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Schattenzeilen

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Stein auf Stein

Eine BDSM-Geschichte von sinna

Sehnsucht war es, was mich trieb. Wie ein Blatt im Wind irrte ich durch die Welt, die so einsam und dunkel war. Einsam, weil ich meine Hingabe, meine Demut niemandem schenken konnte.

Gewollt hätten sie viele, doch ich ertrug sie nicht in meiner Nähe. Ich traf auf sie, wo immer ich hin ging. Fast schien es so als sei die Welt voll von ihnen. Ihre gierigen Blicke, ihre plumpe Art, ihr Gerede ohne etwas zu sagen, das alles widerte mich an.

Meine Sehnsucht schrie zwar in stummer Qual, doch nichts hätte mich dazu bewegen können, meine Unschuld zu verschleudern. Und unschuldig, das war ich... Ich bin es wohl immer noch. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Sizilia Luber

Autorin.

08.04.2021 um 17:57 Uhr

Danke, sinna, für den Text!

Ja, was Frauen wollen... Dieses dämliche Gehabe von manchen Doms sicher nicht. Manchmal bekommt man sie ganz schnell aus der Fassung gebracht mit einer sarkastischen Gegenfrage. Oder sehr genauem Nachhaken zu ihren Fähigkeiten, ihren Ansichten. Schon ist Stille auf der Spinnerseite.

Allen, die erlebt haben, was Du beschreibst, egal ob Mann oder Frau, wünsche ich den Mut, durchzuhalten und die echten Menschen zu finden, mit denen das Ausleben der Neigung Freude bereitet!

08.04.2021 um 10:31 Uhr

geändert am 08.04.2021 um 11:08 Uhr

So eine ganz blasse Ahnung kommt mir. Ich glaube etwas zu verstehen. Bin mir aber nicht ganz sicher. Eigentlich ist sie bemitleidenswert. Dann aber, am Schluß, wiederum hoffnungsvoll. Die innerlichen Befindlichkeiten weichen von den wahrgenommenen Realitäten oft weit ab. C´est la vie. Ohne auf "Sub-sein, Dom-sein" einzugehen: jeder Mensch ist das Produkt seiner Umwelt (genetische Anlagen einmal ausgenommen) Vielleicht muß man auch sein Umfeld anpassen oder kritischer sein? Freunde kann man sich ja bekanntlich aussuchen. Die Menschen, welche ihr ganzes Leben gesucht haben und nicht gefunden was sie suchten, sind gar nicht mal so selten. Hier bei "SZ" gibt es allerdings nur die, denen Du bisher noch nicht begegnet bist. Deine Odyssee wäre also, zumindest theoretisch, beendet.

Ronja

Autorin.

04.04.2021 um 17:16 Uhr

Mich berühren deine Gedanken zutiefst und ich kann mich so gut in dich hineinversetzen. Diese Partnersuche im BDSM Bereich ist unglaublich schwierig, bis nahezu unmöglich. Oft habe ich genau das gedacht, dass es wahrscheinlich eine bloße Utopie von mir ist, einen einfühlsamen verantwortungsvollen Dom zu finden. Einen Lebenspartner, mit dem man seine Neigungen immer teilen kann und an dem man wächst. Sich gemeinsam entwickelt. 

Wünsche mir von Herzen, dass es dir noch gelingen wird und die Mauer aus Steinen zum Einsturz gebracht wird. Damit du frei sein kannst.

Mississippi

Förderer.

04.04.2021 um 16:22 Uhr

Ja, irgendwo zwischen all den Steinen versteckt er sich.

Gelöscht.

26.09.2016 um 13:54 Uhr

Liebe Sisa, ich danke Dir! Ein grosses Geschenk, diese Geschichte. Wieso? Weil für mich Reflektion meiner Standortbestimmung. Die Erzählerin dieser Geschichte könnte mein Alter-Ego sein.

Diese Erzählerin ist sich ihrer lovemap (nach John Money) oder in Deutsch: Liebeskarte, nicht bewusst!

“Radieschen, du fühlst nicht weil primair ausgelöst durch eine bdsm-Handlung, du fühlt in solch einem Moment deine lovemap!” So sagte mir der grösste Experte von ganz Holland, auf Fachgebiet Sexologie.

Ich hab lange nachgedacht, wie den Kommentar zu schreiben. Weil ich bin in dieser Geschichte in meinem Element weil Wörter wie , Sehnsucht, Unschuld, Trauer, Wille, Widerstand, Macht darüber könnte ich einen Abend lang sprechen.

Liebe Sisa, diese Geschichte eignet sich sehr gut, für Suchende, welche neu ihre love-map zum ersten Mal fühlten. Darum hab ich für ein Kommentar gewählt was dienend sein kann für Suchende.

