BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Spinnenhände

von Leander Sukov

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

hanne lotte

Autorin. Fördermitglied.

06.03.2017 um 18:19 Uhr

Der Text ist kurz und prägnant, kein Wort zuviel und keines zu wenig. Der Inhalt ist beklemmend. Einer der richtig guten Texte, die deutlich über die Beschreibung sexueller Handlungen hinaus gehen und Lebenskonzepte darstellen, über die es sich nachzudenken lohnt.

Genau genommen ist das gar nicht zwangsläufig ein BDSM-Text. Ich sehe die wegrasierten Haare, das sich zur Verfügung stellen, die unförmige Kleidung als Metaphern für ein Leben in Abhängigkeit, als Symbol für Tristesse und Ausweglosigkeit.

In einem anderen Text las ich kürzlich ich den schönen Gedanken von Dingen, die man zwar ablehnt, aber akzeptiert, um dafür die Freiheit zu haben, die Dinge zu tun, die man mag. Manchmal jedoch akzeptiert man Widerwärtigkeiten, ohne dafür die Belohnung zu erhalten. So ein Fall wird in dieser Geschichte beschrieben.

Ein kleines bisschen von dieser Frau hat sicher jeder. Wie oft ertragen wir eine Situation um des Geldes oder der Kinder oder der Nachbarn oder des guten Rufes wegen und erreichen doch nicht die Freiheit, die wir uns zu verdienen meinen.

Danke

hanne

Signatur

Tue was du willst, aber schade keinem dabei.

06.03.2017 um 11:27 Uhr

geändert am 06.03.2017 um 12:21 Uhr

Der Schrei der Seele wird im ersten Abschnitt ganz deutlich. Sehr gut beschrieben. Steht wie ein Haus. Der Leser kommt in eine Haltung von empathischer Aufmerksamkeit. 

Im zweiten Abschnitt bekommt der Leser zu wissen: es ist jemand der sich selbst vernachlässigt. Auch hier die Frage: "wie hat dieser Frank sein Nest vorgefunden und wie musste er dealen?  Die letzten fünf Worte in diesem Abschnitt beinhalten eine wichtige Erkenntnis. Selbstversorgung gehört zur Lebensenergie. Diese ist deutlich blockiert. Die Verantwortlichkeit was dieser Frank macht mit Konsequenzen von Nest, Familienschicksal, Erziehung, liegt beim Individum und nicht bei den Eltern. Sich dies realisieren, macht es möglich dass die Lebensenergie frei strömen kann.

Und im dritten Abschnitt, gleich wieder im ersten Satz bringst du es auf den Punkt: (ups, wie sagt man dem auf Deutsch): wenn ein Baby/Kindergärtner,- (in diesem für sowas verletzlichen Alter) seine Händchen ausreicht und dieses Ausreichen nicht beantwortet wird, kann das Schicksalsbestimmend sein.

Sorry, ich hole Deinen Satz aus dem Zusammenhang. Entscheide mich dafür geschriebenes stehen zu lassen, weil wichtig für Dominant sich dies zu realisieren.

dass Frank tot sein könnte. Jedoch - er lebt. Und ich lebe bei ihm. 

Du nennst ihn beim Namen, ...dass Frank tot sein könnte. Chapeau weil erworbenes Heil in dieser Verwundung.

Bin als Leser kurz durcheinandergeschüttelt. Proficiat. Das ist eine wichtige Qualität eines Autors: Leser auf eine konstruktive Weise durcheinander schütteln. 

Aber wie könnte ich?

Wiederum der der letzte Satz eines Abschnittes. Wirklich genial, Du bist geknippt für Dozent "Autorenschule". 

Aber wie könnte ich?, das isteine Kernfrage! Es beginnt vielleicht mit Antworten auf folgende Fragen:

- wie gebt ihr einander Ausdruck an Gefühlen, an Wärme? 

- und wie tauscht ihr Euch aus in Gefühlen und Wärme wobei ihr gleichzeitig des anderen sein Schicksal beim anderen lassen?

- wie kann die Freiheit und Eigenheit wieder in den Vordergrund geraten? (oder anders formuliert: was wisst ihr über die Symbiotische Charakterstruktur). 

Hier wieder: 4. Abschnitt, ersten vier Worte:

So warte ich still

Mit jemanden im Rollstuhl kannst keine Bergwanderung machen.

Und dann die letzten zwei Worte in diesem Abschnitt: grauen Welt.

Tjakka! Grau ist die zugehörige Farbe der masochistischen Charakterstruktur. (So hab ich das gelernt,- nicht vom Internet! Vom Inhalt Buch: de Maskermaker). 

Eine Kernfrage könnte sein: was ist für mich zu verdauen und was nicht? 

Der Titel dieser Geschichte: Spinnenhände. Das erinnert mich an eine biblische Geschichte. Ich bin nicht Bibelfest. Ist da nicht ein Prophet welcher vervolgt wird, in eine Höhle flieht und der Herr eine Spinne beauftragt um ein Netz zu machen? Kurze Zeit später stehen die Vervolger vor der Höhle und machen rechtsundkehrt weil sie davon ausgehen dass der Prophet hier nicht sein kann, wegen dem intakten Spinnennetz.

Lieber Leander, hab Dank dass ich geniessen durfte Deiner Schreiberqualität! 

Ich wünsche der sub dieser Geschichte einen biblischen Herrn, ich wünsche dem Dom dieser Geschichte einen Prophet sowie beiden eine Netzmachende Spinne. Und ich wünsche Dir viel fruchtbare Resonanz Deiner Geschichten.

