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Unspektakulär

Mario lebt seit vielen Jahren am Meer. Er mag es, in die Ferne zu schauen, liebt Wanderungen am Strand und das ewige Rauschen aus Wind und Wasser. Manchmal denkt er zurück, an Annett, ein intensives Leben, erfüllende Spiele und die große Liebe.

Eine BDSM-Geschichte von G Schichtenrausch.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

hortensia

Autorin. Förderer.

21.08.2024 um 16:31 Uhr

Brillant geschrieben. Ein Wort-Bild um Natur, Hoffnung, Zerschlagung derselben und Verbitterung über einen Verlust, der nie verwunden wurde.

 

Aus meiner selbstverständlich externen Position des Lesers erkenne ich eine Amour Fou, die von Vornherein zu Scheitern verurteilt war, weil zwei Leben aufeinander prallten, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Und wenn zwei Universen zusammenstoßen, gibt es einen unfassbar großen Knall.

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Sizilia Luber

Autorin.

29.12.2022 um 06:25 Uhr

Lieber Söldner,

vielen Dank für diese Geschichte! 

Du hast Naturgewalten mit Worten gezeichnet. Das gelingt nicht vielen Schreibenden, aber ich mag es sehr, das Versinken in der Natur und eines Tages, wenn man selbst mal in einer solchen Szene steht, sieht man, wie genau doch beschrieben wurde. Ich war ganz weit weg bei Mario am Meer.

Ich war überrascht, wie heiß sein Zorn, seine Enttäuschung, sein Schmerz noch immer ist. 22 Jahre sind vergangen und es fühlt sich an, als sei es gestern. Er ist stehen geblieben innerlich, hat nie abgeschlossen.

Allerdings denke ich nicht, dass es BDSM in dieser Geschichte braucht. Es ist nicht unpassend, aber eben nicht zwingend notwendig zum Funktionieren.

Viele Grüße 

Sizilia

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25979

Gelöscht.

07.06.2022 um 10:39 Uhr

Freier Lauf der Gedanken. Phantasie. Bilder im Kopf. Stimmen. Vielleicht Erinnerungen. Kann aber auch sein, dass Sehnsüchte. Auf jeden Fall Leben, gelebtes Leben. Leider kein lebendiges Leben. Quintessenz allein, dass es nur an uns selbst liegt, welches Leben wir führen. Nicht wenige jammern irgendwann über vertane Gelegenheiten. Bereuen, mitunter auch sich selbst. Selbstgeisselung. Masochismus der besonderen Art. Wozu? Für wen?

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Nachtasou

Autor. Korrektor.

07.06.2022 um 01:18 Uhr

Wenn die Protagonistin erst im vorletzten Absatz einen Namen bekommt, sagt das viel über den Ich-Erzähler im Text. Aber der Reihe nach.

In der Anlage ist es ein „gereifter“ Text. Ein Erinnerungstext setzt voraus, dass die Jetzt-Zeit bereits weit fortgeschritten ist. Der Mario ist kein junger Mann mehr. Die Zeit der Flausen ist vorbei. Das Unabänderliche drückt wie ein rollender Stein bereits in den Rücken. Die Sicht im Text ist von Melancholie getragen. Diese kann süß oder ätzend sein. Ziel des Alterns kann sein, Frieden zu schließen. Vor allem mit sich und allen, die man geliebt hat. Mario ist noch voller Zorn.

Das Meer ist eine geeignete Projektionsfläche. Wundervolle Beschreibungen davon finden sich im Text. Ja, das Meer liebt niemanden. Vor allem die nicht, die mit sich hadern.

Der Text rast durch die Philosophiegeschichte. Epikur ist Mario aber entgangen.

Eine Liebesgeschichte:

Da treffen sich zwei, die sich in ihren Persönlichkeiten ergänzen. Ergänzen heißt aber nicht unbedingt harmonieren. Es funktioniert. Eine Zeit lang.

Mario liebt die Sicherheit (gibt sie ja auch), das Ritual, die Wiederholung, das Berechenbare. Es ist seine Art, der Lebensangst zu entkommen. Annett ist anders: Sie flüchtet nach vorn. Wenn zwei das Gleiche tun (z.B. SM), ist es noch lange nicht Dasselbe.

Das Trennende bleibt, so empfindet er es. Er meint Zuschauer zu sein, bekommt es sogar „vorgeworfen“. Während sie Staub aufwirbelt, wie er ihr vorwirft.

