BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

Social Bondage: Textnummer 1905 | Facebook | Twitter

Urheberrecht Achtung, Urheberrecht! Der nachfolgende Text wurde uns freundlicherweise von Margaux Navara zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Die Urheberrechte liegen jedoch weiterhin bei Margaux Navara, so dass eine weitere Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung nur nach persönlicher Zustimmung erfolgen darf! Das unerlaubte Wiedergeben oder Weitergeben dieses Textes wird sowohl von Margaux Navara als auch von uns als Urheberrechtsverletzung angesehen und entsprechend verfolgt. Mehr dazu...

Achtung, Hinweise beachten Bitte beachte die Hinweise zu diesem Text! Alle im Text erwähnten Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Erwähnte Handlungen und Techniken sind nicht zwingend vollständig beschrieben, insbesondere fehlen möglicherweise Sicherheitshinweise. Daher raten wir dringend von einer Nachahmung ab, so lange Du Dich nicht umfassend informiert hast. Mehr dazu...

 

Das rote Seil

Eine BDSM-Geschichte von Margaux Navara.

Das rote Baumwollseil beginnt direkt hinter der Eingangstür. Es schlängelt sich den Flur entlang. Die Treppe hinauf. Ich ahne, wo es endet. In unserem Spielzimmer.

Mein Mund ist ganz trocken. Als hätte ich den ganzen Tag nichts getrunken. Doch da unten bildet sich schon die Feuchtigkeit, als müsse sie an einer Stelle abgezogen werden, um sich an einer anderen Stelle zu sammeln. Ist das so? Muss alles immer im Gleichgewicht sein, Geben und Nehmen, Hin und Her? Diesen Gedanken lege ich beiseite, denn ich will mich lieber ganz auf dieses rote Seil konzentrieren.

Meine Kleidung lege ich noch im Flur ab. Mit jedem Stück fällt ein Teil des Arbeitstages von mir ab. Die Bluse - eine Diskussion mit meinem Vorgesetzten. Die Hose - eine nur unzulänglich versteckte Herabsetzung eines Kollegen. Der BH-- ein unangenehmes Telefonat. Der Slip - mir fällt nichts Negatives mehr ein. Ich lächle. Der Slip steht für die Umarmung der Kollegin, die den Kollegen abgekanzelt hat. Nicht alles ist negativ.

Was ich noch ablege ist das Gefühl, stark sein zu müssen. Das Gefühl, nicht ich selbst sein zu dürfen.

Deshalb lasse ich mir Zeit. Ich weiß, dass du es mir nicht übelnehmen wirst. Dir ist weitaus lieber, ich komme ruhig und lächelnd in das Zimmer, als dass ich mit gebeugten Schultern oder gesenktem Blick eintrete.

Überhaupt magst du es nicht, wenn ich den Blick senke. Das hast du früh klargestellt. „Du darfst und sollst dich unterwerfen“, hast du gesagt, „aber du sollst nicht klein sein. Nicht unterwürfig.“

Du willst diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich in unserer BDSM-Community kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

20.09.2018 um 12:34 Uhr

Ein traumhafter Anfang, ganz ausgezeichnet und in wenigen Worten wunderbar die Gefühle und Gedanken beschrieben, die einem - ob mit oder ohne Seil - in so manche Session geführt haben. Ich wünsche mir mehr!

10.09.2018 um 16:46 Uhr

Liebe Margaux Navara,

Einen so wunderbaren Text habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Ich habe in wieder und wieder gelesen, verinnerliche ihn förmlich.

Du beschreibst in so wenigen Worten meine innersten Gefühle.

Ich habe mich förmlich bei Deinen Worten aufgerichtet, meine Schultern zurückgenommen, bin stolz und frei geworden, hatte ein strahlendes Lächeln und fühlte mich gleichzeitig wunderbar verbunden mit meinem Meister.

Er sieht es genau wie Du es beschreibst, möchte mich selbstsicher und stolz sehen. Ich habe mich unterworfen und erhielt dadurch Halt, er hat mich gefesselt und ich wurde immer freier.

Ich danke Dir sehr für Deine wunderschönen, ergreifenden Worte, die mich so sehr berührt haben.

Signatur

Katika

10.09.2018 um 09:59 Uhr

Heute morgen ist wohl kurz und knapp angesagt.

Eine wunderbares Stück aus dem Alltag. Jede(r) kennt das wohl.

Es spricht mir aus der Seele.

Wenn ich dann an diesem Wochenende noch mein "rotes Seil" finde...

Signatur

Was du nicht willst, das man dir tu', das füg auch keinem Anderen zu! So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Wie man sich bettet....... Na ihr wisst schon, was ich meine!! ;-)

07.09.2018 um 20:57 Uhr

Starker und vielversprechender Einstieg. Sehr guter Leitfaden ... leider am Schluss kein Feuerwerk. Es wirkt wie abgewürgt ... das finde ich sehr schade.

Aber ausgezeichnete Wortwahl und buntes Vokabularum!

Quälgeist

Autor.

05.09.2018 um 20:52 Uhr

Toll, es ist so ein fantastischer Text, dass er mich gar nicht wieder los lässt.

Aber besser als 'Meister Y' kann man ihn nicht würdigen, also schließe ich mich seinen Ausführungen ausdrücklich an.

Danke!!

Signatur

Pure Vernunft darf niemals siegen! Quälgeist

Lucia

Autorin. Fördermitglied.

03.09.2018 um 21:27 Uhr

Liebe Margaux,

ein wunderschön poetischer Text über das Gleichgewicht!

Ein roter Faden, ja ein handfestes Seil durchs Leben, durch eine wunderbar beschriebene Situation!

Wie du Schritt für Schritt, Kleidungsstück für Kleidungsstück den Alltag zurücklässt...

Möge einem Jeden auf seine Art und Weise dies gelingen!

Werde diesen Text bestimmt wie ein schönes Gedicht immer mal wieder lesen!

Signatur

Erfülle deine Träume, damit du Platz für neue hast!

31.08.2018 um 23:28 Uhr

Schöne Text, tiefsinnig und einfühlsam, 

Und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, alles Gute.

dienerin

Autorin.

31.08.2018 um 20:39 Uhr

Danke für diese kleine feine Geschichte

Sie hat mich sehr berührt.

Die Veröffentlichung heute zu deinem Geburtstag finde ich sehr stimmig

Dienerin

Signatur

"Ich denke in Lösungen, es lohnt sich!"

31.08.2018 um 18:55 Uhr

die geschichte dürfte gerne länger sein! 

Kaoru

Autor.

31.08.2018 um 18:13 Uhr

Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen, eine wundervolle Geschichte. So kurz und doch so ausdrucksstark, als ob jeder Satz wirklich bis zum Limit angefüllt ist, aber ohne dabei übervoll zu wirken. Wie du es in deinem Text andeutest, im Gleichgewicht.

P.S. Und auch wenn es komisch klingt, es hat mich wirklich gefreut, dass du das leidige Thema der Socken perfekt flüssig untergebracht hast. Das ist eines der Kleidungsstücke, dass in einer erotischen Szenerie (sei es Text, Film was-auch-immer) irgendwie im Weg ist oder ignoriert wird.

Signatur

The sexiest thing a man can do to his woman - is crawl inside her mind and make her imagination run wild.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

Bewertung und Kommentar

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Bitte beachte unsere Datenschutzerklärung.

Um das BDSM-Forum, den Chat und mehr nutzen zu können, kannst Du Dich kostenlos registrieren.