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Schattenzeilen

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Inhalt: Blogbeiträge bilden die Meinung der Autorin / des Autors ab. Wir machen uns diese nicht zueigen.

 

Über das Verstecken von Neigungen

Ein Blogbeitrag von Robert S

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich jeder dritte Erwachsene irgendwie im BDSM-Bereich einordnet. Die Anzahl der Nutzer auf BDSM-Plattformen ist riesig. Aber wo stecken all die Doms und Subs im realen Leben?

Ich habe darüber nachgedacht, wen ich in den großen und kleinen Foren persönlich kenne.

Die Antwort ist einfach. Niemanden. Klar, das Internet ist ein anonymer Platz, nicht nur auf den BDSM-Seiten, aber dort ganz besonders.

Trete ich aus dem Internet heraus, ändert sich das. Allerdings passiert das Schritt für Schritt. Lerne ich jemanden real kennen, wird es etwas offener. Aber auch bei persönlichen Bekannten bleibt Zurückhaltung so lange bestehen, bis sich ein Vertrauen aufgebaut hat.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

28.09.2022 um 23:25 Uhr

Nach meiner Beobachtung hat dieses Phänomen nur recht oberflächlich etwas mit BDSM zu tun. Ich weiß von niemandem aus meinem Freundes- oder Bekanntenkreis, was diese Menschen im Hinblick auf Erotik reizt. Ich bin mir bei allen sicher, dass sie ihre Form der Erotik nicht verklemmt im Dunkeln ausleben.

Es ist also wenig BDSM-spezifisches daran, dass wir BDSMler genauso in der anonymen Masse mit untergehen wie viele andere auch.

Ich glaube die geändete Wahrnehmung für BDSM (und vielleicht auch andere kinks oder Fetische) liegt auch an der leichteren Verfügbarkeit von Informationen darüber.

Drachenlady

Autorin. Förderer.

07.09.2022 um 02:01 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, muss ich trotzdem nochmal ein paar Worte dazu loswerden.

Geht es wirklich noch darum, ob und wie jeder für sich selbst entscheidet, seine Neigung bekanntzugeben - oder eben auch nicht? Oder geht es vielmehr darum, dass das möglicherweise von dritter Seite in die Welt hinausposaunt wird? Egal ob ungewollt oder mit ganz klaren Absichten.

Ich denke, bis auf diejenigen, die ein gerüttelt Maß an exhibitionistischen Neigungen mitbringen, sind wahrscheinlich die allermeisten - so vermute ich - der Meinung, dass ihr Sexualleben ihre Privatsache ist und niemand anderes etwas angeht. Was doch überhaupt nicht in Frage gestellt wird.

Wer damit freier umgehen möchte, kann dies auch auf entsprechenden Parties und Veranstaltungen ausleben, ohne dass er dadurch anderen Menschen, die damit nichts anfangen können, auf die Füße tritt. Es ist also für alle Bedürfnisse genügend Spielraum vorhanden. Zumindest theoretisch.

Wer seine Neigung nicht offenbaren will, muss es doch auch nicht. Und selbst wer für sich persönlich entscheiden würde, dass es egal ist, ob das Umfeld davon erfährt, hat vielleicht Familie, Kinder, auf die Rücksicht genommen werden muss und versucht es deswegen so geheim wie irgend möglich zu halten. Sprüche in Kita oder Schule wie "das ist die mit der perversen Mutter" oder "dem sein Vater ist 'ne Lusche, der lässt sich von Frauen schlagen" möchte wahrscheinlich keiner provozieren. Diese Verantwortung für andere auszublenden halte ich für unverantwortlich.

Das hab' ich auch zu berücksichtigen, wenn ich mich freiwillig in die Öffentlichkeit begebe, denn man muss immer damit rechnen, dass dabei jemand davon erfährt, der es vielleicht besser nicht wissen sollte. Zufällige Begegnungen auf einer entsprechenden Messe oder einschlägigen Party können immer geschehen. Wenn ich das vermeiden möchte, muss ich bei der momentan herrschenden Intoleranz der Gesellschaft tatsächlich in den heimischen vier Wänden bleiben.

