BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Schwester Bine

Fetisch-Geschichte von Rose Kane

Es ist Lichtmess. Draußen schneit es Hühner und bedeckt die pinkfarbenen Kunststoffweihnachtsbäume und Plastikkrippen der Nachbarschaft mit Weiß, und es stürmt um die bunt bemalten Rundhäuser.

Bine steht über den offenen Geschirrspüler gebeugt und hantiert in ihm herum. Sie hat ihren schwarz-gelb gestreiften Ganzkörperanzug an. Den, der nur den Kopf mit ihrem kurzen Wuschelhaar und ihre Hände frei lässt und ihren großen Po so schön birnenförmig betont.

Sie steht also vornüber gebeugt da, arbeitet irgendetwas und reckt mir dabei lasziv ihr Gesäß entgegen.

„Ihm fehlt das Salz in der Suppe“, murmelt sie in den runden Raum hinein.

Doch ich weiß nicht, wen oder vielleicht sogar was sie mit ihm meinen könnte. Meine Augen hängen an ihrem schwarz-gelb gestreiften Gesäß, und ich erinnere mich... 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

29.07.2016 um 11:27 Uhr

Wirklich schön...

Ich mag Zeilen sehr, die mir die Chance geben, mir Gedanken um das Gelesene zu machen. Nachzudenken, zu deuten, zu überlegen. Wenn sie dann noch so ruhig und gleichzeitig kraftvoll geschrieben sind wie diese... wirklich schön.

Zugegebenermaßen ein wenig surreal, gleichzeitig so wunderbar anders, als die meisten Texte hier auf den . Das sich hier zwei gefunden haben, seelenverwandt sind, wird überdeutlich, auch wenn ich noch immer überlege, ob sie tatsächlich "nur" wie Geschwister empfinden. Noch eines hat mich wirklich überrascht, auch wenn ich kein wirklicher Freund solcher Fetische bin. Der von Bine nämlich, der wenn man die Augen schliesst sofort vor Augen ist...

Für mich ein wirklich lohnenswerter Text, den ich sehr gern gelesen habe. Danke für diese Zeilen.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Nachtasou

Autor.

20.12.2015 um 01:14 Uhr

Alle drei Texte von Rose Kane sind viel zu schade, um im Archiv zu verschwinden. Leider ist sie selbst schon seit geraumer Zeit nicht mehr hier gewesen. Von ihr habe ich vor etlichen Jahren schon einmal etwas gelesen, woanders, und mich jetzt erinnert.

Mich spricht ihr Stil sehr an: langsam, symbolisch, animalisch, verborgen, hypnotisch.

Statt an Dramatik oder Epik, scheint sie sich eher an Lyrik anzulehnen . Mich erinnert das an Zsusza Bank, die aber ´weitschweifig´ ist.

In eigener Sache:

Wenn mir jemand einen Autoren nennen kann, der/die stilistisch ähnlich schreibt, wäre ich dankbar. Oder Tipps, wo R.K. noch veröffentlicht.

Signatur

Die Zunge hat keine Knochen

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

31.08.2014 um 16:42 Uhr

Schön das ich es lesen durfte.

Fand die Geschichte sehr amüsant.

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

08.09.2013 um 20:35 Uhr

Verwirrung!

Schön erzählt - aber bei mir nicht so richtig angekommen.

Sorry

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

Rose Kane

Autorin.

25.02.2013 um 12:28 Uhr

schattenwölfin, und ich dachte, ich habe jetzt viel zu viel erläutert. so unterschiedlich kann diese empfindung sein.

joja, ich fühle den text für mich als fertig. aber ich bin ja auch die autorin. ich stecke halt mittendrin.

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---- ~ r.k. ~

24.02.2013 um 21:54 Uhr

Nun habe ich den Text und alle Kommentare gelesen und stehe so unschlüssig, wie vorher da. Ich verstehe den Text immer noch nicht. Mehrere Deutungsmöglichkeiten offen lassen ist ein legitimes Stilmittel, nur hier läuft das Ganze zu sehr in Richtung Beliebigkeit. Der Text wirkt unfertig.

Der Leser erfährt nicht viel über die beiden. Der Bienenfetisch ist ungewöhnlich, ein interessantes Motiv, aber er ist ein bisschen lose im Gesamtzusammenhang. Das Geschwistermotiv, was nur als Seelenverwandtschaft gedeutet werden kann, da alle Hinweise auf echte Verwandtschaft fehlen, bleibt auch offen.

Der Text hat durchaus Potenzial. Und die Vermeidung aller Klischees und der Ausbruch aus bekannten Bahnen gefällt mir.

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Höre nicht auf zu träumen, denn das ist der Weg zu den Sternen!

Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

24.02.2013 um 21:27 Uhr

Ich muss jetzt einfach noch einen schmunzelnden Nachschlag verteilen:

Rose Kane veröffentlicht eine Geschichte, die die Lesermeinungen teilt, und zwar im Wesentlichen danach, ob jemand glaubte, den Sinn der Geschichte zu verstehen oder nicht. Ich zähle mich nach wie vor zu den Letzteren. Daraufhin schreibt Rose Kane eine Erläuterung zu ihrer Geschichte, die bald noch einmal halb so lang sein dürfte wie der Text selbst. Dabei werden mehr Fragen gestellt als beantwortet, und in der Summe kommt heraus, dass auch die Erläuterung nicht wirklich erläutern will, sondern möglichst viele Deutungsmöglichkeiten lassen.

