Registrieren Login

Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 2001 | Facebook | Twitter

Urheberrecht Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Knurrwolf erfolgen! Mehr dazu ...

Hinweise beachten Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Rettender Stern

Eine Science-Fiction-Geschichte von Knurrwolf.

Diese Geschichte nahm teil am Schreibwettbewerb "Unterwegs". (Link).

()

 

Passage Eins

 

Wie abertausende Diamanten funkelten die Sterne in der alles umfassenden Schwärze vor den Fenstern des Observationsdecks und vermittelten selbst dem Uneingeweihten einen Eindruck von der Weite des Weltraums. Derzeit befand sich nur eine Person an diesem Ort, der sich an die Oberseite des Passagierschiffes schmiegte, und diese konnte sich dem Anblick daher in aller Ruhe hingeben. Die meisten Passagiere zogen das geräumigere Promenadendeck vor, das mittschiffs lag und dessen raumhohe Fensterreihen einen ebenso guten Ausblick boten. Nur, dass dieser gleich in der Nähe von Restaurants, Geschäften und anderen Annehmlichkeiten lag. Allerdings zog Leonardo die relative Stille sowie Einsamkeit dieses Ortes vor, besonders wenn ihm der Andrang der Leute zu viel wurde.

Von durchschnittlicher Gestalt mit dunkelbraunen Haaren und schlichten Zügen, die im Moment von Bartstoppeln bedeckt waren, fiel er unter den anderen Reisenden kaum auf. Auch wenn seine Kleidung mit grauem Overall und Lederjacke eher in Richtung praktisch denn modisch ging. Allerdings gehörte er nicht zu den Touristen oder anderen Leuten, die aus reinem Vergnügen reisten, sondern kehrte gerade von einem Auftrag zurück. Sofern man die Überstellung einer sündhaft teuren Yacht für den verwöhnten Sohn einer Industriellenfamilie so nennen wollte. Aber Job war Job und es gab schlimmeres, als eine Solaryacht von einem System in ein anderes zu bringen und dabei mehr Luxus um sich zu haben, als selbst die Erste Klasse hier genießen durfte.

Ganz zu schweigen davon, dass er sich nun ein paar Tage Urlaub gönnen konnte, um Begierden nachzugehen, die jenseits von teakholzbeschlagenen Verkleidungen und goldenen Wasserhähnen lagen. Es juckte ihm geradezu in den Fingern, wieder in das aufregende Spiel aus Dominanz und Unterwerfung einzutauchen, um sich selbst zu beweisen, dass er mehr zu führen verstand als nur ein Raumschiff. Und im Mondschatten-Club wurde nicht nur auf Regeln oder Sauberkeit geachtet, sondern es gab immer auch ein paar überaus hübsche und willige ...

Bevor er den Gedanken zu Ende bringen konnte, glitten die Türen mit einem kaum hörbaren Säuseln auseinander. Überrascht blickte er auf, als eine Frau in einem Tempo hereingeeilt kam, bei dem vermutlich nur pures Glück verhindert hatte, dass sie bislang nicht gestolpert war. Langes, pechschwarzes Haar umrahmte ein Gesicht, dessen Züge von schlichter Schönheit kündeten, auch wenn sie derzeit von Panik verzerrt waren. Selbst der Blick ihrer wasserblauen Augen wirkte gehetzt, als sie ihn schließlich entdeckte und in einer Demonstration der Unsicherheit kehrtmachen wollte. Allerdings half weder ihre Geschwindigkeit noch der Kaftan dabei, dass dieser Versuch von Erfolg gekrönt war. Leonardo kannte sich durch seinen Job ziemlich gut mit den Problemen kinetischer Energie und Richtungsänderung aus, sodass er das Unglück bereits kommen sah, bevor es geschah.

Als der Frau im wahrsten Sinn des Wortes der Boden unter den Füßen entglitt, eilte er heran und griff nach ihren Oberarmen, um einen Sturz zu verhindern. Als seine grauen Augen ihre Gegenstücke fanden, schienen diese noch größer zu werden, während die Unbekannte regelrecht in seinem Griff erstarrte und nach Luft zu schnappen begann. Es brauchte keinen Experten, um die ersten Anzeichen einer Panikattacke zu erkennen, und er begann auf sie einzureden. Allerdings schien sein Versuch einer sanften Kommunikation von wenig Erfolg gekrönt zu sein, was die Lage nicht unbedingt verbesserte. Leider fehlte ihm die Zeit oder das Wissen um diese Person, sodass ihm die Optionen ausgingen. Allerdings war es nicht das erste Mal, dass er mit einer solchen Situation konfrontiert war und ob unbewusst oder wirklich gewollt, schaltete Leonardo in seinen Dommodus um.

"Genug!", es war nicht genau zu sagen, wer von beiden überraschter über die scharfe Strenge in seiner Stimme war, aber offenbar zeigte sie Wirkung. "Konzentriere dich auf meine Stimme. Es geschieht dir nichts, also beruhig dich und atme tief durch. Ein und aus ..."

