BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Der Superdom

BDSM-Geschichte von Sklavin Sisa

Leute, heute will ich euch mal eine Geschichte erzählen, die etwas von meinem üblichen Rahmen abweicht. Auslöser, warum ich das mache - war Tek Wolf, in einer unserer letzten Chat-Runden. Er kommentierte meine neue Story und meinte dann: Du bist immer so robust.

Also... Im ersten Augenblick, da schluckte ich schon, als er das zu mir sagte. Aber dann kam ich ins Nachdenken. Ah ja... ich verstand dann schon, was er damit meinte. Und - ich grübelte ein wenig weiter, rief mir so all die kleinen Erlebnisse ins Gedächtnis zurück, die ich so im Laufe der letzten Monate für Euch niedergeschrieben habe... und stellte etwas fest. Immer waren es positive Geschichten.

Und dabei ist das im Leben - im wirklichen Leben doch gar nicht so. Ich bin ein Mensch wie jeder andere, habe meine Launen, Macken und Fehler (fragt doch meinen Herrn, wenn Ihr mir das nicht glaubt - der kann das sicher bestätigen!) und etwas bin ich schon gar nicht: unbesiegbar und "unkaputtbar"!

Aber - mal ehrlich - wer will denn schon was über ein geplatztes Date lesen? Eine verpfuschte Session? Oder was über einen totalen Versager, der sein Maul viel zu voll genommen hat und sich über- und mich unterschätzt? Wo bliebe da dann der Spaß... für EUCH? Na... und für mich, beim Schreiben.

Dennoch... es läuft nicht alles glatt im Leben... das wisst Ihr, und das weiß ich! Und weil das so ist, habe ich mich heute dazu aufgerafft und Euch eine Geschichte aufgeschrieben, die mal aus der Reihe tanzt. Eine Geschichte, die genauso passiert ist, wie ich sie aufschreibe - eine echte Geschichte. Eine, die man mit einem lachenden und einem weinenden Auge lesen sollte... eine, die ich als Erfahrung verbucht habe - und eine, über die ich mich tatsächlich heute noch amüsieren kann. Abgebucht wurde sie unter der Rubrik Pleiten, Pech und Pannen... und lernen tut sie uns auch was, diese Geschichte. Nämlich: nobodys perfect - nicht mal ein Superdom.

 

Besagter Superdom... ihn habe ich Anfang letzten Jahres kennen gelernt. Er hatte mich auf mein ziemlich aussagekräftig ausgefülltes Email-Profil angeschrieben und daraus entwickelte sich ein einigermaßen interessanter Mailkontakt. Anfangs. Ich war zu dem Zeitpunkt vogelfrei - gleich in zweifacher Hinsicht. Ohne Herr und Meister, weil sich der Earl erst kürzlich dazu bekannt hatte, sich in seine Arbeitskollegin verliebt zu haben und mich deshalb in meiner Eigenschaft als Sklavin nicht mehr brauchte. Zum anderen, weil ich mich ein paar Wochen zuvor von meinem Mann getrennt hatte... was hieß: Das Leben war zu genießen und ich hatte niemandem mehr Rechenschaft abzulegen.

Aus dem Mailkontakt mit diesem Markus wurde mehr... ich erfuhr, dass er schon sehr viele Sklavinnen gehabt hatte. Im normalen Gespräch nicht darauf angewiesen war, seine Dominanz zum Hals heraushängen zu lassen. Dass er geschäftlich sehr erfolgreich war (worin, verriet er mir nicht). Und dass es für jemand wie mich (ich hasse diese Formulierung... wie ist denn jemand wie ich?) sich doch eigentlich geehrt fühlen muss, dass er derzeit ohne Sklavin und Beschäftigung sei und die Zeit habe, sich endlich gebührend um meine Erziehung zu kümmern. Mir war bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst geworden, dass besagte Erziehung vernachlässigt worden war... war doch der Earl ein Herr gewesen, der ziemlich regelmäßig und auch intensiv Sehnsucht nach seiner Sklavin gehabt hatte... aber - wenn so ein erfahrener Dom wie dieser Markus es sagte, würde das schon stimmen. Was hatte ich denn zu diesem Zeitpunkt schon groß an Vergleichsmöglichkeiten? Gar keine... das Fiasko mit den ersten beiden Sessions strich ich schon damals erfolgreich aus meinem Gedächtnis.

Also... ich stellte mich nicht quer, ich ließ zu, dass der Kontakt erfolgreicher wurde... und es kam auch zu telefonischem Kontakt. Die Gespräche waren lang... sehr lang... teilweise nächtelang. Aber was kam dabei herüber? Im Prinzip nur das gleiche wie per Mail. Aber zumindest stellte ich fest, dass er eine sehr sympathische Stimme hatte, dieser perfekte Markus.

 

Die Wochen vergingen, und an einem schönen Frühsommerabend wollten wir uns tatsächlich das erste Mal treffen. In der Mitte, zwischen München und Wasserburg... in Ebersberg, in einem kleinen Hotel, schön in den Hang hinein gebaut. Und mir schon länger ein Begriff.

