Als ich das erste Mal von dir hörte, dachte ich: Wie gut, dass du fragst. Wie gut, dass du dich nicht unreflektiert in ein Abenteuer stürzt, in dem BDSM eine große Rolle spielen wird. Damals dachte ich, du seist eine kluge Frau. Das glaube ich mittlerweile nicht mehr. Ganz und gar nicht.
Als ich das erste Mal von dir hörte, dachte ich: Wie gut, dass du fragst. Wie gut, dass du dich nicht unreflektiert in ein Abenteuer stürzt, in dem BDSM eine große Rolle spielen wird. Damals dachte ich, du seist eine kluge Frau. Das glaube ich mittlerweile nicht mehr. Ganz und gar nicht.
Ich darf das hier über dich schreiben, denn ich nenne dich weder beim richtigen Namen noch bin ich derjenige, mit dem du kommuniziert hast. Ich könnte also behaupten: Vielleicht meine ich dich ja gar nicht. Aber das würde nicht stimmen. Denn ich meine jeden. Jeden, der sich in die untergeordnete Rolle sehnt und so denkt wie du. Deine Geschichte soll ihnen als Mahnung dienen. Dich selbst kann leider niemand mehr warnen.
Du, E., bist eine junge Frau und wohnst irgendwo in Nordrhein-Westfalen. Dein Leben hat dich mit einer submissiven Neigung beschenkt und du hast beschlossen, dich endlich darauf einzulassen. Deswegen wurdest du Single. Denn deine Beziehung zerbrach daran. Dein Partner verstand nicht, was dir fehlt, und wenn du es ihm erklärt hast, fühlten sich seine Versuche nicht echt genug an. Glaube mir, vielen geht es ähnlich, ich kann das nachvollziehen.
Du erhältst Zugriff auf kostenlose BDSM-Geschichten, Hörtexte und Podcasts. Du kannst im Forum und im Chat andere Mitglieder kennenlernen. Und wir bieten dir viele weitere Vorteile.
Toller Beitrag, der exemplarisch aufzeigt, wie es auf keiner von beiden Seiten laufen sollte und welch eklatant großer Unterschied zwischen Kopfkino und Realität liegen kann.
danke für diesen Beitrag. Er öffnet einem wirklich die Augen und zeigt wie auf erschreckende Weise wie viel bei ersten Kontakten schief gehen kann.
Ich selbst war auch ziemlich naiv als ich das erste Mal meine Fühler ausgestreckt habe und hatte nur das Glück, dass ich jemanden damals gefunden habe, der mich nicht ausgenutzt hat.
Ein erschreckendes Beispiel aus der Realität und zwar nicht nur aus dem BDSM Bereich.
Ich "verlor" einst eine Freundin an eine Stino-Beziehung mit "sehr gutem Sex". Er kapselte sie auch von allen und allem ab, sie plapperte nur noch seine geschwurbelten Meinungen nach. Hier ging es zwar langsamer, aber auch alles bitten und flehen von uns Freundinnen half nichts, sie rutschte immer tiefer in die Beziehung, bis sie "weg" war.
Ein anderer Freund von mir, ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen, weil er trotz dessen, dass ich ihm an dem Abend noch "verboten" habe, alleine mit der Maschine nach Hause zu fahren, gefahren ist. Ich habe mir hier lange Vorwürfe gemacht, aber, entscheiden müssen wir letztendlich selbst.
Zwar ist es in dieser Geschichte anders, da kein "Vorspiel" existiert, aber angenommen, es wäre langsamer los gegangen, sie hätte noch erzählen können, wie verliebt sie sei und wie gut der Sex sei und wäre dann langsam immer mehr von ihm isoliert worden?
Was ich damit sagen will, ist dass es für jemanden, mich eingeschlossen, der das Gefühl hat, etwas zu sehen, was dringend korrigiert werden muss, schwer ist, zu entscheiden, wieviel Energie man in die "Rettung" investieren kann, ohne ein Gefühl von Versagen zu haben. Meine Kollegin sagt immer: "Mach die Probleme anderer nicht zu deinen eigenen."
Aus diesen zwei konträren Meinungen ein gesundes Mittelmaß zu finden, ist meines Erachtens, nicht einfach. Oft sind unsere Energien ja auch hilfreich, aber manchmal eben nicht.
So mag es E. nicht geholfen haben, aber vielleicht nützt es einem anderen Neuling.
Auch wenn ich mich als Anfängerin im Bereich BDSM sehe, habe ich den Eindruck gewonnen, dass manche „ Doms“ leider eine gute Möglichkeit für sich sehen auf andere Macht und Kontrolle auszuüben, mit Einsatz von physischer und psychischer Gewalt, ohne Interesse am Gegenüber, ohne Respekt.
Eine zu dogmatische Einordnung und Kategorisierung von Aspekten des BDSM, wie z.b. eine „ gute Sklavin“ oder Sub und sein haben, spielen solchen Tätern oder Täterinnen * sicherlich in die Hände, ich verwende diesen Begriff hier bewusst.
