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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Quellcode. Eine biografische Notiz

Eine BDSM-Geschichte von Nubes.

In Nächten, in denen ich wach liege, nehmen mich die Gedanken an der Hand und gehen mit mir auf Wanderschaft. Manchmal ist es nur ein Spaziergang ums Haus herum oder einen Ort in Sichtweite, manchmal wird es eine Reise ohne Wiederkehr. Dann kommt der Schlaf und alles verliert sich im Irgendwo ...

Schon immer habe ich wach gelegen, im Sommer den Geräuschen von der Straße zugehört oder dem fahler werdenden Licht letzte Konturen meines Zimmers abgerungen, im Winter dem Nichts, der Stille und Kälte einen Hauch Lebendigkeit angedichtet. Immer zogen mich meine Gedanken nach vorne, in die Zukunft. Aber da war nichts. Kein Ort, an dem ich sein, kein Leben, in dem ich mich eingerichtet haben würde. Ich war ein Wanderer in der Zeit, ohne Weg und ohne Ziel. Dann schlief ich ein.

Ich träumte von einer Frau. Sie war schon groß, also erwachsen und unerreichbar. Sie war schwarz, ein Urweib mit einem unglaublich großen Busen, den ich liebte und begehrte, den ich verzierte mit einer Unmenge kleiner bunter Perlen. Ich stach. Jede der Perlen war ausgestattet mit einer kurzen Nadelspitze, kleine goldene Nadeln, die an ihrem Ende in einem kaum sichtbaren Widerhaken endeten. Ich stach die Perlen in ihr Fleisch, bis der ganze Busen von einer schimmernden Rüstung überzogen war ... 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

hanne lotte

Autorin. Teammitglied.

14.03.2020 um 20:55 Uhr

Quellcode trifft es gut, falls das so stimmt und ich nicht doch irgendein frühkindliches Trauma verarbeite.

Ich weiß nicht mehr, wann ich zum ersten Mal davon geträumt habe, gefesselt zu sein. Wehrlos und ausgeliefert. Am besten vorher entführt. Und dann dieses Kribbeln ohne zu ahnen, was es soll.

Das war immer da, manchmal stärker, manchmal kaum zu ertragen, manchmal kaum zu spüren.

Danke für die Erosionen des Gemüts

hanne

14.03.2020 um 10:19 Uhr

Ist es wirklich so, tief in uns gab es die Idee schon immer? Ich habe meine Barbies gefesselt und mit ihnen gemacht was mir gefallen hätte...

Bei mir hat es noch länger als 20 Jahre gedauert es zuzugestehen und ich fühle mich gleichzeitig lebendiger aber auch ruhiger denn je.

Schöner Text, danke

Meister Y

Autor. Fördermitglied.

08.02.2016 um 07:51 Uhr

Danke Nubes,

für eine Selbstbetrachtung in der sich wohl viele von uns wiederfinden. Für klug gewählte Worte, die tief in die Seele blicken lassen, aussprechen, was manch eine(r) nicht zu sagen wagt. Für Erkenntnisse, die ich wirklich gern gelesen habe, in denen ich stückchenweise mich selbst sehen konnte. Besonders die letzten vier Sätze, sprechen eine überdeutliche Sprache. Zeigen, dass Du es offenbar geschafft hast, diesen, Deinen Weg zu gehen. Etwas was ich eigentlich jedem wünsche.

Gelöscht.

13.07.2015 um 03:45 Uhr

Besser könnte man es nicht darstellen. Man findet sich in deiner Geschichte leicht wieder. Vielen Dank!

Gelöscht.

14.06.2015 um 21:04 Uhr

Sehr schöne Formulierungen, toller Erzählstil! 

10.05.2015 um 00:05 Uhr

Du hast es meines Erachtens sehr gut dargestellt." Es ist aus Dir gekommen" und es ist dann eben einfach da. Ich erkenne deutliche Parallelen in meinem Leben.

eileen

Autorin.

27.04.2015 um 22:42 Uhr

Ich finde es toll, wie du mit Worten spielst und auch ich habe mich in der Geschichte wiedergefunden, vor allem in dem heimlichen schreiben und der Angst, dass es doch jemand finden und lesen könnte.

Danke für diese ehrliche Selbstbetrachtung.

kitty

Autorin. Vereinsmitglied.

22.12.2014 um 08:46 Uhr

Danke, lieber Nubes, für diese Geschichte. Ich kann mich darin verlieren und wiederfinden. Wie gut, dass diese Worte nicht den gleichen Weg genommen haben wie die Papierschnipsel von damals.

Quälgeist

Autor.

17.12.2014 um 17:25 Uhr

Du hast sehr schön vom Entstehen eines 'Kopfkinos' geschrieben und davon, dass Neigung durch Fantasie ensteht und sich verändert.  Ein wenig finde ich mich da wieder - herzlichen Dank dafür.

Deine Aufzeichnungen sind auch ein Beleg dafür, dass es wohl sehr häufig 'suchende Mutter' gab!

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

12.12.2014 um 22:08 Uhr

Ein sehr nachdenklicher Rückblick aufs eigene Leben, der am Schluss mit einer großen Erkenntnis endete. Ich vermute Jeder wird sich solche oder so ähnliche Gedanken geführt haben, Erinnerungen an Ereignisse die einen geprägt und zu dem gemacht haben, was wir sind. 

Danke für Deine persönliche Notizen, die mich beim Lesen in meine Vergangenheit zog. 

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

 

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