BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Stein auf Stein

BDSM-Geschichte von sinna

Sehnsucht war es, was mich trieb. Wie ein Blatt im Wind irrte ich durch die Welt, die so einsam und dunkel war. Einsam, weil ich meine Hingabe, meine Demut niemandem schenken konnte.

Gewollt hätten sie viele, doch ich ertrug sie nicht in meiner Nähe. Ich traf auf sie, wo immer ich hin ging. Fast schien es so als sei die Welt voll von ihnen. Ihre gierigen Blicke, ihre plumpe Art, ihr Gerede ohne etwas zu sagen, das alles widerte mich an.

Meine Sehnsucht schrie zwar in stummer Qual, doch nichts hätte mich dazu bewegen können, meine Unschuld zu verschleudern. Und unschuldig, das war ich... Ich bin es wohl immer noch. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

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Gelöscht.

26.09.2016 um 13:54 Uhr

Liebe Sisa, ich danke Dir! Ein grosses Geschenk, diese Geschichte. Wieso? Weil für mich Reflektion meiner Standortbestimmung. Die Erzählerin dieser Geschichte könnte mein Alter-Ego sein.

Diese Erzählerin ist sich ihrer lovemap (nach John Money) oder in Deutsch: Liebeskarte, nicht bewusst!

“Radieschen, du fühlst nicht weil primair ausgelöst durch eine bdsm-Handlung, du fühlt in solch einem Moment deine lovemap!” So sagte mir der grösste Experte von ganz Holland, auf Fachgebiet Sexologie.

Ich hab lange nachgedacht, wie den Kommentar zu schreiben. Weil ich bin in dieser Geschichte in meinem Element weil Wörter wie , Sehnsucht, Unschuld, Trauer, Wille, Widerstand, Macht darüber könnte ich einen Abend lang sprechen.

Liebe Sisa, diese Geschichte eignet sich sehr gut, für Suchende, welche neu ihre love-map zum ersten Mal fühlten. Darum hab ich für ein Kommentar gewählt was dienend sein kann für Suchende.

Folgende Sätze sind mir beigeblieben:

 

-          Sehnsucht war es was mich trieb: Wie wäre es, wenn sie die Demut trennt von Sehnsucht?

-          Meine Sehnsucht schrie in stummer Qual: was verbirgt sich hinter diesem Schrei?

-          Mich nicht von meiner Sehnsucht besiegen zu lassen: Wie bewegt sie sich in der Dynamik des Tanzes zwischen Widerstand und Sehnsucht?

-          Jede Frage die ein dominanter Mann mir stellte war ein neuer Stein für meine Mauer: geht es hier im Blaudruck wirklich um einen dominanten Mann? (Papa, Mama, Onkel, Tante, Lehrer/in..?) Könnte ein anderes Wort für Mauer, das Wort BINDUNG sein? Und ein anderes Wort für Stein? Ist das AU? Wie zum Beispiel:

-AU “Mama/Papa ich brauchte soviel Berührung und habs viel zu wenig erhalten.”

-AU weil Mama mit dem Wäschekorb vor mir stand in jenem für mich so wichtigen Moment.

-AU weil “naja wenn Mama/Papa besetzt sind, dann mache ich halt meine eigene Welt”.

 

Das Nest wählt man nicht. Sehnsucht wählt man nicht. Sehnsucht ist eine tiefe Kraft, falls fokussierte Sehnsucht. Falls saubere Sehnsucht. Weil saubere Sehnsucht bringt uns weiter, aber nicht im Komfort weil saubere Sehnsucht immer spannend ist. Und spannend ist es auch seine AU’s  zu nehmen. Sehr spannend, weil wirklich richtig genommen das Risiko in sich birgt dass man es nicht überlebt oder psychotisch wird. Körperliches AU ist einfacher und sicherer. Alles AU nehmen was im Zusammenhang steht mit dem Thema Bindung, ist verrekt schmerzhaft!

Und dann der Satz: Ich hörte auf mich zu lieben…

Frage: Wo ist die Sehnsucht wenn du verzweifelt bist?

