BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Der Baumverkäufer

von eileen

Leselupe

Seit einer halben Stunde war es bereits dunkel und inzwischen bitterkalt. Lars nahm einen Schluck aus der Thermoskanne mit Kaffee und blickte sich auf dem kleinen Platz um. Weihnachtsbäume standen darauf verteilt, einige lagen, in Netzen verpackt, übereinander am Rand gestapelt. Noch eine halbe Stunde, dann konnte der Verkäufer für heute zumachen. Sein Atem hinterließ weiße Wölkchen in der Luft, für morgen war Schnee angesagt worden. Seine Verlobte dachte dabei an die glitzernde Landschaft und Schneemänner. Seine Gedanken schweiften eher zum Gehweg, den er vor dem Haus freischaufeln musste und Matschpfützen, denen es auszuweichen galt.

Gerade, als er an seine Verlobte dachte, kam sie um die Ecke auf ihn zugelaufen. Sie trug einen schwarzen Mantel, das blonde Haar war unter einer Mütze verborgen, die Wangen gerötet von der Kälte. Einen Schal hatte sie schützend bis zur Nase hochgezogen. Als Sandra bei ihm ankam, zog er diesen sanft nach unten und küsste sie.

"Hi, meine Süße, ich dachte, du bist zu Hause", begrüßte er sie.

"Ich wollte dich überraschen", antwortete sie lächelnd. "Wie ist der Verkauf gelaufen?"

"Ganz gut." Lars hatte seine Stammkunden, die jedes Jahr bei ihm kauften. In den nächsten Tagen würde die Nachfrage noch etwas ansteigen und am 23. Dezember würde es einen Strom von Nachzüglern geben, die im letzten Moment noch einen Baum holen wollten.

Ein Mann näherte sich, an seiner Hand ein kleines Mädchen von etwa sechs Jahren. Die Kleine machte sich von ihm los und lief zwischen den Bäumen hin und her. 

"Zeit, den Weihnachtsbraten zu verdienen", sagte Lars augenzwinkernd und ging auf die beiden zu.

"Ich will den hier, Papa", sagte das Mädchen. Sie war ebenfalls dick in ihre Wintersachen eingepackt.

"Der passt doch gar nicht in unsere Wohnung, Schatz", sagte der Vater zweifelnd und sah auf die riesige Blautanne.

"Wie wäre es denn mit der hier?", sprach Lars die Kleine direkt und freundlich an und zeigte auf einen kleineren, aber schön gewachsenen und vollen Baum. Ihr kleines Gesichtchen musterte jetzt sehr ernst die Tanne von allen Seiten, dann schenkte sie Lars ein strahlendes Lächeln.

"Ja, der ist sehr hübsch."

Während der Käufer und Sandra Lars dabei zusahen, wie er den Stamm zurechtschnitt und die Tanne in ein Netz stülpte, ging das kleine Mädchen auf Erkundungstour. Sie bewunderte die einzelnen Bäume, stellte sich vor, wie sie wohl geschmückt aussehen würden und wie viele Geschenke darunter passten und kam dann auch bei Lars persönlichen Sachen vorbei. Neugierig nahm sie einen Gegenstand, der auf seiner Tasche lag. Mit diesem Fund rannte sie zu den Erwachsenen zurück.

"Was ist das denn hier?", fragte sie ihren Vater, etwas atemlos vom Rennen.

Lars, der den Baum jetzt fertig verpackt hatte, antwortete an seiner Stelle. 

"Das ist eine Rute, aus Reisig."

Das Mädchen sah die Rute mit großen Augen an und fuhr mit der Hand über die schmalen Äste. Aus den Augenwinkeln sah Lars, dass auch Sandra die Rute interessiert betrachtete. Die Überraschung war jetzt leider verdorben.

"Und was macht man damit?", fragte das kleine Mädchen.

"Das gehört zu einem alten Weihnachtsbrauch", antwortete Lars. "Man hat diese Ruten gebunden, und wenn man einen Freund damit gestreift hat, hat man ihm so Kraft und Gesundheit gewünscht."

"Und funktioniert sie?" Die Kleine sah ihn erwartungsvoll an.

"Natürlich", er nahm ihr die Rute aus der Hand und tippte ihr damit feierlich auf die Schulter, als wollte er sie zum Ritter schlagen. Das brachte ihm erneut ein strahlendes Lächeln ein, bevor das Mädchen zu ihrem Vater lief.

"Ich fühle mich schon viel kräftiger", versicherte sie diesem.

"Großartig", antwortete der Vater schmunzelnd. "Dann kannst du den Baum ja zum Auto tragen."

Die Kleine sah erst den Baum, dann ihren Vater stirnrunzelnd an.

"Das solltest lieber du machen", entschied sie dann.

Nachdem der Baum bezahlt und das Vater-Tochter-Gespann verschwunden war, zog Lars Sandra in seine Arme. 

"Soso, ein alter Brauch für Kraft und Gesundheit", sagte sie grinsend.

"Sicher", antwortete er. "Jetzt brauche ich nur noch ein ungezogenes Mädchen, das ihren Hintern für meine Rute zur Verfügung stellt."

"Ist schon klar", sagte sie lachend. Dann überlegte sie kurz. "Ich glaube, ich habe vergessen, das Licht auszumachen, als ich vorhin aus dem Haus gegangen bin."

"Der Grund ist so gut wie jeder andere", erwiderte er schmunzelnd und küsste sie.

 

 

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

hanne lotte

Autorin. Fördermitglied.

15.03.2017 um 20:29 Uhr

BDSM geht, wie man sieht, in vielen Lebenslagen. Schön beschrieben, wie aus einem harmlosen Vorgang ein erregendes Vorspiel wird.

Danke für die Rute

hanne

Signatur

Tue was du willst, aber schade keinem dabei.

14.03.2017 um 13:31 Uhr

Eine wirklich tolle Weihnachtsgeschichte

19.09.2016 um 19:13 Uhr

Eine wirklich schöne, liebevolle Geschichte mit einem tollen Ende. Prima

01.01.2016 um 13:25 Uhr

klein aber fein

27.12.2015 um 10:13 Uhr

Wieder einfach nur schön.

Die Idee, den Alltag eines Weihnachtsbaumverkäufers mit BDSM zu verbinden, einem Kind ein Lächeln und ein Gefühl der Stärke zu schenken ohne ihm einen Bären aufzubinden, wirklich toll. Dies alles wieder sprachlich gut umgesetzt, in das vorweihnachtliche Ambiente verpackt und mit Liebe geschmückt. Einfach eine schöne Geschichte.

Danke für diese Zeilen.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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