BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

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Plan B

Eine BDSM-Geschichte von Sub Anna.

Er

Ein Date war geplatzt. Mit einem Mal standen wir an diesem Wochenende ohne lustvolle Begegnung da. Dabei hatte meine Sub eine Aufgabe. Sie sollte mit einem Mann vögeln, hatte sich selbst einen organisieren sollen. Ich wollte sie danach in Empfang nehmen, ihre Erregung genießen, von ihrer Lust erzählen lassen und dann mit ihr spielen. Doch der Typ war abgesprungen, mit fadenscheinigen Gründen.

Nun sitzen wir in diesem ländlichen Swinger Club. Ein mieses Ding, ich wusste es vorher und sowohl Einrichtung als auch die Gäste bestätigen das. Dennoch ließ ich ihr die Aufgabe. Sie fällt ihr schwer, dazu noch in diesem Club, in dem es nicht viele Möglichkeiten gibt. Mal sehen, was sie daraus macht. Jedoch denke ich bereits über die Alternative nach, falls sie es nicht schaffen sollte. Ein etwas härteres SM-Spiel, eine Bestrafung.

Ich sitze im Raucherbereich und beobachtete sie.

 

Sie

Nichts los dieses Wochenende. Deshalb sind wir hierher gefahren, in einen Club auf dem Lande, weit und breit der einzige. Die Gäste scheinen aus der Umgebung zu kommen. Ein paar Urlauber dazwischen. Man erkennt sie an ihrer Art. Ich möchte vögeln, soll es. Einen Mann hat mir mein Herr aufgetragen. Ich hatte schon einen, es war so leicht zu organisieren, wäre so elegant und diskret passiert und dann hat er kalte Füße bekommen. Deshalb nun Plan B, dieser Laden hier, in dem es eine Ansammlung vögelwilliger Männer gibt.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Söldner

Autor. Fördermitglied.

15.05.2018 um 08:31 Uhr

Eine so intensive Infragestellung von BDSM habe ich selten gelesen.Ich fand eine ländlich öde Beschreibung von Menschen, nahm teil an fader Leidenschaft und musste Überziehung als Kompensation verlorenen Reizes ertragen. Da war so wenig waches Leben in den Köpfen und so viel gestorbene Sehnsucht. 

Sub Anna. Deine Geschichte ist stark. Einerseits subtil, andererseits ganz klar. Sie verbirgt ihre Aussage nicht. Wie war das? Verbrauchte Gesichter, künstliches Lachen, verlorene Blicke. 

Was ich an Darstellung innerer Welten durch Eintauchen in die Köpfe von Sub und Dom fand, übertrifft jede äußere Darstellung vielfach.

Dein Text ist ein starkes Stück Literatur und unendlich entfernt von jedem Klischee. 

Quälgeist

Autor.

14.05.2018 um 21:42 Uhr

Dieses Stück ist auffordernd durch die stets wechselnde Perspektive 'Er - Sie'. 'Gut'

Die Szene im SM Raum lässt mich allerdings ratlos zurück: 'nicht gut'

Die Geschichte wirkt sehr realistisch, aber ich frage mich, ob ich diese Form der 'Realität' möchte.

Dennoch enthält sie einen Satz, den ich für eine Fortsetzungsgeschichte vorschlagen möchte: 'Subs Gesicht spricht Bände'.

Insgesamt, um es mit 'Meister Y' zu sagen:'aufreibend'.

Signatur

Pure Vernunft darf niemals siegen! Quälgeist

10.05.2018 um 17:41 Uhr

Also ich finde auch, wie meine Vorrednerinnen, dass die Atmosphäre im Club sehr realistisch beschrieben ist.  Auch die Aufteilung in die beiden Sichtweisen hat mir gefallen, wobei ich denke, dass der erotische Flow, der ja dann doch entstehen soll, beim  Perspektivenwechsel ausgebremst wird. Zum literarischen Experimentieren würde es mir, glaube ich, gefallen, wenn man die Längen der jeweiligen Erzählstimmen (Sie, Er) variieren würde, je nach dem Fortgang der Geschichte (bisher waren sie glaube ich, fast immer, ähnlich lang). Also der Versuch, mit diesem Perspektivenwechsel zu jonglieren und die Spannung, die in einer Session entsteht, in diesem Wechsel fortzusetzen.

Ratlos lässt mich auch die Frage zurück, ob man in die andere Session hätte eingreifen sollen. Und neugierig wäre ich natürlich auf dann wohl Plan C gewesen, der nächste Morgen eben.

08.05.2018 um 12:09 Uhr

Ganz ehrlich, es kämpft arg in mir...

Die Art, wie diese Zeilen geschrieben sind fand ich wirklich spannend. Geschichte möchte ich sie gar nicht nennen, für mich liest es sich eher wie ein Bericht aus zwei Blickwinkeln. Ohne das die Atmosphäre im Club detailnah beschrieben wurde, konnte man wohl sofort die herrschende Stimmung fühlen. Sie in einer verzwickten Situation und er, der Beobachter, der kontrolliert, sie gar später an ihre Aufgabe erinnert.