Folgende Sätze sind mir beigeblieben:

 

-          Sehnsucht war es was mich trieb: Wie wäre es, wenn sie die Demut trennt von Sehnsucht?

-          Meine Sehnsucht schrie in stummer Qual: was verbirgt sich hinter diesem Schrei?

-          Mich nicht von meiner Sehnsucht besiegen zu lassen: Wie bewegt sie sich in der Dynamik des Tanzes zwischen Widerstand und Sehnsucht?

-          Jede Frage die ein dominanter Mann mir stellte war ein neuer Stein für meine Mauer: geht es hier im Blaudruck wirklich um einen dominanten Mann? (Papa, Mama, Onkel, Tante, Lehrer/in..?) Könnte ein anderes Wort für Mauer, das Wort BINDUNG sein? Und ein anderes Wort für Stein? Ist das AU? Wie zum Beispiel:

-AU “Mama/Papa ich brauchte soviel Berührung und habs viel zu wenig erhalten.”

-AU weil Mama mit dem Wäschekorb vor mir stand in jenem für mich so wichtigen Moment.

-AU weil “naja wenn Mama/Papa besetzt sind, dann mache ich halt meine eigene Welt”.

 

Das Nest wählt man nicht. Sehnsucht wählt man nicht. Sehnsucht ist eine tiefe Kraft, falls fokussierte Sehnsucht. Falls saubere Sehnsucht. Weil saubere Sehnsucht bringt uns weiter, aber nicht im Komfort weil saubere Sehnsucht immer spannend ist. Und spannend ist es auch seine AU’s  zu nehmen. Sehr spannend, weil wirklich richtig genommen das Risiko in sich birgt dass man es nicht überlebt oder psychotisch wird. Körperliches AU ist einfacher und sicherer. Alles AU nehmen was im Zusammenhang steht mit dem Thema Bindung, ist verrekt schmerzhaft!

Und dann der Satz: Ich hörte auf mich zu lieben…

Frage: Wo ist die Sehnsucht wenn du verzweifelt bist?

Ist immer wieder eine Herausforderung: im Kontakt zu bleiben mit der Sehnsucht und es sein lassen so wie es ist, ohne zu claimen.

-          das war in ihren Augen nicht dominant und ich begann mich zu fragen, ob Dominanz gleichbedeutend sei mit Dummheit.

Faustregel: DOMINANZ IST NICHT GENOMMENEN TRAURIGKEIT.

Frage:  welche Traurigkeit ist durch deine/n Mutter/Vater nicht genommen?

Dann fiel mir ins Auge: Ich weiss es nicht.

Mit “ich weiss es nicht”, kann es möglich sein, dass man die Macht weg gibt, seines eigenen Regisseurs, wenn man sagt: ich weiss es nicht?  Das ist ein Thema welches in der Geschichte “on the rocks” von Kaoru auch vorkommt.

Willst Du etwas erreichen in der Macht deines eigenen Regisseurs spielen zwei Dinge:

a) Sehnsucht und Trauer

b) Sehnsucht und Wille

Zum Schluss:

Sehnsucht wählt man nicht. Die Sehnsucht wählt mich.

Ich hab Sehnsucht nach dem Ziel, das Ziel hat Sehnsucht nach mir.

Sehnsucht ist oftmals eine Anhäufung von Angst, Widerstand, Frustration und Umwegen.

Wille ohne Sehnsucht ist Leere.

Die Sehnsucht nach Vertrauen in die Zukunft ist der Weg durch die Angst. 

19.08.2016 um 18:49 Uhr

Ich finde, dass die Geschichte durch die Bildersprache sehr viel gewinnt.

Gelöscht.

19.08.2016 um 18:24 Uhr

Genauso wie Du es schreibst, verhält es sich in der Tat. Dem ist nichts hinzuzufügen.

eileen

Autorin.

07.11.2015 um 11:30 Uhr

So schön geschrieben, realistisch, einfühlsam, in die Tiefe gehend. Vielen Dank für diesen Text.

Meister Y

Autor. Förderer.

07.11.2015 um 09:24 Uhr

Unglaublich vielsagend, wundervoll.

Tiefer, besser, facettenreicher kann man diese außergewöhnliche Situation, die Suche nach sich selbst und dem "Richtigen" wahrlich nicht beschreiben. Danke, dass Du uns an diesem Wegstück teilhaben lassen hast. Ich hoffe und wünsche, dass ganz ganz viele Steine in der Zwischenzeit abgebaut werden konnten. Schubkarren, nein, ganze Lastwagen voll aus dem Weg geräumt wurden.

Noch mal, vielen Dank für diese überaus berührenden Zeilen. 

Gelöscht.

23.02.2015 um 23:28 Uhr

macht sehr nach nachdenklich  und ist   wirklich  so wahr!

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.