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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Unzulänglich

Eine BDSM-Geschichte von eileen.

Vorlesen

Die Sonne strahlte freundlich am makellos blauen Himmel und schon jetzt am Morgen war es angenehm warm. Andrea saß auf dem breiten Fensterbrett in ihrem Wohnzimmer und hätte schreien können. Warum konnte der Himmel nicht grau sein, die Stadt von kalten und beständigen Nieselregen bedacht? Oder noch besser ein heftiges Gewitter, tiefschwarze Wolken, Donner, der auf die Häuser brüllte und Blitze, die in Bäume und Telefonmasten krachten. So ein Blitz könnte auch das dämliche Pärchen treffen, das gerade händchenhaltend unter Andreas Fenster vorbeiging. Noch während sie das dachte, spürte sie schon wieder Tränen in sich aufsteigen, zum wievielten Mal seit gestern Abend? Sie wusste es nicht und eigentlich wäre ihr die Frage, wann das wieder aufhören würde, wichtiger gewesen.

Der Samstag lag gähnend lang vor ihr. Sie hatte nichts vor und auch Robert würde nicht vorbeikommen, heute nicht oder morgen oder nächste Woche, nie wieder. Jetzt flossen die Tränen heiß über ihre Wangen und sie schluchzte in den leeren Raum. Es war vorbei, ihr Dom und der Mann, den sie ehrlich liebte, hatte sie verlassen. Ein kleiner Teil in ihr empfand Erleichterung, denn vorbei waren jetzt auch die Hiebe, die sie erregen sollten und es nicht taten, seine Hand, die prüfend zwischen ihre Beine fuhr und nichts von der willigen Feuchtigkeit fand, die man erwarten würde. Doch dieser Teil wurde nicht übertönt, sondern überkreischt von einem gebrochenen Herz, einem zertrampelten Ego und der fundamentalen Frage - Warum?!

Andrea erinnerte sich an die Anfangszeit, der sie schon so lange heimlich nachtrauerte. Robert war der Erste, mit dem sie ihre Neigung ausgelebt hatte und die ersten Sessions waren wunderschön gewesen. Sie erinnerte sich, wie sie auf dem Teppich hier im Wohnzimmer gekniet und auf ihn gewartet hatte und ihr Blick glitt zu ebenjener Stelle. Die Aufregung und Ungewissheit hatten sie unglaublich angemacht, seine schweren Schritte hinter ihr klangen sexy bedrohlich und dann öffnete er langsam seinen Gürtel und das Klingen der Schnalle hatte ihren Herzschlag zum Rasen gebracht und ein süßes Ziehen in ihrem Unterleib ausgelöst.

Ihre Augen wanderten weiter zu ihrem Esstisch, auch an ihm hingen Erinnerungen. Wie sie rücklings darauf gelegen hatte, die Beine so weit wie nur möglich gegrätscht und den Hintern ganz nah an der Kante.

Jugendschutz bei BDSM-Geschichten

Jetzt wird es heiß!

Natürlich ist die BDSM-Geschichte nicht an dieser Stelle zuende. Im Gegenteil: Ab hier geht es zur Sache. Darum dürfen wir Dir die weitere Handlung im Moment nicht frei zugänglich machen. Wir bitten Dich um Verständnis, dass wir den Jugendschutz ernst nehmen.

Das sind die Schlagworte für die weitere Handlung:

Robert, Andrea, Schmerz, Blick, Dom, Tränen, Bdsm, Neigung, Beziehung, Feuchtigkeit, Erregung, Herz, Sessions, Mund, Wege, Andreas, Devotion, Wunsch, Art, Welt, Safeword, Beine, Gefühl, Wohnung, Sonne, Lust, Wohnzimmer, Frage, Himmel, Leben, Stadt, Sinn, Verzweiflung, Tonfall, Stimme, Befriedigung, Subs, Leiden, Roberts Glück ...

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

05.02.2019 um 22:28 Uhr

Das finde ich eine interessante Frage:

Wann ist man eine "richtige" sub? 

Danke für diesen Text, der mir zeigt, das ich nicht allein bin mit diesen Gedanken. Auch wenn ich so eine Situation wie in dieser Geschichte selbst noch nicht erlebt habe...

14.11.2018 um 13:28 Uhr

Da ist es wieder! Ehrlichkeit und Gespräche. 

Ehrlich sich und dem Partner gegenüber.

Gespräche vor allem über die unangenehmen Themen.

Danke! Tolle Geschichte.

hanne lotte

Autorin.

12.02.2017 um 21:30 Uhr

Wo wäre der Punkt gewesen, an dem die beiden ihre Beziehung rechtzeitig beenden konnten? Wer hat versagt?