Das grundlegende Problem besteht aber doch darin, daß man trotz aller Vorsicht und vielfach getroffenen Vorkehrungen trotzdem nicht davor gefeit ist, dass von den eigenen abartigen Vorlieben etwas nach außen dringt. Denn es gibt leider viel zu viele bösartige Menschen und/oder saudumme Zufälle, die dazu führen, dass man zwangsgeoutet wird, so sehr man sich auch angestrengt hat, dass keiner etwas davon erfährt, dass doch alles sehr privat bleibt.

Denn leider kann man sich in der Realität weder auf Diskretion noch auf die Wahrung der Privatheit und der eigenen Intimsphäre durch Andere verlassen. Für mich hat es jedoch den Anschein, dass sehr viele der Meinung sind, dass sie so etwas auch nicht benötigen, da sie Indiskretionen prinzipiell ausschließen und deswegen - für sich selbst und ihre persönliche Situation - keine Öffentlichkeitsarbeit brauchen. Ja, das mag für den eigenen Einflussbereich erstmal durchaus so gelten - möglicherweise aber nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die persönlichen Verhältnisse vielleicht in irgendeiner Art und Weise ändern. Aus der eigenen aktuellen „Nicht-Betroffenheit“ aber zu schließen, dass sie generell unnötig sei, halte ich für einen Trugschluß. Öffentlichkeit herstellen heißt für mich aber nicht, dass ich meinen Mann mit der Peitsche durch den Discounter prügel oder im Lederoutfit ins Büro gehe. Gute Öffentlichkeitsarbeit heißt für mich, dass man sich im Endergebnis eben nicht mehr verstecken "muss".

Es gibt sicherlich mehr, aber meiner Meinung nach mindestens zwei gute Gründe für Öffentlichkeitsarbeit:

1. Die Enttabuisierung und damit „Normalisierung“ von BDSM in der Gesellschaft

2. Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Neigung bei sich gerade entdecken

Zu Punkt 1. Der Idealzustand wäre meiner Meinung nach, wenn BDSM in der Gesellschaft als ganz normale, selbstverständliche Variante der Sexualität wahrgenommen wird.

Wenn das Zwangsouting durch böswillige Personen keine Folgen mehr hätte, weil eben das Outen von Alltäglichem keine Sensationslust mehr befriedigt und auch sonst folgenlos bleibt.

Wenn kein Elternteil mehr befürchten muss, bei einer Trennung Probleme mit dem Jugendamt oder gar Sorgerechtsstreitigkeiten zu bekommen, weil der/die Ex aus dem Wissen über die sexuelle Vorlieben Kapital schlagen will und aus Rache den/die ehemalige Partner/in zur Erziehung als ungeeignet abstempeln lassen will.

Wenn Menschen, die beruflich oder in ihrer Freizeit mit Kindern arbeiten (Trainer, SozPäds, Kindergartenpersonal, etc.) nicht mehr diskreditiert werden können „weil so jemanden Perverses der Umgang mit Kindern doch verboten werden muss“.

Wenn es keinen Sinn mehr macht, jemanden in der Personalabteilung anzuschwärzen, wenn es um die Eignung für eine Managementstelle geht, weil jemand mit submissiven oder gar masochistischen Neigungen für eine Führungsposition doch schließlich ungeeignet sei. Oder im schlimmsten Fall tatsächlich den Arbeitsplatz kostet, weil solch ein Verhalten unvereinbar mit den Anforderungen des Arbeitgebers ist.

Wenn es folgenlos bleibt, den politischen Gegner mit seinen BDSM-Aktivitäten an den Pranger zu stellen, um im Wahlkampf zu punkten.

Wenn die ehemals beste Freundin Geheimnisverrat begeht, um sich in der Clique wichtig zu machen, letztendlich damit nichts bewirkt, außer als Ergebnis für ihr asoziales Verhalten selbst abgestraft wird.

Wenn also die Tatsache, dass jemand BDSM praktiziert - in welcher Form auch immer - , niemand mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Wenn das Weitertratschen, das Enthüllen des vermeintlich schmutzigen Geheimnisses beim Gegenüber nur noch ein müdes Gähnen, ein Schulterzucken und vielleicht noch ein gelangweiltes „Ja, und?“ hervorruft.

Dann war die Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich. Im stillen Kämmerlein wird man das nicht erreichen. Und wer davon nichts hält, braucht ja auch nicht mitmachen.

