Registrieren Login

Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 1865 | Facebook | Twitter

Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch poet erfolgen! Mehr dazu ...

Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Vorheriger Teil: Jack in the Box. Folgender Teil: Pure Magie.

Navigation

Eine BDSM-Geschichte von poet

Als der Jubel meiner Kegelschwestern über mein Abräumen in einem Schub am Abklingen war, fragte unsere Quasselstrippe Beate, neugierig wie immer: »Hey Martha, hast du eigentlich diesen Zauberer kontaktiert, den wir im Juli da hatten und der so auf dich zu stehen schien?«

»Ja, hast du?«, riefen gleich Michelle und Franzi unisono, und auch Daniela fiel in diesen gackernden Chor mit ein. Ich wollte das mit einer überlegenen Geste abtun, obwohl ich das Gefühl hatte, ich müsse rot geworden sein, da die Erinnerung in mir eine Erregung ausgelöst hatte, wie ich sie seit jenem Abend immer dann erlebte, wenn ich an diesen Mann denken musste. Und dann fragte Biggi, die Neue, was es denn da gegeben hätte. Biggi war eigentlich aus unserer damaligen Parallelklasse und nach dem tragischen Unfalltod von Nicole vor einem Monat zu uns gestoßen, so dass wir wieder als Kegelclub „Alte Neune“ komplett waren. Und natürlich war ihre Frage der Auslöser für breite Schilderungen.

»Weißt du, Biggi«, musste Beate sich da produzieren, »wir hatten zum Klubjubiläum diesen Sommer einen Zauberer eingeladen ...«

»Einen Mentalmagier!«, verbesserte Daniela, die den Typ aufgerissen hatte.

»Ist doch egal«, wehrte Beate ab, »jedenfalls hat uns der eine tolle Show geboten, und ausgerechnet unser Mimöschen Martha hier musste ihm als Medium dienen.«

»Ja«, pflichtete Michelle bei, »und sie war ganz hin und weg von ihm, und er wohl auch von ihr!«

»Ihr spinnt doch alle!«, konterte ich und versuchte zu lachen, aber es gelang mir nicht.

»Doch, doch«, schwatzte Beate weiter auf Biggi ein, »er hat sie immer wieder angesehen und bei der Hand genommen und ihr gesagt, sie sei medial begabt und so Zeug.«

»Und sie war ganz sprachlos und richtig weg, war doch so, Martha, musst du doch zugeben!«, unterstützte nun auch Franzi sie.

»Ach quasselt doch, was ihr wollt, lasst mich in Ruhe damit. Ich muss jetzt erst mal wohin!« Und damit trat ich den Rückzug zur Toilette an. Zum Glück war ich die Einzige dort. Ich sah in den Spiegel und während ich meinen verwischten Lidschatten aufbesserte, bemerkte ich, dass ich ziemlich blass aussah.

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde dich in deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn du bereits einen Nutzernamen hast, melde dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst du dich kostenlos registrieren oder dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest dich nicht anmelden? Dann stehen dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

30.09.2020 um 19:49 Uhr

Wunderschön geschrieben. Danke

† Bamby

Gelöscht.

06.11.2019 um 01:19 Uhr

Wow

09.07.2019 um 16:04 Uhr

Faszinierend-unfassbar. Welch nahezu grenzenloses Vertrauen einem Wildfremden entgegen gebracht wird.

Eine bezaubernde Geschichte, spannend zur letzten Zeile und schlichtweg herrlich zu lesen.

Meinen geschätzten Dank.

Gelöscht.

03.07.2018 um 03:48 Uhr

Die umgekehrte Sozialisierung, in Art und Weise, ein interessanter Weg. 

Kater M

Förderer.

17.12.2017 um 20:07 Uhr

Bezaubernd ...

wie sich Martha dem Sog der Entwicklung hingibt, im Innersten wohl seit dem Jubiläum immer wieder vermisst.

Als Zuschauer wächst die Vorfreude Schritt für Schritte mit. Federn auf der Bank liegend, eine schöne Idee.

Danke und noch einen schönen Abend

Devana

Autorin. Lektorin. Teammitglied.

05.12.2017 um 22:03 Uhr

Danke für diese magische Geschichte zur Weihnachtszeit. Real, Irreal, Surreal? Egal... Geschichten dürfen all das sein.

Söldner

Autor. Lektor. Förderer.

03.12.2017 um 08:20 Uhr

Lieber Poet, das war poetisch.

Du hältst Vorfreude und Spannung über die gesamte Geschichte und

kombinierst gewagt am Rande der ethischen und bürgerlichen Entrüstung.

Dabei verlässt du nicht einen Buchstaben lang den Boden knisternder Erotik.

Ich danke für dieses Lesevergnügen.

hexlein

Autorin.

29.11.2017 um 16:23 Uhr

Lieber poet,

eine hervorragend gelungene Fortsetzung.

Dieser genussvolle Bummel über den Weihnachtsmarkt. Hier hätte ich mir jedoch gerne noch das eine oder andere ich nenne es mal Empfindungsbild von Martha gewünscht. Gerade die ganzen Eindrücke, die sie doch bestimmt viel stärker erfahren muss durch den geraubten Sinn.

und weiter kann ich mir ja nun die Geschichte spinnen...mal schauen, wohin sie mich treibt.

Meister Y

Autor. Förderer.

27.11.2017 um 12:42 Uhr

geändert am 27.11.2017 um 12:43 Uhr

Wunderbar...

Vorab kann ich mich nur der Empfehlung des Autors anschließen. Man sollte wirklich „Jack in the Box“ vorher lesen, dann sind diese klasse Zeilen noch toller.

Magie durfte ich miterleben, so wie sie auch Martha miterleben durfte. Martha, die zunächst total überrascht wird, sich dann der Situation hingibt und mehr und mehr in sie hinabgleitet. Sich im wahrsten Sinne des Wortes führen lässt, sich hingibt und am Schluss geniessen darf. Apropos Schluss lieber Poet, ich hätte nichts dagegen, wenn nicht nur mein Kopfkino Überlegungen anstellt.

Danke für eine wunderbare Geschichte voller magischer Momente.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 
 

Alle veröffentlichten Teile dieses Textes

Jack in the Box

Das Magische an ihm waren seine großen und kräftigen Hände. Ich fühlte mich von ihnen gepackt. Obwohl er keinerlei Druck ausübte, hatte ich das Gefühl, Handschellen angelegt zu bekommen. Was als lustiger Kegelabend begonnen hatte, führte direkt in den Beginn eines tiefgreifenden Umbruchs. Denn Jack in the Box hat mich ergriffen.

noch nicht bewertet

Navigation

Im nächsten Moment fühlte ich, wie mir ein Halsband umgelegt wurde. Natürlich hätte sich alles in mir dagegen aufbäumen sollen, aber ich empfand eher so etwas wie Stolz, jedenfalls rührte ich mich nicht. Ich hörte den Verkäufer gequält lachen, dass dieses Halsband eigentlich für Hunde gedacht sei. Und es amüsierte mich, dass andere Menschen Anstoß nahmen an etwas, das mir so selbstverständlich erschien.

Pure Magie

Er übernahm mich, so muss ich es wohl ausdrücken. Er formte mich so, wie er mich haben wollte, nicht durch Gewalt, sondern durch die pure Magie seiner Stimme, die ich hören wollte, der ich gehorchen wollte. In den ersten drei Wochen meines neuen Lebens beschränkte er sich darauf, in meinen Kopf einzudringen.

noch nicht bewertet