War es die Aufregung? Da renne ich über die Straße und schon passiert es. Ich fliege durch die Luft. Aber auch diese Sache hat letztlich eine gute Seite.
Mein Handy zeigt noch sechzig Prozent. Ich versuche diese neue KI-Maschine:
»Fenja?«
Fenja ist ein klangvoller skandinavischer Name, steht für Neubeginn.
Das klingt irgendwie magnetisch. Adresse und Telefonnummer stehen auf der Karte. Was soll ich machen? Anrufen oder einfach hinfahren? Oder alles vergessen?
Nein, Option drei geht gar nicht, nicht bei dieser Frau! In Gedanken fühle ich mich wieder unter ihr, als Hund, bei der Hündin. Prima heißt das Tier, was für ein Name! In Gedanken spüre ich ihre nasse Zunge auf meiner Wade. Nein, nach dieser Erfahrung gibt es kein Vergessen!
Also anrufen? Einfach hinfahren? Den Laden erst mal von außen ansehen?
Aber es geht mir nicht um den Laden. Studio? Ich brauche eigentlich kein Studio. Ich will sie wiedersehen, sie: Fenja. Neubeginn, ja, den brauche ich!
Und dann? Ich besuche sie, komme da hin und sie hat im Moment Kundschaft und keine Zeit? Oder sie ist sauer, dass ich so hineinplatze. Aber ich könnte ja erst nur …
Nein.
Anrufen? Sie wird sich erinnern, an so einen Moment erinnert man sich. Oder war ich nur ein kurzer Spaß für sie? Telefonnummer für feige Männer? Ja, ich habe Angst, dass ich es vergeige. Telefonieren ist so - anonym. Da ist nur eine Stimme im Hörer, den Sprecher muss man sich visuell ergänzen. Das Ergebnis ist ein Gemisch aus Erinnerung und Vorstellung. Eine Persönlichkeit, eingeengt auf eine Stimme, deren Klang man kaum beachtet hat. Die meisten Menschen sind überwiegend visuell geprägt.
Schreiben könnte ich, habe ja ihre Adresse. Aber was?
Ich sehe klarer jetzt: Schreiben oder anrufen verlangt meine Initiative. Aber beides liegt mir nicht, besonders nach der Szene im Biergarten, bei der sie die Initiative nicht nur an sich nahm, sondern war.
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Halsband, Leine?! Spaß oder Domina? Irgendwie schon ein Kick, wenn ein defekter Stuhl die Ebenen der Kommunikation verändert.
Fenja (Teil 2)
War es die Aufregung? Da renne ich über die Straße und schon passiert es. Ich fliege durch die Luft. Aber auch diese Sache hat letztlich eine gute Seite.
Meine Wohnung soll ich aufgeben, eine To-do-Liste abarbeiten, mich neu orientieren, ohne Versicherung, Rückhalt, Netz und doppeltem Boden. Was treibt mich dazu?
An den neuen, klar strukturierten Alltag werde ich mich gewöhnen. Kochen, Gärtnern und Hauswirtschaft sind neu für mich. Aber Fenja hat noch etwas völlig anderes mit mir vor.
Wie fühlt man sich als erwachsener Mann, dem eine Frau soeben mit aller Kraft das Gesäß verprügelt hat? Eigentlich absolut lächerlich, oder? War es vor einigen Tagen nicht besser, als ich noch ein selbstbestimmtes Leben führte?
Was für eine Demütigung, ich soll mich für die Hiebe bedanken, die Schmerzen, die ich soeben erhalten habe, schreit der Verstand. Gut so, du willst doch gedemütigt werden, kontert die dunkle Seite meiner Gefühle.
Ich kann meine Bedenken ebenso wenig unterdrücken wie die Gefühle, die mich überschwemmen, wenn ich Fenja sehe, wenn ich ihre Stimme höre, so abwechslungsreich, sorgend bis fordernd und hart. Woher habe ich sie nur, diese Sehnsucht nach Unterwerfung, nach Befehlen, nach Gehorsam?
So, wie die Hündin mit hängenden Ohren zu ihrem Platz zurück trottet, tut sie mir leid. Sie ist noch schlechter dran als ich, denn sie muss, weil sie muss, während ich muss, weil ich will.
es geht genau so toll weiter, wie es im ersten Teil aufgehört hat. Wunderbar geschrieben plätschert eine Geschichte dahin, die sich in pure Dominanz steigert. Am tollsten fand ich diese Erkenntnis:
Ich bin sozusagen die Ware.
die zeigt, dass die Chance, sich gegen Gefühle zu wehren, keine ist.
mir geht es beim zweiten wie beim ersten Teil, deinen Schreibstil mag ich total gerne, es macht mir Spaß deine Geschichten zu lesen, inhaltlich bin ich etwas überfordert. Wie Thorsten schon schrieb. Gibt es sowas wirklich? Aber, es ist ja eine Geschichte und ich liebe "happy ends", also hoffe ich einfach, dass dein Protagonist seines bekommt.
18.01.2026 um 10:27 Uhr
Oh, je der Protagonist scheint ja ganz schön unfallgefärdet zu sein.
Und jetzt soll er auch noch seinen Job und seine Wohnung aufgeben?
Warum, ist mir noch nicht ganz klar.
Auf jeden Fall eine spannende Geschichte, bin gespannt wie sie weitergeht.
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