Nur mit eigenem Selbstbewusstsein kann man in solchen Fällen absolut nichts ausrichten. 

Zu Punkt 2. Stellen Jugendliche in der Pubertät oder auch junge Erwachsene fest, dass das, was die Kumpels oder die Freundinnen anmacht, worüber in der Clique, in der Klasse, im Verein oder wo auch immer geredet wird, einen selber nicht berührt, einen aber „seltsame Dinge" triggern, dann ist eine „Mut machende“ Anlaufstelle wichtig. Menschen ähnlichen Alters, an die man sich wenden kann, die einem erklären, dass man nicht alleine ist, dass man weder krank ist und geheilt werden muss, und das, was einen antörnt, eben nicht pervers ist, sondern ganz normal. Finden Betroffene weder in Schule oder Elternhaus Unterstützung - was vermutlich eher selten ist, können diese Vereinigungen die eigene Verwirrung, das Gefühlschaos mit sachlichen Informationen ordnen und eventuell sogar vorhandenen Schuldgefühlen die Grundlage entziehen.

Es existieren schon genug Seiten mit teils gefährlichem Quatsch zu diesem und verwandten Themen, die einer Richtigstellung bedürfen und ein entsprechendes Gegengewicht benötigen. 

Und ja, die Öffentlichkeitsarbeit existiert noch. Gerade zu dem zweiten Punkt sind zum Beispiel die SMJG zu nennen und JungeSMünchen. Wer sich ernsthaft über deren Ziele und das „Warum und Wozu überhaupt“ informieren möchte, kann dies auf den entsprechenden Webseiten tun.

Und wo sonst, wenn nicht auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, sollte man denn Aufmerksamkeit erzielen können?

Nachtasou

Autor. Lektor.

03.09.2022 um 12:51 Uhr

Für mich überwiegen die Vorteile, dass zwischen Privatheit und Öffentlichkeit eine Grenze gezogen ist. Ich habe nie verstanden, was BDSM-er auf einem CSD zu suchen haben, wenn es um mehr als Ausdruck von Lebensfreude geht, sondern um Öffentlichkeits-Arbeit.

Es gibt zwei pragmatische Gründe, den Vorhang zum Privaten selbstkontrolliert etwas zu lüpfen, und das ist der der Partnersuche. Für ein weitergehendes Bedürfnis nach »Gleichgesinntheit« stehen genügend Subkulturen zur Verfügung, in denen meistens der Wahrung der Privatheit traditionell ebenfalls ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Diskretion war und bleibt eine Tugend und ist Ausdruck von respektvollem Umgang.

Zuerst hat das Privatfernsehen (das wörtlich genommen das Gegenteil davon ist) und später die Social Media (in denen häufig auch eher das Unsoziale überwiegt) die Grenzen aufgeweicht. Wer meint, seinen blanken Hintern oder sein Gefühlsleben in Kameras von Nachmittagsshows halten zu müssen, mag daran glauben, dass das irgendjemanden interessiert. Tut es nicht, außer denen, die sich ebenfalls als zu wichtig oder zu interessant wahrnehmen. Vielleicht ist es einfach ein menschliches Bedürfnis, gesellschaftlich wahrgenommen zu werden, das da zum Ausdruck kommt. Und wer über nichts anderes mehr verfügt als das, um beizutragen, trägt seine eigene Haut oder sein Inneres zu Markte. Das ist bemitleidenswert, aber kein Maßstab, und schon gar kein Vorbild.

Ich möchte weder Neigungen, noch das Intimleben meiner Nachbarn sehen müssen. Ich bin froh über jede Hecke, die soziale Distanz schafft, weil sie nicht trennt, sondern gegenseitig schützt. Ich will gar nicht vor die Wahl gestellt werden, etwas zu akzeptieren oder abzulehnen, was andere tun oder sind. Die Privatheit schützt alle voreinander und funktioniert dort, wo es eng wird. Ich gehe einfach davon aus, dass die anderen »okay« sind. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Eng ist es in Familien, Wohngegenden, in der Arbeitswelt. Überall dort führt man keine »Wahlverwandtschaften«, und es ist schlicht zu anstrengend und heikel, alles aushandeln zu müssen und auf Interesse, Akzeptanz und lautere Motive zu hoffen.

