Registrieren Login

Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 2089 | Facebook | Twitter

Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Campanula erfolgen! Mehr dazu ...

Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Triptychon

Eine BDSM-Geschichte von Campanula

Ante ictum

 

Da steht sie nun also, mit gespreizten Beinen über dem Schrägbrett, das Gesicht der Sprossenwand zugewandt, die Arme hoch erhoben, die Handgelenke mit Seilen rechts und links am Klimmzugbügel festgebunden. Er hat auch ein Seil um ihre Taille gewunden und dieses so an der Sprossenwand befestigt, dass sie ihr Becken nach vorne kippen und ihren Hintern deutlich exponieren muss. Aus den Augenwinkeln sieht sie ihr Spiegelbild in der dunklen Glasfront des Schiebetürenschranks: Das Netzkleid, das sie trägt, betont die Konturen ihres Körpers eher, als dass es sie verbirgt. Ihre Füße stecken in knöchelhohen Söckchen und High Heels. Und natürlich ist sie geschminkt, ein ausdrucksvolles Augen-Make-up und rote Lippen. Natürlich.

 

Erstaunt stellt sie fest, wie sexy sie aussieht in diesem Outfit und der Körperhaltung, in die er sie gezwungen hat. Gehorsam öffnet sie den Mund, als er ihr nun den Knebel zwischen die Lippen schiebt. Und dennoch hat sie Angst. Der Weg hierher war steinig und sie haben sich mehr als einmal die Zehen blutig gestoßen. Auch jetzt ist sie sich noch nicht sicher, ob das hier funktionieren wird. Es ist Monate her, dass sie es zuletzt gewagt haben. In all der Zeit war es unvorstellbar für sie, sich noch einmal darauf einzulassen. Sie hat sich nicht danach gesehnt, geschlagen zu werden. Im Gegenteil, sie fürchtet den Schmerz. Aber sie weiß, dass es nur so geht. Wenn es überhaupt geht.

 

Er war behutsam und liebevoll bis jetzt. Hat ihr Zeit gelassen, ihr sanft den Nacken gestreichelt, geduldig gewartet, bis sie soweit war. Aber das ist jetzt vorbei. Gleich wird er seine Hand gegen sie erheben - mit welchem Werkzeug auch immer. Sie hat ihn gebeten, nicht zu vorsichtig zu sein.

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde dich in deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn du bereits einen Nutzernamen hast, melde dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst du dich kostenlos registrieren oder dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest dich nicht anmelden? Dann stehen dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

Campanula

Autorin.

26.01.2022 um 21:57 Uhr

Es freut mich, dass ich dich zu fesseln vermochte!

26.01.2022 um 21:56 Uhr

Eine wunderbar fesselnde Geschichte! Ich danke dir, dass ich sie lesen durfte, Campanula

Maren

Autorin.

04.01.2022 um 21:04 Uhr

Campanula

@Maren Magst du erzählen, was genau für dich das "seltene Glück" an dieser Geschichte ist? Das würde mich interessieren! Danke für deinen Kommentar!

„Seltenes Glück“ liegt in der Fiktion deines Textes, nicht im Leben. Es ist so, dass die Traumvorstellungen des perfekten Mannes, Doms, Subs oder was auch immer als Partner gesucht wird, nie real erreicht wird. Wie auch? Sie bleiben Fiktion, eine Grenze, durchlässig nur für Text.

Campanula

Autorin.

04.01.2022 um 10:30 Uhr

Liebe @Mississippi, in Clus Blog las ich mal den Gedanken, dass die Devotion einer jeden Sub sich letztendlich auf Traumdom richtet und kein Mann aus Fleisch und Blut diesen Anspruch je dauerhaft erfüllen kann. Seinerzeit habe ich mich an dieser Aussage gestört, aber sie hat mich doch nie wieder losgelassen. Und heute würde ich diesem Satz tatsächlich mehr Wahrheit zuschreiben als damals, wenngleich ich ihn immer noch absolut setzen würde.

Danke fürs Lesen und für deinen lieben Kommentar!

Mississippi

Förderer.

03.01.2022 um 18:36 Uhr

Wow, was für eine Geschichte. Ich liebe deine Gedanken zwischen dem echten und dem imaginären Herrn, den es wohl nie geben wird.

Campanula

Autorin.

03.01.2022 um 14:58 Uhr

Jetzt endlich finde ich mal die Zeit und die Ruhe, mich zu euren wunderbaren Kommentaren zu äußern:

Meister Y Wie viel ist erzählt und wie viel offenbart? Geht denn das eine nicht immer fließend in das andere über? Letztlich können meine Figuren kaum Gedanken und Erkenntnisse entwickeln, derer ich selbst nicht mächtig bin. Und wann immer ich innere Bilder und Ideen zu Papier bringe, offenbare ich auch etwas von mir selbst. Aber ich verstehe schon, die Frage war, wie viel Erlebtes oder Erfundenes in dem Text steckt. Dieses Geheimnis, du wirst es verstehen, muss ich als Autorin natürlich wahren. -) Aber ich freue mich von Herzen, dass mein Text dich gefangen genommen hat!

@Amadeus Wenn das Geschriebene seinen Widerhall in den Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen der Lesenden findet und in Resonanz tritt, dann freut mich das immer ganz besonders. Danke für deinen Kommentar!

@Tek Wolf Dein Kommentar hat mich sehr gerührt und gefreut, vielen, vielen Dank dafür! Ich werde bestimmt weiter schreiben, allerdings sind meine Kapazitäten schon seit längerem im Romanschreiben gebunden. Es gibt aber noch eine ganze Reihe älterer Geschichten, von denen ich sicher noch welche hier veröffentlichen werde.

@magnus Die existenzielle Einsamkeit können wir niemals abschütteln. Selbst wenn wir einem Menschen noch so nah sind, ihn noch so gut kennen, noch so intime Momente mit ihm teilen, wir werden doch nie wissen, wie es ist, die Welt durch seine Augen zu sehen.

@Tpoint "Gänsehaut pur" ist eine der schönsten Reaktionen, die eine Geschichte hervorrufen kann. Danke!

@Besondere Denkanstöße sind immer gut. Danke für deinen Kommentar!

@xamanya Mich interessiert das, was in den Köpfen der Figuren vorgeht, immer sehr viel mehr als die konkreten Handlungen. Danke!

@Vidarius Danke für deinen lieben Kommentar und das "einfühlsam"!

@Maren Magst du erzählen, was genau für dich das "seltene Glück" an dieser Geschichte ist? Das würde mich interessieren! Danke für deinen Kommentar!

Maren

Autorin.

02.01.2022 um 18:18 Uhr

Klar und wahr. Empfinde ich als authentische Seelenbeschreibung. Und ein seltenes Glück.

30.12.2021 um 08:33 Uhr

Sehr einfühlsam beschriebene Innenansichten einer sub.

28.12.2021 um 09:21 Uhr

Einfühlsam, nachvollziehbar, authentisch, ohne exhibittionistische, pornöse Anteile. Bestes Brain fuck.

Besondere

Förderer.

25.12.2021 um 20:10 Uhr

Vielen Dank für diese, mal ganz andere Annäherung - ich wurde konnte gut mitgehen und habe Denkanstösse mitgenommen. Vielen Dank dafür!

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.