Abstrakte Kunst setzt immer ein Einlassenwollen und Einlassenkönnen des Betrachters (hier: Lesers) voraus, und mir fehlt es offensichtlich an beidem.

Signatur

Wo Liebe ist, ist Lachen.

23.02.2013 um 00:19 Uhr

der text verwirrt mich

nicht so mein geschmack

gruss

xenja

Signatur

~~~ bdsm fängt im kopf an und endet im kopf und dazwischen gibt es HERRlich viel platz für fantasie ~~~

Rose Kane

Autorin.

21.02.2013 um 13:47 Uhr

p.s. bei der veröffentlichung über den texteditor habe ich festgestellt, dass es mir meine absätze irgendwie zermurkst. wenn mir da einer evtl. einen schlauen tipp hat, wie ich das beim nächsten mal umgehen kann, ... darüber wäre ich sehr dankbar. denn die absätze in einem text sind auch wichtig.

Signatur

---- ~ r.k. ~

Rose Kane

Autorin.

21.02.2013 um 13:41 Uhr

wow, ihr seid ja fleißige kommentatoren. dankeschön. :) damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.

zum sinn des textes:

ich wollte etwas untypisches schreiben, mit ein bisschen erotik, aber nix vordergründiges, eher versteckt. ich wollte etwas kurzes schreiben, was einen surrealen, märchenhaften fantasy-touch hat. dass der text mit dem begriff fetisch spielt, hat sich während der entstehung so ergeben. bine hat definitiv mehrere fetische. ;) und der ich-erzähler evtl. auch einen kleinen.

über das bruder-und-schwester-n-ding habe ich lange nachgedacht. ich hatte auch erst "im geiste" stehen. doch das klang mit dann doch zu abgedroschen, außerdem hätte es die däutungsvielfalt eingeengt. und das wollte ich nicht. ich wollte, dass die geschichte für den leser offen bleibt.

offen darüber, wie die beziehung zwischen dem ich-erzähler und der bine denn nun genau aussieht.

sind sie ein festes paar?

kennen sie sich schon jahrelang und haben aber nur gelegentlich etwas miteinander? (es ist ja ihr regal überm bett und nicht sozusagen unseres.) ist es also soetwas wie eine affärenfreundschaft?

wohnen sie zusammen? oder haben sie ganz bewusst zwei getrennte wohnungen? oder sagt der ich-erzähler nur einfach ganz bewusst *ihr regal*, weil sie nun einmal in der beziehung die oberhand besitzt?

haben die beiden überhaupt etwas miteinander, oder sind sie einfach "nur" gute freunde, freunde in einer seelenverwandschaft, seelenmenschen?

ich wollte den text da ganz bewusst nicht festlegen.

deswegen auch das bruder-schwester-n-ding.

schwester-n hat wieder etwas fetischhaftes, etwas "strenges".

es bringt aber auch etwas in den text, was wir als leser überhauptgarnicht im kopf haben wollen, weil es sich nicht gehört. nämlich das tatsächliche geschwisterding (auch wenn es in diesem falle vielleicht nur eine seelenverwandschaft bedeutet). inzest im geistigen sinne? inzest in "" oder ohne gänsefüßchen. im körperlichen sinne?

dass bine einen bienentick hat, kommt, glaube ich, sehr deutlich rüber. ich glaube, darin liegt auch einer ihrer fetische. sie fühlt sich als biene und nicht nur als solche, sondern auch als _die_ königin. sie lebt die bienenschaft, die königin - von anfang an ihrer begegnung mit dem ich-erzähler.

ob der ich-erzähler für sie sozusagen eine drohne ist und ob er männlich oder weiblichen geschlechts ist (gender-gender ;))), bleibt auch offen. ganz bewusst.

ich mag es einfach, wenn der leser sich seinen eigenen kopf machen kann, selbst losspinnen kann, auch auf die gefahr hin, dass der leser nix oder nur in teilen oder nur in ansätzen versteht. das ist sozusagen eigentlich immer mein risiko.

zum mittelteil der geschichte möchte ich eigentlich nicht viel sagen. er erzählt halt wie zauberhaft-märchenhaft sich die beiden kennengelernt haben. und wenn man ein bisschen das eigene "kindhafte" beim lesen zulässt, erscheint einem das ganze vielleicht nicht ganz so rätsel-schleier-haft, wie wenn man nur mit erwachsenenaugen liest.

ich hoffe es jedenfalls.

ich freue mich, dass Jona sozusagen *ja* zu dieser geschichte gesagt und sie veröffentlich hat. denn sie schreibt halt nicht vom "typischen" bdsm-fetisch-dasein, sondern ist einfach anders.

Signatur

---- ~ r.k. ~

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