückhalt, Netz und doppeltem Boden. Was treibt mich dazu?
Halb sechs abends – es klingelt. Mit zusammengebissenen Zähnen ziehe ich mich an der Tischplatte hoch. Schon nach zwei Schritten höre ich einen Schlüssel. Hat Fenja sich den wohl mitgenommen gestern?
»Hi Primus. Na, wie geht es dir heute?«
Wie immer sieht sie umwerfend aus – das stimmt wörtlich, denn ich lasse mich gleich zurück in meinen alten Sessel fallen. Streng schwarzes Kostüm mit Streifenmuster heute, weiße Bluse. Ihre rote Mähne fällt weit über die Schultern. Die Augen blitzen den für sie fast typisch süffisanten Blick.
»Danke, besser. Das Kreuz macht noch Kummer, sonst geht es aufwärts.«
Sie stemmt eine Hand in die Hüften und sieht mich mit schmaler gezogenen Augen an.
»Du meinst, das ist die richtige Art, deine Herrin zu begrüßen, ja?«
»Entschuldigung, Madam.«
»Blödsinn, ich brauche keine Entschuldigungen, merk dir das. Ich will fehlerlose Perfektion. Ah, da liegt ja mein Fragebogen, offenbar ausgefüllt, brav, Primus. Und die To-do-Liste hast du abgearbeitet?«
»Ich, also ich denke, ich meine, da müssten wir …«
»Was jetzt - du denkst, du meinst? Glaubst du, mich interessiert, was mein Sklave denkt oder meint? Du hast nicht zu meinen, sondern zu parieren! Also, was ist mit der Liste?«
Wie sage ich ihr das jetzt? Mein Gott, da steht sie wie ein Racheengel aus einem Fantasyfilm. Wie mache ich das, ohne sie zu provozieren?
»Ich kann doch nicht mein ganzes bisheriges Leben wegwerfen, ohne zu wissen, wohin die Reise geht und wie lange, wo ich Sie noch nicht mal kenne!«
Habe ich das soeben gesagt? Uff! Nein, es kam einfach heraus aus mir.
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War es die Aufregung? Da renne ich über die Straße und schon passiert es. Ich fliege durch die Luft. Aber auch diese Sache hat letztlich eine gute Seite.
Fenja (Teil 3)
Meine Wohnung soll ich aufgeben, eine To-do-Liste abarbeiten, mich neu orientieren, ohne Versicherung, Rückhalt, Netz und doppeltem Boden. Was treibt mich dazu?
An den neuen, klar strukturierten Alltag werde ich mich gewöhnen. Kochen, Gärtnern und Hauswirtschaft sind neu für mich. Aber Fenja hat noch etwas völlig anderes mit mir vor.
Wie fühlt man sich als erwachsener Mann, dem eine Frau soeben mit aller Kraft das Gesäß verprügelt hat? Eigentlich absolut lächerlich, oder? War es vor einigen Tagen nicht besser, als ich noch ein selbstbestimmtes Leben führte?
Was für eine Demütigung, ich soll mich für die Hiebe bedanken, die Schmerzen, die ich soeben erhalten habe, schreit der Verstand. Gut so, du willst doch gedemütigt werden, kontert die dunkle Seite meiner Gefühle.
Ich kann meine Bedenken ebenso wenig unterdrücken wie die Gefühle, die mich überschwemmen, wenn ich Fenja sehe, wenn ich ihre Stimme höre, so abwechslungsreich, sorgend bis fordernd und hart. Woher habe ich sie nur, diese Sehnsucht nach Unterwerfung, nach Befehlen, nach Gehorsam?
So, wie die Hündin mit hängenden Ohren zu ihrem Platz zurück trottet, tut sie mir leid. Sie ist noch schlechter dran als ich, denn sie muss, weil sie muss, während ich muss, weil ich will.
Du hast viel Phantasie, kannst dabei sehr gut die Gedanken, Gefühle, Ängste und auch die Hoffnung des Protagonisten beschreiben.
Deine Geschichte ist völlig frei von sexuellen Inhalt und doch sprüht es nur so von erotik.
Die Lust steigt von Teil zu Teil immer mehr zu lesen um zu erfahren wie es weiter geht.
Lieber poet,
zu dem Inhalt deiner Geschichte möchte ich etwas sagen.
Ich kann die Ängste und Sorgen deines Protagonisten gut verstehen. Auch sehe ich den Stress in ihm, die die Aufgabe in ihm auslöst, mit dem ausfüllen der Fragebögen, Lebenslauf und der To-do Liste.
Ist doch die Angst nicht zu wissen was die Zukunft bringt.
Aber ich glaube das ich so viel Menschenkenntnis besitze und Fenjas fürsorgliche Art und Hilfsbereitschaft richtig einschätze.
Ich glaube das Sie eine Domme ist der man vertrauen kann.
Ja vielleicht ist es überspitzt. Er der kleine Mann, keine Freunde, keinen richtigen Job, unsaubere Bude und sie die Domme die ihn erkennt, Erfolgreich die ihn zu sich nimmt, aus ihm einen Mann macht.
Viele werden sagen, Typisches Bild eines Sklaven die Frau nicht möchte.
Viele Damen werden nun meckern aber sind wir doch ehrlich, Männer die keine Frau haben, leben anders als mit Frau in ihrem Leben.
Es muss ja nicht unsauber bedeutet aber anders. Einfacher, oft nur auf das nötige, auf das funktionelle.
Auch wenn sich viele dominante Männer nun evozieren aber ist es nicht so, daß erst eine Frau im Leben, einen Mann ordnet, besser leben lässt, ihn auf sich mehr achten lässt?
Wenn ich in meine Familie schaue und auf die Erzählungen zurück blicke, war das bei meinen Eltern, Onkel und Tante selbst Oma und Opa so.
Nun lieber poet, bin ich auf den nächsten Teil sehr gespannt.
18.01.2026 um 10:38 Uhr
geändert: 18.01.2026 um 23:31 Uhr
Spannend, ich mag die Geschichte.
Ich bin neugierig, wie es weitergeht.
Und ich kann gut verstehen, dass es für Protagonisten eine große Herausforderung ist, sein altes Leben aufgeben.
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