Anfangs dachte ich: Wozu den BDSM in der Geschichte? Wirkt das künstlich eingefügt?

Nein, überhaupt nicht. Für beide Mitspieler ist er jeweils passend. Auf verschiedene Art jedoch.

Ich liebe BDSM-Geschichten, die über Sex hinausgehen, und in denen BDSM als Chiffre oder Lebensbewältigung überhaupt steht. Das kann er nämlich sein. Nicht als „Neigung“, sexuelle Spielart, sondern Lebenskunst. Eine etwas verquere, zugegeben, aber um Haltungsnoten geht es nicht, nur ums Überstehen.

Mario tut mir etwas leid, weil er sich selbst und vor allem Annett Unrecht tut. Er will nicht akzeptieren, obwohl er es selbst ausspricht: Es ist da, das ist alles. Was er übersieht, ist, dass er in seinem Gram etwas Einmaliges zerstört. Die Gemeinsamkeit, die war, und bleibt. Er sieht es am Ende als Silhouette der Frau. Aber so sind wir halt manchmal: Wir sehen es und begreifen es noch nicht. Das Vergängliche ist nur auszuhalten, indem man die Einmaligkeit darin begreift. Und daraus kommt Lebenslust.

Ein wunderschöner Text von Dir, Söldner. Ich bräuchte die vielen Worte gar nicht, könnte es einfach auf einen Nenner bringen mit: Der Text „atmet“. Wie ein lebendiger Organismus.

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29290

Gelöscht.

06.06.2022 um 15:32 Uhr

Sprachlich so großartig, dass ich mich gleichsam am meer gefühlt habe..drin in der szene und am meer

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okto

Gelöscht.

04.11.2021 um 15:53 Uhr

Eine sehr gute Geschichte zwar nicht spektakulär dafür aber tiefsinnig und gefühlvoll.

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Queeny

Förderer.

19.10.2021 um 21:58 Uhr

WOW... eine Wunderschöne Beschreibung der Naturgewalten und der Zerrissenenheit des Herzens und des Seelenlebens!

Vielen Dank für dein Geschenk

Queeny!

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19.10.2021 um 11:29 Uhr

Verehrter Söldner, was für eine bildreiche und emotionsvolle Geschichte. Ich habe beim lesen alles um mich herum ausblenden können und mich in deinen Beschreibungen, Bildern und Emotionen verloren. Die Melancholie ist fast mit den Händen greifbar.

Mit Worten eine solche "Blase" zu erschaffen ist in meinen Augen eine hohe Kunst.

Die Unruhe des Meeres spiegelt die Unruhe der beiden Protagonisten dar. Unfähig die überschäumenden Emotionen zu zügeln, genauso wenig, wie das Meer es während eines Sturmes kann.

Ein fantastisches Werk, vielen lieben Dank dafür!

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roxylicous

Gelöscht.

14.07.2021 um 15:22 Uhr

Beeindruckend. Schön. Traurig.

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14.07.2021 um 14:45 Uhr

geändert: 14.07.2021 um 15:07 Uhr

Ein Meer, das Meer, beschrieben in einer klaren Wortgewalt, dass es sich mit der Gewalt seiner Wellen bemühen wird, diesem Bild gerecht zu werden. Dass sogar jemand, der viele Meilen auf ihm zugebracht hat, sein Grau beim nächsten Besuch in einer neuen Farbe entdecken wird.

Eine Liebe, eine gewaltige Liebe ...

... veranschaulicht, dass sie den ungebrochenen Neid des Lesers weckt. Der mit der Gewalt ihrer Vergänglichkeit endet. Hat wirklich ein Jeder in seinem Leben so geliebt? Würde es denn ein Jeder in dieser letzten Konsequenz wollen?  

Er wird zum Leuchtturm gehen, auch ich bin mir sicher!

Die wenigen Schritte aus seinen zwei Zimmern zum Leuchtturm an der Steilküste, wird dem Konzert des Meeres lauschen. Und manchmal, in kalten klaren Nächten, trägt, wie ein Dirigent seinen Taktstock, ein anderer Leuchtturm die Strahlen seines Lichtes über den Horizont ...

Vielleicht wird er irgendwo mal irgendein Bild dieses anderen Leuchtturms entdecken!

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