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Schattenzeilen

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Du bist naiv, Sklavin E.

Ein Blogbeitrag von Jona Mondlicht.

Als ich das erste Mal von dir hörte, dachte ich: Wie gut, dass du fragst. Wie gut, dass du dich nicht unreflektiert in ein Abenteuer stürzt, in dem BDSM eine große Rolle spielen wird. Damals dachte ich, du seist eine kluge Frau. Das glaube ich mittlerweile nicht mehr. Ganz und gar nicht.

Ich darf das hier über dich schreiben, denn ich nenne dich weder beim richtigen Namen noch bin ich derjenige, mit dem du kommuniziert hast. Ich könnte also behaupten: Vielleicht meine ich dich ja gar nicht. Aber das würde nicht stimmen. Denn ich meine jeden. Jeden, der sich in die untergeordnete Rolle sehnt und so denkt wie du. Deine Geschichte soll ihnen als Mahnung dienen. Dich selbst kann leider niemand mehr warnen.

Du, E., bist eine junge Frau und wohnst irgendwo in Nordrhein-Westfalen. Dein Leben hat dich mit einer submissiven Neigung beschenkt und du hast beschlossen, dich endlich darauf einzulassen. Deswegen wurdest du Single. Denn deine Beziehung zerbrach daran. Dein Partner verstand nicht, was dir fehlt, und wenn du es ihm erklärt hast, fühlten sich seine Versuche nicht echt genug an. Glaube mir, vielen geht es ähnlich, ich kann das nachvollziehen.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

19.10.2020 um 23:46 Uhr

Anregend und lehrreich in mehrfacher Hinsicht:

Hypothese "real": Brandgefährlich für die naive Frau und fast unglaublich. Welch ein Glück, dass es die Schattenzeilen gibt. Dabei meine ich nicht den lächerlichen Vertrag, von dem jeder wissen sollte, dass solche (oder ähnliche Verträge) aus guten Gründen, in Rechtsstaaten wie unserem, unwirksam sind. Was mich absolut schockiert, ist die reale Bereitschaft von "E.", sich wirklich digital und real absolut isolieren zu lassen. Wie kann man es gefährlichen Psychopathen nur so leicht machen? Schon in der Nacht in dunklen Gassen, kann es alleine schnell zu gefährlich werden. Naiv ist für meinen Geschmack noch ein viel zu schwaches Wort.

Hypothese "fiktiv": Zum Glück nur das Kopfkino einer, von Sehnsucht und Ungeduld getrieben, Anfängerin. Dass "E." dafür eine Form der Kommunikation gewählt hat, aus der für ihre wahren Freunde unklar bleibt, ob es sich dabei nur um ein Gedankenspiel handelt, oder ob sie sich tatsächlich in einer gefährlichen Schlinge befindet und dabei die Gefahr nicht erkennt, war sehr ungeschickt, um nicht auch in diesem Fall naiv zu sagen.

Meine Perspektive: Ich bin beim Erforschen des Blog‘s der Schattenseiten, während ich mich als neue Schattenseitlerin noch immer hier am Einarbeiten bin, über Jona‘s weiteren tollen Beitrag und die vielen engagierten Kommentare dieser grandiosen Gemeinschaft gestolpert. Nun weiß ich nicht nur, was man im Block alles Tolles finden kann, sondern habe auch noch einen schönen weiteren Beweis dafür gefunden, wie verantwortungsvoll ihr alle hier unterwegs seid.

Vielen lieben Dank, nicht nur den Akteuren des Team‘s, für alles,

Eure Mona

26.09.2020 um 08:54 Uhr

Inhalt wird erst nach AVS-Überprüfung angezeigt.

Der Inhalt dieses Beitrags ist aus Gründen des Jugendschutzes nicht frei einsehbar.

Bitte melde Dich zunächst am Altersverifikationssystem an.

Emilia

Förderer.

08.08.2020 um 14:54 Uhr

Erschreckend.. und traurig. 

