Registrieren Login

Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 1549 | Facebook | Twitter

Urheberrecht Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Jona Mondlicht erfolgen! Mehr dazu ...

Hinweise beachten Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Die Kette

Eine BDSM-Geschichte von Jona Mondlicht.

Freitag Abend. Sie sitzt am Tisch. Vor ihr liegt ein einzelnes Blatt Papier. Es ist leer. Noch. Das unruhige Flackern der Kerze färbt es mal gelb, mal grau. Mal hell, mal dunkel. Mal hoffnungsvoll, mal traurig.

Sie hat lange nachgedacht. Keine Zeile, die sie schreiben will, kein Wort, welches sie sagen muss, wird ihr leicht fallen. Aber sie kann nicht anders.

Draußen durchpflügt ein Sturm die Nacht. Die Fensterläden klappern.

Sie atmet tief ein, ruhig wieder aus. Dann greift sie zum Stift.

„Mein lieber Dom“, schreibt sie. Und schon wird es schwer. Ist es denn ihrer? Hat sie ein Recht darauf, ihn so zu nennen? Seit einem Monat hat sie ihn nicht mehr gesehen, haben sie nicht miteinander gesprochen. Wie kann sie sicher sein, dass es ihrer ist?

Doch nun steht es da. Sie hat nur dieses eine Blatt. Gesagte Dinge sind gesagt. Ein Umstand, der auch dazu führte, dass sie nun hier sitzt. Sie erinnert sich an diesen verhängnisvollen Abend vor vier Wochen. An einem dieser Freitage, an denen sie und er gemeinsame Gedanken pflegten. 

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde Dich in Deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

09.07.2019 um 01:49 Uhr

Reine Emotionen, welche mich beim lesen zutiefst berührten. Meine Anerkennung für solch beispielloses Ausmaß an Geduld in dieser nahezu physich wahrnehmbaren Darstellung.

Ich ziehe den Hut.

Meinen geschätzten Dank für dieses exquisite Werk.

Gelöscht.

27.05.2019 um 09:08 Uhr

Hallo Jona,

auch ein Dom hat Grenzen, das beschreibst Du in Deiner Geschichte sehr eindringlich. Und wenn Sub diese Grenzen überschreitet, passiert nicht notwendigerweise das, was Sub sich wünscht. Und doch ermöglicht er ihr die Rückkehr zu ihm. Auch wenn diese alles andere als einfach für sie ist. Aber er hat sie nie wirklich aus den Augen gelassen, hat auf sie aufgepasst - wie romantisch!

Du zeichnest herrliche sprachliche Bilder in Deiner Geschichte, es bleibt spannend bis zum (gottseidank guten) Ende.

Vielen Dank für diese lehrreiche Geschichte.

Liebe Grüße

von Spätzle

† Elsa

Gelöscht.

26.05.2019 um 21:43 Uhr

So wenig Worte, so viel Emotion. Eine sehr berührende Geschichte von Mut und Wissen. Ich hätte gern ein paar Zeilen von seinem Brief gelesen, aber genau diese nicht zu lesen macht diese Geschichte so eindrucksvoll. Allein ihre Reaktion darauf ist so gut beschrieben. Und zum Schluss ein Happy End mit einem Anfang.

Einfach schön zu lesen und tief hineinfühlen. Danke.

15.11.2018 um 14:41 Uhr

Einfach nur Wow

Danke dafür

12.11.2018 um 13:39 Uhr

Eine sehr bewegende Geschichte. 

Und wahnsinnig gut geschrieben. Diese bildhaften Gleichnisse. Wenige Worte und viel mehr was dann im Kopf noch abläuft. 

Fantastisch!

04.11.2018 um 16:06 Uhr

Eine schöne Geschichte und eine gute Idee.

Danke für beides :)

Gelöscht.

22.02.2018 um 23:57 Uhr

Es könnte so einfach sein ... oder auch nicht  - denn dann wäre es nur halb so aufregend.

Gelöscht.

23.04.2017 um 20:30 Uhr

Danke!

Gelöscht.

03.08.2016 um 00:42 Uhr

Meister Y

Autor. Förderer.

27.01.2016 um 09:14 Uhr

Absolut beeindruckend!

Von der Tiefe dieser Zeilen bin ich wirklich getroffen. Für mich hast Du beide Protagonisten absolut stark dargestellt. Sie, die über Wochen einen Kampf mit sich selbst ausficht. In der die Erkenntnis über einen Fehler reift, die einen enormen Lernprozess durchmacht und sich am Ende entschließt, sich zu stellen. Er, der sich durch Konsequenz, Feinfühligkeit und scheinbar unendliche Geduld auszeichnet. Ständig präsent ist, sie formt ohne wirklich in diesen Prozess einzugreifen. Dies alles, ohne verletzt und zornig zu scheinen.

Ganz besonders fand ich auch das Bild, das Du für ihren schweren, langen Weg zurück für uns gemalt hast. Den Sturm, die Regentropfen, die die Haut wie Hiebe zu treffen scheinen. Die Kälte, die selbst beim Leser ankommt, das Klirren der Kette, von dem ich glaubte, es hören zu können.

Danke für diese Zeilen.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.