Ihr Blick taxiert ihn, das merkt er. Ohne dass er es wagt, seinen Kopf anzuheben, nicht für eine Sekunde. Dabei hätte er es gern getan, um zu sehen, wie es ihr geht, weil er sich stets um ihr Wohlergehen sorgt. Sie hatte ihm dieses Mal nicht angekündigt, wie lange sie ihn auf dem Rasen knien lassen wollte. Wofür eigentlich?
Sie steht auf der überdachten Terrasse mit einem Glas Wein in der Hand. Langsam beginnt die Dämmerung und inzwischen regnet es auch, nachdem den ganzen Tag über der Himmel eingetrübt war. Es ist kein leichter Sommerregen, nein, es gießt wie aus Kannen. Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür und das tut sie auch nicht. Brav sitzt er neben ihr, abwartend, dass der Regen aufhört, damit er wieder auf der Wiese toben kann. Er schaut traurig sein Spielzeug an, welches durchnässt auf dem Rasen liegt. Inzwischen ist es zu spät, um es reinzuholen.
Ihr Blick geht langsam durch den Garten und sie mustert die Blumen, die durch die Schwere der Wassertropfen ihre Köpfe hängen lassen. Schade, denn sie mag die Blumen und jetzt sehen sie so traurig aus.
Sie steht weiterhin auf dieser Terrasse, eine Decke schützt sie etwas vor der kühlen Luft. Sie könnte ins Haus gehen, denn das Wohnzimmer besitzt einen Kamin, der schnell eingeheizt wäre, obwohl eigentlich noch Sommer ist. Aber das will sie nicht, denn ihren Seelenfrieden findet sie im Garten beim Blick in Richtung Wiese.
Der Hund hat sich inzwischen neben sie gelegt, denn es langweilt ihn, seinem Herrn zuzuschauen, der doch nicht mit ihm spielt. Sondern kniet. Regungslos. Und das bereits seit über einer halben Stunde.
Mitten auf der Wiese kniet er, nackt, hat dabei den Blick artig gesenkt. Das Wasser läuft nur so an ihm herunter und der Boden unter ihm ist schon ganz aufgeweicht. Er hat inzwischen Mühe, die Position zu halten, denn immerhin ist er seit 30 Minuten auf dem Rasen, im Regen. Seine Knie fangen langsam an wegzurutschen, denn die Erde unter ihm ist glitschig. Aber er darf sich nicht neu positionieren, denn dann würde er sich bewegen und das würde ihr nicht gefallen. Ja, ihr, seiner Eheherrin.
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05.01.2026 um 05:20 Uhr
Liebe Sophie Amalia
ich mag deine Geschichten.
Du hast eine schöne Art zu schreiben - die selbst die Beschreibung des Alltages zu einem Erlebnis machen.
Du umschreibst einfach liebevoll Szenen die sofort vor meinem inneren Auge, erscheinen.
Dabei bist Du phantasievoll. Allein schon die Idee des Strafkniens finde ich fabelhaft.
Okay, zu Beginn, wusste ich nicht wer der Hund ist oder ob der Hund, der Sub war aber dieses Spiel der Gedanken passte gut.
Regte zum Nachdenken an.
Zwei Menschen, die sich so einander vertrauen, so lieben und begehren, ist unfassbar wertvoll.
Allein dein Satz zum Schluss
Sie fühlt die Wärme und Geborgenheit, welche sie durch seine Hingabe und Demut empfindet. Seine innere Ruhe führt zu ihrer inneren Ruhe. Würde sie ihn nicht so sehr lieben, könnte sein Knien nicht dieses wohlige Gefühl in ihr auslösen.
.....ist rührend und emotional.
Danke schön liebe Sophie Amalia für diese kleine Reise in deinen Garten.
Liebe Grüße Thorsten
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