Da geht diese Frau mit einer Ausstrahlung, die dafür sorgt, dass sie keinem Passanten ausweichen muss. Ben ist fasziniert. Was für eine Dominanz! Er stellt sich die Frau als seine Partnerin bei einer Session vor. Aber manchmal steckt hinter einer Sache noch etwas völlig anderes.
Schon wieder! Ben trat zur Seite, gab den Weg frei, spürte im Luftzug den Hauch von Lavendel, sah der Frau nach, die zielstrebig, ohne ihn zu beachten, vorüberging. Waren es zwanzig oder dreißig Begegnungen, bei denen er zur Seite trat, wenn die Frau ihm auf dem Gehweg entgegenkam? Ständig schien sie in sich vertieft, ihre Umwelt nicht wahrnehmend, lief geradeaus, ohne anderen Passanten auszuweichen.
Niemals nahm sie Blickkontakt auf, ihr Gesicht wirkte unbeweglich und sie ging in einer selbstbewussten Art, die jeden Passanten dazu brachte, ihr auszuweichen, während sie keinen Zentimeter von der Linie ihres Weges abwich.
War es ihre zielgerichtete und selbstbewusste Art zu gehen, die andere Passanten dazu brachte, ihr Platz zu machen? Sie ging nicht, sie schritt.
Vielleicht war es auch ihre Kleidung, immer korrekt aufeinander abgestimmt, niemals billig, die ihrer Umgebung das Gefühl gab, es wäre unangebracht, einer derart majestätisch wirkenden Frau den Weg zu versperren.
Des Öfteren hatte Ben sich bemüht, Blickkontakt zu ihr aufzunehmen, aber niemals gelang es ihm.
Meist sah Ben die Frau zwischen acht und neun Uhr morgens auf dem Gehweg in Richtung Norden gehen, häufig am Abend zwischen fünf und sechs nach Süden. Wahrscheinlich ging sie früh zur Arbeit und abends nach Hause, aber sie tat es in einer majestätischen Art, wie es höchstens ein Mensch unter Tausenden vermochte.
Nie traf Ben ein Blick der Frau, sie schien auf einen Punkt in einer anderen Welt zu schauen, während sie wie ein fremdes, unberührbares Wesen über die Betonplatten schritt.
Ihr Gesicht wirkte wie das einer Puppe, starr, gleichmütig, ihre Augen hatten etwas Asiatisches, wirkten schmal, die Wangenknochen traten ein wenig hervor, ihr Kinn jedoch besaß eine gefällige Rundung, während ihr Mund einen unbestimmt strengen Ausdruck, wie kurz vor einer scharfen Bemerkung, zeigte.
Häufig richteten sich Bens Gedanken auf die Frau. Wo wohnte sie, in welcher Firma arbeitete sie? Hatte sie einen Partner oder war sie Single? Welche Art von Sex mochte sie und vor allem: Besaß sie vielleicht sogar dominante Züge? Bei diesen Gedanken sprang Bens Kopfkino an und er stellte sich vor, wie die fremde Frau als seine Göttin im Bereich der Erwachsenenspiele über ihn herrschte, ihm Befehle gab, die er willig ausführte.
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Rote Blume Allein für deine Gedanken lohnt sich (unabhängig von meiner eigenen Freude) das Schreiben der Geschichte. Eine Sache möchte ich kommentieren. Du schreibst, dass du überzeugt bist, dass »echte« Kunst, Literatur und Musik niemals mit einer KI erreicht werden kann. Ich fürchte, es ist nur eine Frage des gekonnten Promptens. Aber das macht nichts. Unabhängig von KI kann jeder Mensch seine Kunst, Literatur und Musik machen. Vielleicht kommt irgendwann ein Gütezeichen »menschgemacht«. Ich mache meine Sachen weiter ohne KI.
Subbysub Ich danke für dein Lesen und Bewerten. Es freut mich, dass du den Film in der Geschichte gesehen hast. Auf den Fortgang der Dinge habe ich nur wenig Einfluss, denke, es passiert, in welcher Form auch immer. Wenn ich beispielsweise an die Sauereien mit Rentnertricks denke, kocht mir üble Wut hoch. Dagegen ist die KI-Domina ein Herzchen.
hanne lotte Ja, es macht mir Angst – so wie vieles. Ich sag dir – ein Garten hilft, am Meer langgehen, bei Regen aus dem Fenster schauen, Kaffee trinken, den Kamin anzünden, und bei all den Dingen die schöne neue Welt nicht sehen. Ich könnte jetzt fragen, ob es im derzeitigen System auch nur eine einzige perspektivisch klare Vision für nur eines der existenziellen Probleme der Menschheit gibt, aber da bin ich gleich wieder bei den Ängsten. Frische Luft! Und was noch hilft – Geschichten schreiben.
poet Danke für deine Analyse, deine Gedanken zur Geschichte. Ich habe mich darüber gefreut. Ich fürchte nur, wir werden den Stecker nicht ziehen. Ich denke darüber nach, ob das übel oder folgerichtig ist. Wann wurden im Lauf der wissenschaftlich-technischen Entwicklung der Menschheit konsequent Stecker gezogen?
