BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Das neue SM

Science-Fiction-Geschichte von Tek Wolf

Cyrril van der Cloppen lehnte sich über die Brüstung und spuckte in die Tiefe. Der Wind zerzauste sein langes Haar auf der Seite, auf der es nicht abrasiert war und sein lilaner Lackmantel knisterte dazu. Er blickte seiner Körperflüssigkeit nach und stellte enttäuscht fest, dass der Wind sie zerstreut hatte, lange bevor sie auf den unteren Terrassen der Kobayashi-Arkologie auftreffen konnte. Selbst ein Geldstück hätte mehr als zwei Minuten für diesen Weg gebraucht.

„Sag mal...“ begann Mirebell gedehnt, „warst du eigentlich schon mal wo anders? Ich meine in einer ganz anderen Arkologie?“

„Hach, was du schon wieder fragst!“ antwortete Cyrril und versuchte seine gebleichte Frisur zu ordnen. „Ich war mal da drüben.“ Er wedelte in Richtung der nächsten Arkologie, die sich in ein oder zwei Kilometern Entfernung erhob, wie ein bewaldeter Berg aus Glas und intelligenten Verbundstoffen. „In Urlaub. War witzig, den eigenen Wohnhügel mal zu sehen. Für ’ne Sekunde ungefähr. Nur Holländer da drüben. Echte Spießer.“

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

21.09.2013 um 18:32 Uhr

Sehr detailreich unsere eventuelle Zukunft beschrieben!

Was ich besonders schön fand, dass Mirebell doch Ihren Weg ging, 

ohne sich mit der Masse mitreißen zu lassen.

Am Anfang, als die Personen und deren Körperveränderungen beschrieben wurden,

erinnerte mich sehr an die Tribute von Panem.

Ab wann kann man eigentlich seinen Namen limitieren lassen?

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

01.04.2011 um 14:58 Uhr

les ich da ein klein wenig Satire? der Text gefällt mir, nein, nicht wegen der Technik, das wären ja zum Teil Alpträume , zumindest für mich, ich find die Sichtweise nur gut, denn nicht die Techniken sind ausschlaggebend, sondern das Vertrauen und das Gefühl zueinander und das würde in so einer automatisierten Zeit ja völlig fehlen, da bleib ich lieber in der jetzigen und geniess das was wir haben umso mehr

hexlein

Autorin.

26.01.2011 um 22:01 Uhr

bei dem Text bin ich ja heilfroh im Hier und Jetzt leben zu dürfen.

Wenn in der Zukunft Gefühle und Leidenschaft nicht mehr zählen...

na danke, da verzichte ich lieber und bleibe altmodisch

das hexlein

Signatur

das hexlein "Macht was Ihr wollt. Die Leute reden sowieso"

poet

Autor.

11.02.2010 um 20:00 Uhr

Geradezu widerliche Geschichte - und genau das macht sie auch noch so mitreißend!

Signatur

poet

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.03.2009 um 03:53 Uhr

eine fantastische, gefühlvoll erzählte Geschichte

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

23.01.2008 um 15:42 Uhr

Eigentlich stehe ich nicht auf Sci-Fi, aber mit dem Hintergrund sieht das schon ganz anders aus *g*. Pfiffige und glaubwürdige Story, auch gut geschrieben!

Rose Kane

Autorin.

20.04.2007 um 16:59 Uhr

Das Dahinter macht mich traurig ...

"Sie fühlte einfach die Leere jenseits der Seide auf ihrem Gesicht."

Hm ...

Signatur

---- ~ r.k. ~

Gryphon

Autor. Vereinsmitglied.

19.04.2007 um 08:16 Uhr

Gerade in seinen Gegensätzen ein toller Text ...

Signatur

Ein Gentleman sollte alles ausprobiert haben - außer Inzest und Volkstanz.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

19.04.2007 um 07:36 Uhr

da kann ich mir ein leichtes schaudern nicht verkneifen.

bin doch froh, dass ich im jetzt lebe *SMile*

phnatastisch beschriebene SM-zukunft

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

18.04.2007 um 12:47 Uhr

Ein guter SciFi ist, wenn eine Welt, wenn Vorkommnisse beschrieben werden, wie wir sie heute (noch) nicht kennen, wenn von völlig Unbekanntem, Neuen, aber vielleicht doch Möglichem plausibel berichtet wird. Und wenn es dazu noch kleine Seitenhiebe ins Jetzt, Hier und Heute gibt. Wie in dieser Geschichte. Die sehr geschickt verpackt ein Thema von heute in die Zukunft portiert: Liebe und Sexualität, reduziert auf die pure Triebbefriedigung und perfekte, jederzeit abrufbare Techniken? Oder doch (immer noch) die Sehnsucht nach tiefergehender, romantischer Emotionalität?

Eine klares "sehr gut" natürlich.

Bei so starken Wettbewerbsgeschichten, wie sie bis jetzt bereits zu lesen sind (und ich bin sehr gespannt darauf, was noch kommen wird), wird es mir eine grosse Freude und Ehre sein, die von mir zur Verfügung gestellten CDs zu versenden.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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