Registrieren Login

Social Bondage: Textnummer 2131 | Facebook | Twitter

Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Florentine erfolgen! Mehr dazu ...

Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Ich will doch nur spielen ...

Eine BDSM-Geschichte von Florentine

15 Minuten. Verdammte 15 Minuten gibst du mir, um 22.00 Uhr an der alten Fabrik zu sein. Du wolltest dir doch nur ein paar Minuten draußen die Beine vertreten. Dann kam dein unerwarteter Anruf. Du sagtest, du erwartest mich in langem Mantel und High Heels am Ort der Verabredung.

 

Noch völlig überrascht davon versuche ich hastig, mich meines Kleides und meiner Unterwäsche zu entledigen.

 

Ich fluche, weil ich den Autoschlüssel nicht finden kann. Ich muss daran denken, was du wohl dazu sagen würdest, wenn du das jetzt sehen könntest. Du hast mir schon oft gesagt, dass dich mein Chaos nervt und mir ein Ordnungssystem aufgetragen. Doch an der Umsetzung scheitere ich ständig.

 

Ja, ich habe meine Verpflichtung dir gegenüber damals ganz euphorisch unterzeichnet. Ich kenne sie in- und auswendig. Auch diesen verflixten Punkt 5: Ich gelobe, in puncto Ordnung deinen Vorgaben Folge zu leisten. Doch du wirst es nicht in mich einprügeln, hattest du ganz am Anfang gesagt. Mein aufrichtiger Wunsch, deinem Wohlbefinden dienen zu wollen, sollte immer das Motiv meiner Unterwerfung sein.

 

Ich merke, wie mir die Hitze zu Kopf steigt. Mein Herz pulsiert, während ich fahrig in jeder Ecke des Flurs den Schlüssel suche. 15 Minuten. Verdammte 15 Minuten, hallt es in meinem Kopf. Endlich habe ich den Schlüssel. Er muss von der Kommode gefallen sein, hinein in eine meiner ungezählten Stiefeletten an der Garderobe, die noch nicht den Weg in den Keller gefunden haben.

 

Ich bin spät dran. Barfuß, mit den High Heels in der Hand, renne ich zur Tür hinaus, hinüber zum Auto. Trotz meiner Eile bemerke ich, dass es erstaunlich warm ist für einen späten Abend Anfang April. Lediglich an meinen Fußsohlen spüre ich die Kälte des Asphaltbodens. In meinem Auto sitzend bemerke ich, dass deines nicht mehr auf seinem Platz steht. Die Straßenlaterne zeichnete vorhin noch einen leichten Glanz auf dein Autodach. Ich sah es vom Fenster aus. Doch jetzt ist dein Parkplatz leer. Wieso hab ich den Motor deines Golfs nicht starten gehört? Aber das ist jetzt auch egal. Immer noch etwas überrumpelt, aber erwartungsfroh, gebe ich Gas.

 

22.04 Uhr stehe ich auf dem von dir benannten Parkplatz vor der großen Fabrikhalle. Mist. Vier Minuten über der Zeit. Ich weiß, wie wichtig dir Pünktlichkeit ist. Ich streife mir die Schuhe an und verlasse hektisch das Auto.

 

„Schau dich nicht um. Geh einfach durch die kleine Seitentür in die Halle. Sie wird offen sein. Bleib in der Halle.“ So hattest du es angewiesen.

 

Es ist dunkel. Nur der Mond bringt etwas Licht in die Nacht. Die Einsamkeit hier draußen und die rostig erscheinende Halle sorgen dafür, dass es sich hier wesentlich kälter anfühlt, als die 20 Grad, die das Display im Auto anzeigte. Unwohlsein beschleicht mich und mir läuft ein Schauder über den Rücken.

 

Vermutlich beobachtest du mich, wie ich zum Fabrikgebäude hinüberlaufe. Ich würde dich jetzt zu gern sehen, das würde mir hier an diesem verlassenen, düsteren Ort Sicherheit geben. Nervös husche ich flink durch die kleine Seitentür, die merkwürdigerweise nicht einmal knarrt.

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde dich in deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn du bereits einen Nutzernamen hast, melde dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst du dich kostenlos registrieren oder dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest dich nicht anmelden? Dann stehen dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

01.12.2022 um 02:56 Uhr

Eine intensive Geschichte mit einem offenen Ende . Nicht meine Herangehensweise aber passiert wohl in der Realität ziemlich oft . 