Leo Me Ich bedanke mich für dein Lesen der Geschichte. Häufig lesen Frauen keine Femdom-Geschichten, die Gründe sind vielfältig (wäre ein interessantes Thema).
Jede Geschichte hat einen Auslöser. Mir begegnet auf meinen Gängen hin und wieder eine Frau, die ihre Umwelt beim Gehen komplex ausblendet. Sie weicht tatsächlich nicht aus, das ist selten, ich kann das nicht begründen, aber sie war die Idee zur Geschichte.
Ich versuche mich an deiner Frage zu Texten ohne Gefühle und Emotion. Mir geht es in der Geschichte nicht um große Liebe, tiefe Verbundenheit und Achtsamkeit eines vertrauten Paares, sondern (lediglich) um Befriedigung männlich-submissiver Geilheit. Dazu kommt kalte, sachliche KI, und die Verkörperung künstlicher Intelligenz in einer Domina hat mit Gefühl und Emotion nach meiner Auffassung nichts zu tun.
Zu deiner Frage zur Anzahl der menschlichen Wesen in der Geschichte: Es gibt zwei. Den Protagonisten, getrieben von submissiv-masochistischer Geilheit. Vielleicht ist da noch mehr in ihm, aber nicht in der Geschichte. Das führt mich zu dem Gedanken, ob reine Triebbefriedigung nicht menschlich ist.
Der Mann hinter der KI ist ebenfalls menschlich. Treiben ihn Gier, Karriere, Geltungsdrang? Wie viel steckt davon in uns Männern, wie viel in Frauen und welche Werte werden von Müttern an ihre Kinder vermittelt? Und von Vätern, klar. Der Mann ist Spiegel unserer Zeit, früherer Zeit, kommender Zeit und er ist gleichzeitig Ursache und Wirkung.
Danke, ich freue mich über das KI-freie Forum. Und wir können alle KI-frei lesen.
Spannend und überraschend geschrieben, keine Frage.
Mir bleibt trotzdem eine andere Frage: Ist es vorstellbar, dass Roboterwesen keine anderen Wege finden, um Menschen (hier nur Männer) in Schach zu halten, als sie ausgerechnet als Domina auszunutzen, ähnlich wie es ihre menschlichen "Schwestern" schon machen? Ich sehe hier eher menschliche- männliche Sehnsüchte gespiegelt auf eine mögliche, erschreckende Zukunft, die sich aber wohl doch eher andere Wege suchen wird - wenn wir den Stecker nicht mehr rechtzeitig ziehen! Mir kommt daher dieser lesenswerte Text eher vor wie anfänglich ein Wunschtraum, der zu einem Alptraum mutiert.
Lieber Gregor, macht dir das nicht auch ein bisschen Angst?
Oder isses am Ende egal, wer das Geld verdient ...
Aber gut geschrieben, ich habe ein Weilchen gebraucht, um den Perspektivwechsel einzuordnen.
Ben wird einfach zur Nummer und seine Erfahrung bzw. seine Reaktionen zur Berechnungsgrundlage für das weitere Vorgehen.
Aber ja, das ist schon nicht ganz unrealistisch - Abschöpfung von Ressourcen passiert an vielen Stellen, ohne dass uns das bewusst ist. Das erdet frau dann doch.
Toll geschrieben! Ich war komplett in dem „Film“, bis zum Wendepunkt mit Sicht auf die „Realität“ . Da musste ich erst einmal schlucken. Nicht nur die KI kann einen linken. Man erwartet es nur nicht, bis es (hoffentlich nicht) passiert.
sowohl die Marionette einer KI als auch eines oder mehrerer anderer Menschen zu sein, Stichwort Konsum und/oder Abhängigkeit in jeglicher Hinsicht, ist sehr sehr gruselig…
Diese Entwicklung der Story zum Ende hin kam für mich überraschend.
Prüfe lieber gut, wem Du Dich freiwillig in die Hände begibst und wem Du Deine Daten überlässt… , diese Gedanken hat die Geschichte bei mir ausgelöst, ansonsten fällt es mir schwer nachzuvollziehen, sich einer völlig fremden, unnahbaren Person auf diese Art und Weise tatsächlich hingeben zu wollen, vielleicht auch weil es eine Male-Sub-Geschichte ist. Wobei, geschickte Manipulation wirkt ja nicht nur beim Aufgreifen der Sehnsüchte von Lust, sondern auch von Gefühlen oder beidem. Immerhin hat Eva ihn gewarnt, indem sie ihm sagte das sie ihn süchtig mache…
Ich hatte noch vor kurzem gelesen, dass die KI einem sehr nach dem Mund redet.
