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Schattenzeilen

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Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Hinter den sieben Bergen

Eine Fantasy-Geschichte von Meister Y und Katika

Normalerweise beginnen Märchen mit: „Es war einmal ...“ und enden mit „... und wenn sie nicht gestorben sind, dann ...“. Das schien uns aber bei dieser Begegnung nicht wirklich passend. Denn ob es ein Märchen oder eine Phantasie oder gar nur ein Traum ist, entscheide jede(r) für sich selbst.

 

Vorsichtig schaute sich Karla um, zweifelte, kämpfte gegen aufkommende Angst. Ein Griff an ihren Hals bestätige, was sie fühlte. Ein schweres Halseisen umschloss ihre Kehle, eine Kette führte an einen Ring, der im Fels hinter ihr verankert war.

Panik stieg in ihr auf. Was war passiert, wie war sie in diese Lage gekommen? Sie schaute sich weiter um.

Zwei Öllampen flackerten, verbreiteten ein bisschen Licht. Karlas Blicke gingen weiter. Ein paar Meter neben sich sah sie eine Tür, die Schlegel und Eisen zierte. Ein Sonnenstrahl schien hindurch, traf ihren nackten linken Fuß. Über sich erkannte sie rostige Eisenträger und alte Schläuche an nacktem Fels. Sie konnte bei dem diffusen Licht nicht erkennen, wie groß ihr felsiges, unheimliches Verlies war.

Neben ihrem rechten Fuß verliefen Gleise, ein Stück weiter stand ein verrosteter Hunt. Karla tastete, spürte, dass sie auf einer Decke saß, unter der wohl trockenes Stroh lag. Im Flackern der Lampen sah sie einen Schemel, auf dem ein Krug samt Becher und eine Metalldose standen. Ein Essgeschirr wie aus früheren Zeiten.

Wenige Meter hinter dem Hunt erkannte Karla ein schweres Gitter, ab und an kam von dort ein kühler Luftzug. Sollte sie wirklich im Berg, in einem alten Mundloch angekettet sein?

Sie versuchte es mit Rufen, doch der dicke Fels um sie herum verschluckte schnell ihre Schreie. Karla kannte einige dieser alten Stolleneingänge, alle weit abgelegen von den Wanderwegen. Wer also sollte ihre Schreie hören? Nur selten verirrte sich jemand so tief in den Wald und die Pilzsaison, die diese Chance erhöht hätte, war noch nicht angebrochen.

 

Angestrengt versuchte sie, sich daran zu erinnern, was geschehen war. Sie hatten gegrillt an jenem lauen Sommerabend, Britta und Peter waren zu Besuch, Uwes Eltern, die Kinder. Es war schon nach Mitternacht, als sich alle verabschiedeten. Zusammen mit Uwe hatte sie noch Gläser und Geschirr in die Küche gebracht, die Auflagen der Stühle weggeräumt. Dann saßen sie zusammen auf der Hollywoodschaukel, wollten nach einem letzten Glas Rotwein bald schlafen gehen. An der Stelle hörten die Erinnerungen auf. So sehr sich Karla mühte, wie es weitergegangen war, sie wusste es einfach nicht.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

03.03.2022 um 03:03 Uhr

Märchen einmal anders...

03.03.2022 um 03:02 Uhr

Märchen einmal anders...

14.01.2022 um 00:14 Uhr

Sehr schön!

11.01.2022 um 01:31 Uhr

Das ist eine sehr interesante Interpretation eines bekannten Märchens.

Sizilia Luber

Autorin.

09.01.2022 um 16:14 Uhr

Lieber Meister Y, liebe Katika,

mir gefällt die Geschichte immer noch sehr gut. Aber ich kenne ja auch den Hintergrund, dass sie aus dem Adventskalender stammt. Es ist euch vortrefflich gelungen, Fantasie und Realität miteinander zu verweben. Karlas Erlebnis, ihre Fantasie, die ihr Herr ihr erfüllt... Persönlich könnte ich dem nichts abgewinnen, doch ihr habt es geschafft, dass ich den Text trotzdem gern gelesen habe. Er ist stimmig und gefühlvoll. Und immer noch sehe ich den Spruch der Zwerge "Und verstehe einer die Menschen" als hochaktuell an. Da klingt ganz viel für mich mit, was gerade in der Welt und direkt vor der Haustür passiert. Die Art der Zwerge, sofort und ohne Frage Karla helfen zu wollen, ist für mich auch eine Botschaft an alle, wieder ein bisschen mehr Humanität, Respekt und Freundlichkeit in den Alltag einzubringen.

Danke euch!

Liebe Grüße

Sizilia

Meister Y

Autor. Förderer.

08.01.2022 um 08:50 Uhr

geändert am 08.01.2022 um 08:56 Uhr

Lieber poet, danke für deine ehrliche Meinung! Die ist mir tausendmal lieber, als eine anonyme Eins.

Liebe Ina, liebe Queeny, liebe Maren, liebe darkelfe, lieber Dirk Andebill, schön, dass Euch die kurze, märchenhafte Geschichte gefallen hat. Sie ist ja für den Schattenzeilen-Adventskalender 2021 entstanden, in dem es vorrangig märchenhaft zugehen sollte. Daher der kleine Ausflug zu den Gebrüdern Grimm .

08.01.2022 um 01:34 Uhr

Nette kleine Geschichte danke, ach welch Kopfkino da so startet. Der modrig und feuchtwarme Duft des Berges, das Schimmern der Steine, das abprallen der Geräusche an den Wänden... wie gern wäre man selbst da Karla. Künstlerisch gespickt mit Märchetouch, hat mich auch etwas verwirrt, aber warum nicht. Netter Start für eine Fortetzung

06.01.2022 um 23:17 Uhr

Nette Kurzgeschichte.

Ich weiß zwar noch nicht, was ich damit anfangen soll, aber das ist halt Kunst...

In der soll jeder nach seiner Passion glücklich werden.

Maren

Autorin.

02.01.2022 um 17:25 Uhr

Gleichgültig, ob Märchen, Fantasie oder Traum. Was geschrieben ist, hat die Welt betreten. Und ich hatte nie ein schlechtes Gefühl, bei den sieben Zwergen. Angenehmer als die böse Stiefmutter.

Queeny

Förderer.

01.01.2022 um 20:58 Uhr

Märchenhaft schön, Dankeschön!

Wenn ich mich recht erinnere, war diese Geschichte im Adventskalender.

Vielen Dank, das ich sie lesen durfte.

Queeny

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.