Er hat ihr zuviel zugemutet, hat seine Bedürfnisse über ihre gestellt, 

Sie hat sich nicht eingestehen wollen, dass sie mit ihm nicht glücklich wird.

Beide haben sich belogen.

Er könnte für sich ins Feld führen, dass er schon viel eher an dieser Beziehung gezweifelt batte.

Sie könnte sich auf ihre Unerfahrenheit berufen.

Aber sie beide sind erwachsen. Sie beide wollten nicht wahrhaben, dass es nicht passt. Wann wäre der richtige Moment gewesen?

Danke 

hanne

17.09.2016 um 18:04 Uhr

sehr ergreifend, ein ernstes Thema, gut geschrieben

Gelöscht.

28.08.2016 um 02:09 Uhr

Traurig, weil es die mangelnde Bereitschaft zum Hintanstellen eigener Bedürfnisse in einer Beziehung thematisiert.

Gelöscht.

20.08.2016 um 23:22 Uhr

Danke

20.07.2016 um 02:07 Uhr

Inhalt wird erst nach AVS-Überprüfung angezeigt.

Der Inhalt dieses Beitrags ist aus Gründen des Jugendschutzes nicht frei einsehbar.

Bitte melde Dich zunächst am Altersverifikationssystem an.

Gelöscht.

23.06.2016 um 02:22 Uhr

<< Robert hatte ihr erklärt, dass es für ihn keinen Sinn mehr machte, er sich eine ernsthafte und richtige BDSM-Beziehung wünschte und das ja so mit ihr nicht möglich war >>

Das Vertrauen und die Zustimmung einer Sub sind ein Geschenk, erst ab diesem Geben kann aus einem Mann ihr Dom werden.  Mag sein, dass jemand sich selbst als Dom bezeichnet, lasse ich gelten im Sinne von, dass er bereit ist Verantwortung zu übernehmen in der dominierenden Rolle, bleibt noch die Frage ob er wirklich fähig und reif ist für ihr Geschenk der Hingabe. Ob er dem Anspruch gewachsen ist, zeigt sich in seinem generellen  Umgang mit der Frau die bereit ist seine Sub zu sein.

Die andere Frage ist, wie sehr ist er sich den eigenen Bedürfnissen bewusst und kann er ihr das vermitteln?

In dem Fall sage ich krass, er war dem nicht gewachsen und sie schon gleich gar nicht. Es ist  unschön und traurig, wenn sich mit der Zeit zeigt, dass zwei Menschen in diesen ihren Bedürfnissen doch nicht kompatibel sind, es gibt jedoch dennoch Wege und Möglichkeiten, sich mit Anstand und ohne nachzutreten zu trennen.

Was war das denn was er bis dahin mit ihr hatte wenn am Ende  _so_  ein Spruch kommt? Eine nicht-ernsthafte und falsche BDSM Beziehung?

Es liest sich so, als sei er sich sehr viel früher oder überhaupt vorab schon bewusst gewesen was seine Richtung ist. Darüber wäre zu sprechen gewesen, im Vorfeld und in einem Rahmen der es auch ihr ermöglicht hätte offen und ehrlich zu sein.

Das ist die Basis, Begegnung auf Augenhöhe, alsdann sie sich jeweils auf ihren angestrebten Part in den Sessions begeben und hinterher wieder Begegnung auf Augenhöhe und ehrlich miteinander sprechen was geht und was nicht und ab wo es beim besten Willen nicht mehr kompatibel ist.

Dann hätten sie sich im Guten trennen können, mit wertschätzender und respektvoller Akzeptanz für das was sie als gute Zeit miteinander hatten. Beide reicher um Erfahrung  und Erkenntnis der eigenen Bedürfnisse.

19.06.2016 um 00:52 Uhr

Ein Text, der mich den verdrängten Schmerz, die Verzweiflung, einen Menschen, den ich liebe, zu verlieren, sehr gut wieder spüren lässt. Ein Text, der mich, die sich noch am Anfang dieser Abenteuerreise befindet, nachdenklich macht.

Aber auch ein Text, der mich trotzig mit dem Fuss aufstampfen lässt, um zu sagen: "Hey, nur, weil unsere Bedürfnisse nicht zusammen passten, lasse ich mich nicht als minderwertig abstempeln. Geh Du und suche Dein Glück woanders; ich werde dasselbe tun."

Danke, eileen, für das prophylaktische Mut machen. Das Gefühl heb ich mir auf. Man weiss nie, für wann.

14.06.2016 um 01:28 Uhr

Eine spannend geschriebene Gesschichte, die zum nachdenken anregt. Sie ist gefühlvoll und tiefsinnig dabei sehr unterhaltsam.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 
 

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