Ich hoffe das echtes menschliches Miteinander nie vollkommen simuliert werden kann.
Und ich bin der Überzeugung das “ echte” Kunst, Literatur und Musik niemals mit einer KI erreicht werden kann. Und hoffe ich werde niemals eines Besseren belehrt.
ich habe die Tage ein Telefonat geführt mit einen Mitarbeiter von unseren Großhändler.
Er sagte wie Du auch, das er während der Heimfahrt über eine Ki-App über diverse Themen spricht.
Also etwas was er über den Tag für sich im Kopf gesammelt hat und dabei so sagt er, entstehen interessante Gespräche.
Ich glaube in diesem Beispiel auch, das es uns Menschen, weiter bringen kann. Den Eigenen Horizont erweitern kann aber auch dabei helfen kann, auf bestimmte Ansichten, einen anderen Blick zu erhalten.
Das fand ich sehr interessant weil ich das so nicht wusste, das es geht.
Bei dem Telefonat kam auch heraus, das einer seiner Geschäftsführer ein IT-Professor ist und dieser sollte mal bei einem Lehrgang über das Thema: gesagt haben: "Das es schon große Hochregallager geben soll, in denen Drohnen fliegen die ständig den Lagerbestand kontrollieren und so eine Inventur erleichtern>
Manuell würde dann nachbestellt und eingeräumt.
Das ist schon ziemlich verrückt wenn man überlegt wie kurz es erst KI öffentlich gibt.
Selbst Amazon mit seiner Alexa bestellen für einen ja schon automatisch, dinge oder Kühlschränke, bestellen eigenständig nach.
Daher glaube ich schon, das es im virtuellen Erotiksektor schon so ist, das man mit einer KI agiert.
Also als Beispiel hier mit einer KI Domina agiert.
Was ich als sehr gefährlich erachte, wenn ich überlege wie leichtfertig so höchst Private Details zutage kommen.
Aber um hier bei deiner Geschichte zu bleiben, wäre es garnicht so abwegig so sehr viel Gewinn zu erzielen.
Ich möchte mir garnicht ausmalen wir ein junger iT-Nerd eine Domina KI programmiert hat die online, hunderte junge und alte Männer, finanziell ausnutzt und so 100 Tausende verdient und um sich selbst zu schützen nutzt er dann eine VPN Verschlüsselung.
Selbst was bisher als schwer überwindbar galt, kann KI emotional reagieren. Nicht aus dem Kontext heraus aber je nach dem wie der Mensch reagiert, kann die KI entgegensteuern .
Es ist wie mit allem, was eigentlich hilfreich sein soll, kann auch negativ verwendet werden.
Wie beispw. das Internet an sich.
Ich glaub ja sowieso, das sich dieses Internet nicht durchsetzen wird.
Ich gehe davon aus, dass es bei der Geschwindigkeit der KI-Entwicklungen nur eine Frage der Zeit ist, bis Visionen wie in meiner Geschichte real werden. Wenn ich intelligent prompte, kann ich heute eine KI-basierte Unterhaltung führen, gegen die jeder Chat und sogar die Unterhaltung mit einer realen Domina wie kalter Kaffee gegen einen Drogencocktail sind.
Jede Entwicklung hat Chancen und Risiken, hat Gut und Böse.
Als interessant empfinde ich das Nachdenken über das Verhältnis zwischen Kunst und KI, berufliche Entwicklungen und KI oder hier bei den Schattenzeilen – Geschichtenschreiben und KI oder, allgemein, BDSM und KI.
Faszinierend, wenngleich etwas beängstigend! Vor allem den Beginn fand ich wirklich zauberhaft und habe die Geschichte mit sehr großem Interesse gelesen. Vielen Dank fürs Teilen!
Bester Gregor eine feine Geschichte über (vermeintlich) weibliche Dominanz und den unstillbaren Hunger eines Mannes, seine devot masochistische Ader ausleben zu können. Du schaffst es, Leserinnen und Leser mitzunehmen, den Spannungsbogen zu steigern, zeigst das Bemühen von Ben, bis er sein Ziel erreicht und bekommt, was er herbeigesehnt hat. Absolut lesenswert!
