BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

Social Bondage: Textnummer 1889 | Facebook | Twitter

Urheberrecht Achtung, Urheberrecht! Der nachfolgende Text wurde uns freundlicherweise von Söldner zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Die Urheberrechte liegen jedoch weiterhin bei Söldner, so dass eine weitere Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung nur nach persönlicher Zustimmung erfolgen darf! Das unerlaubte Wiedergeben oder Weitergeben dieses Textes wird sowohl von Söldner als auch von uns als Urheberrechtsverletzung angesehen und entsprechend verfolgt. Mehr dazu...

Achtung, Hinweise beachten Bitte beachte die Hinweise zu diesem Text! Alle im Text erwähnten Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Erwähnte Handlungen und Techniken sind nicht zwingend vollständig beschrieben, insbesondere fehlen möglicherweise Sicherheitshinweise. Daher raten wir dringend von einer Nachahmung ab, so lange Du Dich nicht umfassend informiert hast. Mehr dazu...

 

Hans im Glück

Eine BDSM-Geschichte von Söldner.

Ich wohne im Souterrain. Das klingt nach Schloss. Man könnte denken, ich habe viel Geld. Souterrain erinnert an Paris oder Nizza. Alles Unfug! Ein Souterrain ist eine Kellerwohnung.

Mein Souterrain hat neun Räume und liegt direkt neben der Tiefgarage. Ich bin Hausmeister. Mein Chef ist eine Frau. Zu meiner Einstellung hat sie mir kurz und knapp meine Aufgaben erklärt. Die Außenanlagen und die gesamte Technik des Bürohauses sind meine Sache.

Hausmeister ist kein richtiger Beruf, sondern eine Tätigkeit. Ich bin gelernter Gärtner. Um das Bürohaus der Chefin musste ich vor zwei Jahren Rabatten anlegen. Jetzt wächst hier eine Mischung aus Sträuchern und Rosen. Ich habe die Pflanzen so ausgesucht, dass zu jeder Jahreszeit etwas blüht. Die Büromieter freuen sich darüber. Für Rasen, Wege und Zufahrt nutze ich einen kleinen Traktor. Den kann ich mit Rasenmäher, Kehrgerät oder Schneeschieber kombinieren. Das Ding steht in einem Abteil in der Tiefgarage.

Der Name meiner Chefin ist Berthold. Sie geht mir mit ihrer feinen Art auf die Nerven. Meinen Hausmeisterbereich nennt sie immer wieder Souterrain. Ich kann es nicht mehr hören.

Frau Berthold gehört nicht zu den lockeren Chefs, die sich von ihren Mitarbeitern duzen lassen. Noch nie habe ich gehört, dass jemand Britta zu ihr sagt. So etwas traut sich keiner. 

 

Als meine Chefin damals die Feuerschutztür zu meinem Souterrain öffnete, erklärte sie mir, dass alles hinter der Tür ab sofort mein Hausmeistergebiet ist. Auf der linken Seite des Korridors zeigte sie mir eine kleine Wohnung mit zwei Zimmern und großen Fenstern. Von wegen Kellerwohnung. Der kleine Park an der Rückseite des Gebäudes liegt tiefer als die Straße, bildet einen Hang. Durch eine Terrassentür kann ich den Rasen hinter dem Haus betreten.

In den Räumen auf der anderen Seite des Flurs gibt es nur kleine Fenster, ganz oben an den Wänden. Hier, zur Straßenseite hin, sind Lager und Werkstatt untergebracht.

Zu meinem Reich gehören noch drei weitere Räume, hinten, an der Wand zur Tiefgarage. Die haben keine Fenster, nur eine Lüftungsanlage.

 

Ich bin sexuell dominant. Es hat mir Freude gemacht, die drei dunklen Räume neben der Tiefgarage für mich einzurichten. Sie sind richtig gut ausgestattet. Ich nutze sie in meiner Freizeit. Dominante Spiele sind mein Hobby. Ich bin sehr gern mit einer Frau in meinem kleinen Reich.

Meine Chefin sieht gut aus. Sie ist bestimmt zehn Jahre älter als ich. Mich reizt ihre besondere Art zu sprechen. Wenn sie redet, unterstreicht sie ihre Worte mit dem ganzen Körper. Ihr Gang und ihre Bewegungen haben etwas von einer Katze.

 

Das Bürohaus ist nachts meist leer. Kanzleien und Agenturen arbeiten am Tag. Ab zwanzig Uhr ist kaum jemand da, nur manchmal irgendwelche Kreative. Aber in meinem Souterrain habe ich Ruhe. Die Leute stören mich nicht und ich störe sie nicht.