Du möchtest diese Science-Fiction-Geschichte weiterlesen?

Melde Dich in Deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

01.09.2020 um 08:49 Uhr

Gefällt mir sehr gut. Ein romantischer BDSM-Nackenbeißer 

11.08.2020 um 19:55 Uhr

Ist gut geschrieben, kann glattweg weitergehen.

Criss

Förderer.

21.07.2020 um 07:09 Uhr

Macht Lust auf mehr, gibt es eine Fortsetzung?

Mississippi

Förderer.

14.06.2020 um 10:02 Uhr

Wie schön, dass ich mich von den Kommentaren verleiten ließ, die Geschichte zu lesen. Ich bin beeindruckt. Danke dir für ein tolles Leseerlebnis.

Bin kein Science Fiction Fan, ist doch immer wieder eine Erfahrung wert, wenn Grenzen verschoben werden 

Robert S

Autor.

14.06.2020 um 00:33 Uhr

Romantik, Fürsorge, Umsicht, Sanftheit. Liebevoller Umgang. Alles in einer Welt, die fern wirkt und gleichzeitig nahe ist. Ich danke für eine runde Liebesgeschichte, die gleichzeitig ein Beginn ist.

Meister Y

Autor. Förderer.

08.06.2020 um 08:02 Uhr

geändert am 08.06.2020 um 11:58 Uhr

Lieber Knurrwolf, in fremden Welten bin ich gern unterwegs und das Du das Genre beherrschst ist ja kein Geheimnis. Ich kann also schon mal sagen, dass Du es auch mit diesen Zeilen geschafft hast, mich mitzunehmen.

Geschichten die uns in uns fremde Welten mitnehmen, haben immer etwas Besonderes. Man muss sich auf sie einlassen, man muss genau lesen, um zu verinnerlichen was passiert. Erst dann kann man sich auf den Inhalt konzentrieren, der hier von einem starken, sensiblen Dom und einer aus der Bahn geworfenen Ex-Sklavin beherrscht wird. Der von Sensibilität, Fürsorge und Stärke geprägt ist, die dazu führt, dass sie zumindest eine Zeit lang ihre Ängste zurückstecken und ihm vertrauen kann.

Sehr gelungen fand ich, dass Du sparsam mit technischen Details umgegangen bist.

Danke für eine schöne Geschichte, die ich sehr gern gelesen habe.

Curiousity

Förderer.

07.06.2020 um 21:54 Uhr

Es hat mir gut gefallen wie Leonardo Rinka ein Stück aus ihrer Panik und Angst geholfen hat.

Da war schön zu beobachten wie viele Gedanken er sich um sie gemacht hat und darum wie er ihr helfen kann.

Abgeschlossen erscheint mir die Geschichte nur dahingehend, als beide Figuren nachts eingeschlafen sind und somit der Tag für die Geschichte vorbei ist.

Andererseits sind noch so viele Fragen offen, angefangen damit was es bedeutet 'Sklaverei sei verpönt'.

Muss Rinka damit rechnen als flüchtige Sklavin verfolgt zu werden?

Muss ihre Herrschaft mit Verfolgung rechnen?

Warum sehen sich Sklavinnen überhaupt genötigt sich das Halsband selbst vom Hals zu schneiden?

Ich hätte gerne mehr darüber und andere offene Fragen erfahren.

Trotzdem danke ich Dir für die Geschichte bis hier hin.

Knurrwolf

Autor.

07.06.2020 um 17:49 Uhr

Ich danke euch alle für das Feedback zur Geschichte und ja, man könnte sie als Teil eines Größeren sehen und zugleich eine in sich geschlossene Handlung die wieder zu meinen subtilen Wurzeln zurückkehrt. Daher bin ich froh, dass auch solche eher indirekten Geschichten Anklang finden.

Gregor

Autor.

07.06.2020 um 14:13 Uhr

Handlungen in fremden Welten haben Vorteile und Nachteile. Der Nachteil liegt darin, dass die Handlung außerhalb der Realitätsebene des Lesers abläuft. Das führt zu eingeschränkter Identifikation, sofern er kein Fiction-Liebhaber ist. Andererseits sind auch gegenwärtige Geschichten „nur“ Geschichten, also Fantasie, Vorstellung, aufgeschriebenes Kopfkino. Doch so fern unserer Welt liegt die von dir beschriebene Welt nicht.

Beim Lesen hatte ich den Eindruck, deine Geschichte ist Teil eines umfangreicheren Stücks, der Anfang von etwas. Andererseits ist die Geschichte auch rund, fertig. Die erotische Darstellung empfand ich ausgeprägt in sanfter Dominanz bei ihm und in beginnend hingebungsvoller Submission bei ihr. Gut geschrieben, gern gelesen.

Tek Wolf

Autor.

07.06.2020 um 06:36 Uhr

Eine schöne und gefühlvolle Geschichte. Mitgefühl zwischen kalten Stahlwänden. Ich habe es sehr genossen, als ich die Geschichte las, das erste wie das zweite Mal. Danke für diese Zeilen.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.