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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Glück gehabt

Eine BDSM-Geschichte von Jona Mondlicht.

Bernd steht so unnachahmlich am offenen Fenster, wie nur er es kann: Die Hände in die Hosentasche geschoben, breitbeinig und - seinen Bauch als natürliches Gegengewicht nutzend - weit nach hinten gebeugt. Sein saurer Atem flüchtet sich als dünne Wolke in die kalte Dezemberluft.

»Na, Schnucki«, ruft er der Postfrau zu, die mit einem Brief in der Hand durch den schneebedeckten Vorgarten pflügt. Schließlich sind es nur noch Wochen bis zu ihrer Pensionierung und sie muss sich die schwer eratmete Luft bis dahin einteilen.

»Na, Schnucki? Was vergessen?« Bernd strahlt über das ganze Gesicht. Vierundzwanzig Stunden Lieferzeit. Prime-Kunde. Gilt auch zu Weihnachten und für perverses Spielzeug. Handfesseln, Gerte und diese komischen Gewichte liegen im Postauto. Sicher.

»Nur ein Brief«, keucht die Frau von der Post. Sie reicht den Umschlag zum Fenster des heruntergekommenen Fachwerkhauses hinein und wendet sich sofort wieder ab - wie ein Schwimmer, der am Beckenrand anschlägt und umkehrt. Nur eben etwas formschwächer. »Vielleicht am Montag«, ruft sie noch.

Bernd ist sprachlos. Kein Paket? Kein Päckchen? Ihm fällt nicht einmal eine halbwegs unflätige Antwort ein. Normalerweise muss er über solche Sätze nie nachdenken, sie passieren ihm einfach.

»Mit den Idioten fahre ich Schlitten«, denkt er und meint das Versandhaus, aber gleichzeitig wird er sich eines viel dringlicheren Problems bewusst. In wenigen Minuten wird seine Sklavin an der Tür klingeln. Eine heiße Weihnachtsfeier hat er ihr versprochen, denn er möchte ihr zeigen, was er so alles drauf hat als Dom. Gut, es wird eine halbe Stunde dauern, bis man sich kennengelernt hat - schließlich ist es das erste Treffen überhaupt. Aber was, wenn er beichten muss, dass er nicht einmal so ein Schlagdings im Haus hat? 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

poet

Autor.

25.03.2020 um 07:16 Uhr

An diesem Text ist nur eins schade: Dass das Chaos durch die dumme Schnucki schon beendet wird!

Curiousity

Förderer.

01.10.2019 um 10:15 Uhr

Ich glaube so etwas kann man nur mit einem Team sehr guter Schutzengel erklären.

Ob das wohl eine Spezialeinheit besonders ausgebildeter Schutzengel ist?

Und / oder sind das Schutzengel die sich eine Strafe eingefangen haben?

Viele Grüße

Curiousity

Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

30.09.2019 um 21:01 Uhr

Curiousity

Wenn ich diese Beschreibung von Bernd lese, frage ich mich wie er all die Jahre überlebt hat.

habe ich mir auch schon gelegentlich bei realen Menschen gestellt.

Ich schwöre: Bernd ist echt. Und er lebt noch heute.

Viele Grüße

Jona

Curiousity

Förderer.

30.09.2019 um 14:56 Uhr

geändert am 30.09.2019 um 14:59 Uhr

Wenn ich diese Beschreibung von Bernd lese, frage ich mich wie er all die Jahre überlebt hat.

Als er gegen Ende auf den Batterien ausgerutscht ist,

habe ich schon halbwegs mit einer Gehirnerschütterung, wenn nicht schlimmerem, gerechnet.

Ja, die Frage mit dem bisherigen Überleben

habe ich mir auch schon gelegentlich bei realen Menschen gestellt.

14.06.2019 um 11:18 Uhr

Ein herrlich chaotischer Bernd hat mich zum Schmunzeln gebracht.

14.03.2019 um 12:17 Uhr

Schrecklich witzig und unsagbar tragisch so ein Mann für eine Sub.

Die kriegt ja nen Schock in so einer chaotischen Jungesellenbude.

Danke fürs lesen und schadenfroh lachen dürfen

20.04.2018 um 15:50 Uhr

coole nummer!

die bernds dieser welt...ob nun (möchtegern)dom oder nicht... 

du wolltest sicher, dass wir verständnis und mitleid aufbringen für diese menschen? 

20.06.2017 um 00:46 Uhr

Armer Bernd.. So wenig Phantasie. Und soviel Notgeilheit.. und Unrast. Unausgewogener Dom ;) Solche Bernds gibt`s zuhauf. Ich möchte nicht wissen, was er anstellt, denn : es wird schiefgehen.. er ist der lebendige Mr.Murphy ;) Und gleichzeitig ein Lehrstück, wie man als Dom nicht sein sollte.

Gruss Silberlicht

21.05.2017 um 00:39 Uhr

Ich glaube ich kenne Bernd.

Er ist mein bester Kumpel und würde diese Sache genau so angehen und auch über seinen angesammelten Scheiß stolpern.

Aber er hätte mir wahrscheinlich einen guten Whiskey versprochen den er, wie soll es sonst gehen, auf den allerletzten Drücker bestellt hätte.

Gott sei Dank denkt er nicht er könnte dominant sein.

Das Durcheinander wünsch ich keiner Sub.

Aber als Kumpel ist er unschlagbar.

Danke für die Geschichte, ich habe sofort an ihn gedacht.

Gelöscht.

20.04.2017 um 01:07 Uhr

Bernd fehlt einfach Phantasie - in einem so chaotischen Haushalt wird sich doch was improvisieren lassen!

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.