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Die Muse unterm Schreibtisch

Eine BDSM-Geschichte von Cayt.

Da stand sie nun, die Muse, und blickte auf ihn. Während er an seiner Schreibmaschine saß und in regelmäßigen Abständen einen nur halb beschriebenen Papierbogen heraus zog, ihn zerknüllte und Richtung des Papierkorbes warf, seufzte sie traurig im Stillen. Viel Inspiration hatte sie ihm bislang nicht beschert. Der halbvolle Papierkorb und die zerknüllten Seiten, die zudem um ihn herum lagen, sprachen die deutliche Botschaft aus. Ihr Blick glitt zurück zu ihm. Er spannte gerade eine neue Seite in seine Schreibmaschine. Ein schon älteres Modell. Nur durch sie, so war er der festen Überzeugung, hatte er sich schon vor Jahren als Autor einen Namen machen können. Seine Geschichten, der Zeit angepasst, auf einem Computer zu schreiben, lehnte er darum weiterhin strikt ab. Aber auch seine Schreibmaschine schien ihm nicht wie für gewöhnlich mit der üblichen Inspiration zu beflügeln.

Warum bist du überhaupt hier? Nein, er sprach es nicht aus. Und doch fühlte die Muse, wie die Anklage im Raum nachhallte. Sie musste sich etwas einfallen lassen. Aber was? Ihr Blick glitt wieder herum und blieb an einem Still-Leben an der Wand haften. Ein wieder lebhafteres Funkeln in ihren Augen sowie ein zuversichtliches Lächeln vertrieben den Trübsal aus ihrem Gesicht. Noch einmal sah sie zu ihm. Dann verließ sie leise und unauffällig den Raum. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Nora

Profil unsichtbar.

10.08.2023 um 14:18 Uhr

Naja.

Leider ist es nicht ganz so einfach, das Schreiben.

Das Männer-manipulieren schon, das kennen wir ja eh.

Gerne hätte ich jedoch mehr über die Muse erfahren. 

Oder wenigstens die Nummer der Agentur...

 

Trotzdem: Danke schön für den netten Tagtraum

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Diedie Nerin

Autorin.

10.08.2023 um 12:58 Uhr

eine schöne Idee, diese fleischgewordene muse in den schreibprozess einzubauen. gern hätte frau als leserin etwas mehr zu dieser dabei entsehenden geschichte erfahren, wie leicht hätten sich hier die ebenen verschränken können. so bleibt die erinnerung vor allem an dem inflationär gebrauchten begriff "muse" hängen.

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Florentine

Autorin. Förderer.

10.01.2023 um 17:40 Uhr

Eine interessante Idee und die anfängliche Stille zwischen den Beiden weckt die Neugier wie sich das Zusammenspiel der Beiden entwickelt. Auf jeden Fall eine gelungene Komposition von Essen und Leidenschaft, wobei der Protagonist  insgesamt eher trocken rüberkommt und ich vermute, dass es sicher interessantere Auftraggeber für sie gibt. Aber sehr schön in Worte gekleidet. Sehr gern gelesen.

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Efstratia Schober

Profil unsichtbar.

08.03.2022 um 02:24 Uhr

Schön geschrieben

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Queeny

Förderer.

07.03.2022 um 23:03 Uhr

geändert am 07.03.2022 um 23:04 Uhr

Dankeschön für diese zauberhafte Geschichte, sie hat mir sehr gut gefallen!

Queeny

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Ina

Gelöscht.

01.01.2022 um 22:58 Uhr

Liebevoll dich auch mit bestimmter Klarheit geschrieben.

Ich stellte es mir bildlich vor.

Äußerst erregend

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Gelöscht.

05.08.2018 um 10:35 Uhr

Schön zu lesen und einmal mehr hat die Sub gewonnen und sich ins Hirn eingeschlichen, Bravo

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Le Papillon

Gelöscht.

07.04.2018 um 17:43 Uhr

Mit großem Vergnügen habe ich diese Geschichte gelesen und dabei nicht nur Hunger auf Limettenschnitzel bekommen. Welch wunderbare Einfälle hat diese Muse, sie sind nicht nur für den Schreiber anregend, auch für den Leser.

Vielen Dank für diese Inspiration.

Gruß Le Papillon

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Meister Y

Autor. Förderer.

26.07.2015 um 19:31 Uhr

Was für eine Muse! Wunderschön erzählt, wie sie es schafft, ihn zu inspirieren. Wunderschön erzählt, wie er mit ihr spielt und sich so ganz nebenbei, die nötigen Anregungen holt. Schade, dass für das Desert mein Kopfkino herhalten musste. Ich würde mich freuen, wenn er ein neues Buch schreiben würde und sie ihm dabei wieder als Muse dient.

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Gelöscht.

18.07.2014 um 19:13 Uhr

Eine lesenswerte Geschichte die wowohl eine Fortsetzung als auch die Schilderung aus ihrer Sicht verdient hätte. Vielen Dank.

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