Ist immer wieder eine Herausforderung: im Kontakt zu bleiben mit der Sehnsucht und es sein lassen so wie es ist, ohne zu claimen.

-          das war in ihren Augen nicht dominant und ich begann mich zu fragen, ob Dominanz gleichbedeutend sei mit Dummheit.

Faustregel: DOMINANZ IST NICHT GENOMMENEN TRAURIGKEIT.

Frage:  welche Traurigkeit ist durch deine/n Mutter/Vater nicht genommen?

Dann fiel mir ins Auge: Ich weiss es nicht.

Mit “ich weiss es nicht”, kann es möglich sein, dass man die Macht weg gibt, seines eigenen Regisseurs, wenn man sagt: ich weiss es nicht?  Das ist ein Thema welches in der Geschichte “on the rocks” von Kaoru auch vorkommt.

Willst Du etwas erreichen in der Macht deines eigenen Regisseurs spielen zwei Dinge:

a) Sehnsucht und Trauer

b) Sehnsucht und Wille

Zum Schluss:

Sehnsucht wählt man nicht. Die Sehnsucht wählt mich.

Ich hab Sehnsucht nach dem Ziel, das Ziel hat Sehnsucht nach mir.

Sehnsucht ist oftmals eine Anhäufung von Angst, Widerstand, Frustration und Umwegen.

Wille ohne Sehnsucht ist Leere.

Die Sehnsucht nach Vertrauen in die Zukunft ist der Weg durch die Angst. 

19.08.2016 um 18:49 Uhr

Ich finde, dass die Geschichte durch die Bildersprache sehr viel gewinnt.

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Gelöscht.

19.08.2016 um 18:24 Uhr

Genauso wie Du es schreibst, verhält es sich in der Tat. Dem ist nichts hinzuzufügen.

eileen

Autorin.

07.11.2015 um 11:30 Uhr

So schön geschrieben, realistisch, einfühlsam, in die Tiefe gehend. Vielen Dank für diesen Text.

Signatur

Das Leben ist viel lustiger, wenn man sich selbst nicht so ernst nimmt.

07.11.2015 um 09:24 Uhr

Unglaublich vielsagend, wundervoll.

Tiefer, besser, facettenreicher kann man diese außergewöhnliche Situation, die Suche nach sich selbst und dem "Richtigen" wahrlich nicht beschreiben. Danke, dass Du uns an diesem Wegstück teilhaben lassen hast. Ich hoffe und wünsche, dass ganz ganz viele Steine in der Zwischenzeit abgebaut werden konnten. Schubkarren, nein, ganze Lastwagen voll aus dem Weg geräumt wurden.

Noch mal, vielen Dank für diese überaus berührenden Zeilen. 

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

23.02.2015 um 23:28 Uhr

macht sehr nach nachdenklich  und ist   wirklich  so wahr!

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Gelöscht.

12.07.2014 um 16:32 Uhr

Könnte auch im wahren Leben vorkommen. Eine sehr gefühlvolle Geschichte die mich zum Nachdenken angeregt hat.

Rote Sonne

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11.07.2014 um 15:39 Uhr

Ich fand Deinen Weg zu Dir selber, sehr berührend, verständlich und voller Mut. Du hast sehr schön geschrieben, dass man erst sich finden muss, um zu wissen was man haben möchte und dann nicht aufgeben und auf keinen Fall den Mut verlieren. Deine Vergleiche mit der Mauer fand ich treffend und konnte mir ihre Last unter den Steinen vorstellen.

Danke für Deinen Weg.

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

25.01.2014 um 23:36 Uhr

Nachvollziehbar, wenn auch aus unserer Sicht die Gratwanderung zwischen unerwünschter Plumpheit und ignorierender Distanziertheit nicht immer leicht zu finden ist.

Signatur

Viele Grüsse, Skorpion

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Gelöscht.

10.11.2013 um 19:26 Uhr

schöner hätte man den pfauencatwalk kaum beschreiben können, und das abstossende für frau (und sicher auch devoten mann), ebenso wie die hoffnung, die man hegt, ganz tief drin,

danke, deep

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