Bei intensiven Spielen sind meine Frauen meist ein wenig lauter. Darauf stehe ich. Ich mag das Stöhnen, stehe auf leises Jammern und besonders auf überraschte Schreie. Beim Einzug hatte ich Bedenken. Aber meine drei Räume sind schalldicht. Ich habe es getestet, meine Musik voll aufgedreht. Dann bin ich nach draußen gegangen, in die Tiefgarage und nach oben in die Besprechungsräume. Kein Ton war zu hören.

 

Meiner Chefin gehört das Haus mit exakt achtzig Büros. Sie nennt die Dinger Einheiten. Für mich sind es Büros, die vermietet werden. Manche haben nur einen Raum, andere belegen eine halbe Etage. Die großen Einheiten verfügen über Küchenzeile und Toiletten. Für die kleinen Büros gibt es gemeinsame Teeküchen und Sanitärräume. Wir haben eine Cafeteria und mehrere Konferenzzimmer. Sogar ein Trakt mit Sportraum, Tischtennis, Pool und Sauna ist im Haus untergebracht. So etwas ist heute ganz modern. Die Mitarbeiter sollen sich während der Arbeit wohl fühlen. Das gibt ihnen Kraft. Meine Motivation funktioniert anders. Cafeteria und Sporttrakt nutze ich nicht. Ich gehe in ein großes Fitnessstudio. Dort stehen mir etliche Sportgeräte zur Verfügung. Ich mag eine feine Saunalandschaft und besonders die vielen sportlichen Frauen.

 

Bis auf mich und meine Mädels weiß niemand, was ich in meinen drei Räumen eingebaut habe. Eine Menge Arbeit steckt drin. Während meiner gesamten Freizeit werkle ich an der Ausstattung der Räume. An das viele Geld darf ich nicht denken. Schon ein gynäkologischer Behandlungsstuhl kostet ein paar Tausender.

Du willst diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Natürlich ist der erotische Text hier nicht zuende. Das Weiterlesen ist aber den angemeldeten Nutzern vorbehalten.

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich in unserer BDSM-Community kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

Söldner

Autor. Fördermitglied.

25.04.2018 um 21:30 Uhr

Ich bedanke mich für Euer Lesen. Ich freue mich über alle reflektierenden Kommentare. Danke felsin, damon, whkraut, gulci, Darck Black J V S, Schnuffel, Sensei, Snoopyatin. Einige Kommentare möchte ich rückkommentieren.

@hanne lotte.

Du bringst den Mann auf den Punkt. „Superbärchen“ passt.

@Meister Y

Hätte sich Superbärchen als „Facility Manager“ reflektiert, brächte ihm das in der Selbstbetrachtung noch eine weitere Perle auf seine Krone.

@Jäger zu Pferde

Danke. Ich mag die Klischeetypen auch nicht. Einen glatten Millionär bekomme ich im BDSM-Kontext nicht hin (eventuell mit fetter Goldkette und leicht spannendem schwarz behaartem Spannbauch). Ich habe versucht, in den Kopf eines ganz normalen Mannes einzusteigen. Eigentlich wollte ich die Geschichte „Simple Man“ nennen, aber dann wurde es dank fachlich korrekter Hinweise „Hans im Glück“.

@Le Papillon

Du siehst das so wie ich es wollte. Superbärchen ist nicht sympathisch. Er ist beziehungsunfähig, macht sein Ding und interessiert sich nur für sich. Er ist ein normaler Single unserer Zeit im SM-Kontext. Der Schreibstil entspricht seiner Struktur.

@Schattenwölfin

Ich vermute, dass du Hans Superbärchen deshalb magst, weil er sich so zeigt wie er ist. Danke für Dein intensives Beschäftigen mit meiner Geschichte.

@Lucia

Seinen Halt hast Du bestens beschrieben. Das punktgenau eingerichtete Leben ist für viele Menschen ein Gehstock durch die Zeiten. Irgendwann wird er weggehauen. Und dann bleibt nichts gut. Superbärchen hat Schwein gehabt. Wahrscheinlich ist der etwas lockere und gelassene Umgang mit dem Leben zumindest eine Medizin gegen Abstürze.

@Sub Anna

Danke für den Anstoß. Ich denke über das Verhältnis von Sympathie und möglicher Anregung nach. Da stecken Geschichten drin.

Viele Grüße, Söldner

 

23.04.2018 um 15:08 Uhr

Ein anregender Text mit einem nicht unbedingt erwartetem Ende.

Ich würde ihn gerne mal besuchen

Sub Anna

Autorin.

