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Schattenzeilen

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Licht und Schatten bedingen einander - Ein Ausflug in unsere Parallelwelt

Ein Text von Nubes.

Die Metaphysik ist ein im Grunde nur selten wirklich in Anspruch genommenes Vergnügen im Kosmos der menschlichen Perversionen. Über das Unsagbare nachzudenken, sich dem Unfragbaren an die Fersen zu heften – Zusammenhängen nachzuspüren, von denen gar nicht erwiesen ist, ob sie wirklich existieren... Wer anders kommt auf solche Ideen als der Mensch. Dabei ist eigentlich zu wenig Zeit für solche Ausschweifungen. Zwischen dem Wunder der Entstehung des Lebens und der Erkenntnis der unabwendbaren Vergänglichkeit liegt ein nur knapp bemessener Augenblick Leben, ein Wimpernschlag der Ewigkeit, und der sollte besser zu nutzen sein, als mit sinnlosen Grübeleien. Aber wer sagt denn, dass das Leben nur aus sinnvollen Dingen besteht.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

18.05.2018 um 21:00 Uhr

Ein Text, der wahrlich zum Nachdenken anregt. Und ich meine, es gibt derer Vorhänge einige, die sich zu lüften lohnte.

Meister Y

Autor. Förderer.

12.01.2016 um 08:20 Uhr

Auch ich muss zugeben, dass ich diese Zeilen mit wachsender Begeisterung gelesen habe, sie nicht als schwere Kost empfand.

Es stimmt, dieser Schritt, zunächst unter dem Vorhang hindurchzuschauen, als Steigerung, sich dann auf die andere Seite zu begeben, gelingt nicht vielen. Aus verschiedensten Gründen scheuen Menschen wohl immer wieder davor, Dinge die tief in ihnen stecken zuzulassen. Welche auch immer dies sein mögen. Ist man den Schritt in diese, unsere, Seite einmal gegangen, ist es, das kann ich jetzt natürlich nur für mich sagen, eine wirkliche Bereicherung, vielleicht sogar Befreiung. Kommt man doch in einer Welt an, in der bestimmte Grundwerte, das hast Du wunderbar beschrieben, eine wirkliche, wahre Bedeutung haben. In der, so empfinde ich es immer wieder, gegenseitige Achtung die wohl grösste Rolle spielt. Welche Rolle man dann auf dieser Seite einnimmt, muss wohl wieder jeder für sich selbst entscheiden. Ob Statist, Kleindarsteller, Regisseur, Akteur oder vielleicht auch hier nur Zuschauer ist wieder individuell, so individuell wie Menschen halt sind.

Vielen Dank für diese tiefsinnigen, nachdenklich machenden Zeilen. 

Alma

Autorin.

24.10.2014 um 18:39 Uhr

Neben der Kleinigkeit, dass ich das Schattenzeilenhaus als Theater noch viel schöner finde als als große "WG" hab ich Deinen Text begeistert gelesen!

Eine Reise, eine Suche, ein Abenteuer und ein Risiko, ein Geschenk und auch Erkenntnis - so erlebe ich die Welt, meine Welt hinter dem Vorhang.

Die großen Fragen wie die Suche nach Selbsterkenntnis sind, so denke ich, nirgendwo besser aufgehoben als im Theater, wo auf der Bühne viel mehr und doch vielleicht viel weniger Theater gespielt wird als im Parkett.

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

03.06.2014 um 00:36 Uhr

Schweres und nachdenkliches Material zu dieser späten Stunde, Deine Vergleiche mit dem Vorhang gefielen mir, es waren schöne Vergleiche, ich glaube durch den Vorhang haben schon sehr viele neugierig gelugt, dank dem WWW auch nicht besonders schwer. Durchgegangen sind dann doch noch einige, wie man an den vielen verschieden Foren im Netz erkennen kann, aber wahrscheinlich sind die meisten dann doch unscheinbare Statisten und nur die wenigsten stellen sich ins Rampenlicht. 

Da es keine genau die gleichen Menschen gibt, denn selbst eineiige Zwillingen denken und fühlen nicht gleich, so wird jeder Mensch seine ganz eigenen Facetten haben und das ist auch das schöne, denn jeder ist auf seiner Art etwas besonderes!

Deine Ansichten zu den beiden Kirchen kann ich nicht teilen, aber ich finde hier ist nicht der richtige Ort um über Religion zu diskutieren, darum möchte ich dass hier auch nicht weiter ausführen. 

Sonst finde ich Deine Gedanken gut gelungen und regen zum Nachdenken an. 

Danke für diese tiefsinnigen Gedanken

hexlein

Autorin.

18.02.2011 um 21:56 Uhr

Hallo Nubes,

der Text ist nun mal nicht das, was man allgemeinhin als "leichte Kost" für zwischendurch bezeichnen würde. Und soviel Tiefgang um diese Uhrzeit ist ganz schön schwer verdaulich. Aber die Vergleiche, die Du anstellt haben schon etwas für sich. Zwar habe ich dazu eine etwas andere Einstellung, denn wenn ich mich hinter den Vorhang begebe, suche ich nicht mehr, ich weiß, warum ich da bin. Der oder die Suchende sehe ich eher in den Personen, die am Vorhang zupfen und mal dahinter lugen. Wenn sie wissen, was dahinter ist und sich dafür entscheiden, gehen sie dahinter. Manche vielleicht nur in ihren Gedanken und manche auch voll und ganz. Die Gründe warum sich Menschen so oder so entscheiden sind so vielfältig, wie es Sterne am Himmel gibt. Und genauso wenig, wie ich diese Sterne zählen kann, genauso wenig kann ich die Gründe dieser Menschen erfassen. Ich muss sie einfach hinnehmen.