Denn egal ob Liebesbeziehung, offen, monogam, Spielbeziehung, Freundschaft +, wir sind Menschen, soziale Wesen, damit es uns in Beziehungen, oder auch nur innerhalb von Begegnungen egal welcher Art, gut geht, braucht es Interesse aneinander, Respekt und die gegenseitige und auch die eigene Berücksichtigung unserer Bedürfnisse und Gefühle.
das ist eine Geschichte die mich sehr trifft aber auch anspricht.
Aus Sehnsüchten, entsteht Naivität, Angst nie jemanden abzubekommen, Angst nie seine Neigung ausleben zu dürfen.
Dazu hast du es super beschrieben wie Sub sich selbst in Frage stellst über die Sachen die im Vertrag stehen. Wie un-Sub wäre sie wenn sie etwas verneint oder aus dem Vertrag nimmt.
Ja dieses in Frage stellen kennen ich auch zu gut. Es ist glaube ich auch sehr schwer online jemanden kennenzulernen.
Viele beschreiben Szenarien oder erwarten von einem etwas.
Ich als Mann sehe oft Texte in denen gleich meine ganze Demut gefordert wird wenn ich in den Kontakt treten möchte weil sie ja so dominant ist.
Es werden Bedingungen an suchende gestellt, die ehr "ich backe mir einen traumsub" ähneln aber kaum jemand erfüllt.
Das macht ja auch etwas mit einem.
Auch psychisch, da man an sich zweifelt, sich in Frage stellt.
Irgendwann glaub man dann diesen misst der da von einem gefordert wird.
Letztlich liest man von allen nur wie unzufrieden alle doch sind auf der Seite xy aber niemand geht auch mal auf einen zu und vor allem auf einen ein.
Guten Abend zusammen, ich bin noch neu hier. Lese mich schrittweise durch die Blogartikel durch, höre den Podcast... und der Blogbeitrag hier hat mich wirklich kämpfen lassen.
Nur was tun, wenn Hormone oder Psyche alles blockieren was extern reinprasselt und dann noch das eigene Ego mitschwingt und eine sehr gefährliche Mischung von Ignoranz und Naivität erzeugt, die ich nur gefährlich nennen kann? Ich kenne das leider auch nur zu gut von Leuten, die dann irgendwann auf stur schalten und sich jeder Diskussion oder Ratschlägen entziehen (leider auch im direkten Verwandtenkreis). Die sind dann nicht mehr zu erreichen. Dann wird jeder gute Rat in den Wind geschlagen. Die Hoffnung schwingt noch ein wenig mit, dass E. hoffentlich noch irgendwie erkannt hat, in welche Gefahr sie sich begeben hat. Dass es vielleicht noch eine Rettungsleine gibt.
Viel gravierender ist ja, dass Warnungen von Leuten in den Wind geschlagen werden, die mit der Materie vertraut sind, eigene Erfahrungen haben und unisono sagen "Red Flag, hier läuft was gewaltig schief!". Das will mir einfach nicht in den Kopf.
Wenn dieser Blogbeitrag auch nur eine einzige weitere Person davor bewahrt, sich so auszuliefern und in Gefahr zu begeben wie E., ist schon viel gewonnen.
Ich werde die nächsten Wochen sicherlich noch öfters an diesen Beitrag denken müssen. Und überlegen, wie man diese Leute trotzdem erreichen kann...
Phuu Jona das ist schwere Kost wenn man es das erste Mal liest, aber ich empfinde es als sehr hilfreich denn es zeigt wie man es auf keinen Fall machen sollte.
Ich glaube dass gerade dieser Text sehr ernst genommen werden sollte um Schlimmes zu vermeiden. Danke dafür
Gerne werden Dumm-Doms , Bonsai-Doms oder welche mehr oder weniger kreativ-provokativen Bezeichnungen für derartige Personen auch immer ge- bzw. erfunden werden, die ihr Ego nicht im Griff haben und unerfahrene und oftmals jüngere Subs zur Erfüllung ihrere niederen Instinkte missbrauchen, zu Recht als gefährlich bezeichnet und es wird ebenfalls zu Recht davor gewarnt, sich mit ihnen einzulassen (gilt übrigens nicht nur für die männliche Spezies, auch wenn diese deutlich in der Mehrzahl sind) .
Genau so wichtig ist es aber auch darzulegen, dass es diesen verantwortungslosen Gestalten zuweilen auch wirklich recht leicht gemacht wird, wenn sie feststellen, dass sie es mit Personen zu tun haben, die sobald sie sich vlt. nur aus Neugier, einem vlt. mißverstandenen, oft verklärten Verständnis der zahlreichen Spielarten von BDSM unreflektiert auf ein ihnen weitgehend unbekanntes Terrain begeben, ihre grauen Zellen einfach abschalten. Es wird schon nichts passieren, dafür ist ja schließlich der dominante Part verantwortlich. Welche Risiken und Gefahren dies in sich bergen kann, wird zumeist schlicht verdrängt. Insofern sollte der vorliegende Text von jedem/r Novizen/Novizin sehr ernst genommen und beherzigt werden.
Danke dafür - er kann helfen, großen Schmerz und herbe Enttäuschungen zu vermeiden.
05.02.2026 um 17:11 Uhr
Toller Beitrag, der exemplarisch aufzeigt, wie es auf keiner von beiden Seiten laufen sollte und welch eklatant großer Unterschied zwischen Kopfkino und Realität liegen kann.
Zu diesem Beitrag im Forum.