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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Perplex

Eine BDSM-Geschichte von Sophie Amalia

„Lecksklave sucht seine Herrin“. Diese Anzeigenüberschrift springt mir ins Auge, als ich mich auf meinem Account anmelde. Einen reinen Lecksklaven suche ich eigentlich nicht, ein Bottom muss mir schon mehr zu Diensten sein können als nur in sexueller Hinsicht. Aber warum soll ich mir nicht zum Ausklang des Wochenendes den Abend von einem jungen Burschen versüßen lassen? 35 Jahre alt ist er laut Anzeige, also selbst, wenn er geschummelt hat, definitiv jünger als ich. Ich schreibe ihn an und erkundige mich, wo er denn besuchbar wäre. Die Antwort kommt prompt und ich versichere ihm, dass ich eine Stunde später bei ihm bin. Dies sind Dates, wie ich sie liebe. Kein ewiges Schreiben, kein Kopfkino austauschen, sondern lediglich Zeit und Ort absprechen und treffen. Ich hätte ihn höflicherweise nach seinem Vornamen fragen können, aber diese Information ist nicht wichtig für unsere Verabredung.

Die Fahrt quer durch die Stadt dauert nicht länger als zwanzig Minuten, sagt mein Navi. Ein LKW ist direkt vor mir, aber da er fast die zulässige Höchstgeschwindigkeit fährt, überhole ich nicht wie sonst üblich. Ich werde rechtzeitig ankommen, und zur Not kann der Bursche auch warten.

Als ich in seine Straße einbiege, stelle ich mein Auto in der ersten freien Parknische ab. Ich halte nicht direkt vor dem Haus, sondern laufe lieber die paar Meter bis zu ihm. Je weniger Informationen mein Gegenüber von mir bekommt, desto angenehmer für mich.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

21.09.2022 um 05:24 Uhr

Hatte ja versprochen, doch noch einen Kommentar zum Text zu hinterlassen. Ist eine Weile her, aber trotz Umstandes, der es befördert, vergesse ich für gewöhnlich nicht. Es sei denn, ich will es.

35 und junger Bursche entlockte mir ein süffisantes Schmunzeln. In der Tat empfinde ich das in der heutigen Welt unterschiedlich. Die eine Sorte weiß in diesem Alter das Besteck noch nicht richtig zu benutzen, der andere Teil ist hingegen bereits senil und vergreist. Daran ändert auch nichts, dass sie ständig Englisches quaken, jedoch zumeist im falschen Kontext. Gehirn zu benutzen, das ist nicht mehr sonderlich modern.

Ein in meinen Augen mit seinen persönlichen Daten leichtfertig umgehender Bursche scheucht die begehrte Dame eine knappe halbe Stunde durch die Stadt. Ob man dafür wohl einen Navi benötigt? Ich vermutlich nicht. Als störender würde ich es empfinden, hätte der Protagonist tatsächlich die Flossen in der Hosentasche. Zumal noch als Sklave. Also erwartet sie null Benehmen, wozu das gewünschte Platz anbieten ganz im Gegensatz steht. Ja, da war mein zweiter gedanklicher Schmunzler.

Vielleicht bin ich zu rational. Wer weiß das schon? Ist ja gut, einige hier wissen es schon, ob oder ob nicht. Doch es geht nicht um mich, sondern die kleine Episode. Er hat bekommen, was er wollte. Also eine Geschichte mit positivem Ausgang. Wie bei Märchen, die enden meist auch glücklich. Apropos Ende. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich mir ein Sternchen in Reserve behalten. Bekommst es nachgereicht. Denke, ist doch berechtigt.

21.09.2022 um 04:40 Uhr

Gut geschrieben

Florentine

Förderer.

17.09.2022 um 17:07 Uhr

Direkt, klar und auf den Punkt kommend, geschrieben. FemDom weiß was sie will und holt sich genau das. Dass sich der Sklave einen anderen Verlauf erhofft hat, ist nachvollziehbar. Wenn ich weiter denke, könnte ich mir dennoch gut vorstellen, dass er sie gern weiterhin treffen würde, weil diese kühle Seite durchaus ihren Reiz hat. 

Vielen Dank für diese schöne Geschichte.

16.09.2022 um 12:53 Uhr

Mir hat der Text gefallen.  Er ist gut geschrieben und ich hatte das Gefühl ihn miterlebt zu haben.

15.09.2022 um 00:58 Uhr

So sind sie, die Frauen…

Schöne Geschichte. Wenn die Femdom auch kühl rüberkommt - so wünscht es sich doch das Kopfkino!

Meister Y

Autor. Förderer.

11.09.2022 um 13:40 Uhr

Liebe Sophie Amalia, eine wirklich tolle Kurzgeschichte. Man könnte meinen sie sei emotionslos und kalt aber ist sie das wirklich? Ist sie nicht eigentlich voller emotionaler Momente zwischen den, fast wie in einem Dokumentarbericht, erzählten Zeilen? Jepp, fast könnte er einem leid tun. Aber es ist so, wenn zwei Erwartungshaltungen aufeinander treffen, wird eine der beiden meist enttäuscht. Genau das hast Du mehr als treffend erzählt.

Danke für tolle Lektüre an einem verregneten Sonntagmittag.

Zoe Stern

Autorin.

10.09.2022 um 00:54 Uhr

Herrliche Erzählung und weckt die Sehnsucht insgeheim in mir, auch so handeln zu können. 

Wer weiß, vielleicht ist das auch der Beginn einer langen Freundschaft zwischen den Beiden. Ich hoffe doch dass er angelernt werden möchte.

high time

Autor.

09.09.2022 um 23:32 Uhr

Liebe Sophie Amalia, jetzt muss ich etwas tun, was ich auch mal einem Kritiker einer meiner Geschichten nahegelegt habe: Ich muss unterscheiden zwischen dem Literarischen und dem Inhalt, bzw. meiner Sympathie mit der Protagonistin.

Die Geschichte ist knüppelhart. Emotionsfrei, zwischenmenschlich völlig belanglos. Für mich inhaltlich gruselig, fast abschreckend. Aber um das zu bewirken, muss sie gut geschrieben sein. Und das ist sie zweifellos.

08.09.2022 um 23:22 Uhr

ja, was hat der "Lecksklave" denn erwartet? Er hat sich bereitwillig zum "Dienen mit der Zunge" erklärt. Mehr als diesen Dienst hat er von der Herrin nicht bekommen, und ob er sich nun doch noch selbst befriedigt? Da dies , so wie es aussieht ein einmaliges Treffen war, wird er auch keine weiteren Konsequenzen zu erwarten haben.

Gregor

Autor.

08.09.2022 um 06:51 Uhr

Klar, klassisch und gut geschriebene Kurzgeschichte, fast wie ein Erfahrungsbericht, meine ich. Nicht verstiegen, nicht intellektuell abgehoben, ehrlich wirkend, ungestelzt. Da ist nichts, wo es noch lange im Nachklang der Geschichte über Aussage und Sinn des Textes zu grübeln gibt. Fast technisch, aber nicht steril geschrieben, direkt und ohne Umweg zu verstehen. Es ist häufig so, dass die meisten Wünsche und Sehnsüchte in Befindlichkeitsdiskussionen solange zerredet werden, bis sie wie kalte Asche sind.

Was passiert hier? Eine dominante Frau macht ihre Ansage. Die Sachlage kommt auf den Tisch. So ist das und so muss es sein.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.