BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

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In einer Welt vor unserer Zeit. Oder: Mein erstes Mal bei einer Domina

Eine BDSM-Geschichte von Sonnenstern.

Es war eine Welt vor unserer Zeit. In der es solche Dinge wie Telefonzellen gab. Kein Internet. Dafür kleine Annoncen unter »Vermischtes« in irgendwelchen kostenlos verteilten Anzeigenblättchen.

Eine Zeit, in der das Wort »Domina« gerade erst erfunden schien, oder zumindest gerade erst in das öffentliche Bewusstsein sickerte. Wo man in der städtischen Bücherei auf das Buch »Schutzengel der Hölle« stieß, sich wunderte, dass es dort frei zugänglich war. Und es schließlich nach schamvollem Blättern angeekelt und frustriert zurücklegte. Wo man um so erfreuter war, irgendwann die »Venus im Pelz« dort zu entdecken. Was aber wegen der wenig expliziten Beschreibungen ebenfalls keine echte Befriedigung brachte, außer der Erkenntnis, welcher Literatur dieses geheime und normabweichende Verlangen seinen Namen verdankte. Dieses Verlangen, das mich umtrieb und peinigte, seitdem ich denken konnte und das ich bisher nur in meiner einsamen Fantasie ausgelebt hatte.

Da war dieser schäbige kleine Shop in dieser schäbigen Altstadt-Gasse. Von außen nicht einsehbar. An dem man so oft mit klopfendem Herzen vorbeiging. Ihn schließlich doch irgendwann betrat, allen Mut zusammennehmend ... Froh war, dort eine weibliche Verkäuferin anzutreffen, kurz in den ausgestellten Magazinen blätterte, um schließlich mit zitternden Händen ein Heftchen mit Fotos dominanter Frauen auf den Kassentisch zu legen ... Die Beute geschwinden Schrittes nach Hause zu bringen, dort aufgeregt darin zu blättern und sich schließlich Erleichterung zu verschaffen ... Und das Heftchen dann anschließend schamerfüllt und aus Angst vor Entdeckung zu entsorgen. Es war diese Welt, in der eines Tages in dem rosafarbenen Anzeigenblättchen unter »Vermischtes« diese gewisse Anzeige zu lesen war.

Nur zwei Worte und eine Telefonnummer.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

25.03.2019 um 23:44 Uhr

Lieber Sonnenstern,

ich danke Dir für diese Geschichte/Erinnerungen. Ich habe mich von Deiner Schilderung gerne mitnehmen lassen. 

17.03.2019 um 15:11 Uhr

sehr authentisch 

auch die Einblicke wie es Dir teilweise ging wie Du Dich gefühlt hast ... 

usw. ich weiß und bin überzeugt dass es sehr viele Männer in Deutschland gibt die diese Erfahrung machen

UND ich kann bestätigen, so ging es zumindest mir, dass es gut tut für die Seele das auch mal nieder zuschreiben als Erlebnisbericht 

... hab ich auch gemacht ... meistens hat man doch wenige Menschen mit denen Mann darüber einfach so mal reden kann  

auch von mir, Dankeschön für deine Erinnerungen 

es ist schon krass wie sehr sich so ein Besuch bei einer Domina einbrennen kann ins unsere PSYCHE in unser Bewusstsein 

das möchte ich mal als potentielles Risiko in die Betrachtungen miteinbeziehen ... 

11.02.2019 um 09:37 Uhr

vielen dank für diese erinnerung

11.02.2019 um 03:45 Uhr

Ja so war es halt und ist es noch heute

Schön geschriebene Erinnerungen, danke fürs mitlesen dürfen

Meister Y

Autor. Fördermitglied.

07.02.2019 um 15:27 Uhr

geändert am 07.02.2019 um 15:28 Uhr

Wow schön...