Signatur

"Light the lamp of devotion, with the oil of me." (Zitat von Haviz)

Doro

Autorin.

20.02.2017 um 17:42 Uhr

Ganz ehrlich? Wirklich gut!

Mag ich den Inhalt des Textes?

Zum einen, denke ich, muss mir nicht immer das Dargelegte/ Beschriebene gefallen, um zu beurteilen ob es gut ist. Eine Ohrfeige gefällt mir auch nicht und trotzdem kann sie hocherotisch und wunderbar beschrieben sein. Zum anderen weiß ich nicht, ob es als Leser sinnvoll ist den Inhalt der Geschichte zu bewerten. Wenn der Text wachrütteln soll, darlegen und wiedergeben soll, wie schnell man sich in falsche Abhängigkeiten begibt, dann ja, dann hat der Text dies bewirkt. Natürlich könnte ich hinterfragen, welche Frauen sich das heute tatsächlich gefallen lassen würden, weiß aber im gleichem Atemzug, dass es davon unzählige gibt. Und vielleicht würde es mir irgendwann, mit einem ganz bestimmten Charakter, genauso gehen.

Mag ich was der Text in mir auslöst?

Nein. Denn ich als Leser empfinde sofort die Abscheu und den Hass auf diesen Mann. (Gerade deshalb empfinde ich den Text als su gut!). Und sollte ich die Geschichte fortschreiben, so würde am Ende die Protagonistin zum Messer gefreifen, wenn es die letzte Möglichkeit wäre, um sich von diesem Mann zu lösen. Ich bin kein Mensch der Gewalt verherrlicht (es sei den es ist gegenseitiger Wunsch!), keiner der Verständnis dafür zeigt. Und weil mich dieser Text trotzdem mit dem Gedanken spielen lässt, mag ich es ganz und gar nicht, was der Text in mir auslöst.

Mag ich, wie der Text geschrieben ist?

Auf jeden Fall! Ich mag diesen Schreibstil sehr, weil man sich als Leser durch die direkte Ansprache ins Geschehen ziehen lässt. Dieser kurze Text ist sehr gut geschrieben, auf das Nötigste reduziert, sagt damit vieles und lässt trotzdem noch genaug Raum für Eigenes.

Signatur

"Vertrauen entsteht dort, wo man bereit ist sich selbst aufzugeben" (Jaroslaw Osiak)

05.01.2016 um 13:00 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich hin- und hergerissen bin. 

Der Schreibstil, die Art wie die Geschichte geschrieben, die Situation beschrieben ist, toll. Wirklich toll.

Die Situation aber, das was dort beschrieben ist, liegt außerhalb meiner Vorstellungskraft. Grenzt für mich an Willenlosigkeit, totale Abhängigkeit, Mutlosigkeit. Schlimm, wenn es so weit geht, schlimm, wenn man sich so aufgibt.

Danke für nachdenklich machende Zeilen, die ich dennoch toll geschrieben fand. 

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

13.07.2014 um 22:49 Uhr

Krass, eine Facette, die ich kaum verstehen kann, es wird sie geben, es wird auch Leute geben, die so leben wollen, aber in Deiner Geschichte ist sie unglücklich und hat nicht die Kraft zu gehen. 

Deinen Schreibstil fand ich klasse, auch wie Du Deine Geschichte aufgebaut hast, einfach ganz großartig geschrieben.

Danke

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

emily

Autorin.

20.12.2013 um 15:22 Uhr

Ich bin sprachlos. Genial sachlich und auf den Punkt geschrieben.

Mir fällt nur ein Kommentar dazu ein: "blinder Gehorsam (einer Grenzgängerin am Abgrund)" 

... und versprich nicht(s), was Du nicht halten kannst.     

Signatur

Alles, was uns begegnet, hinterlässt Spuren...

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.12.2013 um 13:52 Uhr

Besonders die Passage "ein Versprechen bricht man nicht!" macht mich echt traurig, nachdenklich.

Es steht natürlich in keinem Verhältnis und man fragt sich, was diese Frau hinter sich hat, um sich selber so aufzugeben und sich so zu bestrafen?

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

28.07.2012 um 13:02 Uhr

Sehr gern gelesen. Woher bloß manchmal diese Faszination für Ekel, Abscheu, ... kommt? Wenn man soviel Selbstekel auf sich nimmt, um in der eigenen Erniedrigung zu baden bzw. sich darin förmlich aufzulösen, so macht es mir doch Angst. Trostlos, diese Unterernährung des Selbstwert. Und gleichzeitig auch spürbar der schmutzige Rotz, der wie Gummibänder die eigene Sehnsucht immer wieder zurückschnalzen lässt.

Cire

Fördermitglied.

10.12.2011 um 20:56 Uhr

Es ist eigentlich schon gesagt:

Düster, direkt und erschütternd im Hinblick auf die Resignation.

Signatur

Ein Langweiler ist ein Mensch, der redet, wenn du wünscht, dass er zuhört. (Ambrose Bierce)

dienerin

Autorin.

10.12.2011 um 16:11 Uhr

uuups

sehr merkwürdig

und unter "angenehmeren" Bedingungen verständlich

aber wenn sie sich so unwohl fühlt ...

schade

Danke für diese mich nachdenklich machende Geschichte

Signatur

"Ich denke in Lösungen, es lohnt sich!"

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