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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Medusa

Eine BDSM-Geschichte von Mai.

Seit es ihr egal war, wie Männer sie bewerteten, fühlte sich alles gut an. Allein um selbst in Fickstimmung zu kommen, machte sie sich noch zurecht. Manchmal auch nicht, je nach Gusto. Fortgeschickt hatte sie noch keiner, so oder so nicht. Heute mochte sie sich mal wieder etwas dramatischer, deshalb bediente sie sich am Fundus früherer Zeiten, als es noch eine Rolle spielte, Eindruck zu schinden. Ein bisschen bereute sie schon, es war anstrengend, mit eng geschnürter Taille und hohen Hacken die Treppe hoch zu balancieren, was sie aber sehr gerne hörte, war das Geklapper ihrer Absätze.

Er hielt die Haustür wie verabredet geschlossen, bis sie oben war. „Verena Wohlfeld“ stand an der Eingangstür. Er hatte verworrene Ausreden erfunden, warum er das Treffen bei einer Freundin anberaumte, die sie übrigens alle nicht glaubte, was aber keine Rolle spielte, wahrscheinlich war ein Ehefrauchen zu Hause, oder Ähnliches.

Vor der Tür band sie sich ein Tuch um die Augen und klingelte. Der Eingang öffnete sich, Corinna trat mit ausgestrecktem Arm ein, wartete, bis sie die Tür ins Schloss fallen hörte, öffnete den Mantel und ließ in langsam vom Rücken gleiten. Erfahrungsgemäß dauerte es jetzt ein paar Augenblicke, bis der jeweilige Mann die weggebliebene Spucke wiederfand, den Schock überwand, dass sie es tatsächlich ernst meinte, und ihre blanken Brüste genügend angegafft hatte.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

poet

Autor.

08.08.2020 um 14:31 Uhr

Harter Tobak, aber sehr gut geschrieben, spannend und elektrisierend. Nimmt mit! Gratulation!

Margaux Navara

Autorin. Förderer.

03.08.2020 um 19:40 Uhr

Ich liebe diese Geschichte! So viele Wendungen, wie ein Hase geht es im Zickzack mal von uns weg, mal zu uns hin. Klasse!

Wenn ich es unter diesem Aspekt sehe, ist auch das Ende okay, denn der Hase verschwindet einfach im Wald oder wo auch immer.

Ansonsten möchte ich gar nicht weiter lesen, weil der Typ eh schon abgekackt ist, der ist nicht der Richtige für eine Frau dieses Kalibers.

Cool. Mal was andres. Hat mich gepackt und das ist geil. Danke dafür!

Meister Y

Autor. Förderer.

30.07.2020 um 16:55 Uhr

Das nenne ich mal direkt!

Liebe Mai, da ist Dir ein wahres Highlight gelungen. Ganz ehrlich, ich musste die Zeilen gleich zwei Mal hintereinander lesen, wow.

Eine Frau, die direkter und unmittelbarer nicht sein kann, genau weiß was sie will und wie sie dieses Ziel erreichen kann. Schnörkellos, ohne Umschweife aber umwerfend. Dabei gerät sie in eine Situation, mit der wahrlich nicht zu rechnen war. Kaffee statt Sex, das ist wirklich erst mal Ernüchterung genug. Was sie dann aus ihrem Leben erzählt, setzt all dem die Krone auf, findet nicht nur einen erstaunten Zuhörer sonden auch erstaunte Leserinnen und Leser. Dann jedoch, nimmt es noch mal richtig Fahrt auf und endet... abrupt.

Nein, darüber ärgere ich mich nicht, ich will aber ehrlich sein, mich hätte schon interessiert wohin Deine Gedanken gegangen wären.

Danke, dass ich diese Zeilen lesen durfte.

29.07.2020 um 16:35 Uhr

wie sie Sex will...hmmm...ich verstehe es...

ich könnte es aber mit dem mann schon nicht mehr, weil er sagt, dass er nicht weiß, ob er das kann...

Onmymind

Autorin.

23.07.2020 um 10:57 Uhr

Das Positive eines abrupt beschriebenen Endes ist, dass man im Idealfall mehr davon lesen will. Das Negative in meinem Fall ist, dass ich hier in der Luft hänge. An und für sich nichts schlechtes, es gibt die Möglichkeit mehrerer Interpretationen. Ich habe die Geschichte bereits vor ein paar Tagen gelesen, musste sie etwas sacken lassen. Was bedeutet das? Sie hat mich nicht verlassen. Das ist Positiv. Ein profanes Gespräch zwischen zwei Protagonisten mit BDSM Hintergrund = eine profane Geschichte? Mit Nichten! Die beschriebene Situation ist nicht so geplant gewesen, unangenehm. Ich kann es mir bildlich vorstellen. Sie ist anders, weil Lebensmüde ohne Selbstmordgedanken zu haben. Aufmüpfig. dunkel, morbid. Er ist irgendwie der liebe Nachbar von nebenan. Nach außen hin. Doch wir wissen alle, das bedeutet nichts. Also, wie zum Kuckuck geht es weiter?

Nachtasou

Autor.

22.07.2020 um 23:48 Uhr

geändert am 22.07.2020 um 23:50 Uhr

Manche Geschichten enthalten eine Perle, oder mehrere. Das macht alles andere verzeihlich.

Die eine Perle ist der Titel der Geschichte.