Ich räumte brav meine Bude auf - ganz wohlerzogene Sklavin richtete ich mich selber sehr sorgfältig her, schließlich will man so einen Superdom ja auch entsprechend beeindrucken. Und dann war alles so, wie ich es wollte - und mir vorstellte... und ich war bereit, mich ins Kampfgetümmel zu stürzen.

Aber... wisst Ihr, wie das manchmal ist, wenn etwas unbedingt perfekt sein soll? Es geht alles schief... genau...

Drei Tage zuvor hatte ich mein kleines Wägelchen bekommen... was mein ganzer Stolz war. Und natürlich wollte ich dann mit dem Zweisitzer fahren... nicht mit dem alten, ollen, schäbigen Mazda (wie ungerecht - bis dahin hatte er mir doch gute Dienste geleistet!)... aber Honda hatte viel Hunger - und Tank war leer! Also war erst einmal Geld abholen angesagt... dann tanken - und dank des Staus an der Zapfsäule gingen kostbare Minuten verloren. Und dann hatte man auch noch so einen dicken Brummi vor sich auf der B304 und weil man mitten im dicken Feierabendverkehr steckte, auch keine Gelegenheit, die PS des Wägelchens mal ein wenig zu kitzeln und den Brummi zu überholen.

Ich kam also mit einiger Verspätung bei dem kleinen Landhotel an... fand aber wider Erwarten doch einen Parkplatz vor der Tür. Beim Aussteigen fiel mir ein schickes BMW-Cabrio auf (offen), das neben mir parkte. Münchner Nummer. Aha... das war wohl das Wägelchen vom Superdom.

Ich wollte schon ins Lokal stürmen, da sagte mir ein prüfender Blick in den Himmel - NEIN, soviel Zeit nimmst Du Dir noch... offen lässt Du ihn nicht stehen. Wenn man so lange auf etwas wartet, wie ich auf dieses Auto gewartet habe (fast 37 Jahre, um genau zu sein!) dann schätzt man so etwas auch. Und die düster grauen Wolken, die sich am Horizont auftürmten - nein, die ließen mir nicht angeraten sein, das Cabrio ohne Dach stehen zu lassen. Nun ja... nach drei Tagen Honda-Besitzerin war ich wirklich noch nicht fit darin, das Hardtop wieder aufzulegen (abmontieren war entschieden einfacher gewesen)... und meine Verspätung summierte sich zu einem Viertelstündchen.

 

Dann hatte ich es geschafft und eilte geschafft in das Restaurant des Hotels, wo ich erst mal mit suchendem Blick neben der Theke stehen blieb. Markus hatte sich mir als mittelgroß (das hieß also, in etwa so groß wie ich), Mitte vierzig - aber jünger aussehend (realistisch betrachtet also auf fünfzig und leicht älter zu schätzen) und nicht unattraktiv (08/15-Gesicht also) beschrieben. Ich würde ihn daran erkennen, dass er eine Zigarre rauchen würde.

Nun, mir gegenüber, an dem Tisch in dem Erker, saß ein Mann, auf den die Beschreibung zutraf - und der qualmte sich gerade mit einer dicken Zigarre ein. Ich huschte durch das Lokal, strahlte den Zigarrenraucher an und säuselte - etwas atemlos: "Hallo... ich bin die Sisa! Sorry, wegen der Verspätung... musste noch tanken!" Und als er mir etwas überrascht und überfahren die Hand entgegenstreckte, schüttelte ich sie fast enthusiastisch und nahm ihm gegenüber Platz.

Er warf mir aus leuchtendblauen Augen zwinkernd einen lustigen Blick zu und dann quasselte ich auch schon wild drauf los. Das mit diesem Maschinengewehr-Quasseln ist eine seltsame Angewohnheit von mir... je nervöser ich bin - desto schneller und mehr rede ich drauf los. Der gute Mann hatte gar keine Chance, etwas zu sagen... aber ich viel Zeit, ihn genau abzuschätzen, während ich auf ihn einredete.

Er gefiel mir... war wohl wirklich um die Fünfzig, aber hatte schöne Augen... und - ja... er hatte das gewisse Etwas. Der Abend fing gut an, fand ich.

Bis plötzlich jemand neben mir stand, sich räusperte... und mein Gegenüber dann streng ins Auge fasste.

"Entschuldigen Sie bitte... aber ich glaube, die Dame gehört eigentlich zu mir!"

Wie gut, dass ich noch nichts zu trinken hatte - ich wäre bestimmt daran erstickt. Ich warf einen fassungslosen Blick auf mein Gegenüber, das sich köstlich zu amüsieren schien - und dann auf den Mann, der neben mir stand - und tatsächlich etwas konsterniert wirkte. Aber... der Superdom rief... brav stand ich auf und folgte ihm durch das Lokal.

