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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Hinweise beachten Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Welten

Eine BDSM-Geschichte von Mai.

„Ich schaff es nicht!“, stieß er letztlich aus, nachdem sie eine gefühlte Ewigkeit im Schneidersitz voreinander gesessen hatten, tief im meditativen Moment des Schweigens und der Erwartung gefangen. Um sie herum war so viel Platz. Raum, Weite und Luft, wie das nur im Gebirge der Fall ist. Unten im Tal bildete sich schon Nebel im Schatten der Gebirgsketten. Hier oben war noch alles in lachsfarbenes Licht getaucht. Der Bann war gebrochen, sie bettete sich etwas um, ihre Beine fühlten sich an wie innerlich zerfleischt. Die Muskeln steif von der Überanstrengung des Aufstiegs.

„Ich kann keine Frau schlagen. Das widerstrebt mir in den Grundfesten. Ich finde das sogar ein bissl krank, dass du das willst. Und irgendwie fühle ich mich jetzt wie ein Schwächling und das Gefühl kann ich nicht ab. Eigentlich fühlt man sich wie ein Held, wenn man Frauen nichts antut und sie beschützt. Du willst das Gegenteil. Ich finde es bescheuert, dass du mich jetzt anschaust wie ein Versager.“

„Ich schau dich nicht an wie ein Versager, das ist doch Quatsch“, versuchte sie ihn zu besänftigen. Er hatte es eher als Trösten aufgefasst und bekam einen harten Zug um den Mund. Sie mochte ihn vor allem deshalb, weil er ein richtiger Naturbursche war. Als Extrembergsteiger diszipliniert und hart zu sich selber. Mit einer recht konventionellen Vorstellung von den Geschlechtern. In dem Punkt passten sie gut zusammen.

„Warum kannst du nicht ganz normal sein? Damit ich mich als ganzer Mann fühlen kann, wenn ich mich zärtlich um meine Freundin kümmre? Alle anderen Frauen waren doch recht glücklich mit mir als Liebhaber. Ich weiß, wie man Frauen befriedigt. Du kannst mir echt nicht vorwerfen, dass ich bei Sex nur an mich und meine Befriedigung denke. So egozentrisches Reinraus gibt es bei mir nicht!“

„Das ist ein Teil des Problems.“

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

10.10.2020 um 10:58 Uhr

Die Situation ist bestimmt bekannt. Schön beschrieben

20.09.2020 um 13:00 Uhr

Gut erzählte Geschichte, die für mich lediglich ein sprachliches Manko hat ("bissl" etc.). Figuren werden nicht deswegen plastischer, weil man ihnen Umgangssprache verleiht, und beim Lesen stört das irgendwann. Die beschriebene Sub wäre mir jedoch ein wenig zu penetrant in ihren Belehrungen.

Knurrwolf

Autor.

20.09.2020 um 08:54 Uhr

Ein wirklich guter und zugleich zutreffender Vergleich, den die Heldin der Geschichte da benutzt, um bei ihrem Freund das Interesse an etwas Neuem zu wecken. Bis er sie schließlich im wahrsten Sinn des Wortes bis an den Rand des Abgrundes führt.

Für mich ist eine Spur zu konzentriert auf die Handlung und mir fehlt etwas mehr von den Charakteren selbst muss ich zugeben.

Lanika

Lektorin.

19.09.2020 um 15:45 Uhr

Nun hab ich den Text immer mal wieder gelesen. Er gefällt mir jedes Mal besser. Die Frage, wie man einen skeptischen Partner für BDSM interessiert, hat sich mir immer mal wieder gestellt. Hier ist ein schöner kreativer Weg gefunden. Die Geschichte gefällt mir, da das gute Ende realistisch erscheint.

Sprachlich gekonnt, die Figuren auf das Wesentliche reduziert - es fehlen sogar die Namen - eröffnet der Text, die Möglichkeit weiter zu denken.

Danke

poet

Autor.

30.08.2020 um 21:22 Uhr

Oberflächlich gelesen entgeht einem viel. Ein zweites, aufmerksameres Lesen lohnt, um die Geschichten hinter der Geschichte zu verstehen.

28.08.2020 um 23:50 Uhr

Ganz unerwartet, ungewöhnlich, eine sehr schöne Geschichte und sehr schön erzählt. Danke!

27.08.2020 um 08:22 Uhr

Erste BDSM-Erfahrungen und der Weg dahin mal kreativ anders - zumindest ich habe noch nie Vergleichbares gelesen.

Der Schluss erregend und schön. 

Danke!

Tek Wolf

Autor.

24.08.2020 um 11:59 Uhr

Ich mag die Geschichte besonders wegen der Gefühle, die hier im Mittelpunkt stehen. Zweifel an dem, was man tut, hat manchmal sogar ein erfahrener Dom. Umso schöner, wenn es eine Sub gibt, die darauf eingeht und daran arbeiten möchte. Erst hat sie mehr nach Argumenten gesucht, statt nach Gefühlen, aber am Ende ist sie damit zu ihm durchgedrungen. Ich weiß nicht, ob ein Naturbursche Wörter wie "Grundfesten" verwendet, aber vielleicht passt das ja zu einem mehrschichtigen Charakter. Das hat mir ein bisschen gefehlt, Einzelheiten zu den Beiden. Aber das sind nur winzige Randnotizen, die vielleicht nur mich beschäftigt haben.

Die Geschichte als solche ist großartig gelungen. Die Ideen mit dem Abgrund und den Felsbrocken fand ich sehr originell und mit den Tränen, die in die Tiefen fallen, vom rosa gefärbten Abendlichtgipfel bis in die nebligen Schatten des Tals bekommt das alles etwas Poetisches. Ein sehr schönes Bild. Sehr gut fand ich übrigens auch die Erwähnung der karierten Bettwäsche als Metapher für Uriges, Einfaches.

Es hat mich sehr gefreut wieder etwas von dir zu lesen, liebe Mai und wie immer war die Geschichte ein Genuss. Bitte mach weiter so.

Gregor

Autor.

23.08.2020 um 09:52 Uhr

In deinen Geschichten stellst du häufig Fragen. Fragen zu Beziehungen, zu Entwicklungen. Zum Ende von Entwicklungen. Hier zum Beginn einer Entwicklung. Immer fragst du unverkleidet, direkt, ohne Beschönigung. Diese Geschichte wirkt fast versöhnlich. Ist sie aber nicht. Ich ahne was kommt, in den nächsten Jahren. Gern gelesen.

Hekate

Autorin.

22.08.2020 um 10:26 Uhr

Grad das Extreme hat Reiz, weil es extrem ist. Ob Bergsteigen oder SM, beides steht weit vom Alltag entfernt. Und immer ist da eine Sehnsucht, das Alltägliche zu verlassen, hinauszukommen aus eingefahrener Lebensspur.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.