Dann kommt der Punkt, der all dem das i-Tüpfelchen aufsetzt und uns in eine, ich denke gar nicht mehr so weit, entfernte Zukunft führt. Man kann es auch als Horrorszenario sehen, wobei ich mich frage, ob es denn tatsächlich eines ist. Schon heute gibt eine Kriminalitätsform, die die Sehnsüchte der einsamen Menschen ausnutzt, ihnen die große Liebe vorgaukelt und sie, geblendet vom Schein, dazu bringt, Unsummen an die Täter zu geben. In bar, als Transaktion, mit Gutscheincodes und, und, und. Der Fachbegriff ist Lovescamming. Dabei spielt KI eine immer größere Rolle, wobei ich sie nicht verteufeln will. Sie kann, richtig eingesetzt, auch viel Gutes bewirken.
Danke für eine Geschichte, die ich wirklich gern gelesen habe, die heute Fiktion und bald vielleicht schon keine mehr ist!
12.02.2026 um 22:28 Uhr
Rote Blume Allein für deine Gedanken lohnt sich (unabhängig von meiner eigenen Freude) das Schreiben der Geschichte. Eine Sache möchte ich kommentieren. Du schreibst, dass du überzeugt bist, dass »echte« Kunst, Literatur und Musik niemals mit einer KI erreicht werden kann. Ich fürchte, es ist nur eine Frage des gekonnten Promptens. Aber das macht nichts. Unabhängig von KI kann jeder Mensch seine Kunst, Literatur und Musik machen. Vielleicht kommt irgendwann ein Gütezeichen »menschgemacht«. Ich mache meine Sachen weiter ohne KI.
Subbysub Ich danke für dein Lesen und Bewerten. Es freut mich, dass du den Film in der Geschichte gesehen hast. Auf den Fortgang der Dinge habe ich nur wenig Einfluss, denke, es passiert, in welcher Form auch immer. Wenn ich beispielsweise an die Sauereien mit Rentnertricks denke, kocht mir üble Wut hoch. Dagegen ist die KI-Domina ein Herzchen.
hanne lotte Ja, es macht mir Angst – so wie vieles. Ich sag dir – ein Garten hilft, am Meer langgehen, bei Regen aus dem Fenster schauen, Kaffee trinken, den Kamin anzünden, und bei all den Dingen die schöne neue Welt nicht sehen. Ich könnte jetzt fragen, ob es im derzeitigen System auch nur eine einzige perspektivisch klare Vision für nur eines der existenziellen Probleme der Menschheit gibt, aber da bin ich gleich wieder bei den Ängsten. Frische Luft! Und was noch hilft – Geschichten schreiben.
poet Danke für deine Analyse, deine Gedanken zur Geschichte. Ich habe mich darüber gefreut. Ich fürchte nur, wir werden den Stecker nicht ziehen. Ich denke darüber nach, ob das übel oder folgerichtig ist. Wann wurden im Lauf der wissenschaftlich-technischen Entwicklung der Menschheit konsequent Stecker gezogen?
Leo Me Ich bedanke mich für dein Lesen der Geschichte. Häufig lesen Frauen keine Femdom-Geschichten, die Gründe sind vielfältig (wäre ein interessantes Thema).
Jede Geschichte hat einen Auslöser. Mir begegnet auf meinen Gängen hin und wieder eine Frau, die ihre Umwelt beim Gehen komplex ausblendet. Sie weicht tatsächlich nicht aus, das ist selten, ich kann das nicht begründen, aber sie war die Idee zur Geschichte.
Ich versuche mich an deiner Frage zu Texten ohne Gefühle und Emotion. Mir geht es in der Geschichte nicht um große Liebe, tiefe Verbundenheit und Achtsamkeit eines vertrauten Paares, sondern (lediglich) um Befriedigung männlich-submissiver Geilheit. Dazu kommt kalte, sachliche KI, und die Verkörperung künstlicher Intelligenz in einer Domina hat mit Gefühl und Emotion nach meiner Auffassung nichts zu tun.
Zu deiner Frage zur Anzahl der menschlichen Wesen in der Geschichte: Es gibt zwei. Den Protagonisten, getrieben von submissiv-masochistischer Geilheit. Vielleicht ist da noch mehr in ihm, aber nicht in der Geschichte. Das führt mich zu dem Gedanken, ob reine Triebbefriedigung nicht menschlich ist.
Der Mann hinter der KI ist ebenfalls menschlich. Treiben ihn Gier, Karriere, Geltungsdrang? Wie viel steckt davon in uns Männern, wie viel in Frauen und welche Werte werden von Müttern an ihre Kinder vermittelt? Und von Vätern, klar. Der Mann ist Spiegel unserer Zeit, früherer Zeit, kommender Zeit und er ist gleichzeitig Ursache und Wirkung.
Danke, ich freue mich über das KI-freie Forum. Und wir können alle KI-frei lesen.
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