Hätte nicht gedacht, dass jemand seinen Verstand so ausschalten kann.

† Biggi Dunkelseele

Gelöscht.

02.07.2020 um 21:21 Uhr

Das ist nochmal eine deutliche Ansprache.

Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

16.05.2020 um 16:46 Uhr

Hallo Marinko,

Du musst Dich nicht entschuldigen. Der Blogbeitrag hat schließlich durchaus eine Diskussion angestoßen. Und das ist auch der Sinn von Blogbeiträgen.

Viele Grüße

Jona

16.05.2020 um 04:38 Uhr

Ich habe gerade die Diskussion gelesen über das Thema "Du bist zu naiv, Sklavin E." und muss sagen ich ärgere mich über mich selbst. Warum kommt man auf die Idee, die Geschichte könnte ein Diskussion's Anstoß sein, und überprüft nicht, ob genau jene stattgefunden hat. Ich möchte mich auf diesem Wege entschuldigen.

16.05.2020 um 02:32 Uhr

Ich finde die Geschichte genial. Es kommt aber gleichzeitig darauf an, wie sie gemeint war, außer ich bin im Prinzip, wie die Frau zu naiv. Ansonsten stellt sich für mich die Frage, ob sie vielleicht, war ja seltsamerweise auch zusätzlich ein Blockbeitrag, die Einladung zu einer Disskusion war. Es ging in dieser Geschichte um eine Frau, die, wie ich glaube, massiv auf Erniedrigungen stand. Ja ich denke sogar soweit, das sie nicht begreifen konnte, warum eine Aktion, die nichts mit SM zu tun hatte, nicht ihre Triebe ansprechen könnte. Gleichzeitig glaube ich, stand sie darauf sich völlig auszuliefern und das einem Fremden. Jetzt frage ich mich nur, ihn zu meinem gesetzlichen Vormund machen, würde ich nicht an ihrer Stelle, geht es nicht in Ordnung, sich auf eine völlig fremde Person auch in diesem Umfang einzulassen, mit gewissen absprachen vorher? Wenn man auf Fear Play steht, ist eine unbekannte Person wesentlich lustvoller auf einer Seite. Und man muss noch hinzufügen, das man sich sonst eigentlich, niemals bei unbekannten auf irgend etwas fesselndes einlassen darf. In jedem Spiel, egal wie kurz oder lang, besteht das Risiko nicht mehr raus zu kommen oder das die andere Person zu weit geht...

Und mir stellt sich die Frage, ob sie nicht vielleicht doch schon seit Jahren SMlerin war, und ob sie die Fragen aus ihrer puren Nervösitat gestellt hat, aufgrund ihrer ungeheuerlichen Lust und Begierde nach genau dieser Beziehungsform des Unwissends.

† Adrenalinchen

Gelöscht.

15.05.2020 um 18:56 Uhr

Ich hab beim Lesen Gänsehaut bekommen. Man würde E. am liebsten an den Schultern packen und schütteln damit sie aufwacht.

10.05.2020 um 20:41 Uhr

Ein sehr ehrlicher Beitrag, voller Mitgefühl und Verständnis.

Belehrend - als Schutz und mit dem Wissen "Jeder ist für sich selber verantwortlich".

Hoffentlich lesen viele diesen Blog und handeln verantwortungsbewußt.

11.04.2020 um 02:13 Uhr

Unter solchen Umständen sollte nicht einmal ein Zeitungsabo abgeschlossen werden.

Ich kann mir einfach nur vorstellen, dass da jemand von 50 Shades of Grey fasziniert war und die davon getriggeerten Träume ganz schnell wahr machen möchte.

Verstanden von einer funktionierenden  BDSM Beziehung hat die Protagonistin allerdings leider nichts.

Ich kann nur hoffen, dieser tolle Text ganz oft gelesen wird und ganz viele davon abhält was völlig verantwortungsloses zu tun.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.