BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

Social Bondage: Textnummer 1858 | Facebook | Twitter

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Mein Schuft

Eine Bondage-Geschichte von Tek Wolf.

Und es ist mal wieder soweit. Eigentlich will ich es nicht. Ganz und gar nicht. Aber er bringt mich dazu. Schon wieder.

Er kocht für mich. Ich leiste ihm mit einem Glas Wein Gesellschaft, sehe zu, wie er mit den Zutaten hantiert. Ich bin noch etwas knatschig vom Arbeitsstress, aber seine gute Laune zieht mich an.

Und dann, zwischen Zwiebeln schneiden und Hackfleisch anbraten, sprudelt es aus mir heraus. Der ganze Ärger des Tages. Blöder Chef, blöde Mandanten und dieser Staatsanwalt, wenn der nur den Mund aufmacht, könnte ich schon ...

Er hört mir zu. Einfach nur zu. Ist auf meiner Seite. Voll und ganz und ohne Vorbehalte. Er bedauert mein Leiden und bewundert, wie stark ich trotz allem bin. Und er macht mir Lasagne. Dieser Schuft! Mit drei verschiedenen Käsesorten. Wie kann er nur!

Frisch gemachte Lasagne. Nur für mich. Und als er mir zum Nachtisch mit Mousse au Chocolat kommt, bin ich einfach zu satt, um Widerstand zu leisten. Ich verputze sie. Vollständig. Wenn schon, denn schon.

Schließlich landen wir auf dem Sofa. Er schnappt sich meine Füße und massiert sie. Nicht nur streicheln, er knetet sie richtig durch, bis sie wieder ihre normale Form haben und nicht mehr verbogen sind, um in irgendwelche Pumps zu passen.

Kerzen überall erschaffen warmes Licht, das bei jedem Luftzug mit den Schatten in den Ecken spielt. Die Melodie leiser Musik klimpert ziellos durch den Hintergrund und dieses große Kissen in meinem Rücken lädt zum Versinken ein. Ein frisches Potpourri auf dem Tisch duftet nach Meer und Sand und Lagerfeuer zwischen Dünengras. Billige Tricks. Ich kann nicht fassen, dass ich darauf hereinfalle. Wieder einmal.

Nach einer Runde behaglichen Schweigens beginnen wir zu reden. Über Gott und die Welt. Und über mich. Ich bin Anwältin, ich kann mich gut ausdrücken, aber dieser Kerl nimmt Schmeicheleien und faltet sie wie Origami. Macht ein Kunstwerk daraus und gibt mir das Gefühl, die schönste und klügste Frau auf dem Planeten zu sein. Natürlich lügt er mir frech ins Gesicht, aber ich lache am Ende trotzdem und fühle mich gut. Einfach nur gut. Ein Pirat der Worte hat mich geentert.

Und plötzlich liege ich in seinen Armen, dicht an ihn geschmiegt, und weiß nicht, wie ich dorthin gekommen bin. Vielleicht der Wein, vielleicht der Strom der Komplimente. Mir ist etwas schwindelig.

Wir sehen uns in die Augen und wissen es. Und er schmunzelt, oh, dieses Schmunzeln. Du fauler, leichtlebiger Typ, damit kriegst du mich jedes Mal. Von diesem Punkt an läuft alles wie auf Schienen. Eine unsichtbare Macht spielt mit uns, als wären wir an Fäden aufgehängte Puppen.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

02.06.2018 um 02:22 Uhr

Wow! Eine wirklich erregende einfühlsame Geschichte. Man fiebert wirklich mit. Bitte mehr davon! 

28.05.2018 um 10:48 Uhr

Was für ein erotisches, prickelndes, fantastisches Feuerwerk! 

Da stimmt einfach alles!

Das im Büro zu lesen ist ziemlich blöd... lol. 

Mehr davon! Unbedingt!!

Signatur

Was du nicht willst, das man dir tu', das füg auch keinem Anderen zu! So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Wie man sich bettet....... Na ihr wisst schon, was ich meine!! ;-)

Meister Y

Autor.

26.05.2018 um 13:33 Uhr

Wow, absolut toll!

Lieber Tek Wolf,

eine überaus sinnliche und dazu hocherotische Geschichte durfte ich gerade lesen. Sprachlich gekonnt steigerst Du nicht nur die Lust Deiner Protagonisten, nein auch die Lust derer, die daran teilhaben dürfen. Wunderbare Vergleiche stellst Du dar, zeigst uns wie schön und erfüllend Sex und mehr sein können. Sprachgewandt, in keinster Weise vulgär, eher prickelnd, ja lustvoll!

Danke für diese wunderschönen Zeilen.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

25.05.2018 um 23:36 Uhr

Gut geschrieben, ahmt zur Nachahmung an =)

24.09.2017 um 23:22 Uhr

Lieber Tek Wolf,

hier nun der versprochene Kommentar. Und ich muss sagen: Wow. Es ist wieder eine tolle Geschichte geworden, ich bin neidisch. Du spielst mit den Worten und schaffst eine so schöne Atmosphäre.  So leicht und spielerisch...

Bitte schreib unbedingt weiter Geschichten:)

Signatur

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde. -Henry Louis Mencken

19.09.2017 um 14:24 Uhr

Sehr schöne Geschichte habe leider zu wenig Zeit hier alles zu Lesen

18.09.2017 um 00:20 Uhr

Es ist einfach wunderschön... Das Spiel zwischen den Beiden regt die eigene Phantasie so unglaublich an, dass man sehr schnell sehr tief in dir Geschichte eintauchen kann. 

06.09.2017 um 23:53 Uhr

Du schreibst wunderbar, ich liebe deine Beschreibungen, die Details und das liebevolle Spiel der Beiden.

Wie er als "zahmer Bär" Sie quält und doch so glücklich ´macht und nur er sie so umschmeicheln kann... echt fantastisches Feeling:)

Signatur

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde. -Henry Louis Mencken

06.09.2017 um 23:35 Uhr

Einfach wundervoll geschrieben ...

21.08.2017 um 23:32 Uhr

Schön. Einfach nur wunderschön.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

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