Konnte es mir aber nicht verkneifen, noch einen bedauernden Blick über die Schulter zurück zu werfen... über seine Zigarre hinweg wurde ich fröhlich angezwinkert und das Schmunzeln in den Mundwinkeln war unübersehbar... amüsiert. Schade - dieser Herr hatte mir ausnehmend gut gefallen, dachte ich brummig... wohin gegen...

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

07.12.2015 um 09:10 Uhr

Köstlich.

Ich liebe diese Art von Humor. Klasse wiedergegeben. Zwischendurch begann sich mal so etwas wie Mitleid breit zu machen. Aber sorry, ich musste wieder und wieder lachen. Am meisten über die widerspenstige Tasche und deren Behandlung. Bewundert hingegen, habe ich Deine Geduld.

Danke für diese humorvollen wie lehrreichen Zeilen. Jeder weiß jetzt, wozu Nähzeug ständig in die Jackentasche gehört  .

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

26.02.2014 um 17:16 Uhr

Mit einem Schmunzeln gelesen, nein nicht aus Schadenfreude, sondern weil es einfach so herrlich ironisch geschrieben wurde...

Danke für Deine Ehrlichkeit und wundervollen Humor

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

25.09.2011 um 23:45 Uhr

Endlich einmal die Gelegenheit einer Geschichte das Prädikat "lehrreich" zu geben, ich vergesse nämlich auch immer das Nähzeug. Absolutes must, habe ich gelernt. Schöne Geschichte.

hexlein

Autorin.

23.09.2011 um 13:49 Uhr

Oh Du Göttin des sadistischen Humors....ich liege gerade krank in meinem Bett, die Nase läuft und jetzt die Augen über...vor Lachtränen.

Ich begann ja schon beim "selberzahlen" die Geduld mit dem Kerlchen zu verlieren...*bewundert mal Sisa für deren Geduld*

aber als ich mir dann Dich auf dem Boden mit der Reisetasche und der Nagelschere bildlich vorstellte..(mein Gott..was ein Spiesser..für so was gibt es MESSER...in der Küche..vergiss die Tasche!!) da fing ich tief in meinem Bauch mit dem Glucksen an....als diese so zärtlich von Dir behandelte Tasche aber dann auch noch renitent und bockig gegen dieses Herrchen wurde....da war es mit meiner Beherrschung vorbei....

ich lachte lauthals und schallend und kringelte mich

danke für diese herrliche Geschichte

ich habe mich köstlich amüsiert

Signatur

das hexlein "Macht was Ihr wollt. Die Leute reden sowieso"

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

08.01.2011 um 01:19 Uhr

*sich kringel vom bett gefallen is und tränen lacht*

ich bewundere deine geduld liebe sisa

ich glaub mir wär spätestens als meine halogen lampe am seidenen faden hing eben dieser gedultsfaden gerissen ...und da bin ich dann kein bisschen devot mehr... ;)

hmm naja aber das eingewickelte Tüll-Herrchen hätte mich wohl auch zu (lach) tränen gerührt

danke für diese tolle gutenacht geschichte ich schmunzel noch imnmer und kicher bestimmt noch im traum vor mich hinn

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

01.10.2010 um 21:20 Uhr

Herrlich, herrlich, herrlich, mir laufen die Lachtränen über die Wangen, ich schrei mich weg! DAS ist genau so ein Ding wie sie normalerweise mir passieren! Nur mit dem Unterschied das es sich zehnmal lustiger anhört wenn ich es von jemand anderem lese. Und diese wunderbaren Großmutter-Assoziationen....oh, ich kenne das!

Queen

Autorin.

30.07.2009 um 13:32 Uhr

....aller Anfang ist schwer.

Er hätte wohl besser zugegeben das er noch übt

statt zu prahlen.

Bemerkenswert, das er tatsächlich dachte,

er könnte nochmal ein Date bekommen -lach-

Danke für den Text

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Ein Gruß von der Queen

Gryphon

Autor. Vereinsmitglied.

09.07.2008 um 19:51 Uhr

Und wieder mal ein Text aus der Rubrik "vor 2500 Tagen" ... witzig, ironisch und absolut lesenswert!

Signatur

Ein Gentleman sollte alles ausprobiert haben - außer Inzest und Volkstanz.

angelika

Autorin.

08.02.2008 um 15:20 Uhr

Amüsante Geschichte! Sie hat es wirklich verdient so festgehalten zu werden.

Wolke Safini

Autorin.

07.02.2008 um 16:06 Uhr

Der Tipp vom Chef hatte es in sich. Selten so gelacht! Ich habe die dumme (?) Eigenart, mir immer alles bildlich vorstellen zu müssen. Ich glaube, zu Bruch ging an dem Abend nicht nur deine Einrichtung, auch der Stolz eines gewissen Herrn hat einen Schaden erlitten - gut kaschiert - den würde ich gerne mal kennen lernen. Meinetwegen auch als Sub. *wiehernd*

Signatur

"Das Herz stirbt einen langsamen Tod. Wirft Hoffnung auf Hoffnung, bis nichts mehr übrig ist. Keine Liebe - nichts." (Die Geisha)

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