Dann aber passiert etwas, was auch mich erst mal ratlos zurücklässt. Die Szene, die da beschrieben wird ist etwas, was mich schockiert. Okay, wir wissen nicht, wie die Beiden sonst miteinander umgehen, ob sie diese Art der Schläge möchte und mag. Fragen über Fragen bleiben für mich dennoch. Hätte man... Müsste da nicht... Sollte man... Egal ob es eigentlich nicht üblich ist.

Ein wenig versöhnt hat mich das Ende, sein Entschluss, die Konsequenz zu vertagen. Ja, Strafe muss sein, die Chance zu verarbeiten aber auch.

Danke, dass ich diese aufreibenden Zeilen lesen durfte.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

06.05.2018 um 17:30 Uhr

Kaoru

Welche Haarfarbe hat die gequälte Sub, für welche Kandidaten hat sich die Protagonistin entschieden?

Du räumst ja selbst ein, dass solche Dinge am Ende eine Frage des Geschmacks sind. Als Lektorin (auch dieser Geschichte) halte ich mich in aller Regel an die fragende Vorgehensweise, welche Rolle ein solches Detail für das Geschehen spielt. Die Haarfarbe darf da in meinen Augen gerne vernachlässigt werden, und ich hätte das im Zuge der Bearbeitung sicher auch so zum Ausdruck gebracht.

Anders etwa, wenn im Ausdruck dieser Sub erkennbarer Widerwille beschrieben worden wäre. Anders auch, wenn es zwei Subs gewesen wären und deren Haarfarbe der Unterscheidung hätte dienen können.

Wölfin

Signatur

Wo Liebe ist, ist Lachen.

Kaoru

Autor.

06.05.2018 um 11:23 Uhr

Ich kann meiner Vorrednerin nur zustimmen, die Grundsituation wirkt wie aus dem Leben gegriffen, inklusive der vielen unterschiedlichen Protagonisten. Die Aufteilung in beide Sichtweisen ist etwas, an dem sich die Geister scheiden und das man auf unterschiedlichste Art und Weise lösen kann. Diese hart abgegrenzte Variante mit passendem Titel davor fand ich wirklich interessant zu lesen, das sie mir so eigentlich noch nicht wirklich begegnet ist. Da hast du dir einen guten Ansatz ausgesucht und ihn konsequent bis zum Ende durchgezogen.

Dir gelingt es im ersten Teil deiner Geschichte eine anregende Spannung aufzubauen, die du dann im zweiten Teil jedoch durch ein deutlich negatives Grundgefühl ablöst. Ich weiß nicht ob es Absicht war, aber deine Geschichte hat mich am Ende eher mit einem schlechten Nachhall hinterlassen. Auch solche Geschichten muss es geben und das Leben ist kein Ponyhof, aber es wirkt einfach etwas schal.

Darüber hinaus fand ich es sehr schade, dass die Protagonisten selbst und auch die Nebenfiguren relativ schlicht beschrieben sind, wenn überhaupt. Wie sehen die Hauptcharaktere aus, was tragen sie? Welche Haarfarbe hat die gequälte Sub, für welche Kandidaten hat sich die Protagonistin entschieden? Natürlich ist das immer Geschmackssache und natürlich kann man es einem Leser überlassen, sich selbst ein Bild zu formen. Aber mitunter ist es ganz angenehm schon ein paar vorzugeben, damit man den Leser auch besser in eine bestimmte Richtung lenken kann.

Signatur

The sexiest thing a man can do to his woman - is crawl inside her mind and make her imagination run wild.

06.05.2018 um 10:59 Uhr

Den ersten Gedanken von Ambiente teile auch ich: Ist das wirklich Fiktion, oder doch Realität. Die Geschichte scheint mitten aus dem Leben gegriffen. Das Setting und der Einblick in beide Akteure treffend geschildert. Eine schöne Geschichte möchte man sagen, wenn da nicht diese unselige Trostlosigkeit wie eine schwarze Hand sich schwer auf das Gemüt legt. Sehr schön gezeichnet.

Die Folterszene lässt mich etwas ratlos zurück. Wie hätte ich reagiert?

Auch wenn, oder grade weil ich eine ganze Zeit gebraucht habe, um meine gute Stimmung wieder zu erlangen, 

Danke für diese so gefühlvolle volle wie treffende Geschichte.

Signatur

Love it, change it or leave it ... Nylonlover

Ambiente

Autorin. Fördermitglied.

06.05.2018 um 09:45 Uhr

Eine Geschichte, die so wirklich passiert sein könnte.

Ich konnte ihren Willen, die Aufgabe Ihres Herrn zu erfüllen, deutlich spüren. 

Die Gedanken - klar abgegrenzt ihn Sie und Er, hat die Situation wirklich gut von beiden Seiten beleuchtet.

Erschreckt hat mich die Szene in dem SM-Raum und mir stellt sich die Frage: Wie hätte man reagieren können? Oder müssen?

Trotzdem fand ich die Art des Niederschreibens der Geschichte gut - sie war, wie oben schon erwähnt - fast wie erlebt.

Danke fürs den Fragen zurücklassenden Lesestoff.

Signatur

wir lesen uns Ambi

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