BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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BDSM-Geschichte von poet

Empfehlung des Autors:

Diese Erzählung ist zwar in sich abgeschlossen, korrespondiert aber mit meiner Story „Jack in the Box“, deren vorherige Lektüre den Genuss an diesem Text nicht unerheblich steigern dürfte.

 

***

 

Als der Jubel meiner Kegelschwestern über mein Abräumen in einem Schub am Abklingen war, fragte unsere Quasselstrippe Beate, neugierig wie immer: »Hey Martha, hast du eigentlich diesen Zauberer kontaktiert, den wir im Juli da hatten und der so auf dich zu stehen schien?«

»Ja, hast du?«, riefen gleich Michelle und Franzi unisono, und auch Daniela fiel in diesen gackernden Chor mit ein. Ich wollte das mit einer überlegenen Geste abtun, obwohl ich das Gefühl hatte, ich müsse rot geworden sein, da die Erinnerung in mir eine Erregung ausgelöst hatte, wie ich sie seit jenem Abend immer dann erlebte, wenn ich an diesen Mann denken musste. Und dann fragte Biggi, die Neue, was es denn da gegeben hätte. Biggi war eigentlich aus unserer damaligen Parallelklasse und nach dem tragischen Unfalltod von Nicole vor einem Monat zu uns gestoßen, so dass wir wieder als Kegelclub „Alte Neune“ komplett waren. Und natürlich war ihre Frage der Auslöser für breite Schilderungen.

»Weißt du, Biggi«, musste Beate sich da produzieren, »wir hatten zum Klubjubiläum diesen Sommer einen Zauberer eingeladen ...«

»Einen Mentalmagier!«, verbesserte Daniela, die den Typ aufgerissen hatte.

»Ist doch egal«, wehrte Beate ab, »jedenfalls hat uns der eine tolle Show geboten, und ausgerechnet unser Mimöschen Martha hier musste ihm als Medium dienen.«

»Ja«, pflichtete Michelle bei, »und sie war ganz hin und weg von ihm, und er wohl auch von ihr!«

»Ihr spinnt doch alle!«, konterte ich und versuchte zu lachen, aber es gelang mir nicht.

»Doch, doch«, schwatzte Beate weiter auf Biggi ein, »er hat sie immer wieder angesehen und bei der Hand genommen und ihr gesagt, sie sei medial begabt und so Zeug.«

»Und sie war ganz sprachlos und richtig weg, war doch so, Martha, musst du doch zugeben!«, unterstützte nun auch Franzi sie.

»Ach quasselt doch, was ihr wollt, lasst mich in Ruhe damit. Ich muss jetzt erst mal wohin!« Und damit trat ich den Rückzug zur Toilette an. Zum Glück war ich die Einzige dort. Ich sah in den Spiegel und während ich meinen verwischten Lidschatten aufbesserte, bemerkte ich, dass ich ziemlich blass aussah.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Devana

Autorin. Teammitglied.

05.12.2017 um 22:03 Uhr

Danke für diese magische Geschichte zur Weihnachtszeit. Real, Irreal, Surreal? Egal... Geschichten dürfen all das sein.

Söldner

Autor. Fördermitglied.

03.12.2017 um 08:20 Uhr

Lieber Poet, das war poetisch.

Du hältst Vorfreude und Spannung über die gesamte Geschichte und

kombinierst gewagt am Rande der ethischen und bürgerlichen Entrüstung.

Dabei verlässt du nicht einen Buchstaben lang den Boden knisternder Erotik.

Ich danke für dieses Lesevergnügen.

hexlein

Autorin.

29.11.2017 um 16:23 Uhr

Lieber poet,

eine hervorragend gelungene Fortsetzung.

Dieser genussvolle Bummel über den Weihnachtsmarkt. Hier hätte ich mir jedoch gerne noch das eine oder andere ich nenne es mal Empfindungsbild von Martha gewünscht. Gerade die ganzen Eindrücke, die sie doch bestimmt viel stärker erfahren muss durch den geraubten Sinn.

und weiter kann ich mir ja nun die Geschichte spinnen...mal schauen, wohin sie mich treibt.

Signatur

das hexlein "Macht was Ihr wollt. Die Leute reden sowieso"

27.11.2017 um 12:42 Uhr

geändert am 27.11.2017 um 12:43 Uhr

Wunderbar...

Vorab kann ich mich nur der Empfehlung des Autors anschließen. Man sollte wirklich „Jack in the Box“ vorher lesen, dann sind diese klasse Zeilen noch toller.

Magie durfte ich miterleben, so wie sie auch Martha miterleben durfte. Martha, die zunächst total überrascht wird, sich dann der Situation hingibt und mehr und mehr in sie hinabgleitet. Sich im wahrsten Sinne des Wortes führen lässt, sich hingibt und am Schluss geniessen darf. Apropos Schluss lieber Poet, ich hätte nichts dagegen, wenn nicht nur mein Kopfkino Überlegungen anstellt.

Danke für eine wunderbare Geschichte voller magischer Momente.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

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