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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Knien im Regen

Eine BDSM-Geschichte von Sophie Amalia

Sie steht auf der überdachten Terrasse mit einem Glas Wein in der Hand. Langsam beginnt die Dämmerung und inzwischen regnet es auch, nachdem den ganzen Tag über der Himmel eingetrübt war. Es ist kein leichter Sommerregen, nein, es gießt wie aus Kannen. Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür und das tut sie auch nicht. Brav sitzt er neben ihr, abwartend, dass der Regen aufhört, damit er wieder auf der Wiese toben kann. Er schaut traurig sein Spielzeug an, welches durchnässt auf dem Rasen liegt. Inzwischen ist es zu spät, um es reinzuholen.

 

Ihr Blick geht langsam durch den Garten und sie mustert die Blumen, die durch die Schwere der Wassertropfen ihre Köpfe hängen lassen. Schade, denn sie mag die Blumen und jetzt sehen sie so traurig aus.

 

Sie steht weiterhin auf dieser Terrasse, eine Decke schützt sie etwas vor der kühlen Luft. Sie könnte ins Haus gehen, denn das Wohnzimmer besitzt einen Kamin, der schnell eingeheizt wäre, obwohl eigentlich noch Sommer ist. Aber das will sie nicht, denn ihren Seelenfrieden findet sie im Garten beim Blick in Richtung Wiese.

 

Der Hund hat sich inzwischen neben sie gelegt, denn es langweilt ihn, seinem Herrn zuzuschauen, der doch nicht mit ihm spielt. Sondern kniet. Regungslos. Und das bereits seit über einer halben Stunde.

 

Mitten auf der Wiese kniet er, nackt, hat dabei den Blick artig gesenkt. Das Wasser läuft nur so an ihm herunter und der Boden unter ihm ist schon ganz aufgeweicht. Er hat inzwischen Mühe, die Position zu halten, denn immerhin ist er seit 30 Minuten auf dem Rasen, im Regen. Seine Knie fangen langsam an wegzurutschen, denn die Erde unter ihm ist glitschig. Aber er darf sich nicht neu positionieren, denn dann würde er sich bewegen und das würde ihr nicht gefallen. Ja, ihr, seiner Eheherrin.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

19.05.2022 um 08:59 Uhr

Ein interessanter Einblick in die Dynamik einer innigen Liebesbeziehung der etwas anderen Art - sehr beeindruckend!

19.05.2022 um 00:50 Uhr

Sein Gehorsam und Ihre Macht sind klasse beim Lesen zu fühlen...

etwas mehr Handlung am Ende hätte ich schön gefunden.

hexlein

Autorin.

25.04.2022 um 16:13 Uhr

die Geschichte ist ruhig dahinplätschernd..mich mitnehmend auf einen Tagesrückblick und ohne reisserischen Ansatz.

Vielleicht gerade deshalb gefällt sie mir so gut, ohne, dass ich dieses Verhalten von ihr einfach so hinnehmen und verstehen kann. 

Dass Sub auch mal als Entspannungsfaktor einfach dient ist keine neue Erfindung. Zu oft schon habe ich Geschichten gelesen, in denen genau das passiert. Aber hier ist es seltsam. Hier platzt der Knoten für mich nicht, obwohl Du mich in ihre Gefühlswelt sehr genau Einblick nehmen lässt.

20.04.2022 um 23:26 Uhr

Sehr treffend. Liebe geht oft nicht nur seltsame Wege, sondern ist in ihren Erscheinungsformen nicht seltener. Frust empfindet wohl jeder einmal. Wie damit umgegangen wird, ist letztlich das wirklich Wichtige. Nicht der Frust selbst.

21.02.2022 um 06:13 Uhr

Die Geschichte ist gut geschrieben und gibt einen Impuls aus der Gefühlswelt der beiden Protagonisten. Aber handelt sie fair? Nein Für mich ist F/m kein Ventil um schlechte Laune abzureagieren,

Mississippi

Förderer.

22.12.2021 um 01:20 Uhr

Ich mag sie nicht. Die Frau. Schwach ist das, die schlechte Laune an ihm auszulassen und dann noch mit Liebe zu beschönigen. Was nicht gleichbedeutend ist mit, ich mag die Geschichte nicht. Sie regt zum Nachdenken an. Danke

Nachtasou

Autor. Lektor.

21.12.2021 um 23:58 Uhr

Der Mann im Regen weiß nicht, wie ihm geschieht.

Beste Sophie Amalia,

die Geschichte ist formschön und inhaltsschwer. Der unaufgeregte Stil gefällt mir, alles so ausgewogen.

Hinter der schönen Form lauert aber die Restauration. Wehe, man schaltet bei dieser Geschichte das politische Denken ein. Es ist von Liebe die Rede, von Willkür, wäre ja alles fein, wenn nicht System dahinter steckte.

Da erfährt tagsüber eine Angestellte, die ihr Bestes gibt, Machtlosigkeit und Kälte, und wiederholt dieses „Spiel“ in ihrem Kleingarten. Ja, so war das früher, als der kleine Mann nach Hause kommend erst mal den Besitzer spielte und knechtete. Alle reihum und für die Betroffenen „willkürlich“ anmutend und mit Folgen. Wenn es doch nur Willkür wäre, aber es hat System. Liebe als Gleitmittel der Entfremdung?

Also, ich vermute mal, das Du diese Gräte eingebaut hast. BDSM als Restauration einer „guten, alten Zeit“. Sexualität kann befreien, aber umgekehrt auch die Sklavenmoral untermauern. Bdsm ist wie ein scharfes Messer, mit dem man Tomaten schälen kann, aber auch Hühner schlachten.

Sorry für diesen unnötigen Schlenker. Aber diese Geschichte gibt es her. Und sie hat es darauf angelegt, vermute ich. Eine Geschichte mit Verletzungsgefahr ist eine gute Geschichte.

20.12.2021 um 01:06 Uhr

Sich fallen lassen können, das ist der Kern dieser Geschichte. Sehr schön!

Nachdenker

Gelöscht.

14.12.2021 um 14:20 Uhr

Sehr schön geschrieben.

Walter

Förderer.

13.12.2021 um 17:16 Uhr

Vielen Dank für die tolle Geschichte. Mir hat die Beschreibung der Gefühle der Eheherrin dabei besonders gut gefallen. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten von Dir.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.