Registrieren Login

Social Bondage: Textnummer 2132 | Facebook | Twitter

Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch dienerin erfolgen! Mehr dazu ...

Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Frieden - kein Krieg?

Eine BDSM-Geschichte von dienerin

()

Platz 7 im Schreibwettbewerb "Missverständnis" (Link).

 

„Der Eine möchte Frieden und der Andere möchte keinen Krieg. Das führt unweigerlich zu Spannungen.“ Sie hatte diese Sätze vor längerer Zeit gelesen, wusste nicht mehr, wann und in welchem Zusammenhang. Aber sie erinnerte sich, da sie erlebte, dass zwei Menschen vollkommen aneinander vorbeireden können, obwohl sie das Gleiche wollen. Denn so empfand sie die Beziehung zu ihrem Dom. Sie lebten aneinander vorbei. Oder fühlte sich das nur für sie so an?

 

Sie gingen beide anstrengenden Berufen nach. Die wenige gemeinsame Zeit, die ihnen blieb, mussten sie gut nutzen. Aber wie? War es gut, zu Hause zu bleiben und die Neigung auszuleben, die sonst immer zu kurz kam? Oder war es besser, sich mit Freunden zu treffen? Vielleicht gemeinsam mit ihnen besonderen Leidenschaften nachgehen? Es war schwierig, das zu organisieren.

Kann man sich überhaupt auf Kommando ausleben? Dazu braucht es doch Lust, dafür muss das Ambiente stimmen. Alltag frisst SM, so hat es ein Freund von ihr immer behauptet. Doch das will sie nicht gelten lassen. Sie ist überzeugt, dass sie ihre Neigung auch im Alltag leben kann. Wenn Beide es so wollen.

Wie sehr hatte sie gehofft, dass sich ihre Neigung in das gemeinsame Leben integrieren ließ. Sie ließ sich tägliche Regeln geben. Feste Bettgehzeiten, geregelter Umgang mit Alkohol. Kleidervorschriften.

Aber auch Sanktionen, falls sie gegen Festlegungen verstieß. Sie wollte ihren Dom schließlich ernst nehmen. Und doch hielt sie sich nicht an die Vereinbarungen, wenn sie ihn herausfordern wollte. Darüber ärgerte sie sich. Immer wieder.

Sie hatte geglaubt, dass solche Alltagsregeln auch ihm gefallen würden. Sie hatte ihn doch so verstanden. Oder hatte sie ihn lediglich so verstehen wollen?

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde dich in deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn du bereits einen Nutzernamen hast, melde dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst du dich kostenlos registrieren oder dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest dich nicht anmelden? Dann stehen dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:16 Uhr

Asyoulike

Danke für die prickelnde und gedankenanregende Geschichte. I... aber es bleibt nix anderes übrig als trotzdem weiter miteinander zu reden.

Danke Asyoulike

Ja aufgeben hilft ja nix

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:15 Uhr

Aiko Schwarzmeier

Hab grad einen Artikel auf XING geelsen, der inhaltlich sehr Deckungsgleich ist (halt aufs Berufsleben bezogen).

...

Ich finde den Text "einfach zum Nachdenken" - schön sachlich geschrieben, aber mit sehr viel Inhalt

gruss

Aiko

Danke Aiko

für deinen Kontakt und das erleben, dass auch die Berufswelt vor Missverständnissen nicht halt macht.

Wäre es dir möglich, mir den Artikel ggf. zu schicken, wenn du ihn noch hast?

Kontakt gerne als PN-

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:12 Uhr

Sari

schön geschrieben, flüssig, direkt....

aber irgendwie schwer.....Wünsche sind da, die kommen einfach hoch.

...

aber vielleicht bin ich zu hart, ist ja im Grunde nur eine Geschichte.....

Danke Sari

für deinen Kommentar und deine Überlegungen.

Es ist nur eine Geschichte.

Und trotzdem macht man sich ja Gedanken, was wäre wenn?

Aber eben, es ist manchmal so, dass es eben nicht sein soll, dass man es schafft zusammen zu kommen.

Vielleicht möchte man viel und bekommt gefühlt zu wenig.

Aber auch da... Bewertungen sind subjektiv und Momentaufnahmen.