Die andere ist für mich dieser Satz: „Tot sein ist ja schon schlimm genug, da muss man ja nicht auch noch sterbenskrank aussehen.“ Der ist weniger schnoddrig als er sich anhört, sondern eine ganze Lebensphilosophie.

Sex und Tod sind sowieso das gleiche Thema, nur aus verschiedener Perspektive betrachtet, das passt schon. Auch die Berufswahl in der Story unterstreicht das überdeutlich.

Da wählt jemand einen klassischen Stoff und weiß, dass der Leser diesen Ballast in die Geschichte hineintragen wird. Er wird in eine Küche der Jetztzeit verpflanzt, die Personen heißen wie Du und ich und sind keine klassischen Helden. Sie müssen sich aber diesem Vergleich stellen, das hat die Autorin so gewollt. Sie reden nicht Hexameter-Deutsch, sondern schnoddrig (bis auf ein paar Stellen, die dann wie ein Versehen in der Sprachebenen-Wahl wirken, oder ist das beabsichtigt? Wer „kürt“ denn noch am Küchentisch mit Hängebrüsten unter dem halboffenen Mantel, außer er fährt Schlittschuh oder züchtet Hunde?).

Medusa war eine mächtige Frau, die unerkannt bleibt. Sie bringt dem Verderben, der daran rütteln will. Das ist dann die letzte Wahrnehmung im Leben. Danach erstarrt Mann zur Salzsäule. Die Halle ist schon voll von diesen gescheiterten Heroen. Einem gelingt es dann, indem er Medusa den Spiegel vorhält. Das überlebt nicht mal sie. Mehr braucht er gar nicht tun, das erledigt sich dann von selbst. 

Ich hab mir überlegt, wie dieses Plot in der abgebrochenen Story von Mai weitergehen würde, wenn sie sich denn am Klassischen ausrichtete. Na, er setzt dieses schrille Früchten einfach wieder vor die Tür. Am besten nackt. Soll sie sehen, wie sie klarkommt mit ihren Waffen, wenn sie ins Leere stößt. Wenn er sich nichts aus ihr macht, sich hinter den Spiegel stellt, und aus Fremd- eine Eigengefährdung werden lässt.

Was auf den ersten Blick so überhaupt nicht ins Plot passt, ist ihr Masochismus, den sie „abruft“. Der Sadist als Opfer, oder blankes Werkzeug, das ist schon was Feines. Und hätte gar nicht eines klassischen Plots bedurft, sondern ist genug aus sich selbst heraus.

Das ist eine kräftige Geschichte. Ich bedaure nur eines: Dass sie sich nicht traut, selbst den Faden weiter zu spinnen. Manche Geschichten gewinnen, wenn sie an bestimmter Stelle abbrechen. Bei anderen bin ich sauer und fühl mich angefüttert und dann verhungert gelassen. So wie ich auch R.R. Martin sauer bin (nicht wegen des fehlenden Endes, kack drauf. Sondern wegen der handwerklichen Neugier, wie er die ungewöhnliche Gesamtkonstruktion wieder zusammenbringt, das war der einzige Grund, GoT zu lesen und kurz vor dem Ende zu verhungern).

Das Gegenüber dieser Leichen-Aufhübscherin ist ein Softie, also überhaupt nicht geeignet, daraus einen weitern Faden zu spinnen. Seine völlig unangemessene Handtätschelei diskreditiert die gesamte Männerwelt. Sie dagegen ist ein spannender Charakter. Aber fuck, fuck, fuck, fuck wieso bleibt sie sitzen und hat nicht mehr als Warnungen auf ihrer Platte? Sie stellt dann Forderungen, … aber vielleicht ist das ja der Fortlauf der Geschichte: Vielleicht ist das der Spiegel gewesen, an dem sie verbrannte: diese für sie so penetrierende Fürsorge.

Ja, spannend. Da kann ich mir einiges ausdenken.

Aber mehr hätte mich Mai´s Weiterdenken interessiert.

 

Absolut lesenswert. Keine Weihnachtsgeschichte. Und zu kurz.

21.07.2020 um 17:39 Uhr

Davon möchte ich mehr lesen.wie das wohl weiter gehen könnte... Dankeschön.

Gryphon

Autor.

21.07.2020 um 17:39 Uhr

Ups. Jetzt gibt es zwei Geschichten mit diesem Titel.

Knurrwolf

Autor.

20.07.2020 um 18:49 Uhr

Okay irgendwie schwankt die Geschichte für mich zwischen Komödie und Tragödie, also fast schon ein klassisches Genre. Ich mag den lockeren Stil auch bei den Dialogen, er macht das Ganze natürlich leicht und luftig zu lesen. Was gut zu dem Tonfall der Geschichte passt, da es eher etwas alltäglich/skurril zur Sache geht ohne gleich in die Tiefe einzutauchen.

Tek Wolf

Autor.

11.07.2020 um 08:32 Uhr

Ein interessantes Streiflicht aus einer masochistischen Existenz. Scheinbar eine Frau, die ihre Nische gefunden hat und weiss was sie will. Doch Unbehagen bleibt. Hat sie wirklich ihre Art zu Leben gefunden oder sehen wir hier den Ausdruck einer leidenden und einsamen Seele, die trotzig einfordert, was sie glaubt gerade noch zu verdienen? Eine Geschichte, die zum Grübeln einlädt, danke Mai, dass du sie uns zur Verfügung gestellt hast.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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