Für meine sozialen Bedürfnisse reicht ein überschaubares Umfeld. Für diese interessiere ich mich und hoffe auf Interesse. Dort ist Privatheit teilbar. Die Öffentlichkeit ist mir viel zu abstrakt und von ganz anderen Interessen geleitet.

Mit dieser Haltung zähle ich wahrscheinlich eher zum Konservativen. Dazu gehört auch, dass ich der Meinung bin, dass das Gegenteil von Scham nicht Schamlosigkeit sein möge; sondern dass Scham etwas Verletzbares schützt. Ich möchte mir nicht vorstellen müssen, wie eine Gesellschaft aussähe, in der jeder um jeden Bescheid weiß. Ich möchte nicht von der Akzeptanz einer Mehrheit abhängig sein. Weil ich dann nicht mehr kontrollieren kann, in wessen Händen sie liegt und zu welchem Zweck.

Die sozialen Medien führen es doch gerade vor: Unter dem Deckmantel des Miteinander geht es im Hintergrund um die neue Ware »Wer bist Du und was machst Du?«. Es reicht also nicht mehr, Arbeitskraft zu vergesellschaften. Da diese ausgeschöpft und vollends verwertet ist, bleibt nur das übrig, was bisher noch entzogen war: Das Private, und mehr noch das Intime.

Die Öffentlichkeitsarbeit im BDSM, falls es sie noch gibt, sollte sich lieber um schützenswerte Wild-Reservate bemühen, als sich selbst zum städtischen Zoo zu erklären.

Magnus

Förderer.

02.09.2022 um 20:44 Uhr

Man kann Themen auch zu Tode diskutieren...

Immer die Schubladen,das Kategorisieren,die Raster,Vorbehalte,Tabus undundund.

Jede*r sollte seine Sexualität egal in welcher Richtung ungezwungen und nicht moralbehaftet ausleben.Aber das werden wir nicht mehr erleben in dieser Welt,stattdessen rettet man sich auf kleine Inseln wie die SZ.

01.09.2022 um 12:37 Uhr

Hatte mich allgemein schon vor einiger Zeit zum Thema geäußert. Will heute etwas konkreter werden und mich den drei speziellen Beispielen widmen. 

1.Fall: 

Interessiert doch auch keinen, dass Betreuer*innen in Kitas oft genug maso sein müssen, um die Rasselbande tagtäglich zu "ertragen". Warum also Gewese um den beschriebenen Umstand machen? Zeigt doch im Prinzip nur eins: Wer so denkt, ist imgrunde schizophren. Oder nicht?

2.Fall:

Na und!? Wo ist da das Problem? Ich würde nur schauen, dass Bau- und Sicherheitsvorschriften eingehalten. Alles andere ist in meinen Augen das wirklich "Kranke". Irre ich?

3.Fall

Das, also die Reihenfolge oder Genres sind nun wirklich nebensächlich, wenn nicht gar absolut unwichtig. Literarisch lag bei mir einst SF vor SM. Na und, hat mich noch nie jemand danach gefragt, wie BDSM im Weltall sei. Ganz ehrlich? Könnte es eh nicht beantworten, müsste bei Astronauten nachfragen. Geht es jemandem anders?

Gut, meine Meinung zu den dargestellten "Problemen" ist minimal aber offensichtlich mit Augenzwinkern behaftet. Trotzdem gibt es eines kund. Liegt immer an uns selbst und dem Umgang mit den Dingen, ob etwas oder jemand Schwierigkeiten bereitet. Ich kann es zulassen oder aktiv gegensteuern. Den "Kritiker" angemessen bloß zu stellen, Liegt immer in meiner eigenen Hand. Klar, dazu bedarf es gesunden Selbstvertrauens. Doch was hindert uns an diesem? Immer nur ich mich selbst. Also kann ich daran etwas ändern!

01.09.2022 um 11:59 Uhr

oh ha! Da klingt aber eine Menge Frust mit. 

BDSM ist nun mal klischeebehaftet. Und alles was nicht NORMAL ist sieht sich Kritik, Hohn und Spott, oder gar Repressalien ausgesetzt. 

Da hat 50 Shades auch nicht viel geändert. 

