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VerschmerzBar. Bin ich Sub - und wenn ja, wie viele?

Ein Text von Schattenwölfin.

In der VerschmerzBar treffen verschiedene Gedanken rund um das Thema BDSM aufeinander, die ich in loser Reihenfolge, aber hoffentlich immer ordentlich sortiert, unter dieser Rubrik zur Diskussion stelle. Heute räume ich ein, dass das mit der ordentlichen Sortierung nicht wirklich geklappt hat.

 

Kürzlich wäre ich beinahe vom Pferd gefallen. Ich war mit einer Freundin ausreiten. Wir machen das regelmäßig und unterhalten uns dabei auch gerne über solche Dinge, die über Mähnenkamm und Sattelrand hinausgehen.

Ich weiß gar nicht mehr, wie wir auf das Thema Beziehungsmuster gekommen sind, es war auch eher beiläufig, dass der Satz „Du bist offensichtlich der dominante Part bei Euch“ in mein Ohr drang. Ich bin mir sicher, dass meine Freundin keine sexuellen Neigungen im Sinn hatte, aber ich hatte sie augenblicklich dort und habe ihre steile These mit einem leisen „Ach!“ kommentiert. Mich auf dem Pferderücken haltend, dann umständlich nachgurtend und zum munteren Galopp über eine Grenzschneise bittend, wechselte ich das Thema.

Mit breitem Grinsen erzählte ich abends meinem Mann davon. Ob es wegen des Grinsens war oder sowieso fällig, er zeigte mir prompt, wer tatsächlich der dominante Teil unseres gemeinsamen Glücks ist. Später galten meine letzten Gedanken vor dem Einschlafen erst der Einschätzung meiner Freundin und dann meinem braven Pferd.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

27.09.2018 um 12:50 Uhr

Vielen Dank für die Denkanstöße. Kann ja nie schaden mal wieder in sich zu gehen und auch immer mal wieder neu drüber nachzudenken, ob alles noch gut ist wie es ist, oder ob sich da Dinge eingeschlichen haben, die irgendwie doch nciht so rund laufen.

Auf jeden Fall ist es aber so: ich bin ich, er ist er und zusammen sind wir ein verdammt gutes Kochgeschirr

22.09.2018 um 19:24 Uhr

Vielen Dank für all die Denkanstöße und diese erweiternde Sicht auf die Dinge. Ich hatte schon manchmal den Eindruck, in diese S/d-Welt :P doch nirgends so recht hineinzupassen. Aber vielleicht gibt es da doch ein paar Eckchen, wo ich mich in Gesellschaft wähne.

Signatur

"Peace is the result of retraining your mind to process life as it is, rather than as you think it should be." -Wayne Dyer

07.08.2018 um 04:14 Uhr

Die Sub hat doch effektiv die Macht und lässt den Dom halt an der Leine vorausgehen,, könnte ja eine Mine vergraben sein...

Wenn zwei Menschen sich einig sind dass aus Genuss nicht Verdruss werden soll und sie sich gegenseitig mit Achtund und Respekt vergnügen und erfüllen dann passt der Deckel auf den Topf

04.02.2017 um 19:14 Uhr

Hallo Schattenwölfin ,

mir gefällt was und wie Du schreibst .

Für mich ist das ein neues Thema im Leben und ich  finde es total interessant , etwas über die verschiedenen Meinungen und Ansichten dazu zu erfahren .

Danke !

Grüße v. Amazonas

leni

Autorin.

22.01.2017 um 04:14 Uhr

Der Text hat mich zum Nachdenken gebracht, so auch die anschließenden Kommentare. Wie bereits gesagt wurde, ich schätze die Toleranz hier auf Schattenzeilen auch sehr. Man darf sein wie man ist. Und am Ende spielt es doch keine Rolle, wo man sich genau einordnet oder in welche Schublade man gesteckt werden würde. Hauptsache für einen selbst fühlt es sich richtig an, so wie man ist.

hanne lotte

Autorin. Fördermitglied.

20.01.2017 um 19:22 Uhr

Ich bin Sub (muss ich das jetzt klein schreiben?), vielleicht auch Teilzeit-Sub, weil irgendwann muss ich auch arbeiten. Oder Wunschzettelsub, weil - Wünsche habe ich durchaus. Für noch mehr D/s sind die Kinder einfach zu oft zu Hause, c'est la vie. Das Leben ist schließlich kein Ponyhof, aber petplay mag ich sowieso nicht.