Aber: Deine Gedanken können helfen diesen Schritt zu gehen.

Vielen Dank für diesen provozierenden aber auch lehrreichen Text

das hexlein

littlewonder

Autorin.

16.08.2009 um 23:51 Uhr

Hallo Nubes,

bin heute auf deinen Text aufmerksam geworden, aber erst mal Happy Birthday!

Dieser interessante Schattenzeilen-Beitrag ist schon beinahe eine Aufforderung zur Diskussion!

Mit Metaphysik und ihren Thesen habe ich mich bisher nicht auseinander gesetzt, wohl aber mit Spiritualität und Religion. Und lange vor den Christen haben Menschen sich nach dem Sinn ihres Daseins gefragt, jede Religion versucht darauf Antworten zu finden. Deine Einlassung dazu scheint mir doch sehr das gängige Klischee zu bedienen. Auf welchem Weg dieses Ziel ‚Sinnfndung’ für den einzelnen zu erreichen ist, finde ich allerdings durchaus bemerkenswert:

Bei Juden und und Muslimen ist es die möglichst genaue Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, im Hinduismus und im Buddismus die Selbstfindung und –vervollkommnung und im Christentum in Beziehungen (zu Gott und den Mitmenschen).

Deine Darstellung der SM-Paralellwelt erscheint mir doch außerordentlich idealisiert:

Wäre sie so erfüllt von Liebe und Vertrauen, müssten doch zwangsläufig Beziehungen in dieser Szene überproportional stabiler und tragfähiger sein als ‚normale’. Tatsächlich Und Spielbeziehungen bedeuten nicht, dass deshalb Liebe dazu gehört. Ist ‚Vertrauen’ tatsächlich der richtige Begriff, wenn zwei Menschen, die sich vielleicht nur aus dem Chat und ein paar Telefonaten kennen, miteinander eine Session beginnen?

Der professionelle Markt von Angebot und Nachfrage ist in der Szene ebenfalls bestens vertreten. Und auch das Schubladendenken, inclusive einer Vielzahl von Klischees sowie jede Menge Intolenanz sind mir ebenfalls schon öfter begegnet.

Auch in Vanilla-Partnerschaften können sich Menschen weiter entwickeln in Bezug auf Nähe und Intimität, BDSMler haben darauf sicher kein Monopol. Phantasien können durchaus auch in eine andere Richtung gehen; wie weit sie ausgelebt werden und ob sie dann in der Realität erfüllend sind ist immer eine andere Frage. In jeder Beziehung, auch in BDSM-Beziehungen, kann es zu psychischer Ausbeutung und ungesunder emotionaler Abhängigkeit kommen. Dass Frauen heute allgemein in Bezug auf ihre sexuellen Wünsche verklemmter sind als früher, habe ich auch noch nicht festgestellt. Was sehr gestiegen ist, ist die Erwartung an den potentiellen Partner auf persönliches Glück, und allzu oft wird dabei vergessen, dass man zuallererst selbst für sich, seine Zufriedenheit und sein Selbstwertgefühl verantwortlich ist.

Ich sehe auch den geschlossenen Vorhang nicht wirklich, er scheint mir zu sehr eine klare Grenze zu symbolisieren: Beginnt SM denn genau da wo sich jemand zur Szene bekennt?

So, jede Menge Fragen und Einwände, vielleicht mag ja noch jemand das Thema aufgreifen...?

Grüße,

Littlewonder

Gelöscht.

21.03.2009 um 23:38 Uhr

ich finde es unangemessen, wenn man sich nicht so ausdrücken kann, dem Text etwas hinzuzufügen....ich stelle mich ja auch nicht auf die Bühne und versuche Gustav Gründgens gleich zu tun.... ich habe vieles von mir in ihm erkannt und kann nur danke sagen... man sollte ihn jede Woche mindestens einmal lesen..

Gryphon

Autor.

08.08.2008 um 19:47 Uhr

Warum ist dieser Text eigentlich immer an mir vorbei gegangen? Merci für deine Gedanken, Nubes!

Ara

Autorin.

08.08.2008 um 09:56 Uhr

Die philosophischen Ansätze warum BDSM gelebt und geliebt wird, finde ich sehr interessant und fordert mich zum Gedankenaustausch heraus. Auf den Text näher einzugehen würde den Rahmen eines Kommentares aber sprengen.

"...auf der Suche nach der tiefsten Innerlichkeit..." so sehe ich das auch.

Allerdings denke ich, dass dem Publikum teilweise unrecht getan wird und die Akteure hinter dem Vorhang teilweise zu idealistisch gesehen werden...

sinna

Autorin.

06.08.2008 um 18:10 Uhr

Sehr interessante Ansätze. Vieles davon teile ich so nicht. Für mich ist es weitaus mehr. Aber es liegt unter anderem daran, dass ich ein völlig anderes Grundverständnis habe. Dennoch waren Deine Gedankengänge nachvollziehbar. SIcher sehen es viele so. Für mich ist es eben darum anders weil es für mich kein Spiel ist, nichts was ich suche. Es ist was ich bin. Und ich tue es nicht um etwas zu finden sondern ich bin so.

Und ich kann nicht anders. Ich bin eben eine kleine kajira. Daran wird sich auch nichts ändern. Nichts davon ist Theater. Nichts ist inszeniert. Für andere mag es so sein.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.