16.04.2018 um 11:23 Uhr

Die Atmosphäre, der Geruch, der Wiederhall dieser Kellerräume begeitete mich durch die Geschichte. Nein, Hans ist nicht sympatisch, dennoch ist diese Geschichte sehr anregend.

Lucia

Autorin.

10.04.2018 um 15:41 Uhr

Wirklich tolle Geschichte!

Lieber Söldner,

der kurze prägnante Schreibstil, die Beschreibung des punktgenau eingerichteten Lebens dieses korrekten Hausmeisters mit geheimen Seiten, einfach genial!

Und der eine Satz; Nichts blieb gut.

Die Wende der Geschichte und das Ende!

Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt! Danke dafür!

Signatur

Erfülle deine Träume, damit du Platz für neue hast!

05.04.2018 um 19:17 Uhr

nun was wäre wenn? in einer Variation. Gute Idee . 

Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

05.04.2018 um 07:16 Uhr

geändert am 05.04.2018 um 10:18 Uhr

Ich frage mich schon, was es über mich aussagt, dass ich Hans mag, denn eigentlich kann man den doch nicht einmal ansatzweise nett finden …

Das letzte Mal, dass mir etwas in der Art passiert ist, ist beinahe 30 Jahre her. Da sah ich im Kino „Das Schweigen der Lämmer“ und mochte Hannibal Lecter auch irgendwie. Und frage mich bis heute, was das über mich aussagt.

Ich möchte es im Grunde nämlich weder mit Hans noch mit Hannibal zu tun haben.

Es muss also an den Geschichten liegen, die die (Drehbuch)Autoren um diese Personen herum erzählen, dass ich sie mag.

Bei dieser Geschichte bestechen zwei Faktoren:

Mehrfach benannt wurde bereits der Stil – Gebrauchsanweisung für das Souterrain. Alles läuft nach Plan, wenn man die wichtigen Dinge beachtet, die Sachen pflegt und wartet, zeitlich alles abstimmt usw.usf.

Bis zu dem Moment, der alles über den Haufen schmeißt zu schmeißen droht und die Situation kipppt, bedrohlich wird und ich Britta Berthold (nebenbei hier mal ein Oscar in der Kategorie: Beste Namensgebung) in den von hanne lotte bereits benannten Stiefeln sehe und Hänschens Keller zu seinem Kerker mutiert … das Kopfkino einen 180-Grad-Richtungswechsel vornimmt … ich stöhnen möchte wegen der Vorhersehbarkeit dieser Entwicklung und aufatme, weil Hans am Ende eben nicht der Pechvogel, sondern der Glückpilz ist.

Ich bin und bleibe begeistert!

Wölfin

Signatur

Wo Liebe ist, ist Lachen.

31.03.2018 um 16:50 Uhr

Aus dem recht überheblichen, alles in der Hand habenden Hausmeister, wird ein ziemlich verunsicherter Angestellter.

Das ist klasse erzählt und in einer,  nicht völlig aber teils  (ich gebe zu damit musste ich mich anfreunden)  schnodderigen Art.

Ich wähle den Ausdruck ‚schnodderig‘ wegen der oft sehr kurzen Sätze, die wie hingeworfen scheinen und der Inhalte, im Umgang des Hausmeisters mit ‚seinen Frauen‘.

Sie ist toll geschrieben und die Räumlichkeiten bieten jede Menge Kopfkino welches blaue Wunder Frau Wahrheit/Berthold  dort erlebt. Mir ist der ‚Ich –Erzähler‘  nicht sympathisch rüber gekommen, das war vielleicht auch nicht unbedingt beabsichtigt?

Danke an Söldner für diese Geschichte!  

31.03.2018 um 01:31 Uhr

 Irgendwie war das Ende ja vorraus zusehen. Aber wie immer ist der Weg das Ziel. Mir geht's wie mach anderen hier, wie bekomme ich dies Geschichte wieder aus meinem Kopfkino

29.03.2018 um 19:59 Uhr

Welch ein schönes Kopfkino außerhalb der 50 grauen Schatten. Ein paar mehr Details währen der Stil, der Kirsche, der Sahne auf dem Eis, auf dem Kreuzfahrtschiff... Danke Söldner.

Bleib am Ball - sehr schön zu lesen...

27.03.2018 um 08:54 Uhr

Ich bin auch Hausmeister.. ;)

Wie bekomme ich das Kopfkino jetzt aus?

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

Bewertung und Kommentar

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

 

Um die Schattenzeilen voll nutzen zu können, solltest Du Dich anmelden oder kostenlos registrieren.