SUnd eine gute Freundschaft ist auch sehr viel wert

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:09 Uhr

Adriean

... Gerade wenn das Kopfkino die Zunge führt kommte es immer wieder zu Mißverständnissen.

schöne Geschichte

Danke Adriean

Kopf und Herz wollen auch nicht immer das Gleich

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:06 Uhr

Katika

...

Dabei ist doch gerade die Kommunikation das Wichtigste gerade im Kontext BDSM. ...

Ein schöner Text.

Danke dafür.

Ich danke dir Katika für deinen Kommentar

Ja, redenen kann geholfen werden

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:04 Uhr

The Sin

Ja das fehlen von Kommunikation, da sterben Beziehungen dran. 

...

Mir hat der Text gefallen.

Danke The Sin

für deinen Kommentar, der deutlich macht, dass das Leben auch bei dir ankam. Schön, dass dir der Text gefallen hat

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 20:03 Uhr

Kurator

Wie kann man jemandem einen Wunsch erfüllen, dessen Wunsch es ist, keinen Wunsch erfüllt zu bekommen?

...

Beide Lösungen hat das Paar nicht gesehen,… und auch keine Weitere. Schade…, wie im richtigen Leben.

Ich habe die Geschichte gerne gelesen, obwohl oder vielleicht gerade weil es kein Happy End gibt.

Danke Kurator

für deinen Kommentar und deine Überlegungen.

Es hätte viele Möglichkeiten gegeben, Lösungen zu finden, aber in jedem Fall hätte man die vorhandenen Missverständnisse lösen müssen.

Happy End ist das was wir begehren, aber nicht immer bekommen

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 19:54 Uhr

Meister Y

Danke für aufwühlende Zeilen, die genauso hierher gehören, wie (aus)gelebte Zweisamkeit.

Danke Meister Y

für deinen Kommentar. Ja, er gehört hier hin, der Text und die Gedanken, die tatsächlich aufwühlen, weil man das liest, was im Alltag passiert. Beziehungen die erleben, dass sie aneinander vorbei reden. Schon Loriot hat das oft genug deutlich gemacht.

Aber man kann daraus lernen

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 19:41 Uhr

Florentine

Liebe Dienerin!

Deine Geschichte zeigt auf beeindruckende Art und Weise, wie vertrackt Kommunikation doch sein kann. Da kommen die Fragen auf, warum es nicht gelingen will, warum diese Missverständnisse überhaupt entstehen und scheinbar nicht aus dem Weg geräumt werden können. Ist es die falsche Wortwahl? Ist es ein unzureichendes oder verfestigtes Verständnis von Dom- und Subsein, was es erschwert, den Blickwinkel des anderen vollkommen wahrnehmen zu können oder gar zu wollen, obwohl doch beide so gern das Gleiche wollen? 

Schade, dass die beiden ihren gemeinsamen Weg nicht gefunden haben. Leider wird das in der Tat kein Einzelschicksal sein.

Danke Florentine

für deinen sehr stimmigen Kommentar. Ich vermute, dass es viele erleben

Und es wird wieder vorkommen.

So ist das nun mal

Wir hören eher das negative als das positive

Manchmal liegt es an der Sichtweise

dienerin

Autorin. Förderer.

02.12.2022 um 19:38 Uhr

Tony Baigu

Guter Text! Er trifft wohl so manchen ins Mark. Erinnere mich nicht, ob ich mich an anderer Stelle schon dazu äußerte. Sie lässt den Gedanken ihren Lauf. Vermutlich nicht zum ersten Mal. Dazu kommen sie zu verfestigt und punktgenau daher. Die Quintessenz nur allzu bekannt, wenn auch aus anderen Gründen als in der Erzählung. Manchmal ist es Erinnerung und/oder Vergangenheit, die im Wege zu stehen scheint. Dabei sind wir es letztlich immer. Wir stolpern über die eigenen Füße, wie einst Charlie Chaplin. Das Komische daran ist nicht die Komik. Darin liegt die Tragik. Vier Sternentaler von mir.

Danke Tony

für deinen Kommentar

Du hast gut erfasst, was in dem Text ausgedrückt wird.

Warum es uns trifft? Vermutlich weil viele von uns diese Situation in möglicherweise anderem Kontext kennen

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.