Ein bisschen SM ist sicher auch immer dabei, denn nur beseelt erscheint mit/ uns nicht ausreichend erregend. Aber die Frage nach dem rechten Maß haben wir noch lange nicht beantwortet. 

Eingefleischt? Ach nö, das is mir zu absolut und klingt nach Anstrengung und wenig Spaß.

Aber ja, ich unterwerfe mich, ab und zu ist Überwältigung ganz spannend, aber auf Dauer echt anstrengend und dem Interieur abträglich. Und ifgendwann ist ja auch die längste Navht zu Ende.

Es sind die ehemaligen Latzhosen-Frauen, die drei Jahrzehnte ihre Sexualität politisiert haben, ihre Partner verkümmert haben, und im Klimakterium aufwachen und denken: Da war doch noch was!  ...

Das gefällt mir.  

Mal abgesehen von der Latzhose ... hatte ich nicht, waren auch nur zwei Jahrzehnte, und nein, nicht politisiert, nur einfach anderes zu tun, also meistens wir beide, man passt sich da an. Und er kann selbstständig einkaufen. Kein Birkenstock. Die Idee mit der Rute kam von ihm. Nur die mit den Lederfesseln von mir. Aber sonst passt das wirklich gut und hoch lebe das Klischee und alle alten Patriarchen. 

Liebe Wölfin, ich konnte deine Gedanken gut nachvollziehen, das spricht doch für eine gute Sortierung. Du hast mir Stoff zum Nachdenken gegeben, zum mich finden und einordnen ... auf mich passt unsortiert dann eher ... aber jetzt bin ich wieder ein Stück weiter.

Danke und Gruß

hanne

Signatur

Tue was du willst, aber schade keinem dabei.

20.01.2017 um 14:06 Uhr

Gut geschrieben und viele Dinge sind auch ein schöner Denkanstoß. Danke!

Ich würde aber keine Anweisungen in den Papierkorb schmeißen und finde die beschriebene Situation reizvoll. Weil ich dem Befehl folgen müsste, obwohl ich das, was ich tun soll, nicht besonders "kreativ" finde. Mein d/s beinhaltet, dass ich solche Dinge erleide, über mich ergehen lasse. Vielleicht hat er das sogar absichtlich so angeordnet, weil er weiß, dass es mir nicht passt oder widerstrebt? Ich bin sein, ich unterliege seinem Willen und will(!) mich auch so verhalten.

Aber wie es in den Kommentaren auch erwähnt wird, jeder hat seine Facette und Schubladen sind falsch am Platz.

Viele Grüße

tina

Gregor

Autor.

29.11.2016 um 21:40 Uhr

Super gezielt, astreiner Blog, danke, Schattenwölfin!

Wer eine Frage stellt, bekommt zehn Antworten. Jede ist richtig und falsch. Es wird ganz furchtbar, wenn zu viel gefragt wird. Dann sengt die Definitionssonne die Partner aus, sie werden Dörrobst. Das endet im Fiasko, in schmerzhafter, trockener Reibung.

Vorher aber beginnt es ganz harmlos.

Wer bin ich? Was bin ich? Wie definiere ich mich? Und ganz wichtig, wie muss mein Partner sein? Trenne ich ausreichend Alltasdominanz von Privatdevotismus? Habe ich die korrekte Wortwahl drauf? Wie kleide ich mich? Welche verdeckten und offenen Zeichen meiner Neigung trage ich? Wie rede ich, welche Körperhaltung ist angemessen, in welchem Chat bin ich zu welcher Zeit? Wo gehe ich hin und wo nicht?

Vor lauter Reden und Beteuern und Definieren und Klären und Diskutieren und Beharren und Klarstellen und Voraussetzen und Selbstanalysieren und Fremdanalysieren und Lösungsorientieren verschwindet das Wesentliche, der Spaß!

28.11.2016 um 00:34 Uhr

Sub sein kann ganz unterschiedlich ausfallen. jeder oder besser gesagt jede Sub  muss ihren eigenen Weg finden.  Das Zwiegespräch mit sich selbst ist aufschlussreich.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

22.11.2016 um 22:03 Uhr

Das macht mir als absolute Anfängerin Mut.

Mit dieser sagen wir...kleinen Lockerheit kann ich  mir das auch vorstellen 

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