Lieber Sonnenstern: auch wenn mich Deine Erinnerungen in eine Welt führen, die so gar nicht die meine ist, hast Du es dennoch geschafft, mich voll und ganz mitzunehmen. Ja, es gab sie, diese Welt vor unserer Zeit, die auf der einen Seite so einfach erschien und auf der anderen Seite so ungemein kompliziert war, wie wir es uns heute schon gar nicht mehr vorstellen können. Ich erinnere mich gut, wie es war, wenn ich meine Großmutter anrufen wollte. Ein eigenes Telefon hatten wir nicht, die Telefonzelle war 15 Minuten Fußweg entfernt und die Fahrt mit dem Bus in den übernächsten Ort, glich, verglichen mit heute, einer Tagesreise.

Ohne Klischees, ohne Kitsch, mit ein wenig Melancholie und Wehmut blickst Du Jahrzehnte zurück und lässt uns dann auch noch den intimsten Moment überhaupt miterleben: das erste Mal. Das ist für mich ganz großes Kino, ein Blick ins innerste Ich, die Erinnerung überhaupt. Da fehlen weder Beschreibungen von Protagonisten noch Ausmalerei, das ist einfach ganz große Klasse!

Danke, dass ich diese Zeilen lesen durfte.

Quälgeist

Autor.

06.02.2019 um 20:54 Uhr

Ja, es gab Telefone, die festgebunden waren und den Duft nach Parfum und Zigaretten. Was sind wir doch heute für arme Menschen.

Ich erinnere mich, dass ich in eine Nachbarstadt fuhr, um mir dort ein bestelltes Buch mit dem Titel 'Justine' zu holen, das  erstmals ganz offen in einem normalen deutschen Verlag erschienen war... . Mit einer Domina habe ich bis jetzt keine Erfahrung gehabt ( haben wollen ), aber dennoch glaube ich, dass du uns einen sehr intimen Eiblick in deine Vergangenheit gewährt hast, der auch noch schön geschrieben daherkommt. Danke dagür!

05.02.2019 um 09:59 Uhr

Danke für diese Erinnerung. Sehr berührend!

Treibholz

Autor.

05.02.2019 um 01:25 Uhr

Der Erzählstil gefällt mir. Sachlich und nüchtern einerseits, doch wenn Gefühle ins Spiel kommen, wird es sehr intensiv. Die Domina spielt ihre Rolle nicht nur, sie hält stets das Heft in der Hand, besitzt aber auch ein gutes Gespür für ihr Gegenüber. Es könnte ein authentischer Bericht sein oder Phantasie, gut geschrieben finde ich die Geschichte auf jeden Fall.

Nachtasou

Autor.

02.02.2019 um 22:59 Uhr

Für mich ist die Geschichte auch intensiv. Da ist auf kleinem Raum mehr untergebracht als zunächst vermutet. Sprachlich fein und überhaupt „old-school“. Zwischen Nostalgie und Wehmut. Sowohl BDSM als auch Wehmut rankt um ambivalente Gefühle. Süß-Sauer. Nicht vermanscht, sondern im Spagat ausgehalten. Diese Übung des Alterns erfordert gewisse Gelenkigkeit, denn das ist eine Lebenskunst.

Mir fehlen auch nicht Beschreibungen der Charaktere; sie sind da, im Eigenen und im Jahrgang. Nostalgie gerät leicht zum Kitsch, und dieses Happy-End ist noch eine zweite Fallgrube gewesen. Das Erste Mal jedoch kann nicht kitschig sein, weil es einmalig ist und sehr individuell und in allem von allen gar nicht nachvollziehbar. Da siegt die Gunst des Lesers.

Vielleicht ist in dieser Geschichte das Intimste überhaupt zu Papier gebracht. Hut ab!

Kaoru

Autor.

02.02.2019 um 12:26 Uhr

Es ist eine sehr intensive Geschichte und du beschreibst dieses verruchte erste Mal in der Vergangenheit sehr gut. Was mir wieder etwas fehlt, ist die Beschreibung der Charaktere, sie sind einfach nur dunkle Gestalten ohne Form.

Da ich keine Erfahrung über Besuche bei Dominas besitze, sei mir die folgende Kritik hoffentlich erlaubt. Die Domina macht einfach, was sie will ohne den Kunden vorher auch nur ansatzweise darüber aufzuklären. Vielleicht ist es nur die verklärte Fantasie des Protagonisten, aber irgendwie liest sich das recht hart.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

 

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