Außer vielleicht das die Neugier darauf deutlich wurde, wie man am Kabelbinderumsatz feststellen konnte;)

 In der Community gibt es unzählige Facetten und die "Gemäßigten" schämen sich vermutlich noch mehr als die "Hardcore".

Aber wir sehen jedenfalls Auflösungserscheinungen.

So findet man immer mehr Establishment's in denen man seine Fantasien ausüben und ausleben kann. 

Auch wenn Corona hier so manche Enthaltsamkeit aufgezwungen hat. 

Und so ist Schattenzeilen auch eine Möglichkeit BDSM etwas mehr ans Licht zu bringen. 

Wünsche euch eine erfüllte Woche

Magnus

Förderer.

12.06.2022 um 20:34 Uhr

Ein sehr interessanter Blogbeitrag!

Doch warum eigentlich ist Sexualität schambehaftet? Eine Urform menschlichen Seins,ein vollkommen natürlicher Vorgang, das Sinnbild tiefster Emotionalität wird nicht offen kommuniziert,geschweige denn gesellschaftlich breit akzeptiert.

Stattdessen wird der schwere,klamme Mantel des Schweigens und des ausgrenzenden Verdrängens ausgebreitet.

Dies gilt leider auch für BDSM und erst recht für NS und KV.

Eine zwiespältige Spezies,diese Menschheit. Längst ist das Weltall erobert,die ersten selbstfahrenden Autos sind unterwegs,nur die Sexualität fristet ein Schattendasein.

Wie gut,dass es immerhin dieses Forum gibt,um sich im angenehmen Schatten ungezwungener Zeilen wohlig zu räkeln...

16.05.2022 um 21:29 Uhr

Klar, kann man das so feststellen. Aber was folgt daraus? Es "zu bejammern", ändert nichts am gegenwärtigen Zustand. Und da ich immer bestrebt sein sollte, mein Leben zu leben, handhabe ich es einfach und pragmatisch. Ich erschlage keinen damit, aber ich verstecke es auch nicht. Wer etwas dagegen hat, darf gern aus meinem Dunstkreis verschwinden. Ich hindere die Person nicht daran, seine Oberflächlichkeit zu offenbaren. Werde nie verstehen, warum man hier das Problem anderer zu seinem eigenen macht. Ist mein Leben, also entscheide ich auch darüber, wie ich es lebe. Muss nur die Chuzpe haben, das klar und eindeutig zu vertreten. Das ist alles. Mut! Ein wenig, mehr nicht. Das ist meine Erfahrung.

20.04.2022 um 04:59 Uhr

Leider nur zu wahr. Das beginn ja auch - rein rechtlich - schon damit, dass Homosexualität und Geschlechtsidentitäten durch Gesetze geschützt sind. Sexuelle Neigungen wie BDSM jedoch nicht.

In der Folge verliert dann z.B. die Bäckereifachverkäuferin, die bei "perversen Spielen" beobachtet wurde, die der Kunde dann unhygienisch findet, ihren Job und der Anwalt rät ihr nicht zu klagen, da es voraussichtlich aussichtslos ist. (Gelesenes Beispiel, Quelle nicht mehr bekannt.)

Und SM-Richter (NL) soll ja auch auf einer wahren Geschichte beruhen.

Die Folge:

Wer, wie ich, seinen Job behalten möchte und vielleicht auch noch neue Kunden gewinnen will, hält sich dann im Bekannten- und Verwandtenkreis bedeckt und agiert mit Synonym und ohne Gesichtsfoto in den Foren. (Ich finde es dann schon mutig, eine Zeichnung von mir als Avatar zu nutzen...)

Die weitere Folge:

Der Beziehungsaufbau verlagert sich dadurch auch in die Online-Welt, da es offline kaum Kontakte gibt, mit denen man offen über das Thema redet.

15.03.2022 um 17:57 Uhr

Danke für den Hinweis, Devana! Das war auch mein erster Gedanke. Ist aber glaube ich nicht so gemeint.

Etwas ungünstiges Beispiel - gleich so einen "Aufhänger" mitzuliefern. Aber da ist was dran, finde ich! Die Schnittmengen definiert jeder etwas anders und das Ding mit dem "Wasser predigen und Wein trinken" ist auch nicht ganz neu. Die Rettung des Patriarchats fordert halt Opfer.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.