Einfach zu gehen finde ich nicht richtig .

30.11.2022 um 07:15 Uhr

Ich finde die Geschichte toll und finde mich beim Ordnunghalten darin wieder ;)

28.11.2022 um 12:26 Uhr

Sehr gut erzählt und sehr erregend und spannend! Mit wenigen Worten wird die Thematik treffend umschrieben! Habe ich mit viel Vergnügen gelesen!!

08.11.2022 um 23:36 Uhr

ihre wechselnden Emotionen finde ich sehr auffällig und kann ich nicht einordnen. Die Stimmung der Hallenszene kommt gut rüber. Und ja, ich hatte auch den Eindruck einer eher unstimmigen(?) Beziehung, aber das ist vielleicht beabsichtigt?

06.11.2022 um 18:27 Uhr

Eine echt traurige Geschichte. Ich würde mir eine Fortsetzung und eine Aussprache wünschen. 

Kommunikation ist das wichtigste in einer Beziehung. 

Ein eindeutiges und konsiquentes Handeln des dominanten Parts fehlt mir. Wie soll eine sub lernen das gewisse Verhaltensweisen nicht geduldet werden, wenn sie mit einem Lächeln alles auflösen kann fehlt es auch am klaren Handeln des Führenden. 

Letztendlich ist es ja kein Rollenspiel, sondern die gelebte innere Veranlagung und der Wunsch genau dieser zu folgen.

05.11.2022 um 20:28 Uhr

Die Geschichte hat mich deprimiert, ich denke das war der Sinn der Sache. Eine weitere traurige Geschichte von Zweien bei denen es nicht recht zu passen scheint. Sie sucht einen Top zum Spielen. Einer muss sich verrenken oder es ist Schicht im Schacht.

suesse Beute

Förderer.

04.11.2022 um 08:16 Uhr

hat sie den Bogen überspannt? ihn zu viel proviziert? ... ein trauriges Ende

Meister Y

Autor. Förderer.

31.10.2022 um 15:04 Uhr

Liebe Florentine, ein gelunger Einstieg in die Reihen der Autorinnen und Autoren, gratuliere .

Die Story hat mir gut gefallen, wenn ich auch sagen muss, dass er anscheinend lange gebraucht hat, bis er so konsequent ist, wie er es scheinbar schon oft angekündigt hat. Deine Protagonistin sagt von sich selbst, dass sie seine Geduld oft genug ausgereizt hat, dass sie mit seinem Sinn für Ordnung nicht wirklich klar kommt, somit auch Probleme mit seinen Regeln hat, denen sie sich freiwillig unterworfen hat.

Aber ich will doch nur spielen.

Das ist wohl der Kernsatz, denn er will offenbar mehr, er will Erziehung, er will Kontrolle, will seine Dominanz leben. So traurig es ist, scheinbar passen die Beiden nicht wirklich zusammen und mich würde es wundern, wenn sie ihn wiedersieht.

Danke für angenehme Nachmittagsunterhaltung, an einem Sommernachmittag am letzten Tag im Oktober.

Florentine

Autorin. Förderer.

31.10.2022 um 11:18 Uhr

Liebe Leser/innen meiner Geschichte,

herzlichen Dank an Euch für das Teilen Eurer Eindrücke und all die erfreulichen und auch kritischen Anmerkungen!

@ Yuria

Es war auch meine Intention, dass der ein oder andere Leser vielleicht darüber nachdenkt, ob es sich wirklich um einen endgültigen Abschied handelt, wenngleich dies, wie Du ja auch argumentiert hast, das wahrscheinlichste Szenario sein wird.

Auch ist es möglich, dass der Protagonist vorab gar nicht die Absicht hatte, die Beziehung oder nur das Spiel an dem Abend zu beenden. Doch ihre wiederholte Unpünktlichkeit hat für ihn dann womöglich das Fass zum Überlaufen gebracht und in ihm erst im Verlauf des Geschehens den Entschluss reifen lassen, dem Ganzen diese Richtung zu geben. Und dann lässt er sie zunächst die Kiste holen, um sie glauben zu lassen, dass sie „ihr“ Spiel bekommen wird.

sanfter Oldie

Gelöscht.

30.10.2022 um 13:51 Uhr

Ein Funken Hoffnung bleibt

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.